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Transsexualität

Martin55841

Mitglied
Zum Thema Transsexualität...
"Das ist nur eine (pubertäre) Phase."
Vorneweg: ich habe keinen Zweifel, dass es Transgender tatsächlich gibt und für die Betroffenen selbstverständlich ein riesiges Problem ist.


Jedoch zu beachten bzw. das gibt es auch:

"Mitunter outeten sich an einzelnen Schulen oder Orten direkt mehrere Jugendliche gleichzeitig als Transgender. „Das widerspricht jeder medizinischen Wahrscheinlichkeit. Es muss da andere Gründe geben“, vermutet der Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte in der Wochenzeitung."



 

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beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
@Martin55841
Genau DAS ist stigmaförderndes Halbwissen das du da verbreitest.
Wer sich mit dem Thema Trans* im Kindes- und Jugendalter intensiv und offen auseinandersetzt weiss bald, dass Korte mit seiner Meinung ziemlich allein dasteht unter den Fachleuten.
Ein anerkannter Spezialist für dieses Thema ist z.B. Jugendpsychiater Dr. Romer.
Und er vertritt eine andere Position als Korte.
Er nimmt Kinder und Jugendliche Ernst. Alle.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Um da überhaupt eine ansatzweise fundierte Erklärung für zu finden, müsste das viel genauer untersucht werden. Das gilt auch für Fachleute. Bis dahin - bleiben es auch nur Vermutungen.

ich hätte jetzt getippt dass es den Menschen Mut macht, wenn andere sich "outen" und sich dann einfach auch trauen.

Ich finde die Vermutung, dass da etwas anderes dahintersteckt als wirklich trans sein (gerade in jüngeren Kohorten) allerdings nicht völlig weltfremd, z.B. wenn es aus zugehörigkeit gemacht wird oder man sich "abheben" will.

Dann wiederum verstehe ich absolut nicht, warum da überhaupt eine Erklärung für gefunden werden muss, da es niemandem schadet. Man könnte Menschen, die sagen sie seien trans ja auch einfach glauben ;)
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Ich finde die Vermutung, dass da etwas anderes dahintersteckt als wirklich trans sein (gerade in jüngeren Kohorten) allerdings nicht völlig weltfremd, z.B. wenn es aus zugehörigkeit gemacht wird oder man sich "abheben" will.
"Das Eingestehen der Transidentität gegenüber sich selbst („inneres Coming Out“). Der zweite Schritt gegenüber der Außenwelt („äußeres Coming out“) ist häufig geprägt von der Sorge zu enttäuschen sowie abgelehnt oder ausgegrenzt zu werden.
Denn transidente Jugendliche möchten in der Regel nicht gerne im Mittelpunkt oder im Rampenlicht stehen. Die meisten wollen in ihrem als zugehörig empfundenen Geschlecht authentisch, aber unauffällig leben und ihre Transidentität geheim halten."
(Aus "Gibt es einen Transgender Hype"?)

Genau so erlebe ich es bei vielen.
Es geht nicht um "sich abzuheben" etc.
Im Gegenteil. Wenn sich die Gelegenheit ergibt (Schulwechsel, Umzug...) wollen trans*Kinder und - Jugendliche ungeoutet im empfundenen Geschlecht leben und ja kein Aufsehen erregen.
 
G

Gelöscht 118178

Gast
Ich denke, das Trans*-Thema bei Jugendlichen ist teils auch eher ein gesellschaftliches Thema als ein sexuelles. Natürlich aber hat es etwas mit Identität und der Psyche zu tun.

Dass man heteronome Gesellschaftsbilder auflöst ist eh etwas "überfällig" aber um darüber weiter zu meckern ist verschwendete Mühe.
Ich würde mir wünschen, dass man eher auf die Gender-Schubladen sch.... statt sich einen Begriff für sich auszusuchen.
Wäre ich in meiner Jugend mit dem Thema "non-binary"-Geschlecht in Berührung gekommen hätte ich mich darin auch wiedergefunden und es als Grund und Lösung all meiner Probleme gesehen. Vor 10 Jahren war man aber noch deutlich intoleranter was die Vielfältigkeit der Menschen angeht.
Heute fühle ich mich nicht mit Allgemeinaussagen gegenüber Frauen angesprochen aber ich fühle mich trotzdem als "sie". Also bei mir wäre es sicherlich eine Phase gewesen und auch wenn das nicht auf jeden zutrifft kann ich mir vorstellen, dass es einem größeren Prozentteil auch so geht.
Vordergründig ist man einfach nur ein Mensch.

