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Suche nach Gleichgesinnten, die eine emotionale instabile PS haben

ADHSlerin96

Neues Mitglied
:) Huhuuuu :)

Geht es jemandem ähnlich? Freue mich über einen Austausch! ADHS, Emotionale Instabile PS, histrionische PS

ich habe mich ganz neu hier angemeldet, da ich echt am verzweifeln bin da mich mit meinen Verhaltensmustern einfach keiner versteht. Ich bin auf der suche nach gleichgesinnten die ähnliche Probleme/Verhaltensmuster mit mir teilen weil ich denke dass das mal ganz gut tut mit jemanden zu sprechen, der das genauso kennt. Jetzt kommen gleich Symptome, wo ich keine anderen kenne die mich da verstehen, ist leider viel Text.

Mittlerweile kann ich sehr gut selbst reflektieren, aber die Umsetzung ist schwererer als schwer.
Ich weiße seit mehr als 10 Jahren (bin 24) immer die selben Verhaltensmuster auf:

- emotional abhängig von einer Bezugsperson (BP), die nicht unbedingt ein fester Partner sein muss. Ich will bei der Bezugsperson im Mittelpunkt stehen und wichtig sein, will aber selber eig. Frei sein. (ich verstehe auch dass meine Gedanken und mein Verhalten nicht in Ordnung ist und dass ich keinen Menschen besitzen kann) und ich habe auch Freunde und Hobbys womit ich mich ohne meine BP beschäftigen kann und die Zeit auch so genieße.
- Die Vorstellung eine Beziehung zu führen ist gaaaaanz weit entfernt. Wenn ich bei einer gesunden monogamen Bez. erlebe wie die miteinander umgehen können, ist das für mich unvorstellbar. Wie kann man denn sein Partner alleine wo lassen, ohne zu wissen wann die Person wiederkommt? Ich würde das auch sooo gerne können aber meine körperlichen Symptome sind eindeutig und da hilft mir Entgegengesetztes Handeln und denken leider auch nicht viel erfahrungsgemäß.
- ich brauche immer einen Termin wann man sich wieder sieht, bevor ich von der BP nach hause gehe. Sonst habe ich Angst das sie sich nicht mehr meldet, iwas passiert, das treffen zu lange dauert etc.
- Sobald die BP mich 1 min warten lässt fange ich innerlich an zu rasen, habe angst das was passiert sein könnte und hinterfrage warum die Person zu spät ist.
- Ich mache mir super schnell sorgen wenn die BP nicht reagiert (je nachdem wo sie gerade ist)
- meine BP ist zum Großteil sehr zuverlässig, es gab mal paar ausnahmen in fast 3 Jahren, was ich mir leider stark merke und selbst bei einem Fixen Treff Termin schon ein paar stunden davor extrem unruhig werde und der BP schreiben muss, um sicherzugehen dass wenn sie Antwortet das dann alles gut ist.
- Schreiben oder auf eine Nachricht warten ist bei mir mit meiner BP nicht möglich, da ich dann dauerhaft unter innerer Unruhe etc. leide, da ich besorgt bin dass noch eine negative Nachricht kommen könnte und die ich beim warten auf eine Nachricht diese Ungewissheit nicht ertragen kann. -Es muss immer alles gleich fix geklärt sein, das nichts ungewisses im Raum steht. Auch wenn ich diese Person kenne und fast nur positive Erfahrung gemacht habe, mein Hirn und Körper veräppelt mich
- ich kann meine PB nur alleine sehen, mit anderen fühle ich mich direkt ausgegrenzt
- BP will mich ein paar Tage nicht sehen, ich drehe durch. Ich hyperventiliere, weine stark, denke an SVV, Negative Glaubenssätze etc.
- wenn sie ohne mich was cooles macht, frage ich gleich warum war ich nicht dabei, bin ich nicht wichtig genug? Aber selber kann ich was mit meinen Freunden machen und auch ohne die BP spaß haben.
- sobald Freunde der BP dabei sind und ich keine Aufmerksamkeit bekomme, fährt die Anspannung hoch und ich werde seltsam, sehr impulsiv, fange an zu zittern, und neige zur Selbstverletzung. Daher kann ich nie was mit meiner BP und deren Freunden gemeinsam machen, was natürlich auf Dauer echt doof ist.
- Angst, nicht mehr "Im Mittelpunkt" zu stehen.
- Akzeptieren fällt mir allgemein schwer, erst muss der Grund hinterfragt werden. Wieso, weshalb, warum?
- BP will mich eine Woche nicht sehen, da wir uns jetzt schon häufig gesehen haben. Unter freunden ist das eig. ganz normal, aber ich drehe dann durch da ich nicht verstehe warum die BP mich eine Woche nicht sehen will, was ist an mir so schlimm, dass man mich eine Woche nicht sehen will? (Als Antwort kommt dann, wir sind nur Freunde, da muss das normal sein und man muss es akzeptieren, wir sehen uns oft genug, eine Woche ist doch nicht lange u. ä.) Ich hinterfrage aber immer alles und rutsche extrem in die negativen Glaubenssätze ab. Ich fühle mich dann wertlos und drohe mit SVV, Suizid und sage ohne mich bist du eh besser dran. (Mittlerweile habe ich das Suizid drohen und SVV besser im Griff, da ich mir über die negativen Auswirkungen sehr bewusst bin, aber meine Impulsivität ist extrem und meine Gedanken rasen, innere Unruhe habe ich sowieso on top, Appetitslosigkeit, kein Fokus auf andere Dinge da Tunnelblick und hohe Anspannung und der ganze Spaß.)
- BP ist mal kurz am Handy, ich spüre schon wies in mir hoch fährt. Kontrolle macht sich in mir groß, was macht sie am Handy, was hat sie bestellt, wer schreibt und was scheiben die? (Entgegengesetzt denken tue ich sehr viel, habe auch gute gegen Argumente aber meine Körperhinweise und meine Negativen "aber" Sätze machen mich ganz kirre.
- ich merke selber wie nervig ich bin und wie anstrengend meine Fragereien sind. Selbst ein fixes treffen muss noch 5 mal von mir ausgesprochen werden, nicht dass die BP das vergisst. (Obwohl meine BP mich meist auch gleich in den Kalender reinschreibt)
- extreme Angst, verlassen zu werden und wieder einsam zu sein. Ausgrenzung spüre ich dann ganz extrem und die Emotionen werden so intensiv, das ich mir trotz erlernten Skills nicht vorstellen kann, lernen zu können diese Verhaltensmuster zu ändern.

