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Therapie weinen?

Robyn-Lee

Mitglied
Huhu,

Ich wollte euch mal fragen, wie das bei euch so ist. Weint ihr in der Therapie, oder habt ihr geweint? Ich habe ein einziges Mal geweint, aber da war ich auch nicht ich und das bei fast zwei Jahren Therapie. Es war 1,5 Tage nach einer Vergewaltigung und ich war nicht richtig anwesend. Wurde von Flashbacks überrollt und kann mich auch nicht mehr wirklich daran erinnern. Nun bin ich mir aber ziemlich sicher, dass ich in der nächsten Sitzung wohl meine Gefühle laufen lassen werde, weil wir über meine Missbrauchserfahrungen sprechen werden. Es ist ein Thema was mir sehr Nahe geht und ich bin normalerweise eine, die immer lächelt, auch wenn es mir nicht gut geht. Meine Thera weißt das auch und sie sagt, dass ich endlich mal meine wahren Gefühle zum Ausdruck bringen soll. Ich habe aber Angst meine Gefühle laufen zu lassen und ich habe Angst wie sie reagiert - Angst, dass sie nicht so reagiert wie ich es mir vorstellen.
Wie hat eure Thera reagiert, wenn ihr weinen musstet?
 

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S

seele28

Gast
Puh gute Frage. Ich hab bisher in den ganzen 70 Therapiestunden drei Mal glaub ich geweint, aber auch nur kurz, hatte mich schnell wieder unter Kontrolle. Sie sitzt eben da und gibt mir die Zeit. Für mich ist es besser so denke ich, als wenn sie zu mir rüber kommt und mich tröstet. Wenn Therapeuten das überhaupt tun, keine Ahnung. Sie findet es aber gut wenn ich mal Gefühle zeige, was ich auch sehr selten tue. Oder Gefühle empfinden kann. Sie zeigt mir auch mit ihrer leisen warmen Stimme dass es ok ist zu weinen und ich allen Grund dazu habe. Meine Erfahrungen waren bisher immer positiv. Egal bei welchem Therapeuten ich mal Gefühle zeigte, bzw. weinte.

Du brauchst keine Angst haben, dass deine Therapeutin dich auslacht oder dich nicht ernst nimmt. Und da sie ja schon sagte, dass sie es gut finden würde, wenn du deine Gefühle mehr zeigen würdest, bin ich mir sicher, das sich dich da auch gut auffangen wird.

Weinen und allgemein Gefühle zeigen ist natürlich ein großer Schritt, das erfordert sehr viel Mut und Vertrauen. Das ist sehr schwierig. Aber auch wenn ich es ungern sage/schreibe, weinen und Gefühle zeigen hilft. Es hilft nicht nur dir selbst, sondern auch der Therapeutin. Denn so kann sie auch sehen, wie es dir wirklich geht. Aber setze dich da nicht unter Druck. Wenn du weinen musst und auch möchtest, dann lass es einfach zu. Erzwingen kann man beides nicht, weder das weinen noch Gefühle wahrnehmen. Wenn man nichts fühlt, kann man auch nichts zeigen. Oft sind die Gefühle so gut weg gesperrt, das man selbst nur sehr schwer da dran kommt. Das erfordert eine lange und intensive Therapiezeit.

Wie hast du dir denn ihre Reaktion vorgestellt?

Lg Seele28
 

Robyn-Lee

Mitglied
Du brauchst keine Angst haben, dass deine Therapeutin dich auslacht oder dich nicht ernst nimmt. Und da sie ja schon sagte, dass sie es gut finden würde, wenn du deine Gefühle mehr zeigen würdest, bin ich mir sicher, das sich dich da auch gut auffangen wird.
Ich hab ja auch keine Angst davor, dass sie mich irgendwie auslacht oder so, aber es ist schon komisch für mich. Ich hab irgendwie auch etwas Angst, dass sie mich da behält, verstehst du?

Wie hast du dir denn ihre Reaktion vorgestellt?
Ich weiß nicht. Kann ich gar nicht mal so genau sagen. Auf der einen Seite möchte ich, dass sie mich hält, aber auf der anderen Seite, will ich für mich sein. Es ist also schwierig für mich :/
 

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