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Sozialwissenschaftliches Studium beginnen?

S

Simbi

Gast
Hallo liebe Community,

folgendes plagt mich seit geraumer Zeit.

Ich habe vor kurzem meine Ausbildung in der Verwaltung abgeschlossen und werde bald mit einem Studium der Sozialwissenschaft beginnen. Doch je näher das Studium rückt umso unsicherer werde ich bezüglich meiner Wahl. Man bekommt ja immer häufiger mit, dass es mittlerweile sogar Akademiker (natürlich je Fachrichtung) schwer haben auf dem Arbeitsmarkt. Und sozialwissenschaftler gehören leider nicht zu den gefragtesten. Mein Studiengang ist zwar praxisorientiert, beinhaltet ein Praktikumssemester und hat einen Schwerpunkt. Jedoch frage ich mich wirklich was ich damit später anfangen kann. Ich zweifle immer mehr daran, dass es mir wirklich etwas bringen wird zu studieren. Da ich leider auf Bafög angewiesen bin wird es auch nicht so einfach sein zu wechseln. Ich wüsste auch nicht in was. Das Studium entspricht eigentlich total meinen Interessen.

Wie denkt ihr darüber? Was würdet ihr mir raten?

Lg
 

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Mustang

Aktives Mitglied
Studium und Beruf sind 2 paar Stiefel. Das wichtigste für einen späteren Beruf ist die Berufserfahrung, nicht das Studienfach an sich. Es gibt Ingenieure die dann bei der Führerscheinverwaltung landen oder Theologen, die Projektmanagement übernehmen.

Überleg dir am besten jetzt schon, bei welcher Firma du später anheuern willst und bewirb dich auch wirklich ab dem ersten Semester. Das schöne am Studium ist nämlich, dass du echt viel Zeit für Praktika hast (verglichen mit Ausbildung oder Arbeit). Den Firmen kannst du dann auch gleich mal verklickern, dass du ja auch einen Job nach dem Studium brauchst, dann werden die dir schon sagen, dass du da und da gebraucht wirst.

Ganz mies ist die Strategie, das Studium vom 1. Semester bis zum Masterabschluss durchzustudieren. Dann sind die Chancen gut, dass du entweder im Callcenter oder beim Jobcenter landest.
 
G

Gast

Gast
Praktika während des Studiums sind immer eine gute Idee, TE. Sich erst um die Praxis zu kümmern, wenn du deinen Bachelor hast, wäre ein Fehler. Praxis steigert deine Chance auf dem Arbeitsmarkt extrem.
Dein Studium ist ja auch praxisorientiert und hat ein Praktikumssemester - also weißt du wahrscheinlich schon, wo du später hinmöchtest? Falls nicht, versuche in den ersten zwei Semestern eine Vorstellung zu entwickeln, wo genau du hinmöchtest und bewirb dich dann entsprechend. Versuch deine Semesterferien zu nutzen, falls möglich (in meiner Fachrichtung nehmen die Firmen ungern Praktikanten für unter drei Monate, was den Zeitraum der Semesterferien schwierig macht). Ein Nebenjob in deinem Bereich wäre auch nicht verkehrt.
 
S

Simbi

Gast
Also Praktika wollte ich so oder so viele machen. Ich war nur unschlüssig darüber ob Praktika als Berufserfahrung gewertet werden. Und eigentlich weiß ich schon ganz genau wo ich hin möchte aber dafür sind zum Teil Kompetenzen nötig die ich im Studium einfach nicht erlangen werde. Das ist hauptsächlich der Grund weswegen ivh mir sorgen mache jemals was in meinem Bereich zu finden.
 
G

Gast

Gast
Wohin möchtest du denn? Welche Kompetenzen würden dir trotz Studium und Praktika fehlen? Wie könntest du diese erlangen (im Idealfall schon während dem Studium, falls nicht möglich danach)?
 
S

Simbi

Gast
Nun ja das Studium hat den Schwerpunkt interkulturelle Arbeit und das ist es auch was ich später machen möchte. Z.b in der öffentlichen Verwaltung im Bereich Asyl oder Integrationsarbeit. Konkret wird dafür häufig Erfahrung in dem entaprechenden Rechtsgebiet verlangt und das meist von mind. drei Jahren.
 

Mustang

Aktives Mitglied
Du denkst einen Schritt zu weit: Du brauchst für den Job in der öffentlichen Verwaltung Berufserfahrung und optimalerweise Auslandserfahrung. D.h. du machst erst andere Praktika um dich dann mit der Berufserfahrung im eigentlichen Job zu bewerben. Und da fängt das schwierige an, denn Ämter geben keine Praktika. Ich denke mal für dich wäre ein Auslandssemester mit Caritas oder sowas sehr gut im Lebenslauf.

Was ich auch gehört habe ist, dass man sehr schnell in öffentliche Berufe kommt, wenn man in der Partei ist und dort connections hat. Aber nagel mich nicht drauf fest, ist nur eine Idee. Auf jedenfall brauchst du einen Master, sonst ist der öffentliche Sektor eine gehaltstechnische Sackggasse.
 

LEM

Mitglied
Um diese Frage vernünftig zu beantworten, sind weitere Informationen nötig. Also welche Uni, welcher Studiengang, etwaige Anschlussfähigkeit des Programms für einen Master, Interessen, vorstellbare Karrierepfade usw.

Grundsätzlich ist kein Studiengang die falsche Wahl, wenn man wirklich gut ist und das nötige Potential mitbringt. Das gilt auch für viele Sparten der Sozialwissenschaft; man muss hier allenfalls noch einen Ticken wacher, bissiger, aufmerksamer und leistungsstärker sein, um zu reüssieren.
 
S

Simbi

Gast
Also es ist eine FH und der Studiengang ist halt Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen. Ist ein recht neuer und sehr kleiner Studiengang (nur 90 Studienplätze) einen Master könnte man danach auch machen in verschiedenen Richtungen.

Ich würde am liebsten danach bei einem freien Träger, NGO oder ggf auch in der Verwaltung arbeiten. Habe auch eeine abgeschlossene Verwaltungsauabildung
 

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