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Tochter (13 Jahre) ist ein extremes Träumerchen

G

Gast

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Liebes Forum,

ich (45) bin Mutti einer Teenie-Tochter.
Seit ein paar Jahren bin ich alleinerziehend und wir hatten soweit nie Probleme miteinander. Auch wenn wir beide emotionale und sehr sensible Menschen sind.
Doch es gibt ein Problem was mir mehr und mehr Sorge bereitet.
Meine Tochter bekommt vieles in ihrer Umwelt nicht mit, es scheint als wenn sie oftmals geistig abwesend ist.
Als Kleinkind war sie sehr schläfrig, schlief beim Füttern immer wieder ein und aß als sie selbst essen konnte, extrem langsam.
Sie konnte praktisch über einen Grashalm stolpern, fiel ganz oft noch im Kindergartenalter hin. Manchmal stand sie einfach oben an einer Treppe, ein Schritt zu weit nach vorn und zack, purzelte sie die ganze Treppe runter.
In der Schule fiel von Anfang an auf das sie im Unterricht nicht richtig geistig anwesend war. Vieles bekam sie daher nicht mit, egal ob Unterrichtsstoff oder Anweisungen.

Auch jetzt noch gibt es ganz oft Momente, wo sie nicht mitbekommt was sie gerade tut.
Beim Kochen sage ich ihr z.B. das sie Salz dazugeben soll, sie aber nimmt den Pfeffer. Ich sage ihr, sie soll Wasser aus dem Wasserkocher auf das Kaffeepulver schütten. Sie guckt zum Wasserkocher, greift dann aber nach der danebenstehenden Kanne mit Saft und fängt an zu schütten...
Als einzige in der Klasse bekam sie nicht mit, wann alle am Bus versammelt sein sollten als es auf Klassenfahrt ging. Alle mussten eine halbe Stunde auf meine Tochter warten.
Für ihre Hausaufgaben braucht sie eine Ewigkeit weil ihre Gedanken immer wieder abdriften. So ähnlich drückt sie es aus. Manchmal hat sie auch das Gefühl, einfach kurz "wegzuduseln".
Letzte Woche ist ihr der SUPERGAU passiert. Sie packte ihre Schultasche aus und kam ganz geschockt zu mir. Sie hatte am Morgen eine Englischarbeit geschrieben und sie der Lehrerin beim Einsammeln nicht abgegeben! Sie war wohl so in Gedanken (vielleicht ein Blackout durch Nervosität) das sie das Heft einfach in die Schultasche gesteckt und mit nach Hause genommen hat. Natürlich ist sie am nächsten Tag zu der Lehrerin hingegangen, die ihr aber nicht abnimmt das es ein Versehen war. Sie glaubt an einen Täuschungsversuch und meine Tochter hat eine 6 bekommen! Dabei ist Englisch kein Fach, wo sie sich fürchten muss.

Der Klassenlehrer hat mir vor einem Jahr den Rat gegeben, meine Tochter auf ADS hin untersuchen zu lassen.
Ich bin mit ihr zu einem Kinder-und Jugendpsychiater hin und der meinte nach einem ausführlichen Gespräch und mehreren Tests das sie kein ADS hat.
Ich hatte mich auch ein bisschen darüber informiert und einiges passte auch gar nicht. Meine Tochter ist z.B. kein bisschen chaotisch und unordentlich. Als Kind war sie nie unruhig und das typische für ADS Kinder, nämlich eine blühende Phantasie und Kreativität, hatte sie auch nie.

Was mir in den letzten Jahren aufgefallen ist:
Manchmal dreht sie die Augen ganz starr zur Seite, so als ob sie seitlich etwas beobachten möchte.
Im Gespräch bricht sie oft den Satz mittendrin ab und bringt ihn dann auch nicht zu Ende.

Könnt ihr mir einen Rat geben, an wen ich mich wenden könnte?
Immerhin könnt es ja sein das sich diese Probleme nicht "auswachsen".
 

