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Teilzeitfalle, wie kommt man da wieder raus?

Hallo, ich bin 36 und arbeite seit 2017 in Teilzeit. Damals habe ich die Stunden in meiner alten Firma drastisch reduziert, weil es einen schweren Krankheitsfall in der Familie gab, der dann auch verstorben ist. Ich wollte danach erstmal Zeit für mich (hatte zu dem Zeitpunkt eine 45h Woche und war komplett ausgelaugt).

Statt Urlaub oder ein Sabbatical oder was auch immer zu beantragen, habe ich mich wegbeworben auf Teilzeitstellen und seitdem hänge ich in diesem Hamsterrad fest. Ich finde keine Vollzeitstelle mehr, obwohl ich da wirklich schon extreme Abstriche gemacht habe bei der Suche. Geld zurücklegen für die Altersvorsorge bei dem monatlichen Gehalt ist nicht möglich und als kürzlich mein Rentenbescheid ins Haus geflattert kam, hat mich das auch nicht gerade darin bestärkt, weiterhin in Teilzeit beschäftigt sein zu wollen.

Die Frage ist, wie komm ich da wieder raus? Ich bin schon verzweifelt am Suchen, werde auch hin und wieder zu Gesprächen eingeladen, aber eingestellt wird dann halt doch immer jemand anderes. Langsam überkommt mich wirklich die Angst und das Schreckgespenst "Altersarmut" schwirrt mir permanent im Kopf rum.
 

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Yado_cat

Aktives Mitglied
Ich arbeite seit 2007 Vollzeit und es war nicht immer einfach, alleinerziehend und mit zwei kleinen Kindern. Dazu hatte ich noch eine gute Wegstrecke zu fahren.

Man kann sich auch nicht darauf verlassen, durch eine Heirat versorgt zu sein.
Ich frage mich manchmal wie das meine Freundinnen machen, die Teilzeit oder nur auf 450€ Basis arbeiten. Naja, die verlassen sich ganz auf ihre Ehemänner und haben Freizeit, wenn ich im Büro hocke.
An später denken die wenigsten.

Vielleicht müsstest du deine Suche etwas ausweiten, also in der nächstgrößeren Stadt suchen oder zusätzlich Kurse belegen um dich weiterzubilden.

Und das du mit 67Jahren an einer Krankheit oder sonstwas stirbst, darauf würde ich mich auch nicht verlassen 🤦‍♀️!
 

Wildkatz

Mitglied
In welchem Bereich suchst du denn und was arbeitest du im Moment? Vielleicht wäre es auch eine Option, ein Nebengewerbe aufzubauen. Nageldesign ist wohl ein leichtes Zubrot (wenn man nicht gerade von Konkurrenz umzingelt ist).
 

tonytomate

Aktives Mitglied
Ich persönlich bin froh, daß ich nur noch Teilzeit mache. Mir ist alles Jacke wie Hose. Ich kann ausschlafen, bis in die Puppen Serie gucken, die Seele baumeln lassen, usw. Das gibt mir kein Geld der Welt mehr zurück. Ich kenne so viel Leute, die im Hamsterrad gefangen sind, 1,2 Tage weniger die Woche tun Körper und Geist gut. Ich hatte allerdings auch schon einen Vollzeitjob, wenn man da hingefahren ist, dann hat man sich gefühlt wie zu Hause, alle nett, die Tätigkeit hat Spaß gemacht, die hatten sogar ein firmeneigenes Fitnessstudio, Sportgruppe usw. Wenn man so einen Job hat, dann macht man freiwillig 10-12h jeden Tag. Blöderweise kam irgendwann neues Management und dann war es vorbei mit Happy Family.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Ich persönlich bin froh, daß ich nur noch Teilzeit mache. Mir ist alles Jacke wie Hose. Ich kann ausschlafen, bis in die Puppen Serie gucken, die Seele baumeln lassen, usw. Das gibt mir kein Geld der Welt mehr zurück. Ich kenne so viel Leute, die im Hamsterrad gefangen sind, 1,2 Tage weniger die Woche tun Körper und Geist gut. Ich hatte allerdings auch schon einen Vollzeitjob, wenn man da hingefahren ist, dann hat man sich gefühlt wie zu Hause, alle nett, die Tätigkeit hat Spaß gemacht, die hatten sogar ein firmeneigenes Fitnessstudio, Sportgruppe usw. Wenn man so einen Job hat, dann macht man freiwillig 10-12h jeden Tag. Blöderweise kam irgendwann neues Management und dann war es vorbei mit Happy Family.
Ich habe folgende Ansicht:
Aktuell mache ich Teilzeit (6 von 8,25Std). Die freie Zeit kann ich körperlich gesehen genießen, bin also nicht darauf angewiesen.
Die Einnahmeeinbußen gehen mit einem sparsameren Lebensstil einher, so dass ich keinen teuren Wagen fahre aber auch nicht in Urlaub fahre, weil ich eh jeden Tag Urlaub habe.
Dies bestätigt sich darin, dass mein Jahresurlaub in den letzten Jahren zwangsweise genommen werden musste, ehe er verfällt.