Es ist ja auch nicht selten so, dass man sich seinem Geschlecht abwendet, weil man sexualisierte Gewalt erfahren hat oder Angst hat welche zu erfahren und sich vorsorglich "unattraktiv" macht, wie es auch bei anderen Krankheitsbildern (Anorexie Nervosa z.B.) ist.

In jedem Fall geht, meiner Erfahrung nach, die Unzufriedenheit mit dem biologischen Geschlecht meist mit ganz anderen Ängsten und Nöten einher und von daher sollte man jeden ernst nehmen, der seine Unzufriedenheit äußert. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, dass sie psychologische Unterstützung bekommen.
Geschlechtsangleichende Maßnahmen werden sowieso erst unterstützt wenn man alle anderen Maßnahmen der Therapie ausgeschöpft hat. Und ich halte das auch für richtig so.

Wenn mir aber irl jemand begegnet ist es nicht meine Sache und nicht meine Verantwortung ihre Präsenz anzuzweifeln und sie zur Behandlung zu drängen. Schließlich hat jeder seine Geschichte und vielleicht hat die Person die ganze Prozedur schon durch und hat es satt sich zu erklären, wer weiß. Dann respektiere ich einfach ihre bevorzugten Pronomen usw. und alles geht gut.
 
G

Gelöscht 118178

Gast
Da gibt es einen sehr zutreffenden und erklärenden Spruch.
"Sexuelle Identität ist mit wem ich ins Bett gehe, Geschlechtliche Identität als wer/was."
Das ist mir schon klar aber ich meine auch, dass es den Kids nicht unbedingt um ihre Sexualorgane und hormonelle/biologische Auswirkungen/Ursachen geht sondern darum ob man sich in den klassichen Rollenbildern sieht oder nicht.
Wenn es akzeptierter wäre als männliche Person sich die Nägel zu lackieren und einen tiefen Ausschnitt zu tragen (reicht ja schon um als "schwul" oder NB zu gelten), dann würde man gar nicht in die Situation kommen sich in irgendeiner weise kategorisieren und outen zu müssen.
 

Martin55841

Mitglied
@Martin55841
Genau DAS ist stigmaförderndes Halbwissen das du da verbreitest.
Wer sich mit dem Thema Trans* im Kindes- und Jugendalter intensiv und offen auseinandersetzt weiss bald, dass Korte mit seiner Meinung ziemlich allein dasteht unter den Fachleuten.

Wenn 5 von 30 Kindern einer Klasse auf einmal zeitglich Transgender sind, dann ist das eine statistische Häufigkeit die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nach allem was bekannt ist, quasi unmöglich ist. Es ist theoretisch möglich, ja, aber es ist derart unwahrscheinlich, dass andere Ursachen viel naheliegender sind. Dazu braucht es keinen Korte, der ganz normale Verstand und Grundkenntnisse in Statistik reichen dafür. Um das zu durchdringen muss man kein Genie sein, normale Intelligenz reicht dafür. Außer man will Ideologie um jeden Preis durchdrücken und tut so als man hätte man selbst die Wahrheit gepachtet, während alle anderen natürlich irren müssen. Denk mal darüber nach.
 

_Alpha_

Aktives Mitglied
Wenn 5 von 30 Kindern einer Klasse auf einmal zeitglich Transgender sind, dann ist das eine statistische Häufigkeit die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, nach allem was bekannt ist, quasi unmöglich ist. Es ist theoretisch möglich, ja, aber es ist derart unwahrscheinlich, dass andere Ursachen viel naheliegender sind. Dazu braucht es keinen Korte, der ganz normale Verstand und Grundkenntnisse in Statistik reichen dafür. Um das zu durchdringen muss man kein Genie sein, normale Intelligenz reicht dafür. Außer man will Ideologie um jeden Preis durchdrücken und tut so als man hätte man selbst die Wahrheit gepachtet, während alle anderen natürlich irren müssen. Denk mal darüber nach.
Und was bringt es uns, das zu wissen? Damit wir den Leuten dann sagen können: "Ne kann gar nicht sein, du bist nicht trans!"
 

