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Süchtig nach Selbstbefriedigung?

J

jibjib

Gast
Hallo,
ich bin männlich, 26. Ich glaube ich onaniere zu viel und habe eine ungesunde Einstellung dazu. Ich denke ich onaniere durchschnittlich 3 mal am Tag, also 21 mal in der Woche. Alles hat im Studium angefangen. Ich habe unter Stress ca 10 Stunden gelernt und habe dabei etwa 1 mal pro Stunde onaniert, um den Stress zu verringern. Seitdem ist es ein zwanghafter Reflex, wenn ich unter Stress stehe (und allein bin natürlich). Ich denke einfach wenn ich was zu tun habe jetzt immer: "Du könntest dich viel besser konzentrieren, wenn du die sexuellen Gedanken aus deinem Kopf vertreibst." Und das mache ich durch Onanieren.

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass 5 mal in der Woche zu onanieren nicht schlimm sei. Aber bei mir ist es halt viel öfter. Letztens habe ich versucht nicht mehr zu onanieren und habe das zwei Wochen etwa durchgezogen. Ich habe geglaubt, dass ich es mir so abtrainieren kann. Aber ich konnte dadurch schlecht einschlafen und als ich den Versuch aufgegeben habe, habe ich in 2 Tagen fast 20 mal onaniert. Sport funktioniert auch nicht als Ablenkung. Ich lauf schon alle 2 Tage 8km. Oder ist das alles gar nicht so schlimm? Ich habe über das Thema noch nie mit jemandem ERNSTHAFT geredet.

Ich weiß, dass das Thema eine gewisse Komik hat, aber ich glaube, das ganze hat in Verbindung mit dem hohen Pornokonsum meine Psyche verändert. Ich habe das Gefühl, dass ich im Vergleich zu den Menschen, die ohne Internet aufgewachsen sind, in puncto Sexualität ein kranker, abgestumpfter Mensch bin und ich glaube, dass die Zukunft zeigen wird, dass die vermutlich vorhandenen Massen von Menschen wie mir sich negativ auf die Gesellschaft auswirken werden.

Ich hätte auch gerne mal eine Beziehung, aber ich habe das Gefühl, dass die Selbstbefriedigung meinen Drang mal auf eine Frau zuzugehen verringert. Ich bin auch nicht gerade der Traummann, aber ich habe in meinem ganzen Leben noch nie einer Frau gezeigt, dass sie mir gefällt und auf mich ist auch noch nie eine Frau zugegangen. Wenn mir eine Frau gefällt, was in diesem Hot-Pants-Sommer häufiger vorkommt, gehe ich nach Hause und ...
 

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Wandel

Aktives Mitglied
Hey jibjib,

Rate mal: Du liegst mit allen Vermutungen genau richtig. Ich bin auch Student und genau wie du auch in die Pornofalle gefallen. Was will man auch, von überall hört man dass es angeblich gesund sei blablabla. Bullshit! Wenn man mit fundamentalen Kräften wie der Sexualität spielt dann bleibt das nie ohne Konsequenzen...

http://yourbrainonporn.com/ ist genau die Anlaufstelle für dich. Da kannst du alles wissenschaftlich dokumentiert nachlesen. Einfach gesagt haben Pornos auf das Gehirn etwa die gleiche Wirkung wie Heroin.. jedenfalls konnte zwischen Heroinkonsumenten und Pornokonsumenten kein Unterschied festgestellt werden. Das ist schon bedenklich. Umso besser dass du dich selbst beobachtet hast.

Ich bin jetzt 23 und ich habe seit ich etwa 12 bin Pornos konsumiert. Erst jetzt merke ich wie grundlegend Pornos meine Wahrnehmung verändert hatten. Mir war einfach gesagt alles Scheissegal. Mein ganzes Leben. A la: Solange ich Pornos habe ist alles in Ordnung. Und obwohl ich es schon weit gebracht habe, ich habe es nie getan weil ein Funke da war, ein inneres Feuer. Das kannte ich nur als Kind. Pornos haben diesen Funken erstickt.

Wissenschaftlich ist die Lage auch eindeutig. Denn Pornos zerstören das Dopaminzentrum, das die Motivation regelt. Steht alles auf der Seite ^^.

Nun habe ich aufgehört, bzw. ich versuche es. Manchmal falle ich wieder zurück. Es ist wirklich nicht so einfach. Denn man muss Pornos wieder umtauschen gegen alles, was man ursprünglich durch Pornos ignorieren konnte. Vor allem der Stress macht sich bemerkbar. Und die Einsamkeit. Ich habe viele gute Freunde, eine nette Familie aber ich fühle mich trotzdem einsam. Die Einsamkeit geht erst weg wenn ich mit einer Single-Frau quatschen kann. Dann kehrt das ganze Leben zurück und ich weiss warum ich aufgehört habe. Und man verliebt sich auch wieder. Ich weiss nicht ob das möglich ist unter Pornoeinfluss. Doch ich habe es nie gespürt bis ich aufgehört habe.. Und damit ist auch der Lebensfunke wieder da. Und eine Erkenntnis, die ich sehr wertvoll finde: Gehe vorsichtig mit deiner Sexualität um. Nahrung stillt Hunger, Wasser stillt Durst, doch was stillt den Trieb nach Leben? Die Antwort ist doch eigentlich eindeutig: Sex! Also bleibt vom Leben nicht viel übrig wenn man diesen 10mal am tag stillt. Der Mensch ist ein Tier. Aber leider genug kompliziert dass er die Kapazität hat, seine Natur zu verleugnen..

