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Studiumabbruch - Die Befreiung

hilfe22

Mitglied
Ich habe mir die ganzen Threads hier noch nicht durchgelesen, aber eines würde ich mittlerweile fast als pauschale Wahrheit durchgehen lassen:

Ein Studium ist eine überflüssige Quälerei. Man kann sich alles auch selbst beibringen mittels Internet, Büchern und persönlichen Kontakten. Die Vorlesungen bremsen nur. Außer man hat Glück mit den Dozenten.

Das Studium siebt lediglich Gute und weniger Gute voneinander aus. So ist auch kein Wunder, dass Studierte später mehr verdienen. Nur ist dafür kausal eben nicht das Studium verantwortlich. Wer das Studium überlebt, hätte sein hohes Gehalt auch ohne Studium erreicht, wenn er sich ein wenig vortbildet. Wer ohne Studium aber mit persönlichen Anstrengungen kein hohes Gehalt erreicht, würde auch mit Studium nicht oder nicht besonders viel mehr Geld verdienen. Meine persönliche Meinung mal dazu.

Der Studiumabbruch kann wie eine Befreiung sein. Endlich Frei! So war es bei mir.

Natürlich gibt es aber Berufe, wo man sich durchbeißen muss. Als richtiger Arzt wird man ohne Studium nicht arbeiten dürfen. Viele andere Berufe gehen auch ohne Studium. Dann lieber self-learning oder meinetwegen Ausbildung.
 

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LadyTania

Aktives Mitglied
Ich finde es sehr fragwürdig, ob man ohne Studium wirklich gute Chancen hat einen Job zu finden. In den meisten Studiengängen wird das nicht gehen, weil man einfach den Nachweis braucht.

Ich gebe dir aber Recht. Die meisten Dozenten lesen einfach nur vor - Vorlesung eben :D Ich habe das Glück nicht zu den Vorlesungen zu müssen. Ich studiere Jura und lerne nur Zuhause. Und ich lerne intensiver, schneller und effizienter.

Schön, dass du einen guten Weg für dich gefunden hast :)
 

Bierdeckel111

Aktives Mitglied
Endlich lese ich hier mal jemanden der auch einen Hass auf das Bildungssystem hat statt diesem in den A**** zu kriechen. Ich habe auch eine miese Bildungskarriere hinter mir. Wenn du von mir mehr wissen willst, kannst du ja meine ganzen Threads hier lesen. Kurz gefasst ich bin 4x in der Schule sitzen geblieben und habe 3 Studienjahre in den Sand gesetzt. Selbst wenn ich in der Fh, wo ich als letztes war den Bachelor bekommen hätte oder gar den Master hätte es mich kaum intelligenter oder wissender gemacht. Entweder kannte ich den ganzen Stoff schon von der Schule oder ich brauchte den nie wieder.

Statt etwas sinnvolles im Wirtschaftsstudium zu lernen wie z.B. wie mach ich eine ordentliche Steuererklärung oder wie kann ich gut wirtschaften um mit wenig Geld im Leben was zu machen lernte ich eine Fremdsprache die kaum jemand auf der Welt spricht, in Englisch machte ich Bewerbungen (das in der FH!!) oder wir lernten was über Marketing was kein Schwein interessiert hat und keiner braucht/brauchen wird. Im Endeffekt bin ich in diesen Saftladen nur gegangen wegen den Abschluss (Bachelor) und nicht als Freude am Studium und am Lernen. Das kann natürlich nicht gut gehen und noch dazu kam, dass die Fh auch mit unfairen mitteln kämpfte.

Sogesehen war das Scheitern vorprogrammiert und ich konnte die Exmatrikulation nur hinauszögern jedoch nicht aufhalten. Ich denke mir mir könnte man locker den Master in Wirtschaft geben. Mit meiner Bildungsvergangenheit hätte ich den sowieso längst verdient. Ob ich da jetzt eine Nischensprache mehr kann und unnötigen Englisch und Wirtschaftsstoff beherrsche oder nicht ist doch auch egal. Kein Schwein interessierts. Desweiteren habe ich in maximal 10 Jahren sowieso 90 % des Fh Stoffes vergessen. Wenn mich heute jemand über meine erste Prüfung was fragt die ich vor 2 Jahren mit einer Note 2 absolviert habe könnte ich noch genausoviel wie meine Zimmerwand darüber sagen xD. Außerdem würde ich jetzt auch keinen gefährden selbst wenn ich den Master einfach so bekommen würde. Ist ja keine Pilotenausbildung oder Ingeneurstudium oder so.
 

hilfe22

Mitglied
@Biddi

Damit es nicht falsch verstanden wird. Ich bin kein Freund davon, rumzugammeln, nachts mit Freunden um die Häuser zu ziehen und zu den sogenannten Bildungsfernen schichten zu gehören. Ich halte sehr viel von Bildung. Ohne etwas Bildung wird man im Beruf keineswegs weiter kommen. Ich habe nur Zweifel, dass das Studium für die meisten dafür die richtige Lösung ist. So etwas wie ein Fernstudium könnte ich mir noch vorstellen. Oder das Lernen mittels aufgezeichneten Vorlesungen auf YouTube. So habe ich mich teilweise auf Klausuren vorbereitet.

