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Suizidgefährdet

skyperwoman

Mitglied
Im voraus, ich freue mich über jeden Ratschlag oder Tipp.
Seit einigen Jahren bin ich Suizidgefährdet, doch in diesem Jahr ist es besonders schlimm, ich ritze mich, schlucke Tabletten und habe das Gefühl, das ich garnicht mehr ohne kann. Es kann sein, das ich es mir nur Einbilde, aber ich habe schon mal versucht damit aufzuhören mir selber zu schaden, vergeblich. Schließlich habe ich mich meinen Lehrern in der Schule anvertraut und mit ihnen darüber gesprochen, ich fühlte mich zwar unendlich leichter, diese Last nicht mehr haben zu müssen, aber es ändert nicht daran, dass ich mich ritze. Ich weiß echt nicht weiter, was ich noch machen soll. Meine Eltern Wissen davon, haben auch mir eine Therapie vorgeschlagen, naja, doch bis jetzt ist noch nichts passiert. Könnt ihr mir vielleicht sagen, wie man am Besten damit aufhören kann, oder was ich nun machen soll???

Ich würde mich sehr über Eure Antworten/Ratschläge freuen.
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Guten Morgen, Skyperwoman,
ich habe früher ehrenamtlich mit Suizidgefährdeten und -überlebenden gearbeitet, motiviert durch zwei Suizide in meiner eigenen Familie (Vater und Bruder). Daher habe ich mich spätestens seit 1994 intensiv mit diesem Thema befasst und wie ich meine auch einiges herausgefunden. Vielleicht hilft dir etwas davon?

Zum ersten: Das wichtigste in solchen Zeiten ist wohl, dass man Menschen hat, die einen begleiten und mit denen man seine Gedanken und Gefühle teilen kann. Gut, dass du deine Eltern hast!

Dann habe ich herausgefunden, dass viele, die Suizidgedanken haben, einen Mangel an zwei (oder einem von beiden) Mineralstoffen haben können - an Zink und Lithium.

Ob das Zink bei dir eine Rolle spielt, könntest du kostenlos auf der Seite Zinkmangeltest - Informationen zu Zink und Zinkmangel herausfinden. Der Test dauert nur ein paar Minuten - du darfst mir gerne das Ergebnis per Privatnachricht schicken; dann kann ich dir konkret sagen, was zu tun ist.

Beim Lithium kannst du zwar deine Blutwerte messen lassen, aber schneller geht es, dir ein paar Flaschen lithiumhaltiges Mineralwasser zu kaufen und täglich eine oder zwei Flaschen davon zu trinken (Fachinger, Heppinger, Hirschquelle, Adelheidquelle). Manchmal merkt man schon nach einem Tag die Veränderung anhand der Stimmung.

Auf das Thema bin ich übrigens durch eine Frau gestoßen, die sieben Jahre lang Suizidgedanken hatte und von einem "Ausnahmejahr" berichten konnte, wo die Beschwerden weg waren. Beim Nachforschen fanden wir heraus, dass sie in diesem Jahr aus anderen Gründen ein Zinkpulver zu sich genommen hatte - die Wiederholung brachte dann erneut das positive Ergebnis ...

Danach habe ich natürlich eine Menge dazu in der Fachliteratur gefunden und es die letzten 12 Jahre vielfach bestätigt gesehen. Den Zinktest habe ich mit einer Ärztin der Uniklinik Freiburg entwickelt, u.a. weil Zinkmangel sehr schlecht zu messen ist.

Für den Moment wünsche ich dir die Kraft zum weiter Durchhalten und für deine Suche nach Veränderungsansätzen!

Werner
 

skyperwoman

Mitglied
Hallo Werner,


könntest Du mir vielleicht sagen wie der Test funktioniert, ich blicke da nicht so wirklich durch, hier steht max. 5 Punkte pro Risikofaktor eintragen z.B, nun weiß ich nicht was ich eingeben soll.

PS: Danke für die Tips und ich hoffe wieder von Dir zu hören.

