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tja...und manchmal auch nicht

Defectum

Mitglied
Das Gewicht des Lebens

Ein junger Mann kam zu einem alten Weisen.

"Meister", sprach er mit schleppender Stimme "das Leben liegt mir wie eine Last auf den Schultern. Es drückt mich zu Boden und ich habe das Gefühl, unter diesem Gewicht zusammenzubrechen."

"Mein Sohn" sagte der Alte mit einem liebevollen Lächeln, "das Leben ist leicht wie einer Feder."

"Meister, bei allem Respekt, aber hier musst Du irren. Denn ich spüre mein Leben Tag für Tag wie eine tonnenschwere Last auf mir lasten. Sag, was kann ich tun?"

"Wir sind es selbst, die uns Last auf unsere Schultern laden." sagte der Alte, noch immer lächelnd. 


"Aber..." wollte der junge Mann einwenden.

Doch der alte Mann hob die Hand: "Dieses "Aber", mein Sohn, wiegt allein schon eine Tonne..."

* unbekannt*
 

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Narf

Aktives Mitglied
Ein Zen-Meister war verreist und ein junger Novize musste ihn vertreten. Des Nachts klopfte ein Wandermönch ans TempelporTal. Der Novize öffnete, grüßte freundlich und sagte zu dem Mönch, der begehrte die Nacht über zu bleiben: Zeige mir dein Gesicht, bevor deine Eltern geboren wurden!
Der Mönch zog eine Sandale von seinem Fuß und schlug dem Novizen damit ins Gesicht. Der Novize lächelte mühsam und hieß den Gast willkommen. Nachdem sie ein einfaches Mahl gegessen hatten, fragte der ebenfalls sehr junge Mönch den Novizen: »Kanntest du die Antwort des Koan, das du an mich gerichtet hast?«
»Nein«, musste der Novize bekennen, »aber ich erkannte sofort, dass deine Antwort richtig war. Deine Antwort kam spontan und stimmte mit dem überein, was ich bisher über Zen alles gelesen habe.«
Der Mönch schwieg und nippte an seinem Tee. Aber er hatte etwas im Gesicht, das den Novizen argwöhnisch werden ließ. »Das war doch die richtige Lösung?«, erkundigte er sich. Da fing der Mönch an zu lachen und sagte: »Ach weißt du, auch ich habe viel über Zen gelesen.«
 

Defectum

Mitglied
Wenn ich noch einmal leben könnte
Wenn ich mein Leben noch einmal leben dürfte,
würde ich versuchen mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen – ich würde mich mehr entspannen.
Ich wäre ein bisschen verrückter als ich es gewesen bin,
ich wüsste nur wenige Dinge, die ich wirklich sehr ernst nehmen würde.
Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Ich würde mehr Berge besteigen und mehr Sonnenuntergänge betrachten.
Ich würde mehr Eis und weniger Salat essen.
Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens vorausschauend und vernünftig leben,
Stunde um Stunde, Tag für Tag.
Oh ja, es gab schöne und glückliche Momente, aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr guten Augenblicke zu haben.
Falls Du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den Jetzigen!
Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Ich würde vieles einfach schwänzen,
ich würde öfter in der Sonne liegen.
Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt
und weiß, dass ich bald sterben werde.
Verfasser: Jorge Luís Borges (1899 -1987)*
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Reich und arm

Eines Tages nahm ein reicher Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. So verbrachten die beiden einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zu Hause waren, fragte der Vater seinen Sohn:
"Nun, wie war dieser Ausflug?"
"Sehr interessant!", antwortete der Sohn.
"Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"
"O ja, Vater, das habe ich gesehen."
"Was hast du also gelernt?", hakte der Vater nach.
Der Sohn antwortete: "Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. wir haben Lampen in unserem Garten, und sie haben unzählige Sterne am Himmel. Unsere Terasse reicht bis zum Vorgarten, und sie haben den ganzen Horizont."
Der Vater war sprachlos.
Da fügte der Sohn noch hinzu: "Ja, Vater, ich habe gesehen, wie arm wir sind."
 

