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Stellensuche, traue mir keinen Job (mehr) zu.

Lalelu1984

Mitglied
Guten Morgen,

ich habe hier ja vor Kurzem schonmal einen Thread erstellt wegen meines verlogenen und respektlosen Chefs, der mich seit Monaten nur ausnutzt.. klar also, dass ich hier unbedingt weg möchte und mich auch viel bewerbe. Mein "Problem" ist, ich habe durch diese stupide Tätigkeit und durch die Tatsache, dass ich ständig meinen Chef im Nacken habe, der mich null wertschätzt, irgendwie ziemlich an Selbstbewusstsein verloren und "traue" mich oft gar nicht, mich für bestimmte Stellen zu bewerben.

In einer ehemaligen Firma, in der ich gearbeitet habe, wurden quasi ständig Leute für sehr anspruchsvolle Stellen eingestellt, die rein von den Qualifikationen her gar nicht ins Profil passten. Aber auch die haben es irgendwie hinbekommen.

Ich dagegen bewerbe mich "nur" auf Bürojobs, aber sobald dort irgendwas bei den Anforderungen steht, was ich noch nicht gemacht habe, z.B. "Kenntnisse in Programm xy wünschenswert", dann traue ich mir schon nicht zu, dass ich dieses Programm jemals richtig lernen / beherrschen werde.

Dasselbe wenn dabeisteht "sehr gute Office-Kenntnisse". Ich habe das zwar alles mal gelernt und auch in eintägigen Seminaren aufgefrischt, habe jedoch in bisherigen Berufen immer nur mit Word und Outlook gearbeitet und alles andere nie gebraucht. Von daher habe ich auch hier wieder Angst, dass man plötzlich von mir erwartet, komplizierte Excel-Tabellen zu bearbeiten oder anspruchsvolle Präsentationen zu erstellen und sehe dann wieder von einer Bewerbung ab.

Ich male mir teils richtige "Horrorszenarien" aus, dass man mir eine Aufgabe gibt, weil man davon ausgeht, ich könne diese zur Zufriedenheit aller lösen, und letztendlich scheitere ich und man bereut, mich eingestellt zu haben. Gleichzeitig ärgere ich mich wieder über mich selbst, wenn ich werde dieses Jahr 37, habe aber manchmal so starke Selbstzweifel, während andere 18-jährige Schulabgänger, die ja im Grunde noch gar nix "geleistet" haben mit einem riesen Ego durch die Welt laufen.

Durch die Tätigkeit in meinem aktuellen Unternehmen habe ich aus Frust angefangen, ziemlich viel Müll in mich reinzustopfen und habe dadurch 5 Kilo zugenommen. Zwar bin ich immer noch weit entfernt von "fett", trage nach wie vor Größe 38, aber dennoch habe ich immer öfter so Gedanken, dass man mich im Bewerbungsgespräch dadurch unattraktiv und damit für die Stelle als ungeeignet erachten könnte, weil man vielleicht lieber jemand junges, agiles für sein Team möchte.

Kürzlich sah ich z.B. eine Stellenausschreibung von einer Anwaltskanzlei, die eine Bürokraft suchte. Als ich mir die Homepage angeschaut habe, waren dort unter "Team" fast nur super-attraktive junge und sehr schlanke Damen mit Perlweiß-Lächeln auf den Fotos zu sehen und obwohl die Stelle gut zu mir gepasst hätte, habe ich tatsächlich von einer Bewerbung abgesehen, weil ich mir dachte, an die kommst du doch niemals ran, da wirst du dich nicht integrieren können, die werden sicher über dich lästern, weil du im Gegensatz zu denen aussiehst wie eine Tonne, neben denen wirst du komplett untergehen, etc. pp.

Wie kann ich diese negativen Gedanken ablegen? Ich merke einfach extrem, dass mich dieses Denken behindert und ärgere mich dann über mich selbst, dass ich so blöd bin und überhaupt dieses Denken an den Tag lege, aber ich kann auch nicht wirklich was dagegen tun.
 

wt15309

Aktives Mitglied
Guten Morgen,

ich habe hier ja vor Kurzem schonmal einen Thread erstellt wegen meines verlogenen und respektlosen Chefs, der mich seit Monaten nur ausnutzt.. klar also, dass ich hier unbedingt weg möchte und mich auch viel bewerbe. Mein "Problem" ist, ich habe durch diese stupide Tätigkeit und durch die Tatsache, dass ich ständig meinen Chef im Nacken habe, der mich null wertschätzt, irgendwie ziemlich an Selbstbewusstsein verloren und "traue" mich oft gar nicht, mich für bestimmte Stellen zu bewerben.

