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Spritpreissubvention für SUV-Fahrer

natasternchen

Aktives Mitglied
Ich habe gestern den Artikel https://www.spiegel.de/wissenschaft...olumne-a-e67ccb5d-51d5-46b2-8996-08d9c3095620 gelesen und mich darüber echt geärgert.
Statt dass wir Benzin und Diesel nun endlich mal teurer machen und den Klimaschutz durchziehen, brechen die Politiker bei der kleinesten Belastung ein und Subventionieren nun reiche Leute mit hohem Benzinverbrauch mit Milliarden aus dem Steuersäckel. Genau wie 2010, wo wir schon mal eine Rücknahme der Verteuerung hatten, die dann nie beseitigt wurde. Ich glaube kaum, dass di FDP das in drei Monaten wieder abschafft. Never!

Mit solchen Politikern kann man den Kilmaschutz wirklich vergessen, wir sind offenbar auf das Ausland angewiesen, weil wir unsere Spritfresser bald nur noch im Inland verkaufen können. Nur so entsteht Druck auf die Wirtschaft. Die Niederlande führen zum Klimaschutz Tempo 100 auf Autobahnen ein und wir subventionieren Benzin statt Strom!

Was ist Eure Meinung dazu?
Warum kaufen so wenige Leute 3-Liter Autos?
Warum haben wir derart geringe Steuern auf SUV und Autos über 2 Tonnen, obwohl diese eine so große Gefahr für Dritte darstellen?
Ich möchte das mal verstehen, warum so viele Leute in diesem Land so schräg drauf sind, denn ich werde das oft von ausländischen Kollegen gefragt und habe keine Antwort darauf.
 

Wyatt Earp

Mitglied
Ich habe gestern den Artikel https://www.spiegel.de/wissenschaft...olumne-a-e67ccb5d-51d5-46b2-8996-08d9c3095620 gelesen und mich darüber echt geärgert.
Statt dass wir Benzin und Diesel nun endlich mal teurer machen und den Klimaschutz durchziehen, brechen die Politiker bei der kleinesten Belastung ein und Subventionieren nun reiche Leute mit hohem Benzinverbrauch mit Milliarden aus dem Steuersäckel. Genau wie 2010, wo wir schon mal eine Rücknahme der Verteuerung hatten, die dann nie beseitigt wurde. Ich glaube kaum, dass di FDP das in drei Monaten wieder abschafft. Never!

Mit solchen Politikern kann man den Kilmaschutz wirklich vergessen, wir sind offenbar auf das Ausland angewiesen, weil wir unsere Spritfresser bald nur noch im Inland verkaufen können. Nur so entsteht Druck auf die Wirtschaft. Die Niederlande führen zum Klimaschutz Tempo 100 auf Autobahnen ein und wir subventionieren Benzin statt Strom!

Was ist Eure Meinung dazu?
Warum kaufen so wenige Leute 3-Liter Autos?
Warum haben wir derart geringe Steuern auf SUV und Autos über 2 Tonnen, obwohl diese eine so große Gefahr für Dritte darstellen?
Ich möchte das mal verstehen, warum so viele Leute in diesem Land so schräg drauf sind, denn ich werde das oft von ausländischen Kollegen gefragt und habe keine Antwort darauf.
Wieso stellen diese Autos eine Gefahr für Dritte dar ??
 

natasternchen

Aktives Mitglied
Wieso stellen diese Autos eine Gefahr für Dritte dar ??
Deshalb:

Mit einem Smart wäre das wohl kaum passiert und mich ärgert besonders, dass man diese Leute nicht angemessen besteuert, die solche Panzer fahren.

Ich arbeite viel in London und hier müssen SUV Fahrer fast die doppelte Congestion Fee zahlen, wenn sie mit dem SUV in die City wollen: Knapp 30 Euro am Tag! Das hat eine Lenkungswirkung, die ich mir in Deutschland auch wünschen würde.

In Österreich gelten Z.B. alle Tempolimits, die Lärmgründe haben, nicht für E-Autos, auch das wäre super in Deutschland, kann man aber mit Petrol-Head Wissing wohl vergessen.
 
