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Teufelskreis? Wem gehts genau so?

G

Gast

Gast
Hallo Leute!
Ich möchte gern wissen ob es einigen von Euch ähnlich geht und ob vielleicht jemand schon so etwas überwunden hat!
Eigentlich läuft vieles bei mir normal. Habe 2 Ausbildungen abgeschlossen, 9 Jahre Berufserfahrunge, immer Weiterbildungen, gute Zeugnisse und Beurteilungen usw.
Doch irgendwie werde ich nicht glücklich, vor allem Privat. Ich weiß es hat mit meiner warscheinlich zu gut behüteten Kindheit zu tun und der darin fehlenden Liebe, die meine Eltern denke ich auch nie bekommen haben. So habe ich das Gefühl, alles was ich mache fällt mir verdammt schwer, bin immer unglücklich, nie zufrieden und stoße immer auf ähnliche Lebensthemen. Warscheinlich hänge ich auch noch in der Kindheit fest und dadurch fühle ich mich nicht als Frau (mit 30) und vor allem mein Vater hat Pobleme mich als diese zu sehen. Habe vieles unternommen, weit von zu Hause weggezogen, auf eigene Beine gestellt, immer wieder von vorn angefangen und trotzdem trete ich auf der Stelle und komm nicht weiter. Mein größtes Problem sind meine Beziehungen. Ich mache mich glaub ich ständig zu sehr abhängig von den Männern und immer denke ich es fehlt etwas. Meine 1. große Liebe war eine körperlich intensive Verbindung ohne Vertrauen und mit tiefen Verletzungen. Er betrog mich und viele andere. Meine jetzige Beziehung ist das genaue Gegenteil. Ein lieber Mensch mit 100% Vertrauen nur das körperliche ist irgendwie blockiert. Ich werde in den nächsten Monaten eine Therapie anfangen. Hatte schon ein Erstgespräch welches mir sehr half. Nun möchte ich von Euch wissen, wer hat ähnliche Probleme? Wer dreht sich auch immer im Kreis und kommt nich voran wegen warscheinlich einem großem Thema/ Blockade? Wer von Euch ist geheilt?
Ich hoffe ich kann das auflösen!
Danke im voraus für Eure Antworten!
winke
Tina
 

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karma

Aktives Mitglied
Du hast versucht dein Liebloses Leben und die innere Leere mit etwas anderes zu füllen. Du hast dich mit Abhängigkeit, mit Arbeit so aufgefüllt das du den Schmerz deiner Kindheit nicht spürst. Aber fehlende Liebe oder Zuneigung kann man nicht mit anderen Dingen auffüllen. Durch die Therapie lernst du das es nicht an dir gelegen hat das es so war. Und du wirst irgendwann dies akzeptieren und dann merkst du das du deinen Vater nicht mehr brauchst.

Du wirst aber auch mit anderen Veränderungen konfrontiert. Du bekommst Mut, Eigenständigkeit, Stolz, und das wichtigste ist du merkst das du dich liebst so wie du bist. Diese Veränderungen habe ich auch gemacht: Ich habe meinen Eltern verziehen und dieser ewige Druck das ich jeden etwas beweisen muß ist auch weggegangen.

Ich bin heute eine freie selbstbewußte Frau die sich niemals mehr von einem Mann so unterdrücken lässt. Man nennt es auch verspätete Emanzipation. Ich wünsche dir das du durchhält, denn das Ergebniss ist so schön. Also gib nie auf nimm alles an und du spürst nach einiger Zeit langsame Veränderungen.
 

Starbucks-Kind

Mitglied
Hallo!

Habe zwar noch nicht so viel Lebenserfahrung wie du, aber in meinem Privatleben siehts ähnlich aus.
Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann geht es meist nach 1 oder 2 Jahren kaputt. Die Beziehung an sich ist auch nicht nur schön, im Gegenteil. Ich durchlebe so viel Schmerz und versuche immer wieder Vertrauen zu fassen und darum zu kämpfen, dass es besser wird aber ich werde einfach nicht glücklich.

Vor einiger Zeit habe ich mir ein buch gekauft um zu gucken, woran es liegt und mir Anregungen zu holen und das hat mir weitergeholfen.