In einer ehemaligen Firma, in der ich gearbeitet habe, wurden quasi ständig Leute für sehr anspruchsvolle Stellen eingestellt, die rein von den Qualifikationen her gar nicht ins Profil passten. Aber auch die haben es irgendwie hinbekommen.

Ich dagegen bewerbe mich "nur" auf Bürojobs, aber sobald dort irgendwas bei den Anforderungen steht, was ich noch nicht gemacht habe, z.B. "Kenntnisse in Programm xy wünschenswert", dann traue ich mir schon nicht zu, dass ich dieses Programm jemals richtig lernen / beherrschen werde.

Dasselbe wenn dabeisteht "sehr gute Office-Kenntnisse". Ich habe das zwar alles mal gelernt und auch in eintägigen Seminaren aufgefrischt, habe jedoch in bisherigen Berufen immer nur mit Word und Outlook gearbeitet und alles andere nie gebraucht. Von daher habe ich auch hier wieder Angst, dass man plötzlich von mir erwartet, komplizierte Excel-Tabellen zu bearbeiten oder anspruchsvolle Präsentationen zu erstellen und sehe dann wieder von einer Bewerbung ab.

Ich male mir teils richtige "Horrorszenarien" aus, dass man mir eine Aufgabe gibt, weil man davon ausgeht, ich könne diese zur Zufriedenheit aller lösen, und letztendlich scheitere ich und man bereut, mich eingestellt zu haben. Gleichzeitig ärgere ich mich wieder über mich selbst, wenn ich werde dieses Jahr 37, habe aber manchmal so starke Selbstzweifel, während andere 18-jährige Schulabgänger, die ja im Grunde noch gar nix "geleistet" haben mit einem riesen Ego durch die Welt laufen.

Durch die Tätigkeit in meinem aktuellen Unternehmen habe ich aus Frust angefangen, ziemlich viel Müll in mich reinzustopfen und habe dadurch 5 Kilo zugenommen. Zwar bin ich immer noch weit entfernt von "fett", trage nach wie vor Größe 38, aber dennoch habe ich immer öfter so Gedanken, dass man mich im Bewerbungsgespräch dadurch unattraktiv und damit für die Stelle als ungeeignet erachten könnte, weil man vielleicht lieber jemand junges, agiles für sein Team möchte.

Kürzlich sah ich z.B. eine Stellenausschreibung von einer Anwaltskanzlei, die eine Bürokraft suchte. Als ich mir die Homepage angeschaut habe, waren dort unter "Team" fast nur super-attraktive junge und sehr schlanke Damen mit Perlweiß-Lächeln auf den Fotos zu sehen und obwohl die Stelle gut zu mir gepasst hätte, habe ich tatsächlich von einer Bewerbung abgesehen, weil ich mir dachte, an die kommst du doch niemals ran, da wirst du dich nicht integrieren können, die werden sicher über dich lästern, weil du im Gegensatz zu denen aussiehst wie eine Tonne, neben denen wirst du komplett untergehen, etc. pp.

Wie kann ich diese negativen Gedanken ablegen? Ich merke einfach extrem, dass mich dieses Denken behindert und ärgere mich dann über mich selbst, dass ich so blöd bin und überhaupt dieses Denken an den Tag lege, aber ich kann auch nicht wirklich was dagegen tun.
Hallo,
erstmal zu deinen Office-Kanntnissen. Da ist doch gemeint das du mit den Programmen gut umgehen kannst und das kannst du doch - Exel ist ja wichtig. Aber da ist auch nur Diagramm erstellen und evtl. ein paar Daten zu bearbeiten. Und wenn du was nicht kannst gibt es ja auch noch Kollegen die es dir kurz zeigen können.
Zu deinen Körpergewicht - es geht nicht um Kilos. Ich kenne viele Frauen in diesen Job die etwas mehr auf dem Rippen haben - Und???
Dein möglicher Chef will das du gute Arbeit ablieferst und gut ins Team reinpasst - er will keinen Ärger, den hat er nicht anderen Dingen zu genüge.
Dann zu den Bildern auf der Homepage - die sind nicht unbedingt aktuell. Wer sagt dir das diese Bilder nicht schon 15 Jahre alt sind?
Ich gebe dir nur den einen guten Tipp - Bewerbe dich wenn die Stelle zu dir passt - alles andere wirst du später noch genau mitbekommen. Eine Absage ist kein Beinbruch - dann bekommt halt ein anderes Unternehmen die Change dich einzustellen.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
"Kenntnisse im Programm xy sind wünschenswert", aber du musst sie nicht unbedingt mitbringen. Man kann den Umgang mit jedem Programm lernen und die Programme, die bei Bürojobs verwendet werden, sind nicht so kompliziert, dass man sich nicht einarbeiten könnte.
Auch bei den Office Programmen musst du nicht jede Funktion kennen. Man arbeitet eh mehr oder weniger immer mit den gleichen und wenn im neuen Unternehmen andere gebraucht werden, kann dir das jemand zeigen.