Will euch nicht voll spamen, das waren ein paar Beispiele von meinen Verhaltensmustern. Wenn es jemanden ähnlich geht oder ihr Erfahrung auch als außenstehender habt, gerne her mit mit den Nachrichten! Gerne auch Privat!
Danke! :)
 
Zuletzt bearbeitet:

SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

klingt wirklich sehr schlimm und ich bin schockiert! Es ist dir hoffentlich bewusst, dass "die BP" ebenfalls ein fühlendes, eigenständiges Lebewesen ist und sich nicht das gesamte Universum um deine Person dreht? Arme BP! Das nur mal als Denkanstoß.

Hoffentlich findest du regen Austausch!

LG,
SFX
 

ADHSlerin96

Neues Mitglied
Hallo,

klingt wirklich sehr schlimm und ich bin schockiert! Es ist dir hoffentlich bewusst, dass "die BP" ebenfalls ein fühlendes, eigenständiges Lebewesen ist und sich nicht das gesamte Universum um deine Person dreht? Arme BP! Das nur mal als Denkanstoß.

Hoffentlich findest du regen Austausch!

LG,
SFX
Ja ich bin dem sehr bewusst, ich rede auch offen mit der BP darüber und weiß das meine ganzen Verhaltensweisen nicht in Ordnung sind, daher suche ich auch nach Austausch!
Danke!
 