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, Gast-Mutter,

ja, Deine Tochter ist ein extremes Träumerchen. Es stellt sich mir die Frage, ob sie mit ihren Träumen vor irgendetwas flüchtet, etwas verdrängt - oder ob sie einfach nur mehr als andere Kinder träumt? Ein Kinderpsychologe könnte Aufschluß geben. Dass der bisher konsultierte Kinderpsychater für ADS keine Anhaltspunkte fand, besagt nicht, dass andere Ursachen für ihre Träumereien ausgeschlossen werden können. Wird auch von einem Kinderpsychologen keine unnatürliche Ursache gefunden, dann ist eben Deine Tochter so, wie sie eben ist.

Bis dahin würde ich mit ihr einfach nur lieb umgehen und ihre Träumerei nicht auf die Goldwaage legen. In jedem Fall verhält sie sich ihrem Wesen und Empfinden nach angemessen. Dass sie damit ggf. auch schon mal Probleme mit der Umwelt hat, ist eben so. Ich würde versuchen, diese Probleme aufzufangen und so zu mindern. Beispielsweise ist es nicht in Ordnung, wenn sie von der Lehrerin als Lügnerin hingestellt wird. Da würde ich einen solchen Protest hinlegen, dass die Wände wackeln.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:

Sahra749

Mitglied
Oh je, ich weiß nicht ob ich dir wirklich helfen kann aber ich selbst habe ADS und kann mich schlecht konzentrieren, schweife ab und war als Kleinkind die Ruhe selbst aber du hattest geschrieben, das ihr es bereits getestet habt, es gibt zwei Arten von dieser Störung, ADHS und ADS. Und ich selbst war unaufmerksam und träumte, man musste mir Dinge mehrmals sagen/erklären aber ADHS ist ein Kind das schon früh hyperaktiv ist und ich glaube das trifft im Fall deiner Tochter nicht zu :). Bei manchen Kinder ist das ein Charakterzug, sie könnte sich so weit zurückgezogen haben das sie von außen müde und antriebslos wirkt aber erst einmal wurde ich zum Arzt gehen und ihn bitten Blut abzunehmen. Deine Tochter könnte eine Unterfunktion der Schilddrüse haben, das macht einen müde und man kann nicht richtig aufpassen. Wenn das alles nicht hilft, dann wurde ich selbst zum Therapeuten gehen, vielleicht hatte sie es nicht richtig verstehen oder verarbeiten können, das sie nun ohne Vater aufwachsen muss, aber ich vermute nur =).



Ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen =)
Ich wünsche deiner Tochter und dir einen schönen Abend
 
G

Gast

Gast
Ein Neurologe wäre da vielleicht ganz gut, um die Hirnströme mal untersuchen zu lassen.

Ist ihr denn oft schwindelig oder hat Kopfschmerzen?

Dass mit den Augen, und mitten im Satz aufhören, das sind Anzeichen, dass etwas im Hirn nicht stimmt. So denke ich. Aber ich bin kein Arzt.

Wie schon gesagt wurde, Epilepsie könnte es sein.
Es gibt aber auch andere mögliche Ursachen. Ein Neurologe ist aber definitiv die beste Anlaufstelle jetzt.

Aber auswachsen wird sich das nicht, wenn eine Störung des Hirns vorliegt.
 
G

Gast

Gast
Ach ja, und der kann auch einen Befund ausstellen, den deine Tochter in die Schule mitnehmen kann um sie der Englischlehrerin zu geben.

Kann aber auch sein, dass die Lehrerin das nicht ernst nimmt. Kommt oft vor, dass Menschen psychosomatische und neurologische Symptome nicht richtig ernst nehmen und als "nichtig" bezeichnen, weil man ihrer Meinung nach Handlungen reflektieren kann.

Deswegen, wenn ein Befund vorliegt, mit dem Rektor sprechen. Denn das kann in Zukunft schwierig werden, denn meistens ist der Gegeneinwand "Ich kann doch nicht alles durchgehen lassen. Was wenn sie das mal ausnutzt um sich eine bessere Note zu erschleichen?". Epilepsie, und andere neurologischen Krankheiten, haben es wirklich echt schwer, da sie nicht offensichtlich sind, also nicht von außen zu erkennen. Anfälle können auch ohne andere Begleiterscheinungen passieren, häufig bekommen die "Patienten" es nicht einmal mit, wenn ein Anfall vorliegt, je nach Schweregrad.
 
