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Sterbehilfe

Salida

Aktives Mitglied
Da das Thema gerade wieder in den Medien aktuell ist, wollte ich mal fragen, was ihr von Sterbehilfe oder Beihilfe zum Selbstmord im Bezug auf nichtheilbare Krankheiten haltet.

Mal angenommen, ein Mann hat einen inoperablen Gehirntumor und man sagt ihm, er hätte noch 6 Monate zu leben. Kurz bevor das Fortschreiten der Krankheit ihn ans Bett fesselt, fährt er in die Schweiz und begeht dort mit Beihilfe Selbstmord.

Ist das dann moralisch verwerflich??

Meiner Meinung nach, sollte jeder Mensch selber darüber entscheiden können, wann und wie er stirbt.

Was sagt ihr dazu?

Lg
 
Zuletzt bearbeitet:
M

mafl

Gast
hallo,
ich finde menschen solten entscheiden wann sie sterben möchten und gerade dann wenn sie tot krank sind.
ich sehe jeden tag wie die menschen im altenheim teilweise nur noch zu gott beten damit er sie holt.
ich weis nicht ob das ein leben ist was ich im alter leben möchte.
mfg mafl
 

Breathless

Mitglied
Ich finde auch, dass menschen für sich selber entscheiden sollen, ob sie sterben wollen oder nicht...aber wenn beispielsweise der tod krnake im koma liegt und selbst nicht entscheiden kann...finde ich schon, dass man nur dann die erhaltungsmaschinen abschalten sollte,wenn es wirklich keine hoffnung mehr gibt.
Ein todkranker leidet nur, es bleibt ihm überlassen ob er stark genug ist um zu kämpfen
 

BadBunny

Mitglied
hallo,
ich sehe jeden tag wie die menschen im altenheim teilweise nur noch zu gott beten damit er sie holt.
mfg mafl

Ja das kann ich nur bestätigen. Ich bin auch für Sterbehilfe. Ich möchte auch nicht unnötig an lebenserhaltenen Maschinen hängen wenn klar ist das ich eh kein würdiges Leben mehr führen kann z.B. nicht mehr eigenständig essen oder atmen. Ich habe auch vor eine ärztliche Verfügung auf zu setzen.

Hat einer von euch so was schon gemacht?
Wie läuft so was ab?

LG Bad Bunny
 
K

Kati28

Gast
Hu schwieriges Thema, im Großen und Ganzen finde ich es auch nicht schön wie manche Menschen leiden müssen, da auch ich in einem Altenheim arbeiten erlebe ich es jeden Tag. Zudem bin ich mir ziemlich sicher das auch bei uns die aktive Sterbehilfe kommen wird.
Auf der anderen Seite stelle ich mir die Frage ob jemand das Recht hat so etwas zu beurteilen :confused: und habe ICH persönlich wirklich das Recht über Leben und Tod zu entscheiden? Auch wenn es um mein Leben geht? Das sind so Grundsatzfragen die ich mir dann stelle. . .

lg Kati
 
I

indochine

Gast
Hey Ihr...

Ich bin absolut für die Sterbehilfe....
Kann das aber erst im nachhinein mit meiner Erfahrung sagen.

Meine Mutter hatte Blutkrebs das geht extrem schnell...Meine Mutter hatte etliche Tumore Notoperation...weil der Krebs die Wirbelsäule angriff. Niemand wusste ob sie von heute auf morgen querschnittgelähmt ist.Das war aber nur der Anfang.Ich konnte meine Mutter noch fragen :Was möchtest Du wenn es ernst wird...soll ich abbrechen oder kämpfen?Meine Mutter sagte damals ich will überleben!!!!Danach wurden ihr Morphium verabreicht mit der zusätzlichen Belastung der Bestrahlung und Chemotherapien war sie nie bei Bewusstsein. Sie konnte sich späer nicht mehr gross erinnern ich war so froh!Einmal haben uns die Aerzte gesagt jetzt wird es eng wir wissen nicht mehr ob ihr Körper das aushält.Ich stand massiv unter Druck entschied damals eiskalt für`s weitermachen.Sie wollte leben!(Wie es in den Angehörigen aussieht...ist ne andere Sache)Es war Ihr Wunsch!

Sie schwebte 2 Monate zwischen Leben und Tod keiner wusste ob sie überlebt . Sie hat überlebt ein absolutes Wunder!! Nach Chemotherapien Bestrahlungen und Op....stiegen Ihre Blutwerte..
Ein halbes Jahr später...wieder Krebs ich hab damals gefühlt....das geht nicht mehr...meine Mutter hat weitergekämpft...Ich hab Sie so bewundert .Sie trotz meiner Gefühle unterstützt...sie hat etliche Chemos gemacht..insgesamt vier Jahre bis zur letztmöglichen.Die schlimmsten Zeiten waren unerträglich...ich hab mit Ihr angefangen darüber zu reden über die Sterbehilfe.ich hab das miterlebt ....wie Ihr Körper kämpfte mein grösster Wunsch war das sie einen ganz sanften Tod hätte...Menschen in solchen Situationen stehen Todesängste durch..sie hatte Angst...der Arzt wies mich darauf hin.(denken sie an die Sterbehilfe).Sie wollte nicht.

Eine Woche nach der letzten Chemo bekamm meiner Mutter eine einfache Grippe...ich wollte mit Ihr ins Spital sie hat sich vehement gewehrt und sagte wenn es morgen nicht besser wird fahren wir hin.Der Druck nichts tun zu können ist enorm.Sie fiel über Nacht in einen halb bewussten Zustand....konnte sich aber bewegen..am morgen alarmierte ich sofort den Notruf...Sie starb und das dauerte 2 Tage sorry ich hab ihr zwar ihren letzten Wunsch erfüllt...
Aber ich hatte nicht das Gefühl das sie nichts mitbekommt auch für Angehörige ist das fast nicht aushaltbar wenn ein Mensch so stirbt..Blut spuckt .....die Organe langsam ausschalten der
hechelde Atem und so weiter.Ich hab sie nach Ihrem Wunsch normal sterben lassen...
Das darf ich es tun.....oder nicht....und nicht mit Ihr reden zu können...das ist schlimm.(Alle haben mir gesagt das darfst Du nicht......ich hätte es getan)


Mit der Erfahrung würde ich jedem raten in dieser Situation Hilfe zu leisten.
In dem Zustand ist es für die Familie ein Hilfe leisten...und ein sanftes Abschied nehmen...wenn man diesem Menschen sanft einschlafen lassen kann wenn alle Angehörigen da sind ich denke das merkt der sterbende Mensch...
Und ich verstehe jeden Menschen der sich entscheidet freiwillig zu gehen..
 
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