Es hat mir gezeigt, dass ich mich erstmal mit mir selbst auseinander setzen muss.

Ein Zitat daraus war:

Wenn ein Mensch fähig ist,
produktiv zu lieben, dann liebt er auch sich selbst;
wenn er nur andere lieben kann,
dann kann er überhaupt nicht lieben.

-Erich Fromm aus „Die Kunst des Liebens“


Ich habe gemerkt, dass ich mich viel zu wenig "selbst" liebe. Bei mir ging es in den Beziehungen so weit, dass ich alles an mir ausgelassen habe, es lief darauf hinaus das ich mir fast das Leben genommen habe weil ich keinen Sinn mehr im Leben gesehen habe (keine weiss davon).



Ein paar Tage danach wurde mir erst bewusst, wie tief ich am Boden liege, dass ich sowas zulasse, mich so aufzugeben. Ich wollte nicht mehr der Mensch sein, der ich da war, ich hatte Angst vor mir selbst.


Jetzt versuche ich positiv in die Zukunft zu blicken, an mir zu arbeiten, ich versuche herauszufinden, was mich immer wieder so leer macht.

Ich glaube, wenn man in sich selbst richtig glücklich ist dann ergibt sich auch der "Rest" fast von alleine.



Ich hoffe, dass du deinen Weg gehst und glücklich wirst. Das Buch ist übrigens von Robin Norwood "Wenn Frauen zu sehr lieben - die heimliche Sucht, gebraucht zu werden". Ich finde es echt gut geschrieben, vorallem zeigt es, dass man sich erstmal mit sich selbst beschäftigen muss, mir hat das geholfen.


Ich find es toll das du eine Therapie machst, ich würde das auch gerne aber ich habe absolut keine Ahnung zu wem ich da gehen könnte. Meine Mutter hat mich früher mal zu zwei drei Therapeuten geschickt, mit denen konnte ich aber nicht reden, irgendwie waren das komische Personen. Naja, wenn ich es nicht "selbst hinbekomme" werde ich das auch angehen.



Alles Gute!
 

karma

Aktives Mitglied
Hallo Sturbucks,

den richtigen Therapeuten zu finden das ist schwer. Gib die Suche nie auf denn es gibt doch in deiner Nähe doch bestimmt noch welche.

Karma
 
G

Gast

Gast
Durch die Therapie lernst du das es nicht an dir gelegen hat das es so war. Und du wirst irgendwann dies akzeptieren und dann merkst du das du deinen Vater nicht mehr brauchst.

Ich habe meinen Eltern verziehen und dieser ewige Druck das ich jeden etwas beweisen muß ist auch weggegangen.

Ich bin heute eine freie selbstbewußte Frau die sich niemals mehr von einem Mann so unterdrücken lässt. Man nennt es auch verspätete Emanzipation. Ich wünsche dir das du durchhält, denn das Ergebniss ist so schön. Also gib nie auf nimm alles an und du spürst nach einiger Zeit langsame Veränderungen.

Danke!!!! Diese Sätze haben mir sehr geholfen!
Jetzt weiß ich das ich gar nicht so verkehrt auf meinem Weg bin, das ich das schaffen werde und es auch möglich ist aus diesen Verstrickungen herauszukommen!
Nur noch eine Frage: Hast Du auch eine Therapie gemacht und wie lang dauerte es?
Danke Karma!
 
G

Gast

Gast
Hallo Starbucks-Kind!
Vielen Dank für Deine Antwort und den Buchtip!
Ich fühle mit Dir und finde es gut das Du auch an Dir arbeiten möchtest!
Habe damit schon vor ein paar Jahren angefangen, weil mir Dinge passiert sind die ich seltsam fand und irgendwie auch nicht zu mir passten und ich mir mein Leben auch anders vorstellte. Am Anfang haben mir viele Bücher geholfen und eine liebe Heilpraktikerin die mit mir auf dieser Basis arbeitete. Den Rest hab ich selbst getan und immer wieder gekämpf. Nur leider sitzt eine Sache sehr tief und an die komm ich nicht selbst heran. Deshalb bald auch die Therapie.
Lass Dich nicht abschrecken von einigen seltamen Therapeuten! Das ist wie mit dem Frisör...da sucht man (also ich jedenfalls) auch oft lange bis man den richtigen trifft!
Nimm Dir einfach ein Telefonbuch und rufe an. Schon da merkst Du ob Dir jemand sympathisch ist oder nicht. Ausserdem ist jedes Erstgespräch kostenlos und wenns nich passt, dann probier den nächsten. Das Gefühl sollte schon stimmen, weil sonst bringt Dir die Therapie auch nichts!
Ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft für Deine weiteren Schritte!
 