Mit freundlichen Grüßen Skyperwoman
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Skyperwoman,

der Test beinhaltet einen Spielraum für die persönliche Einschätzung von Risikofaktoren oder Beschwerden - wenn du z.B. selten Fleisch ist, solltest du keine 5 eintragen, sondern vielleicht eine 3. Oder wenn deine Ängste/Depressionen nur ab und zu auftauchen, eine 1 oder 2.

Ich hoffe, das beantwortet deine Frage?

Gruß, Werner
 
Q

*quasi*

Gast
Ooops, auch hier die Zinksache......
Wäre hier ein Vertreter der hochdosierten Vitamin - C- Infusionstherapie, käme wohl ungefähr das Gleiche dabei heraus.
Denk, man läuft vor dem Hintergrund eigenen persönlichen Erlebens Gefahr, die Erkenntnis oder was auch immer zu einem Dogma zu machen und damit in anderen u.U.flasche Hoffnungen zu wecken.
Denn wollte man das alles ausprobieren, was Menschen ihn ihrem Leben erkannt haben......
Hm.
quasimodo
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Ooops, auch hier die Zinksache......
Wie wäre es, Quasimodo, wenn du
a) mal selbst Ideen einbrächtest anstatt auf meiner herumzuhacken
b) dir die Mühe machst, mehrere von meinen Beiträgen zu lesen und zu merken, dass meine Tipps eine enorme Bandbreite haben
c) dich mit dem Thema "Zink", wenn es dich schon beschäftigt, so intensiv auseinandersetzt, dass du beurteilen kannst, ob es relevant ist oder nicht
d) mir keine Unterstellungen unterschiebst - von "Hochdosen" war weder hier noch woanders die Rede. Die Threadschreiberin kann auch zinkreiche Lebensmittel zu sich nehmen.

Dass ich eine gewisse Leidenschaft für ein Thema bzw. fürs Problemlösen an den Tag lege, hängt zum großen Teil damit zusammen, dass mein Vater und mein Bruder Suizid begangen haben weil sie lange depressiv waren und hinterher fand ich heraus, dass es vermutlich "nur" ein Zinkmangel war, den niemand erkannt hat (damals wusste fast niemand was darüber). Ich habe inzwischen von so vielen Leuten positive Feedbacks erhalten, dass ich mir erlaube, eine gewisse "Hoffnung" durchaus machen zu können.

Es wäre schön, von dir mal was Positives und Konstruktives zu hören ...
Werner
 

Mell

Neues Mitglied
Hallo!

Ich bin noch ganz neu hier.

Und ich glaube, ich brauche Hilfe...

Meine Geschichte ist etwas verworren. Ich habe meine Lehre im August 2000 angefangen. Alles war super, alles war gut. Dann wurde mein Chef krank (er hatte nur noch eine Niere, und die wurde dann ersetzt) und alles änderte sich.

Mein alter Chef ging in den Ruhestand und meine Chefin (seine Tochter machte weiter). Soweit war auch alles gut.

Doch dann kam ihr Mann. Er hat mir erstmal gesagt, das ich nach der Lehre nicht übernommen werde.

Okay, na schön. Dann kann ich halt eben meinen Führerschein, den ich zu der Zeit angefangen hatte, nicht zu Ende machen.

1 Jahr nichts gefunden, nix gemacht.

Dann für 3 Jahre im Supermarkt gearbeitet. Es war wirklich eine tolle Zeit, bis mein alter Chef wieder vor mir stand und fragte, ob ich nicht wieder für ihn arbeiten wolle...

(... die restliche Geschichte ist eigentlich zu lang und kann bei Bedarf angefordert werden. ;) )

Naja, jetzt arbeite ich wieder in der Praxis. Und mir geht es nicht gut.

Ehrlich gesagt habe ich seitdem ich wieder da arbeite ein Alkoholproblem (ca. 1 Flasche Wein am Tag) weil ich mich abends beruhigen muss, wenn ich an den nächsten Arbeitstag denke. In diesem Jahr haben 4 Mitarbeiterinnen die Praxis verlassen, eine davon war 30 Jahre da. Und nun bleibt alles an mir kleben.