Du musst einen neuen Job nicht können, dafür fängst du ja neu an und wirst eingearbeitet.

Lass dich durch die Fotos auf der Webseite nicht irritieren. Die Webseite ist Werbung und Aushängeschild für das Unternehmen und muss einen guten Eindruck vermitteln.
Und ehrlich, mit Kleidergröße 38 wird dich niemand als Tonne bezeichnen! Abgesehen davon weiß da auch niemand, ob du mit deinem Gewicht zufrieden bist, oder nicht. Jung und agil bist du mit 37 immer noch.

Du kannst absolut nichts verlieren, wenn du Bewerbungen schreibst und Vorstellungsgespräch annimmst, sondern höchstens gewinnen. Probier dich da einfach mal aus, schau dir Unternehmen an, frag ggf. nach einem Kennenlerntag, um dir den möglichen neuen Job mal für einen Tag anzuschauen. Dabei bekommst du einen guten Eindruck davon, wie die neuen Kollegen und das neue Arbeitsumfeld währen, du siehst, wie die Leute miteinander umgehen, welches Arbeitsklima herrscht usw.
 

Weltkind

Aktives Mitglied
Ich weiß sehr gut, wie sich diese Selbstzweifel anfühlen und wie sie einen blockieren können.
Übrigens bin eine ganze Ecke älter als Du und starte demnächst in einem Job, Du bekommst also locker eine bessere/passendere Stelle als die jetzige!

Gerade weil Du wechseln willst, würde ich es anders angehen:
Bewirb Dich bei solchen Stellen, die Du Dir nicht zutraust, ganz bewusst nur als Übung, Trainingsaufgabe, um mehr Sicherheit in Bewerbungsgesprächen zu entwickeln und um ein Gefühl für den Markt zu bekommen.
Also gleich mit der Einstellung, ich will den Job gar nicht wirklich, ich will aber üben.

Zeitgleich kannst Du auch Bewerbungen rausschicken, für Stellen, denen Du Dich gewachsen fühlst.

Was Du Dir auch bewusst machen solltest:
Immer wieder wird in Stellenbeschreibungen mehr gefordert als letztlich nötig ist an Qualifikationen.
Und es wird grundsätzlich nicht erwartet, dass Du zu 100 % alles abdeckst, wichtig ist auch Sympathie und der Eindruck, Du würdest ins Team passen.
Es wird dann einfach der eingestellt, bei dem sich die größtmögliche Schnittmenge ergibt.

Frage doch von Dir aus in Vorstellungsgesprächen direkt nach einer Möglichkeit, die Kollegen und Aufgabe zu beschnuppern. Dann bekommst Du etwas mehr Einblick, wie es dort aussehen würde.
 

Werniman

Mitglied
Was du schilderst, kommt mir doch irgendwie sehr bekannt vor, denn mir gehts genauso. Die ultimative Lösung kann ich dir also nicht bieten, allenfalls vielleicht einen Trost, dass es nicht nur dir so geht.

In einer ehemaligen Firma, in der ich gearbeitet habe, wurden quasi ständig Leute für sehr anspruchsvolle Stellen eingestellt, die rein von den Qualifikationen her gar nicht ins Profil passten. Aber auch die haben es irgendwie hinbekommen.
Und meist sind diese Leute in Wirklichkeit zu doof, einen Baum im Wald zu finden. Aber sie haben was, was vielen Leuten verloren geht, wenn sie viele Absagen kassieren: Selbstvertrauen. Leider ist es eine traurige Wahrheit, dass fachliches Können heutzutage weniger zählt als die Fähigkeit, sich selbst gut verkaufen zu können.

Ich dagegen bewerbe mich "nur" auf Bürojobs, aber sobald dort irgendwas bei den Anforderungen steht, was ich noch nicht gemacht habe, z.B. "Kenntnisse in Programm xy wünschenswert", dann traue ich mir schon nicht zu, dass ich dieses Programm jemals richtig lernen / beherrschen werde.
Offiziell heißt "wünschenswert", dass diese Fähigkeiten kein Muss sind. Wenn sich Firmen aber entscheiden können, werden sie denjenigen nehmen, der diese Fähigkeiten besitzt oder zumindest behauptet, zu besitzen. Ich kann nur von mir ausgehen, aber ich persönlich komme mir wie ein Hochstapler vor, wenn ich behaupte, etwas zu beherrschen, wovon ich keinen Schimmer habe.

