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Suizid - unerfüllbarer Wunsch

T

the great escape

Gast
Wie gerne würde ich meinem Leben ein Ende setzen. Mich endlich befreien von meinen immer wiederkehrenden, selbstbemitleidenden und -zerstörenden Gedanken.
Ich schreibe nicht um Hilfe und Tips zu bekommen. Schon oft schrieb ich meine Gedanken anderen Personen nieder. Ich weiß sehr wohl um die angebotene Hilfsbereitschaft, die mir daraufhin entgegenkam. Darüber war ich immer sehr dankbar! Doch sie konnten nicht helfen, meine Probleme, die ich mit mir selbst hatte und habe, zu ändern bzw. sie aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Warum schreibe ich dann? Will ich Mitleid? Vermutlich. Schlecht, ich weiß.
Ich texte hier aus Langeweile. Eigentlich sollte ich mit Freunden ausgehen, oder zumindest am Schreibtisch sitzen und lernen. Aber ich bin kein bißchen motiviert. Zu nichts. Nicht mal zum essen. Vielleicht hilft es wieder, mir ein wenig Zeit zu nehmen, zu reflektieren, nachzudenken und passende Worte für die Umstände zu finden und diese aufzuschreiben. Das tat es schon öfter.
Keine Frage, ich leide an Depressionen. Wem (dem äußeren Anschein nach) mir nichts dir nichts mitten in der Öffentlichkeit die Tränen in die Augen schießen, der hat auf jeden Fall die falschen Gedanken. Wenn ich mich in diesen, wie ich es sage, mit mir selbst unterhalte, erhalte ich breite Zustimmung. Seit Jahren und m.M. nach immer mehr. (Ach was, das ist der Grund für meine Depression:))
Warum ist das so? Warum ändert sich das nicht? Was muss, soll, kann ich tun?
Niemand kann mir diese Fragen beantworten. Sie erscheinen mir mittlerweile wie verzweifelte Fragen, gar Hilferufe, die ich gen Himmel schicke. (Muss ich erst Sonntag morgens in die Kirche...?)
Immer wieder schlafe ich ein, wache wieder auf, in der Hoffnung es wird sich schon alles erübrigen, von ganz alleine.
Ich wünschte, und das ist wohl mein allerschwerster Brocken den ich im Herzen trage, ich hätte jemanden, jemanden Besonderes, das perfekte Gegenüber, mit der ich über alles reden kann. Jemanden der mir hilft mein Selbstbewusstsein aufzurichten und der ich es zu verdanken habe keinen Trübsal mehr zu blasen...
Es macht mich fertig! Wielange schon sitze ich hier alleine, Tag um Tag, Jahr für Jahr vergeht...
Nur an guten Tagen ist diese Einsamkeit zu ertragen. Doch wehe es ist einer schlechter. (Wo sind die Antidepressiva???)
Ich kann nicht glücklich werden, ohne diese, meine innersten Sehnsüchte, darunter auch der des Geschlechtsverkehrs, erfüllt zu haben. Eine gefühlvolle Umarmung, ein liebevoller Kuss, die Wärme und Nähe eines anderen Menschen; die LIEBE eines anderen Menschen - daran nicht teilhaben zu dürfen, ist ein so unvorstellbar großer Schmerz...
Da bleibt es nicht aus an seiner Menschlichkeit (und Männlichkeit) zu zweifeln.
Dabei gibt es eigentlich keinen Grund sich zu beschweren. Ich lasse niemanden wissen wie es mir tatsächlich geht und versuche mir nichts anmerken zu lassen. Das klappt auch ganz gut, denn ich kann trotz meiner Misere lachen und witzig sein anstelle ständig bedröppelt drein zu schaun. Auch kann ich durchaus ein Interesse des anderen Geschlechts feststellen, nur wenn ich es nicht schaffe, jemanden an mich ran zu lassen, bringt mir das auch nichts.
Gibt´s hier irgendwo ´ne Anleitung???

Im Grunde genommen habe ich schon längst beschlossen,...
Aber ich kann momentan nicht. Was würde ich meiner Familie damit antun?! Meine Mutter würde das nicht verkraften. Sie ist zu sensibel und mit solch einem Vorhaben würde ich ihre bzw. die Existenz meiner Eltern bedrohen, da sie beide selbständig sind.
Habe schon überlegt ihnen davon zu erzählen, aber davor habe ich Angst. Soll ich ihnen sagen das dies die richtige Entscheidung (für mich) ist; ihnen mögliche Selbstschuldzuweisungen im vornherein abnehmen?

