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Trau mich nicht in die fremdsprachige Vorlesung!!!

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Gast

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Hallo,

ich studiere seid 2 1/2 Jahre Design und mache momentan ein Auslandssemester in Barcelona. Ich bin nun seid 1 Woche hier und hatte Mitte letzter Woche den ersten Termin in der Uni. Das war auch alles kein Problem, Der Typ der da für mich zuständig ist hat mich nett begrüßt, mit alles gut erklärt und mir die Schule gezeigt.
Jetzt ist es so das ich 3 Wochen Zeit habe mit die verschiedenen Veranstaltungen anzuschauen und dann wählen kann welche ich besuchen will und welche nicht!
Das dumme nur, alles läuft auf Spanisch und mein spanisch lässt momentan noch sehr zu wünschen übrig. Ich denke, hoffe das sich das in den nächsten Wochen rapide ändern wird aber jetzt läuft noch alles auf englisch. Das heißt ich müsste in die Vorlesungen reinstolpern, erklären das ich leider kein spanisch spreche und mir dann anhören was es da so gibt.
Jetzt das eigentliche Problem. Ich trau mich nicht in die Vorlesungen. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht warum. Vielleicht liegt es an den schlechten spanisch Kenntnissen... ich weiß nicht. So etwas hatte ich noch nie. Ich war immer schon etwas schüchtern und musste mich schon oft überreden um irgendetwas zu machen. Das war auch schon in Deutschland so aber letztendlich habe ich immer alles gemacht und es war überhaupt kein Problem. Jetzt schaffe ich es aber maximal bis vor den Eingang der Uni, drück mich da etwas rum und gehe dann wieder weil ich Panik habe in die Vorlesungen zu gehen. Woher kommt das? und habt ihr vielleicht einen Tipp was ich machen könnte? Ich kann kein halbes Jahr hier verbringen und es nicht in die Uni schaffen. Mir wäre es ehrlich gesagt auch lieber vorgeschrieben zu bekommen welche Kurse ich wähle. Ich habe das in Deutschland zwar sehr genossen wählen zu können aber in der jetzigen Situation macht es mir das ganze noch schwieriger. Ich habe einfach Angst es könnte irgendeine Situation entstehen mit der ich nicht klar komme oder wo ich nicht weiß was ich sagen/machen soll. Und dann das ganze auch noch in einer fremden Sprache.
Habt ihr vielleicht irgendeinen Tipp oder ähnliche Erfahrungen.
Vielen dank schonmal.
 

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Gast

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Liebe(r?) TE,

ich habe selber in den USA die Schule besucht und in den Niederlanden meinen Master gemacht. Außerdem betreue ich seid vielen Jahren Austauschschüler, die in Deutschland bei Gastfamilien leben und habe auch mal im ERASMUS-Büro meiner deutschen Uni gearbeitet. Ich kenne deine Situation sehr gut :) Schüchternheit ist echt nicht einfach, wenn man in einem fremden Land ist. Lass mich dir aber sagen:
1) du hast einen "Austauschbonus" - auch "Narrenfreiheit" gennannt: jeder, den du um Hilfe fragst, oder der merkt, dass du hilflos bist, wird dir mehr als gerne helfen. Schließlich ist es etwas besonderes, wenn man aus einem anderen Land kommt und sich traut, einfach so in einem fremden Land zu studieren. Das schafft grundsätzlich Anerkennung beim Gegenüber. Du kannst dir auch beim Prof 10 mal mehr doofe Fragen erlauben als jeder andere Student, er wir viel Verständnis dafür haben. Ehrlich. Falls du mir nicht glaubst: wie würdest du auf einen schlecht deutsch sprechenden Spanier in einer Vorlesung zu Hause reagieren, der dich freundlich um Hilfe fragt???
2) schon aus den oben genannten Gründen kann dir echt nix passieren. Trotzdem: Wie groß sind die Vorlesungen? Wie viele Leute sind da? Wird es auffallen, wenn du dich hinten links hinsetzt und schweigend zuhörst? Eher nicht, ne? Ich hatte in den Niederlanden einen Prof, der hat bis zum Ende des Semesters nicht gemerkt, dass ich nicht Niederländerin bin. Und das, obwohl er mir mehrmals auch auf Niederländisch Sachen erklärt hat. Ich hab' immer brav genickt und fragend geguckt, wenn er etwas nochmal sagen sollte. Hat SUPER geklappt. Und selbst wenn ich auf Englisch nochmal nachgefragt habe, hat er auf Niederländisch noch weiter erklärt. (Da die Vorlesung selber offiziell auf Englisch war fiel das nicht auf).

Mach dich also frei, es als peinlich zu empfinden, dass du anders bist. Sei stolz darauf, du bist eine Attraktion für deine Mitstudenten. Wenn sie erst merken, dass du Deutsche bist, werden viele sich für dich interessieren. Sei offen, gehe auf sie zu, dann hast du schnell viele Bekannte, die du um Hilfe fragen kannst. Das du dich selber dazu überreden musst, ist klar. Aber mach' dir einfach auch klar, was das schlimmste ist, das dir passieren kann: Du wirst ignoriert. Schlimmer wird's nimmer. Und in einer Vorlesung ignoriert werden finde ich absolut nicht schlimm ;-) Also: los, vorwärts, trau dich. Alles wird gut, sehr schlimm kann es eh nicht werden.
 

SchlafesBruder

Aktives Mitglied
Stimmt schon. Im schlimmsten Fall steht man einfach dumm da. Mehr wird kaum passieren. Es werden keine unüberwindbaren Hürden auf dich zukommen, weil alles im menschlich machbaren Rahmen bleiben wird und es auch keiner drauf anlegt, dich zu foltern. Zur Not kannst du ja auf Englisch nachfragen. Versuch einfach nicht, den Mutigen zu spielen, es ist keine Schande, verunsichert zu sein. Aber du solltest bald über deinen Schatten springen und hingehen, auch wenns erstmal schwer fällt.
 

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