G

Gast

Gast
Ich bin die TE.

Danke für eure Antworten! Leider komme ich jetzt erst dazu, zu antworten.

Das ganze ist schon arg ausgeprägt bei meiner Tochter.
Sie wird auch in regelmäßigen Abständen beim Hausarzt untersucht. Ihre Blutwerte waren bisher immer ok, nur besteht schon seit Jahren ein Eisenmangel. Laut Arzt ist der aber nicht gravierend so das keine Tabletten verschrieben wurden.
Die Schilddrüse meiner Tochter ist auch in Ordnung.
Was sie wohl hat, ist zu niedrigen Blutdruck. Dem ist nur schwer beizukommmen, weil der Hausarzt nur zu ausreichend Bewegung als Abhilfe rät. Meine Tochter macht zwar keinen Sport außer Schulsport, aber sie geht reiten und fährt jeden Tag ca. 3 km mit dem Rad zu Schule und wieder zurück. Cola und Kaffee zeigen wenig Wirkung.

Meine Tochter hat ab und zu Probleme mit Schwindel, aber das schiebe ich auf ihren niedrigen Blutdruck. Über Kopfschmerzen klagt sie nie.
Vor kurzem stürzte sie fast mit dem Rad auf dem Schulweg, weil ihr plötzlich schwarz vor Augen wurde.
Morgens kommt sie auch nur sehr schwer in die Gänge. Wie gesagt, ist der Kaffee den sie zum Frühstück trinkt, nicht so besonders hilfreich. Aber immer noch besser als Kakao.

Irgendwie wundert es mich noch immer das ADS ausgeschlossen wurde. Auch wenn meine Tochter nicht chaotisch und unordentlich ist, so hat sie auch die bei ADS immer beschriebene Langsamkeit. Auch bei Tätigkeiten die sie gerne macht, ist sie auffällig langsam.
Manchmal habe ich es auch als besondere Konzentrationsfähigkeit angesehen das wenn sie in etwas vertieft ist, sie auf Ansprache nicht oder nur sehr verzögert reagiert.

Danke für den Hinweis auf Epilepsie. Darauf wäre ich nicht gekommen weil man diese Erkrankung eigentlich immer mit heftigen Symptomen in Verbindung bringt.
Da könnte es wohl nicht verkehrt sein, mal einen Neurologen aufzusuchen.
 
C

chrismas

Gast
@Gast TE

Bei dem Schwindel solltest du einmal genau auf den darauffolgenden Ablauf achten, denn ich würde hierbei meinen, dass sich dadurch ankündigt, dass Sie das Bewusstsein entweder komplett verliert (ihr schwarz vor Augen wird) oder teilweise (deine Tochter zum Beispiel das Salz mit dem Pfeffer verwechselt). Dies würde dann als Aura bezeichnet werden und kündigt an, dass es zu einem Anfall kommt. Mit ein bisschen Übung kann man dann auch entgegenwirken, in dem man zum Beispiel die auslösenden Faktoren vermeidet.

Tendenziell würde ich dir empfehlen, auch weil es meiner Erfahrung nach, sehr lange dauern kann, bis man einen Termin bei einem Neurologen bekommt, einmal Tagebuch darüber zu führen, was dir wann in welcher Form auffällt und den genauen Ablauf möglichst genau beschreiben. Damit hilfst du zum einen den Neurologen zu erkennen, um was es sich handelt und es wäre dir ebenfalls möglich, entsprechend darauf zu achten, dass deiner Tochter nichts schlimmes passiert, sofern dir denn ein Muster auffällt.

Edit: Und ansonsten, mache dir darüber keinen Kopf, dass das niemand, auch du selbst nicht, es nicht auf den Schirm hattest. Die Lehrer und Pädagogen kennen halt nur das und schauen nicht auf das drumherum, so dass vieles schlicht und ergreifend entweder "wohlwollend" ignoriert wird oder gar nicht wahrgenommen wird. Daher lasse es abklären bei einem Neurologen (Epileptologen) und wenn Sie es hat, gibt es einiges an Informationsquellen, die du selbst nutzen kannst und auch deine Tochter (zum Beispiel MOSES Schulung).
 
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    der ist eigentlich nett
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    ich bin eher das Problem
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