Oh man! Als ob das Leben nicht schon ungerecht genug wäre, man kann sich noch nicht mal in Ruhe...
 

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Serafina

Aktives Mitglied
Es ist keine unabänderliche Tatsache, wenn du depressiv bist.

Lies das Buch von Dr. Joseph Murphy - Die Macht Ihres Unterbewusstseins

Glaub mir damit kann sich dein ganzes Leben ändern. Denn Erkenntnis bringt Heilung..

Viel Glück
 

sorgenvoll

Mitglied
Hallo the great escape,
das was du da schreibst wieder spricht sich etwas....
Ich glaube du bist nur einsam was ich allerdings nicht nachvollziehen
kann,denn es gibt sehr viele Frauen und Männer die sich so einen Partner
wünschen.
Jetzt komm bitte nicht und sag dich will keiner weil du weder reich noch gut aussiehst...
es kommt auf die inneren Werte an und die sind bei dir am rechten Platz
denn sonst würdest du nicht deinen schlauen Kopp zum rauchen bringen und dir Gedanken um deine Eltern machen,was sie zu deinen Gedanken sagen...
Aber weisst du,solange du nicht mit ihnen darüber redest wirst du nie erfahren wie sie darüber denken.
Und deinen unerfüllten Wünsch Suizid zubegehen den hat wahrscheinlich jeder mal und LEIDER setzten viel zu viele ihren Wunsch in die Tat um(wie die beste Freundin(17j) meine Tochter) aber es gibt auch viel die verwerfen diesen und kämpfen dagegen an.
So und zu welcher Gruppe gehöhrst du??
Denke bitte einmal darüber nach..
 
T

the great escape

Gast
Es ist keine unabänderliche Tatsache, wenn du depressiv bist.
Lies das Buch von Dr. Joseph Murphy - Die Macht Ihres Unterbewusstseins
Glaub mir damit kann sich dein ganzes Leben ändern. Denn Erkenntnis bringt Heilung..
Viel Glück
Hallo,

danke für den Hinweis. Es freut mich für dich, das dein Leben in bessere, positivere Bahnen gelenkt wurde. Das Buch steht in meinem Regal. Habe es so um die vier bis fünf mal gelesen. Ist allerdings schon was her.
Ich war ebenfalls begeistert und muss zugeben, dass es mir in vielen Situationen geholfen hat und mich eine Zeit lang "euphorisch" durch´s Leben hat spazieren lassen.
Kritisch sehe ich jedoch so manch aufgeführtes Beispiel. (Der verlorene Arm als Ersatz für das wiedergenesene Augenlicht der Tochter...) M.E. teilweise nicht glaubhaft.
Einen Rollstuhlfahrer bekommt man durch positives Denken wohl nicht wieder zum laufen.
Wie gesagt, für kleinere Dinge durchaus hilfreich.
ABER: Was mir während meiner allabendlichen Suggestion von Zeit zu Zeit immer öfter in den Kopf schoss: Warum bitte schön muss ich dafür "betteln" ein glückliches Leben führen zu dürfen? Es gibt Menschen, die sind glücklich ohne dieses Buch zu kennen.
Zwischenzeitlich dachte ich, das Buch hätte mir nur mehr geschadet als geholfen.
Manche Texte habe ich noch im Kopf, haben sich eingebrannt, als ich sie immer und immer wieder vor mich hin murmelte. Doch haben sie nach trotz langer Zeit keine Veränderungen hervorgerufen. Man kann jetzt spekulieren woran es lag. Fehlende oder besser gesagt schwindene Überzeugung oder oder...



