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Strompreise - rauf für Verbraucher - runter für Unternehmen (Gesetz der BuRegierung)

M

Manuel+

Gast
Die Strompreise steigen im nächsten Jahr wieder. Knapp 0, 75 Cent pro Kilowattstunde müssen mehr bezahlt werden.

Der Grund dafür liegt darin, dass die Bundesregierung die stromintensiven Betriebe fast vollständig von den Netzgebühren befreit hat, um sie "im internationalen Wettbewerb zu schützen".

Nach dem Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftlicher Vorschriften vom vergangenen Juli werden Industrieunternehmen und Stromsonderkunden um insgesamt 1,1 Milliarden Euro entlastet.

Die großen Verbraucher werden also gefördert. Gerade die könnten eigentlich auf besonders effektive Weise ihren Stromverbrauch durch diverse Maßnahmen drosseln.

Ist das korrekt, dass man dem kleinen Mann in die Tasche greift und die Großverbraucher finanziell entlastet?

Mehr zum Thema: Keine Energielobby für die Verbraucher, 10:05: WDR 5

Diese ca. elfminütige AudioDatei läßt sich per Klick starten.
 

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juka

Aktives Mitglied
Tja was soll man dazu noch sagen. Ich guck mich derzeit nach nem billigeren Anbieter um, aber die Auswahl der "brauchbaren" Tarife ist nicht wirklich groß.

Jedes Jahr wird man mit so vielen Kostensteigerungen konfrontiert, dass man schon müde davon geworden ist sich aufzuregen. Aber bald gibts ja ne Steuerentlastung in Höhe von ~10€ pro Jahr. Damit wird sicher alles gut. :rolleyes:
 
I

Ich bin es, der .....

Gast
Ist das korrekt, dass man dem kleinen Mann in die Tasche greift und die Großverbraucher finanziell entlastet?
Ist es.

Der allgemeine Konsens in Deutschland ist, dass man aus der Atomenergie aussteigen will. Erneuerbare Energie müssen zurzeit noch mit Subventionen am leben gehalten und ausgebaut werden, z.B. die Umlage durch das EEG oder der Netzausbau.

Deutschland hat aber viele Betriebe, mit Millionen an Arbeitsplätzen, die energieintensiv sind. Da der Rest der Welt aber nicht aus der Atomenergie aussteigt, nicht mal nur die EU, wäre es ein großer Wettbewerbsnachteil für die deutsche Wirtschaft, die den Menschen in diesem Land die Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, wenn man die Steigerung zu 100 Prozent auch auf die Betriebe umlegen würde.

Nun kann man sagen, dass das alles nicht "gerecht" ist und die Steigerung auch auf die Betriebe umlegen. Doch das würde Hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Oder man arrangiert sich damit, dass etwas nicht "gerecht" ist, zahlt die paar Euro im Monat mehr, hält aber dafür Arbeitsplätze in diesem Land.
 
B

Blackjack

Gast
Deutschland hat aber viele Betriebe, mit Millionen an Arbeitsplätzen, die energieintensiv sind. Da der Rest der Welt aber nicht aus der Atomenergie aussteigt, nicht mal nur die EU, wäre es ein großer Wettbewerbsnachteil für die deutsche Wirtschaft, die den Menschen in diesem Land die Arbeitsplätze zur Verfügung stellt, wenn man die Steigerung zu 100 Prozent auch auf die Betriebe umlegen würde.

Nun kann man sagen, dass das alles nicht "gerecht" ist und die Steigerung auch auf die Betriebe umlegen. Doch das würde Hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Oder man arrangiert sich damit, dass etwas nicht "gerecht" ist, zahlt die paar Euro im Monat mehr, hält aber dafür Arbeitsplätze in diesem Land.
Das alte Märchen vom Arbeitsplatzverlust und das Märchen vom Alleinstellungsmerkmal Deutschlands was erneuerbare Energien betrifft. Man sollte mal aufhören alles ungefragt zu fressen was man hört und liest. Wenn der Bürger mit Mehrkosten belastet wird reduziert das seine Kauf- und Investitionskraft. Was denkst du denn was dann ebenfalls passiert. Bisher war jede Untergangsstimmungsmache nicht nur durch Konzernlobby angeschoben worden, sondern hat sich auch als heiße Luft bewahrheitet.

Wenn für energieintensive Unternehmen der Strom teurer wird, dann schmeißen die nicht die Flinte ins Korn und verabschieden sich vom Markt, sondern investieren in Energieeffizienz. Der einzige Grund warum man sich dagegen wehrt ist die Tatsache das langfristige Nachhaltigkeit weniger Gewinnausschüttung bringt.

Mal ein anderes Thema diesbezüglich. Man hat festgestellt das die Offshore-Windanlagen der großen Konzerne im Gegensatz zu kleinen dezentralen Windenergieanlagen nicht effizient sind und enorme Kosten verursachen. Genau diese ineffiziente Entwicklung wird gefördert durch den Staat. Die Konzerne wollen die zentrale Energiegewinnung weiterhin durchsetzen um ihre oligopolmonopole Marktmacht zu behalten und sich dumm und dusselig zu verdienen.
 
