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Studium, Sucht, Prostitution

Fisimatenten

Neues Mitglied
Hallo,

ich denke hier passt mein Beitrag mit der griffigen Überschrift am besten. Der Grund wieso ich hier schreibe ist das Bedürfnis einiges anonym auszusprechen und ein wenig darüber zu reden.

Ich selbst bin 23 Jahre alt und arbeite seit fast 2 Jahren als Escort/Prostituierte um eine Drogensucht zu finanzieren. Währenddessen hatte ich zeitweise ein Studium aber das hat sich mittlerweile auch erledigt. Wie es überhaupt mit meiner Sucht angefangen hat möchte ich im Detail nicht erklären, weil ich nicht angefangen habe um seelische Probleme zu kompensieren sondern ich einfach simpel und dumm mit diversen Einstiegsdrogen experimentiert habe. Mit der Zeit kamen diverse andere Sachen hinzu und ich habe mich in einer Sucht wiedergefunden. Nichts lebensbedrohliches oder was mir gesundheitlich zusetzt aber genug um mich psychisch zu ruinieren und abhängig zu halten. Anfangs habe ich es durch schnorren und BAFÖG finanziert bis mir die Idee kam es durch Prostitution zu finanzieren. Durch mein Alter und weil ich in einer größeren Stadt lebe hat dies finanziell sehr gut funktioniert. Ich brauche kein BAFÖG mehr und kann gleichzeitig "so viel nehmen wie ich möchte". Weshalb ich das ganze auch bis heute mache. Mein Job selbst ekelt mich extrem an. Um das ganze auszuhalten mische ich mir meistens diverse Amphetamine davor und wenn es besonders "eklig war" im Nachhinein Schlaftabletten oder ich fange an zu trinken. Beschweren möchte ich mich aber nicht. Ich habe ja dieses Leben selbst gewählt.

Mein Studium selbst habe ich nach 3 Semester Basisstudium abgebrochen bzw. hat man mich raugeschmissen/exmatrikuliert. Meiner Mutter selbst habe ich das noch nicht erzählt und ich weiß auch ehrlich gesagt noch nicht wie ich damit umgehen soll. Da ich immer seltener anwesend an der Uni war habe ich auch kaum Kontakt mehr mit meinem ursprünglichen Freundeskreis. Ich halte mich mittlerweile auch nicht mehr für sozialverträglich, da ich häufig den Faden verliere, Paranoia entwickle und allein von der Mimik mich wohl bei aufmerksamen Leuten als Drogensüchtige entlarve. Mein aktueller sozialer Kreis besteht aus meiner Mutter und lose aus anderen Frauen in meinem Alter die als Prostituierte arbeiten und süchtig sind.

Soweit weiß ich gerade nicht weiter oder hätte noch etwas hinzuzufügen. Ich habe wenig Ahnung wie ich weiter machen soll bzw. wie ich meine Entwicklung mal meiner Mutter erklären möchte. Das ich einen Entzug machen sollte ist klar aber auch nicht einfach. Ich bin da gespalten einmal bin noch im normalen Leben wo ich mir Gedanken um mein eigenes Wohlergehen/meine Zukunft mache und dann bin ich in der Welt zwischen Nutte sein und high werden. Wenn ich in der letzteren Phase bin mache ich mir über so etwas keine Gedanken oder streube mich extrem davor.

Vielen dank soweit an alle die meinen Beitrag lesen werden. Bei Bedarf werde ich ihn noch korrigieren und ergänzen.
 
Zuletzt bearbeitet:

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Eva

Aktives Mitglied
Puh, sehr ehrlicher Bericht. Da ich noch nie Drogen genommen habe, hat mich das wirklich betroffen gemacht. Auch dein "Job", der dir gar nicht gefällt.

habe mich in einer Sucht wiedergefunden. Nichts lebensbedrohliches oder was mir gesundheitlich zusetzt
Nun ja, später schreibst du ...

Paranoia entwickle und allein von der Mimik mich wohl bei aufmerksamen Leuten als Drogensüchtige entlarve.
Ich kann dir wirklich nur raten, dich an entsprechende Stellen zu wenden. Um so länger du süchtig bist, umso schwerer der Ausstieg.

Alles Liebe!
 

Fisimatenten

Neues Mitglied
Puh, sehr ehrlicher Bericht. Da ich noch nie Drogen genommen habe, hat mich das wirklich betroffen gemacht. Auch dein "Job", der dir gar nicht gefällt.



Nun ja, später schreibst du ...



Ich kann dir wirklich nur raten, dich an entsprechende Stellen zu wenden. Um so länger du süchtig bist, umso schwerer der Ausstieg.

Alles Liebe!
Danke für deine Rückmeldung! :)
Ich habe hier vergessen zwischen "physischer Gesundheit" und "psychischer Gesundheit" zu differenzieren. Rein körperlich bin ich absolut auf der Höhe aber mein Geist dreht natürlich mittlerweile durch. Das macht die Sache nicht besser aber ermöglicht mir weiterhin ein normales Leben zu führen.
 
G

Gelöscht 118888

Gast
Da hilft wohl nur suchttherapie bzw. Entzug.

Danach eventuell die Region wechseln um nicht auf alte Bekannte oder ggf. Freier zu treffen und einen Neuanfang versuchen.

So wie ich gehört hab sind da aber auch die Wartezeiten auf einen Therapie Platz recht lang.

Wäre nur meine Empfehlung. Was du dann daraus machst musst du selbst wissen.
Du bist 23. Mach dich nicht weiter physisch kaputt mit Drogen und mental mit Männern die dich benutzen.
Auch wenn das Geld gut ist sind die Nebenwirkung sowas nicht wert.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Es ist nicht jede/r fürs Studium gemacht.
Wenn du es gut findest, dich zu prostituieren - wo ist das Problem?
Du musst deiner Mutter nicht vorlügen, weiterhin zu studieren. Sag ihr, du hast eine Arbeit gefunden.
Hast du ja irgendwie auch.
Ich lese in deinen Zeilen keinen Ausstiegswunsch.
Falls der doch mal kommen sollte, kannst du dich hierhin wenden:
 

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