So eine Übung verfestigt sich zu einem Lebensstil, mit dem ich klar komme.
Ich könnte bei weniger Einkommen weitere Abstriche machen, ohne dass es mich über die Maßen beeinträchtigt, da ich bereits Übung in Abstrichen habe.

Meine spätere Pension wird die Mindestpension sein , vergleichbar mit Rente plus Amtshilfe.

Um zu prüfen, ob ich damit klar komme, habe ich meine Eltern beobachtet, die eine "gute" Rente haben und: sie nicht komplett ausgegeben haben .
Sie konnten den Überschuss rein körperlich nicht mehr nutzen.

Daher liegt mir ebenfalls nicht daran, im Alter "auf Weltreise" gehen zu wollen, sondern ich mache es jetzt, wo ich es noch kann.

Allerdings sind meine "Weltreisen" rekordverdächtig: sie sind die kürzesten Weltreisen der Welt, da ich -analog zum Einkommen - vor die Haustüre gehe, umdrehe und sie beende.

In meinen Träumen übrigens unterscheiden sich mögliche Erlebnisse nicht von Erinnerungen an tatsächliche Reisen.
Daher frage ich mich, wieso ich dann so viel Geld für das selbe Ergebnis ausgeben soll.
 
Zuletzt bearbeitet:

F123

Mitglied
Ich 34 mache mir auch wenig Gedanken wegen der Rente...

Ich selber habe für mich beschlossen das selber in die Hand zunehmen ohne viele Verträge:

In einen alten Riestervertrag zahle ich noch 5€ in Monat. ..
Dazu jährlich 270€ in eine Alte RV und in die BAV nochmal 270€ Brutto /Jahr zu

Also nur noch penuts 😅

Ich verwalte mein Vermögen lieber selber und spare jeden Monat das was geht.

Mein AG zählt dafür fleißig in die BAV
So stand jetzt Brutto etwa 100k in verschiedenen Verträgen für die AV liegen

Ob ich nun die RV für meine Ehefrau bin?

Vielleicht...
Sie bald 30Jahre studiert noch(Medizin) und wird mich als Kleinen Arbeiter 43k Brutto nicht so schnell einholen im Rentenguthaben

In der AV muss man sich eh gewöhnen mit "hohen Summen" zu arbeiten ohne zu wissen was zum Schluss raus kommt : nach Steuer SV und und dazu sinken die Rentenfaktoren...

Läuft es blöd heißt es zum Schluss " das mit der Vorsorge hätten sie sich sparen können"

Weil man dann wieder zuviel hat um vom Staat noch etwas dazu zu bekommen
Dazu kann sich immer die Gesetzeslage ändern...

Heutzutage gibt es keine Rentenvorsorge die mehr lohnt!

Deshalb bleibe flexibel und binde dir nur wenige Kosten ans Bein...

Das Risiko ist dann aber wieder Geld gespart und Vermögen gesammelt und auf Lebensqualität verzichtet

>>>> Anspruch auf Harz dadurch verloren und man hat wieder umsonst gespart^^

So bleibt einen nur nie auf irgendwas von Staat angewiesen zu sein

Ich lebe als Frugalist entspannt:) mit genug Puver

Das ist mein Weg
 
Zuletzt bearbeitet:

dianabecker

Mitglied
Sehe ich auch so. Klar mache ich auch etwas für die Rente, aber zahle da 25,00€ mtl. ein für eine minimale Rente.
Wir haben uns das Ziel gesetzt alle 8 - 10 Jahre eine Wohnung zu kaufen und so unser Geld zu investieren.
Entweder man zahlt 8 - 10 Jahre in die Rente ein oder kauft sich eine Wohnung.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Rentenversicherungen kann man sich aber meist auch sparen. Meine Schwester hatte sowas und die ging pleite und nun ist sie in einer endlosen Sammelklage. Viele Kollegen hatten welche, die sich sich nun nach jahrzehntelangem Sparen auszahlen haben lassen, weil das Gedl teilweise um nichts mehr wurde und sie es genauso gut in dem Strumpf hätten stecken können.

Ich denke, Altersarmut wird sich für die meisten von uns nicht vermeiden lassen. Selbst wenn man Vollzeit arbeitet sind teilweise unfassbare Gehälter notwendig, damit man mehr als das Minimum bekommt. Es ist also nicht zynisch gemeint, wenn ich sage: In die Kinder und deren Gesundheit investieren und sich in Sparsamkeit üben. Einfach weiterprobieren mit dem Bewerben. Vielleicht im Freundes- und Bekanntenkreis fragen, ob jemand jemanden kennt, der eine halbwegs vernünftige Vollzeitstelle hat. Meistens kommt man auch heutzutage noch nur mit Vitamin B in gute Stellen. Traurig, aber wahr. Vielleicht wäre auch Selbstständigkeit eine Option?
 

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