G

Gelöscht 122209

Gast
Man kann nicht erwarten, in der stärksten Wirtschaftsmacht Europas zu leben, und dann jeden dafür bestrafen, dass er einen Beitrag dazu leistet. Das ist für die Menschen im Ausland schwer nachzuvollziehen. Nicht Leute, die in schweren Autos durch die Gegend fahren. Man kann nicht erwarten, dass alle mit dem Fahrrad von A nach B fahren, man alle Industriegebiete durch Blümchenwiesen ersetzt, sämtliche Kraftfahrzeuge aus den Innenstädten und sämtlichen Lastverkehr von der Autobahn verbannt, alle CO₂ emittierenden Betriebe sanktioniert etc., ohne dass das mittelfristig massive Auswirkungen zunächst auf unsere Wirtschaftsleistung und in der Folge dann auf unseren Lebensstandard haben wird.

Was der Steuerzahler finanzieren muss, sind in allererster Linie mal die Folgen der grünen Politik. Jeder hat das Recht, ein Fahrzeug seiner Wahl zu fahren, und sei es lächerlich überdimensioniert. Ironischerweise leistet kaum jemand einen größeren finanziellen Beitrag zur Umsetzung deines grünen Traums als die, die ihr Geld für sowas raushauen. Man kann diese Leute nicht nach Belieben von Steuerentlastungen etc. ausnehmen. In einer Demokratie ist der Staat nicht dazu da, die Leute zu erziehen, indem er ihnen ihr missliebiges Spielzeug oder ihr Taschengeld wegnimmt.

brechen die Politiker bei der kleinesten Belastung ein
Der Preis für 1 l Diesel lag im Dezember 2021 im Schnitt bei 1,39 €. Aktuell liegt er je nach Ort irgendwo zwischen 2,15 und 2,30 €. Wir reden hier von einem Anstieg von 50+ %. Hast du eine Vorstellung, was das für Pendler und Gewerbetreibende bedeutet, die diese Last noch zusätzlich zu den ohnehin stark gestiegenen Energiepreisen zu stemmen haben?

ich werde das oft von ausländischen Kollegen gefragt
Aus welchen Ländern z.B.?
 

Peter1968

Moderator
Teammitglied
Ich denke der Threadtitel stimmt so nicht, er generiert das nur SUV Fahrer Subventionen bekommen, es betrifft doch vorwiegend die Vielfahrer, die Selbstständigen, Handwerker, etc etc.
Wer mit seinem SUV eh nur 10000 km im Jahr fährt, wie tatsächlich sehr viele die ihn nur zum Einkauf nutzen, die betrifft es ja so gut wie gar nicht.
 

Modulator

Mitglied
Ach ja, wieder ein Stimmungsmachethread. Ich fahre auch einen alten SUV. Ich fahre halt so wie man in den USA oder im Baltikum fährt mit 90 km/h. Und ich verbrauche trotz permanentem Allradantrieb gerade 6,5 Liter Benzin auf 100 km. Und was Nachhaltigkeit betrifft, der Wagen ist ja erst 19 Jahre alt und hatte noch keine Reparaturen und der hält auch noch einige Jahre. Was ist somit klimafreundlicher? Warum fordert hier niemand ein konsequentes Tempolimit? Alles nur Gerede. Ich bin für 90 km/h.
 

Wyatt Earp

Mitglied
Ich arbeite viel in London und hier müssen SUV Fahrer fast die doppelte Congestion Fee zahlen, wenn sie mit dem SUV in die City wollen: Knapp 30 Euro am Tag! Das hat eine Lenkungswirkung, die ich mir in Deutschland auch wünschen würde.
Du darfst Dir das natürlich wünschen, aber die Gesetze werden hier auf anderen Wegen verabschiedet.
Ich kenne zumindest schon Parkhäuser in Deutschland, die von SUV-Fahrzeugen mehr Gebühren verlangen. Das ist ja auch okay, die brauchen ja auch mehr Platz.
 