Hallo the great escape,
das was du da schreibst wieder spricht sich etwas....
Ich glaube du bist nur einsam was ich allerdings nicht nachvollziehen
kann,denn es gibt sehr viele Frauen und Männer die sich so einen Partner
wünschen.
Jetzt komm bitte nicht und sag dich will keiner weil du weder reich noch gut aussiehst...
es kommt auf die inneren Werte an und die sind bei dir am rechten Platz
denn sonst würdest du nicht deinen schlauen Kopp zum rauchen bringen und dir Gedanken um deine Eltern machen,was sie zu deinen Gedanken sagen...
Hi,

ich versteh nicht ganz. Natürlich bin ich einsam. Um nicht zu sagen der einsamste Mensch der Welt was gebundene Liebesbeziehungen angeht. Richtig, sehr viele Menschen wünschen sich jemanden an ihrer Seite. Aber genau da liegt ja mein Problem. Ich weiß nicht wer die Richtige ist. Ich kann dir viele Frauen zeigen, mit der ich mir vorstellen kann zusammen zu sein. Es mir bei der einen oder anderen sogar durchaus wünsche. Aber sehne ich mich da nicht einfach nur nach Zweisamkeit? Das ist doch keine wahre Liebe wenn es nur darum geht jemanden zu haben. Verstehst du mein Problem? Am liebsten hätte ich SIE auf dem Silbertablett serviert. Ich möchte eine kennenlernen und mir muss bewusst sein, das ist die Richtige!
Und auf diesen Tag warte ich (innerlich) so verzweifelt. Denn ich kann und will nicht noch länger darauf warten müssen!


Aber weisst du,solange du nicht mit ihnen darüber redest wirst du nie erfahren wie sie darüber denken.
Und deinen unerfüllten Wünsch Suizid zubegehen den hat wahrscheinlich jeder mal und LEIDER setzten viel zu viele ihren Wunsch in die Tat um(wie die beste Freundin(17j) meine Tochter) aber es gibt auch viel die verwerfen diesen und kämpfen dagegen an.
So und zu welcher Gruppe gehöhrst du??
Denke bitte einmal darüber nach..
Mmh, es ist nicht so, das ich ein 16 oder 17 jähriger, pubertärisch rebellischer Junge bin, der im Moment einfach nur so eine Art "Phase" durchmacht. Um ehrlich zu sein, bin ich jetzt Mitte zwanzig und habe diesen Wunsch nach Suizid seit meinem 16./17. Lebensjahr.
Immer unterschiedlich stark ausgeprägt, aber er war und ist ein ständiger Begleiter.
Dazu kommen andauernd "emotionale Tiefschläge" die einfach nicht sein müssen.

Meine Eltern bekommen vorerst nichts mitgeteilt. Ist einfach ein falscher Zeitpunkt. Aber wenn, begeistert würden sie nicht sein. Die Situation ist auch viel zu unwirklich als das ich mir sie vorstellen könnte.

Also abwarten...bis zum nächsten Zusammenbruch...

Eine gute Nacht.
 

sorgenvoll

Mitglied
Sry aber was verstehst du denn da nicht?
Ich habe das Gefühl,dass du nur zu Hause sitzt und dich dort einsam in eine Ecke setzt.
Ich sage nicht,dass du kein Problem hast,im Gegenteil du schreist nach Hilfe aber wenn man dir einen Tipp gibt dann schmetterst du ihn gleich mit irgendwelchen Sprüchen ab...
Wach endlich auf,das Leben ist kein Wunschkonzert,jeder muss dazu betragen,dass es eins in seinem Sinne wird...
Geh raus,unter Leute und sitz nicht wie ein Mauerblümchen fest verankert in der Bude.
Was ich auch nicht ganz verstehe ist, dass du es ja wohl noch nicht einmal versucht hast mit deinen Eltern zu reden,es sind deine Eltern,deine Mutter hat dich 10 Monate in sich getragen und dann sagst du,keiner der beiden würden dich verstehen.....
Hallo,meinst du nicht,dass deine Eltern schon längst gemerkt haben, dass etwas mit dir nicht stimmt???
 

Germ

Aktives Mitglied
the great escape postete:

