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Therapeutin von Suizidgedanken erzählen

D

Depressiv

Gast
Hallo,

ich fühle mich schon seit Wochen einsam, nicht gut genug... kann mich nicht gut konzentrieren und bekomme mein Leben nicht mehr auf die Reihe. Habe auch Suizidgedanken, die gestern sehr stark geworden sind. Bin schon seit Jahren in Therapie. Meine Depression war bis vor 3 Monaten aber eigentlich weg. Ich habe mir gestern nichts angetan, weil ich das meiner Familie und Freunden nicht antun konnte. Und ich möchte nicht, dass sie sich Sorgen machen. Versuche mich vor allen zu verstellen. Ich habe aber Angst, dass sich meine Situation verschlimmert. Wenn ich meiner Therapeutin von meinen Suizidgedanken erzähle, erzählt sie es dann meiner Mutter? Werde ich dann zwangsweise eingewiesen? Ich habe bald auch Prüfungen, die mich eigentlich gerade nur noch mehr überfordern, aber würde mich noch viel mehr wie ein Versager fühlen, wenn ich die dann wegen meiner aktuellen Situation nicht mitschreibe.
 

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grisou

Sehr aktives Mitglied
Das tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. und die suizidgedanken sind zeichen dafür, wie schlecht es dir geht.

man wird wegen suizidgedanken nicht eingewiesen, nur wenn man sich selbst gefährdet. also du schreibst selbst, du hast gründe, warum du weiterleben willst und dass du das deiner familie nicht antun kannst.

erzälst du vielleicht ein wenig mehr zu deiner situation. wie alt bist du? und bist du auch in ärztlicher behandlung also bei einem psychiater?

je nachdem wie alt du bist, könnte es sein, dass deine therapeutin mit deiner mutter reden muss, aber das ist eine frage der einschätzung. sie darf nichts sagen, solange keine akute gefahr besteht. aber sie könnte dir vielleicht raten mit einem psychiater zu reden. vielleicht können medikamente helfen. aber sie kann dich nicht zwingen zu einem psychiater zu gehen. solange du glaubhaft versichern kannst, dass du dir nichts antust, ist es deine entscheidung.

magst du vielelicht mal bei der nummer für kummer anrufen?


da bist du erst mal anoynm und kannst ganz offen über deine gedanken reden. die kennen das sehr gut und die können dir dann auch deine fragen beantworten, was passiert, wenn du mit deiner therapeutin redest, was die darf und was nicht. das ist oft besser im direkten gespräch.

du musst nicht allein sein. es gibt hilfe und erst mal alles anonym, damit du für dich entscheiden kannst, was du machen kannst und möchtest. nimm das in anspruch, damit es dir bald besser geht.

und ich kann sehr gut verstehen, dass du die prüfungen mitmachen möchtest. es wäre gut, wenn du dabei so viel unterstützung bekommst wie möglich, aber dafür musst du dir hilfe suchen.
 

cucaracha

Urgestein
Meistens hat man Selbstmordgedanken..wenn man auf jemanden wütend ist und diese Aggression aber gegen sich selber lenkt.
Man denkt..es gibt keine Lösungen für die eigenen Probleme...obwohl es viele Lösungen gibt.

Auf wen bist du so wütend..wer ärgert dich ?

Ich würde der Therapeutin von den Suizidgedanken berichten.
Es ist wichtig..dass du Lösungen für deine Probleme findest.
 
D

Depressiv

Gast
Ich bin wütend auf Menschen die mich verarscht haben und die sich verleugnen. Die lügen und betrügen aber sich als die ehrlichsten dieser Erde ausgeben. Die einen seelisch abhängig und dann ohne mit der Wimper zu zucken auf einem herumtrampeln. Die tief im innern kein Gewissen haben. Ja man.
 

Usu

Aktives Mitglied
Es scheint dir schlecht zu gehen. Und du scheinst noch nicht so das ganze Vertrauen in die Therapie zu haben. Es ist wirklich die Frage, was brauchst du aktuell? Du bist am Limit, und die Prüfungen und funktionieren/bloß nicht auffallen scheint wichtiger zu sein als dir nicht vielleicht aus Affekt mal etwas anzutun. Ich denke du brauchst mit Sicherheit jemandem dem du das erzählen kannst und der dir da raus hilft. Vielleicht solltest du die Reißleine ziehen?
 

Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Es wurde schon gesagt, aber wenn man da zweifelt, kann man es nicht oft genug lesen oder eben schreiben.

Deine Therapeutin wird dich gewiss nicht einweisen, nur weil du ihr von Suizidgedanken erzählst. Dies könnte höchstens dann vorkommen, wenn du eine ganz akute suizidale Krise hättest und sie annehmen müsstest, dass du dir direkt nach der Therapie etwas antust.

Grundsätzlich sind in Deutschland die psychiatrischen Kliniken derart überfüllt – dank der Corona-Maßnahmen ohnehin mehr denn je – dass niemand ein Interesse hat, eine Person mal einfach so dorthin einzuweisen.

Wenn du sonst nicht offen sprechen kannst und dich bei deiner Familie verstellen musst, ist es eine gute Möglichkeit, bei der Therapeutin mal ein bisschen Druck abzulassen und dich zu öffnen. Denn immer eine Rolle spielen, wenn es einem schlecht geht, kostet sehr viel Kraft.

Alles Gute!
 

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