Santino

Aktives Mitglied
Genau so erlebe ich es bei vielen.
Es geht nicht um "sich abzuheben" etc.
Im Gegenteil. Wenn sich die Gelegenheit ergibt (Schulwechsel, Umzug...) wollen trans*Kinder und - Jugendliche ungeoutet im empfundenen Geschlecht leben und ja kein Aufsehen erregen.
Dazu muss man aber anmerken, dass die mediale Berichterstattung hierzu definitiv ein falsches Bild ergibt, auch befeuert von Transsexuellen, die mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit gehen. Mir selbst fällt es schwer, mit dem Thema Transsexualität angemessen umzugehen. Nicht, weil ich in mir den Drang verspüre, Transsexualität als etwas Abartiges zu empfinden. Sondern weil ich die Kommunikation nach aussen darüber eben tatsächlich so empfinde, dass Betroffene insbesondere in und aufgrund ihrer Besonderheit wahrgenommen werden wollen. Das widerstrebt mir und macht es für mich unsympathisch.

Ich spreche jemanden gerne so an, wie er das wünscht (das spielt für mich keine Rolle - gerne auch irgendein ausgedachtes Pronomen, das die Person für sich passend findet wie "em" oder dergleichen). Ich respektiere, wie sich jemand empfindet - sei es kein spezielles Geschlecht, irgendetwas dazwischen, als Mann oder als Frau. Für mich sind es Menschen und ihr Geschlecht ist für mich nicht wichtig. Mir ist der Mensch wichtig, nicht das Geschlecht.

Ganz anders aber eben oftmals der medial kommunizierte gewünschte Umgang. Da soll das Geschlecht (oder nicht vorhandene Geschlecht, oder andere Geschlecht) eben geradezu im Mittelpunkt stehen! Aber ich will nicht um irgendeine Person wichtig rumschawenzeln, "nur" weil sie sich als trans oder nicht-binär (oder anders) identifiziert. Dazu kommt das oft schrullige, schrille und übersteigerte Auftreten nach aussen, das Betroffene, insbesondere biologisch geborene Männer, an den Tag legen. Gerade das lässt die Akzeptanz von Transpersonen und Nicht-Binären in der breiten Bevölkerung nicht gerade wachsen. Es wirkt alles schlichtweg "nicht normal", überzogen und unangenehm - also gerade eben NICHT so, wie man meinen würde, dass Betroffene gerne wahrgenommen werden möchten.

Mir fällt auch auf, dass Transpersonen oftmals eine überspitzte Version des Geschlechts leben und nach aussen hin präsentieren, als das sie sich identifizieren (und wenn nicht-binär, wird auch das häufig überspitzt gelebt und dargestellt). Ich akzeptiere gerne z.B. einen Transmann als Mann und mich stört es auch nicht, wenn der meine Toilette mitbenutzt. Aber ich finde es schon sehr seltsam, wenn so eine Person dann regelrecht comichafte Bilder der Männlichkeit verkörpert. Es stört mich nicht, aber ich finde es seltsam und kann das für mich nicht als normal und unauffällig annehmen. Es erinnert mich an die Geschlechterrollen, die man im Kindergarten eingeübt hat - als die Mädchen nur mit Mädchen spielen wollten, demonstrativ rosa trugen und ausschliesslich Mädchensachen machen wollten und die Jungs hätten sich NIEMALS als Prinzessinnen verkleidet! Nur als mutige Polizisten, Ritter und Cowboys! Es löst in mir tatsächlich, wenn ich darüber nachdenke, die Assoziation "Verkleidung" aus. Das liegt aber nicht am männlichen/weiblichen Aussehen des biologischen Körpers qua Geburt, sondern am Verhalten und an der Interaktion.

Entsprechend macht das medial, insbesondere auch von Betroffenen verbreitete Bild, da sehr viel kaputt. Wobei ich auch schon sehr gute Dokumentationen zum Thema gesehen habe, die das Thema leise und sensibel behandeln und gerade dadurch die Botschaft der Normalität und der Sehnsucht nach Akzeptanz gut transportiert haben, letztens bspw. auf Arte, "Ein Mädchen". Solche Dokus sind angesichts der fliessenden Übergänge bei manchen Betroffenen zur Travestie (sorry, ist nun mal so) leider selten. Letztere tun den Betroffenen nichts Gutes meiner Ansicht nach.
 
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