Zwischenzeitlich dachte ich, das Buch hätte mir nur mehr geschadet
als geholfen.
Manche Texte habe ich noch im Kopf, haben sich eingebrannt, als ich sie
immer und immer wieder vor mich hin murmelte. Doch haben sie nach trotz
langer Zeit keine Veränderungen hervorgerufen. Man kann jetzt spekulieren
woran es lag. Fehlende oder besser gesagt schwindene Überzeugung oder
oder...
Lebenskunst-Bücher bringen dich offensichtlich nicht weiter, also
vergess es !
Was dich weiterbringt, ist das Lernen durch Vorbild einer
lebendigen Person. Im Normalfall sind das die Eltern, wobei ich
zugeben muss, solches ist geschlechtsabhängig, dh. Mädchen
haben als Vorbild oft ihre Mutter, Jungens leider nicht den Vater,
sondern beispielsweise irgendwelche Video-Helden. Das dieses
schief gehen muss, liegt auf der Hand und bedarf kaum einer
Erläuterung dazu. Eine spürbare Verbesserung deiner Situation,
falls du sie auch wirklich erwünschst, gibt es nur in der
Auseinandersetzung und Nachahmung durch eine lebendige
Person, die du jetzt suchen muss. Die Suche nach einer Frau
ist illusorisch, solange du selber mit dir nicht klar gekommen bist,
was übrigens auch deine Sichtweise zur Sexualtiät betrifft.
"Leider" bist du schon etwas älter, so dass sich hier nur über
sehr große Anstrengungen Versäumtes aus deiner Kindheit nachholen lässt.
Der entscheidende Punkt für dich ist nicht die theoretische
Auseinandersetzung primär in deinem Kopf, was deine Situation betrifft,
sondern der direkte personalisierte Kontakt mit gesunden, dem Leben
aufgeschlossenen Menschen.
Hier liegt der Schlüssel zur Lösung deiner Probleme und NUR hier und
nicht in Lebenskunst-Büchern und ähnlichem Psycho-Quark.

Wenn du darauf Bock haben solltest, kommen wir ins vertiefte
Gespräch hier im Forum.

Mit freundlichem Gruß

Aller-Herzlichst

Germ
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

Depressionen sind an sich relativ leicht zu behandeln...damit würden die pathologischen (= krankheitsbedingten) Selbstmordgedanken recht rasch verschwinden. Es ist natürlich harte Therapiearbeit dazu erforderlich. Einfacher ist es natürlich weiter da zu hocken und nix zu tun...aber damit wirst du nicht weiter kommen. Du wirst dich da grundlegend entscheiden müssen ein normales erwachsenen Verantwortungsbewusstsein dir selbst ggü zu zeigen und etwas für dich zu TUN oder aber halt nicht...

Allein Bücher lesen bringt natürlich nicht viel...es ist schon konkretere Arbeit an dir erforderlich...Therapien, dein Leben soweit umgestalten, dass du nicht mehr so leicht akut wirst, viel Sport etc.

Ein Arbeitskollege von mir war schwerstdepressiv und er hat über 20 Jahre gebraucht um Einsicht zu zeigen und ist dann im Durchmarsch innerhalb von 2 Jahren Therapie so gut wie gesund geworden, auf jeden Fall seit ca. 8 Jahren dauerstabil...Im Nachhinein ärgert er sich natürlich solange Zeit damit verschwendet zu haben sich beschissen zu fühlen, in Kliniken zu landen, Drehtürpatient gewesen zu sein...er hat viele Fehler gemacht, die Therapie immer wieder abgebrochen, Medis falsch eingenommen (abrupt abgesetzt und wieder akut geworden oder aber selber überdosiert etc) etc...und kann von Glück reden, dass er sich damit seine Hirnchemie nicht dauerhaft kaputt gemacht hat und mit Dauerschaden vor sich hinbrubbelnd und sabbernd in der geschlossenen Psychiatrie zu hocken...

Vermeide diese Fehler, "doce" rechtzeitig an, d.h. nimm rechtzeitig kontinuierliche fachärztliche Hilfe an. Ratsam ist bei Akutzustand zunächst 6-8 Wochen stationäre Behandlung, danach teilstationär und dann für längere Zeit ambulant eine psychiatrisch-medikamentöse und psychotherapeutische Therapie.
Damit hättest du eine reelle Chance deine Depressionen dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Du solltest zu viel Internet- und TV-Konsum meiden und viele reale Sozialkontakte vor Ort aufbauen und pflegen..Internet isoliert oft mehr...und kann süchtig machen und damit hast du einen weiteren Auslöser für neue akute Depressionsschübe.
Wichtig sind für dich Sport, genügend Bewegung. Mein Arbeitskollege macht Langlauf und stimuliert und stabilisiert so durch die körpereigenen Endorfine (Glückshormone) seine Hirnchemie. Depression ist eine Störung der Hirnchemie, ausgelöst durch vielerlei Dinge: zu wenig Bewegung, Drogenmissbrauch, Einsamkeit, unverarbeitete Traumata, zu viel Stress und ungünstige Stressverarbeitung, Lebensängste, zu wenig Sozialkontakte, etc. etc...etc.Was es genau bei dir ist musst du in Therapie mal mit den Fachärzten rauskriegen und da gucken wo du was in deinem Alltag ändern kannst und solltest um dauerhaft stabil zu bleiben, d.h wegzukommen von den Akutzuständen in denen du mal manisch und mal depressiv bist und dauernd an Selbstmord denkst.