Dasselbe wenn dabeisteht "sehr gute Office-Kenntnisse". Ich habe das zwar alles mal gelernt und auch in eintägigen Seminaren aufgefrischt, habe jedoch in bisherigen Berufen immer nur mit Word und Outlook gearbeitet und alles andere nie gebraucht. Von daher habe ich auch hier wieder Angst, dass man plötzlich von mir erwartet, komplizierte Excel-Tabellen zu bearbeiten oder anspruchsvolle Präsentationen zu erstellen und sehe dann wieder von einer Bewerbung ab.
Also Excel-Kenntnisse können nicht schaden. Das muss auch gar nicht mal übermäßig umfangreich sein. Wenn du lernst, wie du die Grundrechenoperationen damit umsetzt, mehrere Zellen zusammenaddierst und dich ggf. auf andere Zellen beziehst, kannst du wahrscheinlich schon genausoviel wie 80% aller anderen Anwender. Auch solche Sachen wie eine bedingte Formatierung können ganz sinnvoll sein (=bewirkt zum Beispiel, dass sich beispielsweise ein Zellenhintergrund bei einem negativen Wert rot und bei einem positiven Wert blau färbt). Solche Sachen wie irgendwelche grafischen Auswertungen usw macht längst nicht jeder.
Auch was Präsentationen angeht, muss man ein wenig zwischen "technischer Fähigkeit" und "fachlicher Fähigkeit" unterscheiden. Gilt auch analog bei Word oder Outlook. Und ob man das braucht, hängt wohl stark vom jeweiligen Job ab. Man kann technisch mühelos in der Lage sein, eine Präsentation zu erstellen...aber wenn man keine Ahnung vom "Umgangston" für das Zielpublikum hat, wird die Präsentation trotzdem einfach Mist. Das ist dann aber nicht deine Schuld.

Ich male mir teils richtige "Horrorszenarien" aus, dass man mir eine Aufgabe gibt, weil man davon ausgeht, ich könne diese zur Zufriedenheit aller lösen, und letztendlich scheitere ich und man bereut, mich eingestellt zu haben. Gleichzeitig ärgere ich mich wieder über mich selbst, wenn ich werde dieses Jahr 37, habe aber manchmal so starke Selbstzweifel,..
Tja...was soll ich da sagen ? Willkommen im Club! Es nervt mich sogar selbst, dass man dadurch immer pessimistischer wird und eigentlich jeden weiteren Versuch, irgendwo Fuß zu fassen, lieber vermeiden will.

Kürzlich sah ich z.B. eine Stellenausschreibung von einer Anwaltskanzlei, die eine Bürokraft suchte. Als ich mir die Homepage angeschaut habe, waren dort unter "Team" fast nur super-attraktive junge und sehr schlanke Damen mit Perlweiß-Lächeln auf den Fotos zu sehen und obwohl die Stelle gut zu mir gepasst hätte,
Das kenne ich nur zu gut. Ich bin auch nicht gerade schlank. Nun, im IT-Bereich macht das nicht SO viel aus, aber es gibt da noch einen anderen Punkt, der ähnlich negativ besetzt ist: das Alter. Wenn ich auf einer Firmenhomepage sehe,dass die anderen Mitarbeiter alle maximal Mitte 20 sind, dann hält mich das vom Bewerben ab. Vor allem aus dem Grund, den du weiter oben schon genannt hast: die jungen Leute haben ein Selbstbewusstsein, das sie fast aus allen Nähten platzen lässt. Und die lassen sie einen auch bei jeder Gelegenheit spüren, wobei ich mich kaum zurückhalten kann, denen die Meinung zu geigen.. Sprich: die Überheblichkeit der jungen Leute hält mich ab, mich überhaupt irgendwo zu bewerben.
 

bocksrogger

Aktives Mitglied
Stellenangebot sind immer die Idealvorstellungen der Firmen. Solche Bewerber gibt es aber kaum.
Man schaut halt ob einiges vorhanden ist, und zur Not kann man im IT Bereich bzw. Office Bereich sehr viel schulen.

Allerdings verlieren durch Corona und die Chipkrise gerade wieder viele Leute Ihren Job und da drängen dann besser qualifzierte auf den Markt.

Man kann sich in der Regel oft bewerben wenn man nicht alle Anforderungen erfüllt. Nur sollte man sich halt nicht ohne Führerschein als Busfahrer oder ähnliches bewerben. Sehr oft sthet auch dirn "unbedingt erforderlich"
 

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