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Tagebuch - Sanierung Haus (Baujahr 1965)

Ja, für die Kälteschläuche muss sowieso eine Kernbohrung gemacht werden, da kann dann auch das Stromkabel durch. Am Besten im Sicherungskasten auf eine sep. Sicherung.

Der Preis klingt erst mal gut, zeitweise gibt es dafür auch Förderung, wenn sie auch zum Heizen verwendet werden. Müsstest du dich mal aktuell informieren.
 
Fenster: Entscheidung

Nachdem mir nun alle drei Angebote vorliegen, habe ich mich für Angebot Nr. 3 entschieden und werde es jetzt meinem Energieeffizienzexperten (EEE) zusenden.
  • Aluplast Kunststofffenster mit einem sehr guten 0,5U Wert
  • außen anthrazit, innen weiß
  • Pfalzlüfter
  • Pilzkopfsicherungen, Aufbohrschutz und sichere Beschläge an allen einbruchsexponierten Stellen
  • Laibungsdämmungen mit Kalziumsilikatplatten
  • Neue Rolläden mit Dämmung
  • Gesamtpreis rund 36.000 €
Ich hätte bei Angebot 1 (welches bei 32.500 €) stand nochmal nachbessern können. Wäre hier aber mit Farbe, Sicherungen und co vermutlich fast genau beim gleichen Preis gelandet. Angebot 3 machte mir aber einen sehr kompetenten Eindruck.

Zum Thema Fenster werde ich vermutlich dann erst wieder in 6-8 Wochen berichten wenn der Einbau beginnt. Allerdings muss vorher mein EEE noch das Lüftungskonzept erstellen. Darauf bin ich schon jetzt gespannt, da dieser ja auch haften muss wenn Schimmel entsteht. Ich möchte das Lüftungskonzept bewusst so erstellen lassen, dass "einmal Lüften am Tag" reicht.
 
Nebenprojekt: Klimaanlage

Mit meiner PV Anlage auf dem Dach und dem Sommer vor der Tür, ist der perfekte Zeitpunkt für eine Klimaanlage. Inzwischen habe ich das erste Angebot vorliegen. Rund 2.500 € für ein gutes Mitsubishi Gerät inklusive alles rund herum.

Das Gerät kann außerdem heizen, so dass ich damit in der Übergangszeit (Herbst/Frühling) auch meine Gasheizung entlasten kann.

Ich muss jetzt noch den Anschluss klären. Stromversorgung läuft über die Außeneinheit, aber wo kriegt die den Strom her? Ich hätte vermutet, da muss noch ein Stromkabel vom Sicherungskasten zur Außeneinheit gelegt werden, oder?
Ergänzung:
Für rund 3.000 € wird die Mitsubishi Anlage Anfang Juli installiert. Der Preis beinhaltet jetzt die Verkabelung zum Sicherungskasten und den Einbau einer separaten Sicherung für die Anlage.

Ab Juli darf es also heiß werden, vorher bitte nicht 😉
 
Einblasdämmung

Hierzu hätte ich super gerne Eure Meinungen.

Heute war ein Unternehmen (VARM) bei mir zu Prüfung ob eine Einblasdämmung bei mir möglich ist.
Die gute Nachricht: Ich habe ein Zweischaliges Mauerwerk und eine Einblasdämmung ist möglich
Die schlechte Nachricht: Der Hohlraum ist nur ca. 2cm und klassische Dämmungen wie mit Steinwolle scheiden aus

VARM schlug mir daher vor Insute als Einblasdämmung zu verwenden. Insute ist ein innovativer Dämmstoff auf Basis eines geschäumten Acrylcopolymers. Es ist fast so feinkörnig wie Sand und wurde von der Firma Sumteq 2014 auf dem Markt gebracht. Es ist relativ teuer und somit steigen meine kalkulierten Kosten von 6.000 knapp über 10.000 €.

Größere Gedanken mache ich mir allerdings dazu wie erprobt und sicher dieser noch verhältnismäßig neue Dämmstoff ist. Im Internet und mit KI finde ich eigentlich nur positives. Inute ist von einem deutschen Unternehmen erfunden, hydrophob und sicher. Lediglich auf die Rieselung muss man aufpassen, deswegen sollte man die Wand nach Einblasung nicht mehr öffnen. Fenster, Rolladenkästen, Klimaanlage werden daher vorher installiert und als letztes wird eingeblasen. Falls ich automatische Lüftungsanlagen will, sollten diese wohl auch vorher installiert werden.