D

Die Katze

Gast
Eine solche Fixierung deutet auf erlernte Verhaltensweisen aus der Kindheit hin.
Ich zb. wurde regelrecht von meiner Mutter darauf abgerichtet "von einer Person abhängig zu sein"

Hatte ich es je gewagt, etwas ohne sie entdecken und erfahren zu wollen, wurde ich mit Schuldgefühlen, Anschweigen, theatralischen Heulattacken so wie einem Bombardement an Vorwürfen bestraft. Ich hätte sie ausgesaugt, eine Zeit und Energieverschwendung, ich hätte ohne sie nichts erreicht, ohne sie würde ich doch vor die Hunde gehen usw.

Dies hat/hatte zu Folge, dass ich das Verhalten meiner BP ebenfalls stark auf mich bezog und starke Verlassensängste entwickelte.
 
G

Gelöscht 120235

Gast
Hallo ADHSlerin96

zunächst empfinde ich es für sehr wichtig und hilfreich , dass Du Dich selbst reflektieren willst und kannst. Das ist kein "zuspamen"!
Andererseits verstehe ich Dein Problem und lese auch die Wünsche, die in Dir sind. Wie schön wäre es doch, wenn wir einfach einen Schalter in uns umlegen könnten- und schwupps sind wir ganz anders als zuvor.
Ok, es gibt keine Schalter diesbezüglich, aber Regler und ich vergleiche sie mit Schiebereglern z.B. bei einer Stereoanlage zum Regulieren der Lautstärke. Da kann nicht von "ganz leise" sofort auf "ganz laut" geschaltet werden. Dazwischen ist ein Weg mit vielen einzelnen Stufen zurückzulegen. Säuseln, ganz leise, leise, etwas lauter... u.s.w..
So ist es auch mit Deinem Weg. Am Ende steht das Ziel--> Deine Wünsche, Träume, so, wie Du schon heute sein möchtest, aber noch nicht bist.
Ich schreibe es Dir ehrlich: Es ist ein längerer Weg dahin. Wie lang er ist, bestimmst Du allein aus Dir heraus.
Vielleicht irre ich mich ja, aber dieses hilfreiche Forum kann diesen Weg nicht mit Dir gehen.
Daher empfehle ich Dir, Dich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Wo Du eine, Deinem Wohnort nahe gelegene ADHS - Gruppe findest, kannst Di hier:
erfahren.

Gruß von Odysseus
 

wieimmer

Mitglied
Huhu :) Private Nachrichten gehen bei dir nicht, evtl. musst du die erst freigeben.

Ich kenne zumindest das Muster, das du beschreibst... häufig hat dieses Gefühls- und Verhaltensmuster entweder mit (vergessenen) Erfahrungen aus der Kindheit zu tun, die für einen selbst traumatisierend war und durch die man dieses Muster zur Kompensation entwickelt hat, oder man reagiert mit diesem muster unbewusst auf verdrängte Erfahrungen/Traumatisierungen im System der Eltern (indirekt können evtl. auch frühere Vorfahren eine Rolle spielen).