Defectum

Mitglied
Eine alte Dame setzt sich in ein Café. Die Kellnerin bringt ihr die Menü-Karte und fragt nach,
was sie denn bestellen möchte.
Die alte Dame fragt „Wie teuer ist bei ihnen ein Stück von der Torte“?

Die Kellnerin antwortet „3 Euro“
Die gebrechliche alte Dame holt einige Münzen aus ihrer Tasche und beginnt langsam zu zählen.
Dann fragt sie wieder „Und wie teuer ist bei ihnen ein einfaches Stück Kuchen?“

Die Kellnerin war etwas gestresst, da sie ja noch viele Tische bedienen musste und antwortete sehr ungeduldig: „2 Euro“. „Das ist gut, dann nehme ich gerne den einfachen Kuchen", antwortete die alte Dame. Die Kellnerin brachte ihr genervt den Kuchen und legte gleich die Rechnung hin. „Immer diese geizigen Leute“, murmelte sie leise vor sich hin.

Die alte Dame aß ganz langsam und genussvoll den Kuchen, stand langsam auf, legte das Geld auf den Tisch und ging. Als die Kellnerin nun den Tisch aufräumen wollte, stellte sie fest, dass die alte zerbrechliche Dame ihr 1 Euro Trinkgeld hingelegt hat.

Sie bekam vor Rührung Tränen in die Augen. Aber es war zu spät um sich bei der alten Dame zu entschuldigen. Sie begriff schmerzhaft und sich schrecklich mies fühlend, dass die alte Dame sich mit einem einfachen Stück Kuchen begnügte, um der Kellnerin Trinkgeld zu schenken!
 

Defectum

Mitglied
Sohn: "Papa, kann ich Dich mal was fragen?"
Vater: "Klar, mein Junge. Was ist los?"

Sohn: "Papa, wie viel Geld verdienst du in der Stunde?"
Vater: "Nun, ich denke solche Dinge haben dich noch nicht zu interessieren. Warum fragst du so was?

Sohn: "Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte bitte, sag mir, wie viel du in der Stunde verdienst."
Vater: "Na gut, wenn du es unbedingt wissen möchtest, Ich verdiene 50 Euro in der Stunde."

Sohn: "Oh." (Er senkt den Kopf)

Sohn: "Papa, kannst du mir vielleicht 25 Euro leihen?"
Vater: "(äußerst verärgert) So so!
Deshalb fragst du also. Du willst dir Geld von mir leihen, um dir irgendein dämliches Spielzeug oder anderen Blödsinn zu kaufen. So nicht mein Freund. Marschier in dein Zimmer und ab ins Bett! Du solltest mal darüber nachdenken, wie egoistisch du eigentlich bist. Ich arbeite jeden Tag extrem hart und muss mir dann abends so dreiste Fragen anhören!"

Der kleine Junge geht still und leise in sein Zimmer und schließt die Tür.

Der Vater setzt sich erst mal hin, wird jedoch umso wütender, je mehr er über die Frage des Jungen nachdenkt.

"Wie durchtrieben mein Sohn nur ist! Stellt mir solche Fragen, nur um an Geld zu kommen!"

Über eine Stunde vergeht bis der Vater sich beruhigt hat und anfängt Nachzudenken.
"Vielleicht gibt es da wirklich etwas, dass mein Sohn dringend braucht. Er fragt sehr selten nach Geld. Eigentlich hat er noch nie gefragt. Vielleicht braucht er die 25 Euro tatsächlich. Vielleicht habe ich ihm Unrecht getan." Der Vater geht zum Zimmer des kleinen Jungen, öffnet die Tür und betritt das Zimmer.

Vater: "Schläfst du schon, Sohnemann?"
Sohn: "Nein, Papa, ich bin noch wach."

Vater: "Schau mal, ich habe noch mal über alles nachgedacht. Vielleicht war ich tatsächlich ein bisschen zu streng zu dir. Es war ein langer Tag, eine Menge hat sich angestaut und du hast alles abbekommen. Hier sind die 25 Euro um die du mich gebeten hast. Es tut mir leid."

Der kleine Junge lächelt.