Von der Dämmwirkung her sind 10.000 € immer noch günstig. Über die Fassade geht viel Wärme verloren und kaum etwas ist so effizient als eine Einblasdämmung. Rein wirtschaftlich betrachtet dürfte die Amortisationszeit aber relativ hoch sein, ca. 29 Jahre bzw. umgerechnet durch KI 2,3% Rendite bzw. 3,65% Rendite wenn man weiter steigende Energiekosten berücksichtigt. Kein Knaller, aber wirtschaftlich ok.

Ich habe irgendwie aber immer mehr das Gefühl nicht mehr zurück zu können. Der Berater meinte, dass ich eigentlich auch noch die Heizungsnischen dämmen müsste, dann neue Heizkörper, dann neue Leitungen.... ich glaube meine größte Sorge bleibt, dass ich irgendwas am Haus "verbaue".
Ich schicke die Unterlagen meinem Energieeffienzexperten und schaue danach mal weiter.

Ratschläge und Erfahrungen sind hier herzlich willkommen! 🙂
 
Diese Woche kommt noch eine zweite Firma für die Einblasdämmung, so dass ich ein zweites Angebot erhalte.

Außerdem habe ich bei meinem Energieberater angefragt, was seine Begleitung kostet, also die Begleitung der Maßnahmen, Stellung des Förderantrages, Erstellung Belüftungskonzept etc.
2.500 €, von denen aber 50% förderfähig sind. Außerdem bekomme ich nochmal 5% mehr Förderung auf die Gesamtmaßnahmen wenn ich alles über den Energieberater laufen lasse. So dass der Energieberater am Ende für für praktisch kostenlos ist.

Was mich am meisten nervt: Das Timing. Alle Angebote (Fenster, Einblasdämmung, Energieberatung, etc.) haben Fristen, meistens 2 Wochen. Das baut natürlich wahnsinnig Druck auf, insbesondere das miteinander abzustimmen. Und natürlich wollen Alle am liebsten sofort eine Unterschrift. Immerhin mein Fensterbauer bestätigte meinen guten ersten Eindruck als er mir telefonisch sagte "meine mündliche Zusage würde ihm erstmal reichen und das Angebot gelte auch noch falls der Energieberater mit seiner Prüfung mehr als 2 Wochen braucht".

Leute, wenn ihr saniert, nehmt euch Zeit! Ich gebe von meiner Seite aus wirklich Gas, hatte teils 3 Vor Ort Termine in der Woche und trotzdem zieht sich das ganze Projekt. Bei manchen Unternehmen braucht man 6 Wochen bis man einen Termin hat und dann nochmal 2 bis die das Angebot fertig haben.

Ich glaube ich habs schonmal gesagt, aber ich wünschte ich hätte einen neutralen Dritten, der mir garantieren kann, dass ich alles richtig mache und es sich lohnt. Vor allem auch, dass die Kosten nicht explodieren. Ich saniere jetzt mit Fenstern und Einblasdämmung die Gebäudehülle, aber im worst case müssen später auch noch Heizkörper und Heizungsleitungen getauscht werden. Aus dem Nichts kann da nochmal 30.000 € mehr dazu kommen. Definitiv prüfen muss ich auch noch Abwasserleitungen...

Stand heute: Wenn ihr alles sanieren wollte (bei mir ist zum glück einiges noch nicht ganz so alt), dann kann so eine Sanierung wahnsinnige 300.000 € kosten. Alleine Dach, Fenster und Kellersanierung liegen zusammen problemlos über 100.000 €. Und da hast du noch keine Wärmepumpe, PV Anlage oder die ganzen Malerarbeiten. ich glaube letztere schiebe ich jetzt in meinem Plan nochmal ein Jahr weiter. Leben ich halt zwischendurch mit kaputten Tapeten, so what.
 
Stand heute: Wenn ihr alles sanieren wollte (bei mir ist zum glück einiges noch nicht ganz so alt), dann kann so eine Sanierung wahnsinnige 300.000 € kosten
Bei meiner Cousine waren es 400.000€ und dabei haben sie auch viel selbst gemacht und das Haus war noch gar nicht so alt (60 Jahre). Sowas kann echt ein Fass ohne Boden werden, gerade wenn man sich handwerklich nicht so auskennt, was die Auftragnehmer natürlich auch wissen ... . Wenn ich so eine Sanierung machen sollte, dann werde ich versuchen einen Dritten zu engagieren der sich um die Koordinierung der Gewerke kümmert.
 

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