Gerade wenn es um existentielle Ängste oder Todesängste geht (wie du sie ohne die BP empfindest), die sich reational nicht erklären lassen, ist das in der Regel ein Hinweis auf die frühe Kindheit: Stell dir unsere Welt vor einigen Generationen vor. Dort hatte ein Kind, das von seinen Eltern übersehen oder vergessen wurde, kaum eine Überlebenschance. (Um die Bedeutung dieser Aussage zu zeigen: Ein Kind, das vergessen wurde, hatte auch eine geringere Überlebenschance als ein Kind, das von seinen Eltern regelmäßig misshandelt, dafür aber wahrgenommen wurde.) Dieses intuitive Wissen hat sich tief in unseren Genen festgesetzt. Und da bei einem kleinen Kind das Gehirn und das Bewusstsein noch nicht richtig entwickelt sind, ist der einzige Weg, wie dieses intuitive Wissen das Verhalten und damit die Überlebenschance des Kindes steigern konnte der Weg über das Unterbewusstsein, über die Emotionen die das Kind wahrnimmt und die sein Verhalten steuern. Und entsprechend dieser Gefühle und Emotionen entwickelt das Kind dann Verhaltensmuster, die ihm die maximal mögliche Aufmerksamkeit seiner Eltern einbringen. Oder anders gesagt: Die in der langen Geschichte der Menschheit seine Überlebenschancen maximiert haben. Das ist der tiefere Sinn und der Ursprung von Verhaltensmustern, die zum einen durch Emotionen geprägt sind (nicht durch das Bewusstsein und den Verstand), und die zum anderen mit starken Existenzängsten bzw. Todesängsten einhergehen. Die eine Art "Echo" aus der früheren kindlichen Entwicklung sind, wo das Übersehenwerden tatsächlich eine lebensgefährliche Situation darstellte. Und wo ein Teil der Seele auf dieser Entwicklungsstufe zurückgeblieben ist und sich nicht weiterentwickeln konnte... also nicht erkennen kann, dass man inzwischen für sich selbst sorgen kann und der Aufmerksamkeitsverlust kein Todesurteil (mehr) ist.

Manchmal rutschen Kinder aber auch in die verdrängten Emotionen und Themen ihrer Eltern hinein, ohne dass diese konkret etwas mit den Kindern selbst zu tun haben. Aber durch diese "Resonanz" bekommen Kinder eine tiefere emotionale Nähe zu ihren Eltern, und durch Verhaltensmuster, die die Eltern mit deren "wunden Punkten" konfrontieren, auch wenn nur unbewusst, werden die Kinder intensiver von ihren Eltern wahrgenommen. Dadurch "vererben" sich unverarbeitete Themen und Traumata auf einer emotionalen, nicht-genetischen Weise auf die nachkommende Generation...

Sich einzugestehen, dass man von seinen Eltern nicht genug Aufmerksamkeit bekommen hat, ist übrigens kein abwertendes Urteil gegenüber den eigenen Eltern: Viele Eltern sind durch ihre eigenen Probleme einfach so überlastet, dass sie schlichtweg nicht dazu in der Lage sind, ihren Kindern die Aufmerksamkeit zu geben, die diese eigentlich brauchen würden. Ohne dass ein böser Wille dahinter steht. Was dann aber dazu führt, dass das Kind leidet, in manchen Fällen unter den beschriebenen Todesängsten. Das sind einfach traurige Situationen... und wenn man sich das eingestehen kann, ohne die andere Seite (die Eltern) zum Sündenbock zu machen, kann das auch dabei helfen, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen, darüber zu trauern, und sich nach und nach von der Vergangenheit und den damit verbundenen Ängsten/Emotionen zu lösen.

Mit diesen Zusammenhängen könntest du dich beschäftigen und versuchen, daran zu arbeiten. Entweder ob es in deinem eigenen Leben Erfahrungen gibt, die deine Gefühlsmuster ausgelöst haben könnten - z.B. dass du als kleines Kind einmal irgendwo vergessen worden oder "verloren gegangen" bist - oder ob deine Eltern ähnliche Erfahrungen gemacht haben, die du emotional/unbewusst von ihnen übernommen hast. Therapeuten können dabei zwar unterstützen (falls du einen guten findest), aber die Motivation, an diesem Thema zu arbeiten, muss von dir selbst ausgehen. Falls du dir einen Therapeuten suchst, könnte es von Vorteil sein, wenn er Erfahrungen mit Systemischen Aufstellungen / Familienstellen hat.

Falls du für Heilpraktiker bzw. alternative Methoden offen bist, kann ich dir auch Behandlungsmethode empfehlen, die bei emotionalen Ängsten und Blockaden unterstützend helfen kann... AD(H)S wird soweit ich mich erinnere explizit als Themengebiet für die Methode mit angegeben. Falls du nähere Infos dazu möchtest (Info-Webseite inkl. Therapeutenverzeichnis), meld dich gern per Privatnachricht... möchte hier keine öffentliche Werbung machen.

Viele Grüße und alles Gute!
 

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