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Tablettensucht?

MissV

Mitglied
Ich hoffe, es gibt hier welche, die sich mit dem Thema einigermaßen auskennen.
Denn neuerdings ist das ein neues Problem an meiner Seite.
Ich schon immer sehr anfällig dafür gewesen, Medikamente in Übermaßen einzunehmen. Doch mittlerweile tue ich es nicht nur, wenn ich krank bin. Ich schlucke vor allen Dingen Schmerztabletten wie Paracetamol, teilweise echt mehr als 5 am Tag.
Früher habe ich noch nicht einmal diese kleinen Sinupret Schnupfentabletten runterbekommen, doch mittlerweile verschling ich selbst die größten Tabletten, hauptsache Tablette.
Ich weiß selbst nicht ganz warum ich das mache. Ob es was mit meinen Problemen zutun hat weiß ich nicht...ich schätze es mal. Außerdem geben mir die Tabletten das Gefühl, "Innerlich" für ein paar Minuten heil, rein und gesund zu sein.
In der Schule, wenn ich keine Tabletten habe, passiert es schonmal dass ich Zuckungen oder plötzliche Kälteanfälle bekomme, ich weiß aber nicht ob das vllt. Nebenwirkungen der Tabletten sein können.
Manchmal geht es echt so weit, dass ich die Paracetamol im Unterricht schlucke.

Was meint ihr? Ist das Tablettensucht?
Ich hab keine Ahnung von sowas.
Was sind die Nebenwirkung?


P.S. Meinen Eltern ist das mit den Tabletten nur einmal aufgefallen, als ich eine ganze Packung Sinupret innerhalb ner Woche aufgebraucht habe. Mit ihnen will ich erst ganz spät darüber reden, weil ... naja. andere geschichte.
 

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L

LiebeDich

Gast
Liebe Vanessa,

bist du abhängig von den Medikamenten? Oder könntest du auf sie verzichten, und ohne sie leben ohne körperliche Schäden zu nehmen?

Denn Die Frage sollte doch sein:

- Helfen dir die Tabletten wirklich, oder glaubst du es nur?

Generell empfehle ich Menschen Tabletten nicht zu sich zu nehmen. Unser Immunsystem ist ein sehr starkes Gerüst, und überwindet so einiges ohne hilfe, die beste Tablette ist immer noch deine Einstellung. Wenn man also kann, sollte man lieber auf Tabletten verzichten.
 

MissV

Mitglied
Ich weiß nicht, ob ich ohne sie leben kann.
Das ist so komisches "Mittelgefühl" wenn ich keine Tabletten nehme. Ich fühle mich keineswegs gut und dann greif ich meistens wieder zu.
Aber ich bin ein Mensch der viele Dinge nicht wahrhaben kann und sowas wird wohl dazu gehören.
(So ganz nach dem Motto: Mir passiert sowas nicht.)
 

Katrin1964

Aktives Mitglied
Hallo Miss, dieses Thema kenn ich zu gut. Ich war zwar nicht abhängig , aber ich habe auch Missbrauch getrieben. Aus diesen Kreislauf auszubrechen ist sehr schwer. Innerlich "ein paar minuten" heil zu sein", genau das dachte ich auch. Ich nahm diese immer in Stresssituationen. Aber das ist nicht ganz ungefährlich. Du solltest dir unbedingt Hilfe holen. Ich musste zwar leider die Erfahrung machen, das ich nicht für ernst genommen wurde, aber ich habe nicht locker gelassen. Bin zur Hausärztin und die hat mir sehr geholfen. Heute nehme ich wirklich nur noch Schmwerztabletten, wenn ich sie WIRKLICH brauche.
Geh zum Arzt und schildere dein Problem oder zu einer Suchtberatung. Tabkletten können grossen Schaden anrichten. Magen Darm, Schleimhäute werden angegriffen . Das verursacht wieder neue Schmerzen und somit kommst du aus diesen kreislauf nie raus. Geh bitte zum Arzt und lass dir helfen.
 

