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Tiefsitzende Glaubensätze

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Lo_la

Mitglied
Ich kann mich selber viel besser leiden, wenn ich mit Menschen umgeben bin, die mich verstehen, und die ich mag. Da ist die Selbstliebe dann auch nicht mehr fern.
Das finde ich interessant, genau davor habe ich Angst. Wie ist es bei dir, gerätst du dadurch nicht schneller in eine Abhängigkeit? Also dass du dich dann nicht vollständig fühlst, wenn du gerade nicht von Menschen umgeben bist oder verlassen wirst? Menschen kommen und gehen ja, und mich z.B. nimmt das dann entsprechend auch mit dann.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Das finde ich interessant, genau davor habe ich Angst. Wie ist es bei dir, gerätst du dadurch nicht schneller in eine Abhängigkeit? Also dass du dich dann nicht vollständig fühlst, wenn du gerade nicht von Menschen umgeben bist oder verlassen wirst? Menschen kommen und gehen ja, und mich z.B. nimmt das dann entsprechend auch mit dann.
Ich freue mich über jeden, der mit mir klar kommt, aber ich habe auch keine Angst , wenn jemand nicht mit mir klar kommt.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Alles ist wichtiger als ich, das ist für mich normal. Meine Bedürfnisse und Grenzen müssen warten. Sobald ich versuche, nach meinen Bedürfnissen zu leben, fühle ich mich extrem schlecht, wie der reinste Egoist, mein schlechtes Gewissen frisst mich förmlich auf.

Meine Therapeutin sagt, es klinge wie eine Art Selbstbestrafung. Aber wofür?

Mein Vater sagte mal zu mir, ich war 12, dass er mich nicht liebt, mich nie lieben wird. Dass er alles, was er für mich tut, lediglich auf sich nimmt, weil es als Vater seine Verpflichtung ist. Aber einen Platz in seinem Herzen würde ich nie haben. Trotzdem springe ich bei jeder Art von Aufmerksamkeit hoch und versuche, ihm irgendwie zu gefallen. Und sei es nur ein klitzekleiner Satz von ihm. Weil er mich endlich mal sieht.
Eine Frage die sich sofort selbst beantwortet hat. Verzweifelte und vergebliche Suche nach nichtexistenter Liebe vom Vater.

Und wenn Du Dich wie ein Egoist verhältst, mal was für Dich selber tust - was wäre daran so schlimm? Das tut jeder, der nicht grad schwer masochistisch veranlagt ist. Die Männer, die (Vorsicht Klischee) "immer nur das eine wollen" und Dich dann fallen lassen, sind doch auch nicht anders - Egoisten. Warum sollst Du es also nicht genauso machen - und dabei dann weniger leiden als jetzt?
Man kann niemanden zur Liebe zwingen. Auch nicht durch masochistisches Verhalten, wie Du es gemacht hast, um Deinen Vater für Dich einzunehmen.
Funzt nicht, also hör einfach auf damit. Das war der verkehrte Weg.
Gegen Lieblosigkeit läßt sich nicht ankämpfen. Da kann man nur gehen. Und erst wenn Du es schaffst, Dich selber zu lieben oder wenigstens anzunehmen, wie Du bist, hast Du Chancen auf bessere Partnerschaften, weil Du dann auf Augenhöhe lieben kannst und nicht von unten her, aus der Rolle der Bettlerin, die sich verzweifelt anzubiedern versucht.
Zur Eigenliebe gehört immer auch ein gewisses Maß an Egoismus. Man braucht andere nicht mehr lieben als sich selber. Im besten Fall liebt man sie so wie sich selbst. ... hat schon ein gewisser Jesus gepredigt, vor langer Zeit. Was die Fähigkeit zur Eigenliebe aber erst mal voraussetzt. ...
 

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