Viel Erfolg bei deiner Genesung!

Tyra

Und immer dran denken: Selbsmord ist der leichtere aber feigere Weg....und gilt nicht! Wähle lieber den etwas mühsameren Weg per Therapie und Arbeit an dir selber zurück ins Leben...es lohnt sich! Du solltest dir diese Mühen einfach wert sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

sorgenvoll

Mitglied
Hallo Hexe75,
da geb ich dir völlig recht mit dem was du schreibst aber wenn der jenige
sich doch lieber im Haus versteckt und auf jeden noch so lieb gemeinten Rat oder Tipp die passende Antwort hat dann kommt es machen so vor als solle man ihm gar nicht "helfen"....
 

Serafina

Aktives Mitglied
Mit Murphy zu arbeiten bedeutet für dich blind an etwas glauben zu müssen, was dir nicht realitätsnah oder logisch erscheint. Es bringt dir deshalb nichts, weil du den grossen Zusammenhang nicht siehst.

Murphy arbeitet mit Suggestionen. Diese funktionieren aber nur, wenn die neue Suggestion stärker ist als die alte.. Verinnerlichen bedeutet visionieren. Dein Gehirn legt eine Datenautobahn an, welche er immer wieder benutzt ( Gewohnheiten) und bewertet nicht, ob sie gut oder schlecht sind. Das Unterbewusstsein führt nur das aus, was das Bewusstsein ständig wiederholt. Das merkt es sich und legt ein Muster fest. Dieses Muster benutzt er ständig. Beispiel am Anfang: Autofahren, später schaltet und bremst man automatisch aufgrund der ständigen Wiederholung.

Wenn man eine Eigenschaft bzw. eine Datenautobahn (Gewohnheit) ändern möchte, erscheint es uns schwer, weil wir eine neue anlegen müssen und nicht wissen wie es funktioniert. Da die neue Datenautobahn ständig ausgebaut werden muss, durch Wiederholung bis sie stärker ist wie die alte.

Wir bleiben nicht beharrlich daran, weil wir daran zweifeln dass wir es schaffen (innerer Schweinehund) zieht uns zurück. Würden wir allerdings, dass neue was wir wünschen uns ständig verinnerlichen und wiederholen, bis es uns wahr erscheint und das Unterbewusstsein es als wahr empfindet, hätten wir zwangsläufig Erfolg.

Die meisten bleiben auf dem Weg dorthin kraftlos liegen. Denn sie kennen genau dieses Schema nicht. Sie müssen glauben, weil sie nicht wissen. Und ihre Zweifel fressen diesen Glauben auf. So arbeitet die Zeit gegen sie nicht für sie.

Logischerweise kann man eine Gewohnheit die man Jahrezehnte praktiziert hat nicht in einem Monat loswerden.. Aber diese Beharrlichkeit, der Erfolgswille scheint in dem Moment diese Barriere fast nicht überwinden zu können. Erkenntnis bringt Heilung bedeutet, wenn man erkannt hat, dass wenn man beharrlich genug ist, alles erreichen kann, wird es leichter.

So wie sieht es nun aus...?
 
T

the great escape

Gast
Hallo Hexe75,
da geb ich dir völlig recht mit dem was du schreibst aber wenn der jenige
sich doch lieber im Haus versteckt und auf jeden noch so lieb gemeinten Rat oder Tipp die passende Antwort hat dann kommt es machen so vor als solle man ihm gar nicht "helfen"....
Klar, dass sowas kommen musste...