Eisfrosch

Mitglied
Warum haben wir derart geringe Steuern auf SUV und Autos über 2 Tonnen, obwohl diese eine so große Gefahr für Dritte darstellen?
Ich möchte das mal verstehen, warum so viele Leute in diesem Land so schräg drauf sind, denn ich werde das oft von ausländischen Kollegen gefragt und habe keine Antwort darauf.
über drei tonnen haben viele autos eine lkw-zulassung.
lkws brauchen wir auch für die versorgung.
suvs sind dann ein problem, wenn der mensch damit kippenkaufen um die ecke fährt,
das auto nicht langstreckig oder, weil es notwendig ist im geläde bewegt wird und nur zum spaß und "aufdrehen". das sehe ich ähnlich, wobei ich auch menschen verstehe, die mal den 10zylinder fahren möchten.

mir ist der beitrag oben zu eng. nur auf suvs zu schauen?
zwar fahre ich eslbst so gut wie gar kein auto,
wenn es aber ums klima geht, dann gibt es unendlich viel mehr dinge auf die geschaut werden könnte
nähme man das thema ernst. mir liegt wenig daran, einzelne pkws, oder lkws dafür verantwortilich zum nachen.

vermutlich können die tatsächlichen drecksschleudern ihre steuern auch noch in vermögen umwandeln. ich weiß es nicht wirklich.
 
G

Gelöscht 122209

Gast
Warum haben wir derart geringe Steuern auf (...) Autos über 2 Tonnen
Man sollte übrigens nicht vergessen, dass ein durchschnittliches Elektroauto deutlich mehr wiegt als ein vergleichbarer Verbrenner. Ein popeliger VW ID.3 wiegt leer bis zu 1,9 t. Ein klassischer Golf V, der in dem ID.3 in den Abmessungen am nächsten kommt, wiegt irgendwas zwischen 1,2 und 1,5 t.

Es ist nämlich interessant zu sehen, wie das Thema Feinstaub nach Abklingen des Dieselskandals immer mehr in den Hintergrund gerückt ist. Offenbar begreift man langsam, dass Feinstaub kein Problem von Verbrennungsmotoren ist, sondern sich zu einem großen Teil auch aus Brems-, Reifen- und Fahrbahnabrieb ergibt, sowie schlicht und ergreifend aus aufgewirbeltem Staub auf der Fahrbahn. Bloß ist Feinstaub aus dem Verbrennungsvorgang das einzige, was gemessen und reglementiert wird. In den anderen Punkten haben Elektroautos natürlich keinerlei Vorteil gegenüber Verbrennern (Bremsabrieb vielleicht ausgenommen). Im Gegenteil bedeutet ein höheres Fahrzeuggewicht mehr Abrieb, höhere Abnutzung der Fahrbahn und somit eine höhere Feinstaubbelastung. Interessiert aber niemanden, man will die Leute ja zum Umstieg auf "saubere" Elektromobilität bewegen.

Dass Elektrofahrzeuge das Problem in erster Linie in die Länder verlagern, in denen die Rohstoffe für die Akkus usw. abgebaut werden, sollte sich mittlerweile auch rumgesprochen haben. Dafür, dass wir hier (angeblich, s.o.) sauberere Luft haben, vergiften wir Menschen anderswo auf der Welt, die ohnehin schon deutlich schlechter dran sind als wir, auch noch ihre Böden und ihr Trinkwasser... Und schicken Kinder in Minen, um Cobalt abzubauen. Wie man das als so umwelt- und sozialbewusster Mensch mit gutem Gewissen ignorieren kann, ist mir völlig schleierhaft.

Außerdem werden wir mit derselben Rate, mit der jetzt auf Elektroautos angeschafft werden, in wenigen Jahren vor der Frage stehen, wie wir die ganzen ausrangierten Akkus eigentlich in großem Stil entsorgen wollen. Hersteller selbst geben die Lebenszeit der Akkus mit 7-10 Jahren an, und die schätzen bei sowas wohl eher großzügig. Das ist die nächste Katastrophe mit Ansage. Aber keiner sieht's kommen. Das derzeitige Mittel der Wahl sieht so aus, die Akkus zu zerschreddern und zu verbrennen. Die Umwelt freut sich. Aber vielleicht können wir das ja auch nach Afrika auslagern, damit wir das nicht einatmen müssen.
 

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