Was man im Beruf mindestens braucht, ist ein Grundverständis für den Markt. Was braucht der Kunde, was braucht der Vorgesetzte. Sei es Fleiß, Ehrlichkeit, Weitblick, Verständis fürs Kundenprojekt,...

Man hat es mir aus dem Informatikstudium erzählt: Für jenen Teilbereich des Studiums, der sich mit dem Programmieren oder dem Verfassen von Algorithmen beschäftigt, brauchst du kein Studium, sondern Gehirnschmalz. Man muss experimentieren. Es ist ein kreativer Prozess, bis man die Herangehensweise versteht.

Man hat es mir aus einem Studium im Bereich Elektronik erzählt: Im Studium lernst du wohl, wie du Schaltnetze berechnest. Wie du Bausteine exakt dimensioniert ausrechnen willst. Aber wie du eine komplette Schaltung vom Scratch aufbaust, das lernst du nicht im Studium, sondern das musst du dir mühsam durch Gehirnschmalz erarbeiten, bis du die Herangehensweise verstehst. Es ist ein kreativer Prozess. Das Studium hilft dir aber selbstverständlich dabei, das Vorgehen noch etwas zu verbessern.

Man hat es mir aus dem Bereich der Chemie erzählt: Liebe Studenten, vergesst erst einmal alles, was ihr zunächst in Chemie von eurer Schule gelernt habt!

Man hat es mir aus der Medizin erzählt: Im späteren Leben wird oft nur noch Alltagswissen angewendet. Zur Recherche dient ein Informationssystem in Wikipedia-Art zur Verfügung, welches aber exklusiv nur studierten Ärzten zur Verfügung steht.

Ich bin gegen das Studium. Andere sind für das Studium. Aber die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte und ein Patentrezept gibt es nicht. Aber eines ist sicher. Mit Bildung und fundiertem Wissen kommt man weiter!
 

Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Einer meiner Professoren pflegte zu sagen: "Wir sind hier doch nicht in der Schule. Wenn Sie studieren wollen, dann tun Sie das doch. Dazu benötigen Sie keine Professoren sondern nur eine geöffnete Bibliothek."

Das Studium macht i.d.R. aus dem Schüler einen Studenten, der sich eigenständig um die Mehrung seines Wissens und Könnens kümmert.

Da gebe ich Dir und dem Professor recht. Nur - wer sagt Dir denn, ob Dein Studium erfolgreich zu einem erforderlichen Wissen und Können führte? Da sind wieder Prüfungen wichtig und dafür wieder ist die Uni gut.
Ohne Uni besteht nun mal das latente Risiko der Selbsttäuschung.

Wenn Du ohne Uni studieren willst, sehe ich darin allgemein keinen Nachteil. Wenn Du jedoch ohne Prüfungen zu bestehen Dein Wissen in die Praxis umsetzen willst, dann steht jeder Arbeitgeber vor der Frage: "Wie kann ich erkennen, dass der nette Bewerber auch das Wissen und Können hat, was ich verlange?"

Wenn Du ohne Uni prima studieren kannst, dann kannst Du auch an der Uni eingeschrieben bleiben und Deine Prüfungen absolvieren, Dir so Dein Wissen bestätigen lassen. Wo Du es her hast, ist tatsächlich zweitrangig.

Hast du Angst vor Prüfungen?

LG, Nordrheiner
 

Bierdeckel111

Aktives Mitglied
Eine Bezahlung die noch bis in die 90er selbstverständlich war egal bei welchem Beruf. Eine Bezahlung wo man seine regelmäßigen warmen Mahlzeiten auf dem Tisch hat, ein Auto hat, 1x Urlaub im Jahr, das Haus regelmäßig abbezahlt und damit eine Familie ernähren kann ohne, dass die Frau ebenfalls Vollzeit arbeiten gehen muss und das Kind abgeschoben werden muss damit jemand auf das Kind aufpassen kann. Mit Ausbildungsberufen verdient man heutzutage nunmal schlecht, dass mit Zeitarbeitsfirmen zusätzlich nochmal begünstigt wird. Ich sage so. Früher verdiente man als Akademiker übermäßig viel und Ausbildungsberufe angemessen. Heutzutage verdienen Akademiker angemessen und Ausbildungsberufe unterdurchschnittlich schlecht, weil sich u.a. auch alles extrem verteuert hatte und die Verdienste trotzdem kaum gestiegen sind. Hier gibt es ja genug Threads von z.B. einem Verkäufer der nur 1,1k oder so netto im Monat hat. Was will man da heute noch damit anfangen?
 

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