karma

Aktives Mitglied
Meine Therapie dauerte 2,5 Jahre und ich bin am Anfang einmal wöchentlich gegangen. Im zweiten Jahr alle 2 Wochen und das letzte alle 4 Wochen um zu sehen ob ich alleine klar komme. Nach der Therapie bekommt man nach einem halben Jahr einen seelischen Zusammenbruch. Ich schwemmte dann sämtliche Verletzungen, Kindheitstraumen an einem Tag heraus. Ich weinte und weinte bis alles weg war.

Und dann bemerkte ich das ich frei war von sämtlichen Müll. Ich gebe dir einen Tip. Beende die Therapie erst wenn du merkst das die Vergangenheit dich gar nicht mehr interessiert. Und das die Therapiestunde so langweilig ist wie eine Kaffeestunde mit einer alten Tante. Dann ist die Zeit um herauszufinden ob du alleine klarkommst. Und du machst einfach alle 4 Wochen um zu sagen wie es dir geht. Und wenn das auch langweilig ist dann beendest du sie.
 

Schildkröte

Aktives Mitglied
Hallo Tina.
Du bist sicherlich bewußt oder unbewußt auf der Suche nach Liebe, nicht wahr? Mir ging es früher auch so, denn Liebe ist für jeden Menschen ein Grundbedürfnis. Nur wie bekommt man sie?

Liebe, die glücklich und zufrieden macht, ist nach dem spirituellen Gesetz nur zu haben, wenn man selber erstmal Liebe gibt, und zwar ohne eine Erwartung zu haben, etwas zurückzubekommen. Wer bedingungungslos Liebe gibt, braucht nicht nach zu erhalten Liebe zu suchen; er bekommt sie automatisch. Probiere es mal, du wirst staunen, wie das Prinzip funktioniert. Allerdings kann es für dich ungewohnt sein, allen Menschen gleichermaße im Geist Liebe zu geben, sie zu bejahen und ihnen nur das Beste zu wünschen, aber das kann man üben. Allen Menschen gute Wünsche und reine Gefühle zu schenken, ist der beste Beitrag für dich und für die Welt gleichermaßen, um glücklich und zufrieden zu bleiben. Nur Mut! Habe Vertrauen in dir, daß du die entsprechende innere Kraft besitzt. Dann wird es klappen. Liebe Grüße Schildkröte
 
G

Gast

Gast
Danke Karma!
Bin ja gespannt auf die Therapie. Hab schon in der Erstberatungsstunde geheult, weil da ein wunder Punkt entdeckt wurde.Oh je.
Ich mach das auf jeden Fall, mag mich nicht mehr verstecken.
Dankeschön für die vielen Tips!

Hallo Schildkröte! Wie lustig...der Name. Kannst mich auch Eule nennen. Die find ich cool. Ja Du hast recht, ich suche Liebe! Meine Heilpraktikerin meinte ja auch das mein Thema Liebe und Angst wäre! Es stimmt! Nur was Du sagst ist irgendwie für mich nicht so leicht umsetzbar, da ich tiefe Blockaden verspüre und ich auch merke das ich den Rest der zu lösen ist nicht ganz ohne Hilfe schaffe. Ich weiß was Du meinst und versuche daran zu denken. Bin glaube auch sehr sensibel was meine Umwelt betrifft und dadurch vieleicht auch schneller wieder weg als andere, die nicht so viel wahrnehmen. Wie hast Du früher alles erlebt, weil Du meinstest Dir ging es ähnlich/ genau so?
Danke Schildi :)!
 

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