Sohn: "Danke, Papi!"

Der kleine Junge greift unter sein Kopfkissen und holt ein paar weitere zerknitterte Euro-Scheine hervor. Der Vater sieht, dass der Junge unter seinem Kissen bereits Geld gebunkert hat und wird erneut wütend. Langsam und ruhig beginnt der kleine Junge das Geld zu zählen und schaut danach seinen Vater an.

Vater: "Warum zum Teufel fragst du nach Geld, wenn du schon welches hast?"
Sohn: "Weil ich noch nicht genug hatte. Jetzt aber reicht es!"

Sohn: "Papi, jetzt habe ich 50 Euro. Darf ich hierfür eine Stunde deiner Zeit kaufen? Bitte komme morgen früher von der Arbeit nach Hause. Ich möchte gerne mit dir zusammen Essen."

Der Vater sinkt auf den Boden. Er hat mit solch einer Antwort nicht gerechnet. Er ist erschüttert, gerührt, überwältigt. Er schließt seinen Sohn in die Arme, und bittet ihn um Entschuldigung.
 

Defectum

Mitglied
Ein Taxifahrer aus New York schreibt:

Ich wurde zu einer Adresse bestellt, wo ich einen Fahrgast abholen sollte. Als ich ankam hupte ich laut. Nach ein paar Minuten Wartezeit hupte ich erneut. Da es die letzte Fahrt meiner Schicht war, wollte ich bereits weg fahren, es dauerte mir zu lange. Aber stattdessen parkte ich das Auto, ging zur Tür und klopfte.

"Nur eine Minute", antwortete eine gebrechliche, ältere Stimme. Ich konnte hören, wie etwas mühsam über den Boden gezogen wird. Nach einer langen Pause öffnete sich die Tür. Eine kleine Frau über 90 Jahre stand vor mir. Sie trug ein Kleid und einen Hut mit einem Schleier, wie jemand aus einem 40er-Jahre-Film.

An ihrer Seite stand ein kleiner Koffer. Die Wohnung sah leer aus, als hätte dort seit Jahren niemand gelebt. Alle Möbel waren mit Tüchern bedeckt. Es gab keine Uhren an den Wänden, alle Schränke waren leer. Es gab nicht einmal Geschirr in der Küche. In die Ecke war ein Umzugskarton gefüllt mit Fotos und Glaswaren.

"Würden Sie meinen Koffer zum Auto tragen?", bat sie mich. Ich legte den Koffer in den Kofferraum und kehrte dann zurück um die Frau zu unterstützen. Sie nahm meinen Arm und wir gingen langsam zum Taxi. Sie dankte mir für meine Güte. "Kein Problem", sagte ich ihr. Ich versuche Sie nur genauso zu behandeln, wie ich es wollen würde, dass meine Mutter auch so behandelt wird.

"Oh, du bist so ein guter Junge" sagte sie. Als wir im Taxi saßen, gab sie mir eine Adresse und fragte:
"Können sie mich durch die Innenstadt fahren?" "Es ist nicht der kürzeste Weg", antwortete ich schnell.
"Oh, das macht nichts", sagte sie. "Ich habe es nicht eilig. Ich bin auf dem Weg zu einer Sterbeklinik."

Ich schaute in den Rückspiegel. Ihre Augen waren glänzend. "Ich habe keine Familie" fuhr sie fort mit einer weicher Stimme. "Der Arzt sagt, ich habe nicht mehr sehr lange." Als ich das gehört habe, da musste ich einfach das Taxameter abschalten: "Welche Route soll ich nehmen?"

Für die nächsten zwei Stunden fuhren wir durch die Stadt. Sie zeigte mir das Gebäude, wo sie einmal als Aufzugswärterin gearbeitet hatte. Wir fuhren durch das Viertel, wo sie und ihr Ehemann als Ehepaar lebten, an einem Möbellager, der einst ein Ballsaal gewesen war, wo sie als junges Mädchen tanzen ging. Manchmal bat sie mich langsam an einem bestimmtem Gebäude oder einer Ecke zu fahren. Sie starrte in die Dunkelheit und sagte nichts.