Ich kann dieses Pensum einfach nicht mehr schaffen. Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.

Ich bin ziemlich verzweifelt. Dazu kommt noch, das ich sehr einsam bin. Ich hatte nie viele Freunde, in der Schule wurde ich auch gemobt. Ich habe eigentlich nur noch zwei Freundinnen. Die eine meldet sich schon ewig nicht mehr, bzw. hat sie immer eine andere Entschuldigung, mich nicht treffen zu müssen. Das tut mir unglaublich weh, ich dachte immer, wir wären die besten Freundinnen.

Die andere will eigentlich nur an mein Geld. Sie bezieht Hartz 4 und ich verdiene ca. 950 € im Monat. Wenn ich etwas unternehmen will (alleine is ja doof) und sie frage, ob sie mitkommt (weil ich ja sonst das besagte ja nicht unternehmen kann) muss ich immer alles für sie bezahlen.

Immer ich.

Mitlerweile haben sich beide schon seit Wochen nicht mehr bei mir gemeldet, was mir sehr weh tut.

Seitdem sitze ich jeden Abend und Wochenende in meinem Zimmer - alleine - und denke darüber nach, was ich eigentlich noch hier will.

Ich fühle mich so alleine. Keiner ist für mich da.

Und so habe ich mich in den Alkohol geflüchtet. Ich weiß, das es nicht richtig ist, aber er gibt mir etwas Halt, wenn auch nur für den Abend.

Vielleicht haben manche hier ähnliche Erfahrungen oder Tipps für mich.

Bitte helft mir, ich weiß nicht mehr weiter...

LG Mell
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Dann für 3 Jahre im Supermarkt gearbeitet. Es war wirklich eine tolle Zeit,

Naja, jetzt arbeite ich wieder in der Praxis. Und mir geht es nicht gut.
Hallo Mell,
ich finde es gut, dass du die Verantwortung dafür übernimmst, wie dein Leben verlaufen ist und es nicht auf andere schiebst. Du hast ja Erfahrung damit, wie du dein Leben ändern kannst und welche Entscheidungen welche Ergebnisse bringen können. Dass es schwer fällt, eine Stelle oder sogar einen Ort zu verlassen, kann ich verstehen aber die Alkohol AG gibt dir weder einen guten Job noch ein soziales Netzwerk. Kannst du wieder zurück in den Supermarkt?
Gruß, Werner
 

Mell

Neues Mitglied
Hallo Mell,
ich finde es gut, dass du die Verantwortung dafür übernimmst, wie dein Leben verlaufen ist und es nicht auf andere schiebst. Du hast ja Erfahrung damit, wie du dein Leben ändern kannst und welche Entscheidungen welche Ergebnisse bringen können. Dass es schwer fällt, eine Stelle oder sogar einen Ort zu verlassen, kann ich verstehen aber die Alkohol AG gibt dir weder einen guten Job noch ein soziales Netzwerk. Kannst du wieder zurück in den Supermarkt?
Gruß, Werner
Lieber Werner,

ka, ich könnte jederzeit wieder zurück in den Supermarkt. Mein alter Chef fragt sogar jedes Mal, wenn ich ihn sehe, ob ich nicht "endlich wieder" für ihn arbeiten möchte.

Heute war der Arbeitstag eigentlich ganz o.K. Der Chef hat zwar heute hier und da wieder gemeckert, aber mittlerweile geht das von dem einem Ohr zum anderen.

Aber, wie gesagt: Ich fühle mich so leer. Ich weiß auch schon garnicht mehr, wann ich das letzte Mal so richtig zufrieden und glücklich war. Das es mir richtig gut ging.

Ich weiß, das nervt etwas, aber ich weiß, das ich vielleicht hier die Hilfe hinden kann, die ich schon so lange suche...

Danke, Werner, deine Worte haben mich wirkliich aufgebaut! :bussi:

Ich weiß, das ich nicht alleine bin...
 

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