I

Ich bin es, der .....

Gast
Ich bin kein Vertreter der Stromlobby, also lass mich bitte damit in Ruhe.

Es ist keine Propaganda, sondern Fakt, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn die Betriebe Übermaßen an den Kosten des Ausstiegs beteiligt werden. Nicht alle, aber doch einige. Und wenn wir alle 2 oder 3 Euro im Monat mehr zahlen, damit Zehntausende oder gar Hunderttausende Menschen ihren Job behalten, dann ist das in Ordnung.

Wer meint, dieses Land kann ohne echte Industrie leben, der sollte sich die USA anschauen oder Großbritannien.
 
Zuletzt bearbeitet:

juka

Aktives Mitglied
ich bin es meinte:
Es ist keine Propaganda, sondern Fakt, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn die Betriebe Übermaßen an den Kosten des Ausstiegs beteiligt werden. Nicht alle, aber doch einige. Und wenn wir alle 2 oder 3 im Monat mehr zahlen, damit Zehntausende oder gar Hunderttausende Menschen ihren Job behalten, dann ist das in Ordnung
Dieser Ausdruck "die Wettbewerbsfähigkeit erhalten" wird heutzutage, um mal Blackjacks Lieblingswort zu benutzen, sehr inflationär gebraucht. Man pumpt vor Lauter Angst einfach irgendwo Geld rein, in der Hoffnung es wird der Wirtschaft dienlich sein, statt sich über anständige Reformen Gedanken zu machen und die Innovations- und Wandlungsfähigkeit der Unternehmen mal herauszufordern. Was für ne Garantie hast du, dass diese energieintensiven Unternehmen nicht trotzdem Leute entlassen, um ihre "Wettbewerbsfähigkeit" noch weiter zu steigern?
 
B

Blackjack

Gast
Ich bin kein Vertreter der Stromlobby, also lass mich bitte damit in Ruhe.
Das hab ich nicht behauptet. Du glaubst nur den Stuss der von der Stromlobby kommt.

Es ist keine Propaganda, sondern Fakt, dass Arbeitsplätze verloren gehen, wenn die Betriebe Übermaßen an den Kosten des Ausstiegs beteiligt werden. Nicht alle, aber doch einige. Und wenn wir alle 2 oder 3 im Monat mehr zahlen, damit Zehntausende oder gar Hunderttausende Menschen ihren Job behalten, dann ist das in Ordnung.
Wo ist dabei die Logik? Ob die Betriebe belastet werden, dadurch Produkte teuerer und damit der Absatz zurück geht oder der Konsument mehr belastet wird, dadurch an Kaufkraft verliert und auf diese Weise der Absatz zurückgeht macht keinen Unterschied. Du predigst hier Sachen runter die du zwar glaubst, aber nicht darlegen kannst warum.
 
I

Ich bin es, der .....

Gast
Das ist sehr kurzfristig gedacht, weil nicht alle Produkte hier im Land abgesetzt werden, sondern auch im Ausland. Wenn sich diese Produkte verteuern, dann fällt in einem gewissen Maß der Absatz. Oder die Unternehmen sparen die Mehrkosten im Betrieb ein.
 

DevilMagic

Aktives Mitglied
Du kannst es drehen und Wenden wie du möchtest, die Produkte werden zwangsläufig teurer.

Es ist wie von Blackjack beschrieben, die Geldgier der Konzerne tötet unsere Sozialität.
Die Stromverteuerung wäre für die Konzerne nur ein Grund gewesen die Preise sowieso nach oben zu schrauben.

Was im übrigen sind denn energiefressende Produktionsketten? Obst und Gemüseherstellung?

Neeee mal im ernst: Autobau, Stahlproduktion, Stahlverarbeitung usw usw. Das sind alles Konzerne die schon garnichtmehr Wissen wie sie Ihre Milliarden vor dem Deutschen Fiskus verstecken können. Neuerungen und alle Grundlegenden Investitionen werden 1:1 an den Verbraucher weitergeben. Es hieß doch mal man muss Geld investieren um Geld zu verdienen? Die Konzerne investieren ja genügend Geld, nur nicht ihr eigenes. Die Wettbewerbsfähigkeit wird sowieso durch eine schon im Vergleich überdiemensoionale Besteuerung nach unten gedrückt. Für mich klingt das wieder nur nach einen Milliardenschwindel an den sich Politker und irgendwelche Lobbyisten die Nase vergolden lassen.

Ich würde es verbieten lassen alle getigten Investitionen an die Verbraucher weiterzugeben. So würden Konzerne, Banken usw. für ihr handeln mal zur Rechenschaft gezogen. Und wenn die Firmen mit ihrer Haushaltung und Produktion durch den Finanzaufwand nicht mehr Wettbewerbsfähig sind dann müssen sie halt weg! Wo ein Konzrn pleite geht entstehen meistens genügend neue die bessere und innovativere Lösungen schon parat haben! Denn die, die danach kommen müssen sich vorher einen Kopf machen und nicht immer nur im Nachhinein auf Kosten anderer.
 

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