Als die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erschien, sagte sie: "Ich bin müde. Es ist Zeit". Wir fuhren stillschweigend zu der Adresse, die sie mir gegeben hatte. Es war ein niedriges Gebäude, wie ein kleines Erholungsheim mit einer Einfahrt. Zwei Pflegekräfte kamen zum Taxi. Sie waren besorgt und beobachteten jede Bewegung. Sie müssen sie erwartet haben.

Ich öffnete den Kofferraum und nahm den kleinen Koffer und stellte ihn vor die Tür. Die Frau saß bereits im Rollstuhl. "Wieviel schulde ich Ihnen?" In dem Moment bat sie die Pflegekräfte ihr ihren Geldbeutel zu reichen. "Nichts," sagte ich. "Aber Sie müssen doch ihren Lebensunterhalt verdienen" antwortete sie. "Es gibt auch andere Passagiere", antwortete ich.

Ohne in dem Moment nachzudenken, beugte ich mich zu ihr und gab ihr eine herzliche Umarmung. Sie drückte mich fest an sich heran."Sie haben einer alten Frau einen kleinen Moment der Freude geschenkt," sagte sie. "Danke". Ich drückte ihre Hand und ging dann in Richtung Sonnenaufgang zum Taxi. Hinter mir schloss sich eine Tür. Dieses Geräusch kam mir vor, wie das Abschließen eines Lebens.

Ich holte keiner weitere Passagiere mehr und fuhr ziellos in Gedanken versunken durch die Gegend. Für den Rest des Tages konnte ich kaum sprechen. Was wäre passiert, wenn ich mich geweigert hätte, diese Fahrt zu machen oder nach dem ich gehupt habe, einfach weggefahren wäre?

Rückblickend glaube ich nicht, dass ich je etwas Wichtigeres in meinem Leben getan habe.

Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass es auch wichtig ist auf andere Menschen zuzugehen, um sich selbst ein Stück näher zu kommen. Wir glauben, dass unser Leben aus großen Dingen besteht. Dabei sind es meistens die kleinen, die wirklich wichtig sind. Wenn wir ab und zu mal unseren "Autopilot" abschalten würden und offen für Neues sind, dann können wir inspirierende Momente erleben, wie dieser Taxifahrer.

Also nimm Dir die Zeit für die kleinen Aufmerksamkeiten, Zeit für Menschlichkeit und Liebe.
Denn am Ende sind es genau die Momente, die wirklich zählen!

Mit diesen Gedanken wünsche ich Euch eine besondere Zeit und wenn Du diese Geschichte nicht teilst, wird auch nichts passieren. Wenn Du sie jedoch teilst, dann kannst Du damit vielleicht anderen Menschen die Augen für das Wesentliche öffnen.

Viele Menschen bemerken es viel zu spät, nur können sie dann die Zeit nicht mehr zurückdrehen !


Quelle: "Das Märchenseminar" (Daniela Ben Said)









 