Hallo Sorgenvoll,

bitte beruhige dich doch und mache dir nicht so viele Sorgen :)
Du machst dir ein falsches Bild von mir! Keineswegs hocke ich nur zu Hause in der Bude und starre auf den Bildschirm oder in die Bildröhre. Ganz im Gegenteil. Ich habe viele Freunde mit denen ich was unternehme. Wir sind oft unterwegs und starten die verschiedensten Aktionen. Ich mache regelmäßig Sport, was, wie bereits erwähnt wurde, wirklich hilft den Kopf frei zu kriegen. Eine Empfehlung an alle die mit Depressionen zu kämpfen haben!
Außerdem habe ich durch mein Studium einen ausgefüllten Tagesablauf.
Es ist ja nicht so das ich dauer-deprimiert bin. Es gibt Tage, da bin ich die Fröhlichkeit in Person. Dann lache ich viel und gerne. Keine Spur von Depressionen. Ob ich gut drauf bin, hängt aber oft von äußeren Einflüssen ab. Habe ich mal einen schlechten Tag oder erfahre eine für mich zwischenmenschlich unschöne Situation, dann steigere ich mich rein...und dann erst ist´s die Hölle.


Was ich auch nicht ganz verstehe ist, dass du es ja wohl noch nicht einmal versucht hast mit deinen Eltern zu reden,es sind deine Eltern,deine Mutter hat dich 10 Monate in sich getragen und dann sagst du,keiner der beiden würden dich verstehen.....
Hallo,meinst du nicht,dass deine Eltern schon längst gemerkt haben, dass etwas mit dir nicht stimmt???
Ich sage nicht das meine Eltern mich nicht verstehen würden. Du kennst das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern nicht. Es ist keine offene Beziehung in der man über alles spricht. Klar würden sie sagen ich könne, egal was ist, immer zu ihnen kommen. Aber erstens ist das nie gesagt worden und zweitens auch noch nie passiert. Und ganz ehrlich: Ich kann mit meinen Eltern nicht offen reden. In ihrer Gegenwart bin ich einfach eine ganz andere Person. Mit Sicherheit verberge ich meine Probleme vor ihnen gerade zu grandios.


Der entscheidende Punkt für dich ist nicht die theoretische
Auseinandersetzung primär in deinem Kopf, was deine Situation betrifft,
sondern der direkte personalisierte Kontakt mit gesunden, dem Leben
aufgeschlossenen Menschen.
Hier liegt der Schlüssel zur Lösung deiner Probleme und NUR hier und
nicht in Lebenskunst-Büchern und ähnlichem Psycho-Quark.
Und was für Menschen sind das dann???


@Tyra
Auch an dich: Herzlichen Dank für die Genesungswünsche!
Eine fachärzliche Behandlung habe ich doch tatsächlich schon hinter mir. Eine mehrmonatige Gesprächstherapie. Irgendwie war das aber ein Griff ins Klo. Die Chemie muss ja auch stimmen. Jedoch hatte ich eher das Gefühl das mich meine damalige Therapeutin garnicht richtig verstanden hat. Gut aufgehoben gefühlt habe ich mich zumindest nicht.
Für mich ist es wahnsinnig schwer, meine Gefühls- und Gedankenwelt in Worte zu fassen. Das ist wohl Gift für jeden Therapeuten.

Hi Hexe,

freut mich dass es dir gut geht!
habe mir deinen Thread durchgelesen. In der Tat lassen sich Parallelen ziehen. Über Jahre hinweg niemanden an sich ran lassen und sich hinter einer Fassade verstecken. Auch ich wurde damals (in der Schule) menschlich schwer entäuscht. Das sehe ich heute als den Auslöser an. Neue Bekanntschaften einzugehen fällt mir unheimlich schwer.
Nun, du schreibst von deinen Erfahrungen und wie du jetzt, nach deinem Selbstmordversuch über das alles denkst. Du freust dich wieder des Lebens. Das ist gut. Aber um zu der Erkenntnis zu kommen, musstest du erst diesen Versuch hinter dich bringen. Ich gebe dir natürlich Recht mit dem was du über das Leben schreibst. Dennoch ist das (leider) nicht ausreichend, dass ich selber ein Stück in diese Gedanken-Richtung komme.


@Serafina
Wie kann ich erreichen, dass mir die Suggestionen, gerade abends im Bett, nicht als "Last" vorkommen? Ich meine, denken ist doch nun mal nicht anstrengend. Hatte aber damals oft das Problem das ich schlichtweg keinen Bock mehr auf diese Einflüsterung hatte.
Vielleicht werde ich das Buch noch mal lesen. Ein Versuch ist es Wert...
 

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