Benedikt

Mitglied
Hallo MissV,

was Du da in den Tablettenschachteln suchst, wirst Du dort nicht finden. Jede Tablette kann in Deinem Körper die Kräfte zum schweigen bringen, die für Dich besser sorgen können, als jede Chemie.
Sie ziehen sich schnell zurück, wenn Substanzen im Umlauf sind, die sie ersetzen sollen und lassen eine Leere zurück, die den Drang nach den nächsten Tabletten regelrecht ausufern lassen.
Warst Du schon bei einem Arzt, dem Du vertraust und offen schildern kannst, was Du täglich zuführst. Sie oder er können Dir sagen, was da in Deinem Körper passiert und wo Du wirklich aufpassen solltest.
Wer weiss, wovor Du zurückschreckst, dass Du angefangen hast, außergewöhnliche Regungen in Deinem Körper sofort zu "behandeln" und zu unterdrücken, statt einfach mal neugierig nachzufragen, was die Botschaft sein kann, die sich da meldet.
Außergewöhnliche Empfindungen und auffällige Störungen in der vegetativen Zone, können Botschaften sein, die wir bisher einfach nicht gelten lassen wollen, weil sie nicht in unser momentanes Leben, unsere Erwartungen und Ziele passen.
Sie können auch Warnungen vor gesundheitlichen Gefahren sein, die ein Arzt am ehesten klären kann.
Also: erst ein Check, der Dir Aufschluss gibt, was Dein Körper braucht und dann kannst Du der Frage nachgehen, was in Deinem Leben momentan zu kurz kommt.
Die Verachtung die ich vor Dir bei Deinen Schilderungen "herausgehört" habe, kannst Du Dir ersparen, wenn Du einfach nachschaust, was an Deinen heimlichen Sehnsüchten denn so verkehrt sein soll.
Sucht erfahren wir, wenn wir bei unserer Suche aufhören, bevor wir etwas gefunden haben und aus einer Verschnaufpause ein gemütliches Wartehäuschen wird, das die Illusion gibt, schon angekommen zu sein.
Dir wünsche den Mut zur Wahrheit, sie kann Dir weiterhelfen.
Alles Gute und schöne Grüße
Benedikt
 
G

Gast

Gast
Lieber Benedict,
leider habe ich als Gast keinen Dankebutton, daher möchte Dir unbedingt sagen, wie wertvoll und immer hilfreich ich Deine Beiträge finde.
Liebe Grüsse und einen schönen Tag.
j.
 

Polux

Aktives Mitglied
hmmm,
so eine Aussage finde ich sehr problematisch. Bist du Arzt? kannst du Ferndiagnosen stellen? Kannst du jede Situation mal so eben aus dem Handgelenk beurteilen? Was kannst du alles so über das 'Immunsystem' berichten? Besonders das von anderen? Woher weißt du das das ein 'sehr starkes Gerüst' ist? Woher hast du diese Infos?

Generell empfehle ich Menschen Tabletten nicht zu sich zu nehmen. Unser Immunsystem ist ein sehr starkes Gerüst, und überwindet so einiges ohne hilfe, die beste Tablette ist immer noch deine Einstellung. Wenn man also kann, sollte man lieber auf Tabletten verzichten.
'Generell'? Das kommt doch wohl auf die Erkrankung, die Tabletten und die einzelnen Situationen an. Abwägen, evt. - mit dem Arzt zusammen, prima.

In diesem Fall: rede mit deinen Eltern, geh zum Hausarzt, rede mit deinem Lehrer oder jemand anderem dem du vertraust.
 

MissV

Mitglied
Das Problem ist, dass ich niemanden mehr richtig vertraue, außer vielleicht meiner besten Freundin.
Aber ich habe Angst vor Ablehnung...
Oder besser gesagt, habe ich Angst sie könnte mich verurteilen, wenn ich meine Sucht anvertraue.
Und mit meinen Eltern kann ich nicht reden. Zumindest nicht jetzt.
Das ist wirklich schwer zu beschreiben, aber ich empfinde keine Nähe zwischen mir und meinen Eltern.
Ich würde niemals mit einem Problem zu ihnen gehen...

Außerdem weiß ich nicht, wo in meiner Nähe Therapien sind usw.
Ich habe von sowas keine Ahnung...ich weiß auch nicht, was da so abläuft.
 

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