Defectum

Mitglied
Was ist eigentlich das Leben?
Eines schönen Sommertages, zur Mittagszeit, war im Wald Ruhe eingekehrt
und alles schlief.
Da sprang ein junges, keckes Eichhörnchen über die Bäume und rief:
»Sagt mir, was ist eigentlich das Leben?«
Alle, die dies hörten, waren betroffen über solch eine schwierige Frage
und überlegten.
Ein lustiger Schmetterling flog von einer Blüte zur anderen: »Das Leben
ist bunt, voller Freude und Sonnenschein.«
Am Bach schleppte eine Ameise ihre Last: »Das Leben ist voller Mühe
und harter Arbeit.«
Eine Rose war gerade dabei, ihre Knospe zu öffnen: »Das Leben ist Entwicklung.«
Der Maulwurf steckte seinen Kopf aus der Erde: »Das Leben ist ein Kampf
im Dunkeln.«
Eine fleißige Biene flog von Blume zu Blume: »Das Leben ist ein Wechsel
von Arbeit und Vergnügen.«
Tief verwurzelt stand eine alte Weide, gebogen vom Wind und Sturm
in vielen Jahren: »Das Leben ist ein sich Beugen unter einer höheren
Macht.«
Ein Adler drehte majestätisch seine Kreise: »Das Leben ist ein Streben
nach oben.«
Eine Regenwolke zog vorbei: »Das Leben besteht aus vielen Tränen.«
Ein Hase sprang vorüber: »Das Leben ist Veränderung, deren Richtung
jeder wählen kann.«
Der Fluss schäumte auf und warf sich mit aller Macht gegen das Ufer:
»Das Leben ist ein vergebliches Ringen um Freiheit.«
Die Gespräche zogen sich über Stunden hinweg, bis in die Nacht hinein.
Beinahe wäre ein Streit entbrannt.
Ein Uhu flog lautlos durch den Wald: »Das Leben ist, Gelegenheiten zu
nutzen, wenn andere noch schlafen.«
Ein Mann auf dem Nachhauseweg sagte vor sich hin: »Das Leben ist die
ständige Suche nach der Liebe und dem Glück, und manchmal eine Kette
von Enttäuschungen.«
Da zog die Morgenröte auf und sprach: »So, wie ich der Beginn eines
neuen Tages voller Überraschungen bin, so ist jedes Leben eine einzigartige
Geschichte.«

Nach einem schwedischen Märchen
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
DAS PERFEKTE HERZ
Eines Tages stand ein junger Mann in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler an ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie je gesehen hatten! Der junge Mann war sehr stolz und prahlte lauter über sein schönes Herz.

Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: „Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so schön wie meins! “Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren, aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken.Genauer an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten.
Die Leute starrten ihn an: “Wie kann er behaupten, sein Herz ist schöner!“ dachten sie. Der junge Mann schaute auf das Herz des alten Mannes, sah dessen Zustand und lachte: „Du musst scherzen!“ sagte er „Dein Herz ist mit meinem nicht zu vergleichen! Meines ist perfekt und Deines ist ein durcheinander aus Narben und Tränen!“. „Ja“ sagte der alte Mann „Deines sieht perfekt aus. Aber ich würde niemals mit Dir tauschen wollen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens zurück, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.

Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen: LIEBE geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen.
Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde.

Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?“ Der junge Mann stand still da und Tränen rannen seine Wangen hinunter. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an, der setzte es sich in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzens. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.
Der junge Mann sah sein Herz, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die LIEBE des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen weg, Seite an Seite…..
 

beihempelsuntermsofa

Sehr aktives Mitglied
Wenn der Mensch in Ordnung ist, ist die Welt in Ordnung
Es war einmal ein kleiner Junge…
er kam zu seinem Vater um mit ihm zu spielen.
Dieser war aber zu beschäftigt um mit seinem Sohn zu spielen. Kurz überlegte er wie
er den Jungen beschäftigen könnte. Da fiel sein Blick auf eine Zeitschrift auf seinem
Schreibtisch. Auf dem Blatt war ein detailliertes Abbild der Erde zu sehen. Er schnitt
die Seite aus und zerteilte sie dann mit der Schere in viele Schnipsel.
„Schau mein Sohn, hier hast du ein schönes Puzzle“, sagte der Vater in der Hoffnung
das Kind damit fürs erste beschäftigt zu halten. Der Sohn ging also mit den
Schnipseln in sein Zimmer und begann zu puzzeln. Nach nur wenigen Minuten kam
er wieder zurück zu seinem Vater und präsentierte ihm freudig das fertig
zusammengesetzte Bild. Der Vater staunte nicht schlecht. Er fragte seinen Sohn, wie
er das so schnell hinbekommen habe.
Darauf antwortete der Junge: „Ach das war ganz einfach. Auf der Rückseite war ein
Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und wenn der Mensch in
Ordnung ist, dann ist auch die Welt in Ordnung.“
(Verfasser*in unbekannt)
 

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  • (Gast) dfgt:
    wie sich hier immer jeder verpasst haha
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    Chantal.K hat den Raum betreten.
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    Chantal.K hat den Raum verlassen.
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    hey
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