Also mach dich auf etwas gefasst, wenn du aufhörst. Da kommt einiges auf dich zu. Vor allem aber das ganze Leben :)
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, jibjib,

der Mensch tut was er tut, weil er dazu motiviert ist. Viele Ziele im Leben sind nur erreichbar, wenn "wir" ausreichend motiviert sind, die erforderlichen Schritte einzuleiten und zu gehen. Dies betrifft auch die Partnersuche und Findung.

Ein Orgasmus signalisiert "du hast Dein Ziel erreicht". Das Gehirn schüttet dann Neurotranmitter aus, die den Menschen ruhig und gelassen machen. Nicht nur der Trieb wird für eine Weile beruhigt, sondern auch die Motivation wichtige Schritte zu tun, wird behindert, geht gegen Null. Wenn Du Dich befriedigt hast, gibt es (für Dein Gehirn) erstmal keinen Grund, sich für ein ggf. anspruchsvolles Ziel anzustrengen. Du willst ggf. danach relaxen, schlafen....
aber sicher nicht eine wichtige Aufgabe angehen, Dich anstrengen.

Masturbation mag für die Geschlechtsorgane gesund sein, für die Motivation ist es Gift. Sich per Internet oder Filmchen anzuregen ist der erste Schritt in die falsche Richtung. Du belastest Dein Gehirn und regst es an, genau das Falsche zu tun. Du bist motiviert, Dich zu befriedigen, aber nicht Deine Aufgaben zu erledigen oder Probleme zu lösen. Es gibt Aufgaben oder Probleme, für die der Aufbau einer riesen großen Motivation zwingend erforderlich ist. Für manche Aufgaben benötigt man einen wochenlangen Anlauf. Eine 5 Minuten Motivation reicht für viele Aufgaben einfach nicht aus. Olympiasportler trainieren 4 Jahre lang, um ihr Ziel zu erreichen.

Du erkennst hoffentlich, wie ernst die Lage für Dich ist. Je schwerer Du Dich tust, einen gesunden stressfreien Kontakt zum anderen Geschlecht aufzubauen, je mehr steht Dir Masturbation dabei zusätzlich im Wege.

Eine Enthaltsamkeit für wenige Wochen ist vermutlich nicht ausreichend. Du bist trainiert, mit einem falschen Verhalten Deine Gefühle zu befriedigen. Deine Gefühle sind sozusagen maßlos verwöhnt. Und es sind langsam die Gefühle, die die Steuerung Deiner Handlungen übernommen haben, nicht dein Verstand.

Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren Du Dich schon selbst befriedigst. Du kannst also nicht hoffen, dass Du ein jahrelanges falsches Training mit 2-3 Wochen umdrehen kannst. Du wirst daher nicht Drumherum kommen, über eine bedeutend längere Periode absolute Selbstdisziplin zu üben. Dein Gehirn muß sozusagen umprogrammiert werden...

Und mal ganz nebenbei: Ist es nicht so, dass durch Konsum pornographischer Bilder und Filme die Frauen, die Du siehst, zunehmend von Dir nur noch als Sexobjekt betrachtet werden? Es mag Frauen geben, die genau das auch darstellen wollen. Aber eines sollte auch klar sein: Eine langfristige glückliche Beziehung wird mit diesen Frauen nicht möglich sein.

Und wenn Du alle Frauen nur durch eine pornographische Brille siehst, reduzierst Du Deine eigene Beziehungsfähigkeit und übersiehst die Frauen, die beziehungsfähig sind. Und solltest Du mal das Glück haben, eine beziehungsfähige Frau kennenzulernen, so wird die Sache spätestens dann "in die Hose" gehen, wenn sie merkt, dass sie für Dich nur ein Sexobjekt ist.

Es gibt also aus meiner Sicht mehrere Gründe, mit aller Kraft Selbstdisziplin zu üben.... und das solange, bis Masturbation bei Dir kein Thema mehr ist. Mein Tipp: Fang damit noch heute an!

Alles Gute, viel Erfolg,
Nordrheiner
 

TomTurbo

Aktives Mitglied
Ich habe mal irgendwo gelesen, dass 5 mal in der Woche zu onanieren nicht schlimm sei.
Man kann Sexsucht nicht unbedingt an der Anzahl festmachen. Relevant scheint mir
- dass du einen Leidensdruck hast
- dass du dein Verhalten nicht kontrollieren kannst.

Ein paar Ideen:
* Gib dir selber Regeln. z.B. "zwei mal am Tag". Das ist leichter durchzuhalten wie komplette Abszinenz. Du lernst dadurch, dein Verhalten zu kontrollieren. Du lernst wie schön es ist, seinen Trieben nicht ausgeliefert zu sein sondern im eigenen Leben bestimmen zu können.
* Lass die Pornos weg. Pornos sind für dich wie Benzin für einen Brandherd.
* Gib dir positive Gedanken. Also nicht "Ich darf das jetzt nicht" sondern. "Es ist schön, Herr über sein eigenes Verhalten zu sein"

Viel Glück!
 
G

Gast

Gast
Wenn du nichts zum Poppen hast oder jemals hattest, dann ist es doch ganz normal, verstärkt zu masturbieren.
Es entspannt und tröstet.
Trotzdem würde ich mal versuchen, eine Freundin zu finden.
Einfach, um den Unterschied zu erleben.
 

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