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SOS-die Sucht macht mich kaputt!

Vicky84

Mitglied
Liebe Community

ich denke nicht,dass mir irgendjemand helfen kann aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben. Heute habe ich wieder mal einen meiner dunkelsten Tage. Tiefe Verzweiflung,anders kann ich es nicht sagen. Ich bin noch nicht mal 30,ein huebsches gescheites Maedel und schwere Alkoholikerin. Obwohl ich weiss, dass ich mich damit zugrunde richte, greife ich immer wieder zur Flasche. Mein groesster und einziger Wunsch ist es aufzuhoeren, ein fuer alle Mal, aber der Drang zu trinken ist so stark. Mit grosser Muehe und Not halte ich noch einen Job, fuer den ich eigentlich total ueberqualifiziert waere, wenn ich nicht dieses Suchtproblem haette. Ich war schon bei der Suchtberatung und es hat alles nichts genuetzt. Ich schaffe es nicht mal, 2 Monate ab Stueck trocken zu bleiben. Wieder das ganze Wochenende gesoffen, jetzt liege ich daheim rum und mir ist hundeelend. Ich habe eine zweite Chance bekommen bei der Suchtberatung,morgen geht es los. Ich denke, wenn ich es dieses Mal nicht schaffe, werde ich in ein paar Monaten tot sein. Mein Leben ist ein grosser Albtraum geworden. Nach und nach schreibt mich jeder ab. Ein Leben ohne Alkohol ist fuer mich unvorstellbar. Ich weiss gar nicht mehr wie das mal war. Bei meiner Familie melde ich mich nicht mehr, weil ich ihnen die schreckliche Wahrheit ersparen will. Sie wissen von meiner Sucht aber denken dass ich es im Griff habe. Ich weiss nicht mehr weiter. Ich schaeme mich so sehr und hasse mich. Ich ertrage das Leben nicht und deshalb trinke ich. Ein Teufelskreis, weil das Trinken natuerlich alles schlimmer macht. Na ja. Morgen ist ein neuer Tag. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch. Zumindest hab ich die Wahl und es besteht die Aussicht auf ein Leben ohne Alk. Ich bin schon froh, dass ich jetzt nuechtern bin.

Eure zutiefst verzweifelte Vicky.

Danke fuers Lesen, vielleicht habt ihr doch ein paar aufmunternde Worte oder Ratschlaege fuer mich. Ich kann nicht mehr:wein:
 

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Sandkorn

Aktives Mitglied
Hi, eine Sucht hat man selten im Griff. Gut ist, das Du Dein Problem erkannt hast und etwas ändern willst. Du kannst es schaffen und ich drücke Dir beide Daumen. Rückfalle sind schlimm, aber nicht das Ende. Kämpfe dagegen an und lenke Dich ab. Kipp den Alk in den Gully. Es wird sehr hart, deshalb musst Du härter sein. Gib nicht auf.
 

anonymous.babe

Mitglied
Hallo. Ich glaube ich kann das verstehen.. Das selbe - oder zumindest ein ähnliches - Problem hat mein Vater. In meiner Familie ist alles sehr kaotisch und kompliziert. Er hat sehr viele Probleme in der Arbeit & in der Familie & vieles Weiteres. Die Arbeit macht ihn kaputt & er trinkt sehr viel.. Dabei merkt er es gar nicht mehr wie er sich kaputt macht.
Sei stolz auf dich das du es wenigstens einsehen kannst! Bleib stark & versuche von deine Problemen vielleicht lieber durch sehr laute Musik beim' joggen weg zu kommen. Geh in einen Wald und schrei dir alles aus der Seele! Power dich aus & versuche einfach nicht mehr an den Alkohol zu denken! Ich wünsche dir viel Glück & Hoffnung für deine Zukunft! Melde dich vielleicht doch wieder bei deiner Familie, es kann dir gut tun. Ich habe selbst eine nicht so leichte Kindheit & Jugend.. Ich bin selber nicht sehr alt & doch habe ich schon viel im Leben dazu gelernt. Mir hat es sehr geholfen mein Leben Gott zu geben & meine Probleme ihm hin zu legen. Er gibt mir Halt in der schweren Zeit, so dumm es vielleicht für andere klingen mag.
Du wirst es schaffen, davon bin ich überzeugt, wenn du auch nur ein bisschen an dir arbeitest und an dich glaubst.
Liebe Grüße! :)
 

Vicky84

Mitglied
Vielen Dank ihr beiden fuer Eure lieben aufmunternden Worte! Es bedeutet mir wirklich viel, dass in dieser dunklen Stunde noch jemand ein nettes Wort uebrig hat!:)
 

Sandkorn

Aktives Mitglied
Wenn Du weiterhin Dein Bestes gibst aus diesem Teufelskreis zu kommen, dann kannst Du Dir selber danken. Hab auch schon so einiges durch. Die Verlockung bleibt, aber wenn man es lange genug bekämpft hat, dann sinkt das Verlangen nach und nach. Bleib am Ball. Du willst es und das ist viel wert. weiterhin viel Kraft und viel Erfolg.
 

Mausy

Mitglied
Hallo meine Liebe... ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft. Und du hast den Willen und wirst es auch schaffen. So eine Sucht ist ein richtig, richtig harter Brocken und die Reaktionen des Körpers und die Gefühle eines Menschen bei so einem Entzug sind einfach nur wahnsinn. Das Beste in meinen Augen wäre in eine Suchtklinik zu gehen. Dort wären IMMER Menschen um dich herum und du hättest immer jemande an deiner Seite wenn es dir schlecht geht. Danach könntest du dein Leben neu ordnen, dir einen Job suchen der zu deiner Qualifikation passt und dein Leben wieder aufbauen.

Ich wünsche dir alles, alles Liebe
Mausy
 
P

Pierre-Adrian

Gast
Liebe Community

ich denke nicht,dass mir irgendjemand helfen kann aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben. Heute habe ich wieder mal einen meiner dunkelsten Tage. Tiefe Verzweiflung,anders kann ich es nicht sagen. Ich bin noch nicht mal 30,ein huebsches gescheites Maedel und schwere Alkoholikerin. Obwohl ich weiss, dass ich mich damit zugrunde richte, greife ich immer wieder zur Flasche. Mein groesster und einziger Wunsch ist es aufzuhoeren, ein fuer alle Mal, aber der Drang zu trinken ist so stark. Mit grosser Muehe und Not halte ich noch einen Job, fuer den ich eigentlich total ueberqualifiziert waere, wenn ich nicht dieses Suchtproblem haette. Ich war schon bei der Suchtberatung und es hat alles nichts genuetzt. Ich schaffe es nicht mal, 2 Monate ab Stueck trocken zu bleiben. Wieder das ganze Wochenende gesoffen, jetzt liege ich daheim rum und mir ist hundeelend. Ich habe eine zweite Chance bekommen bei der Suchtberatung,morgen geht es los. Ich denke, wenn ich es dieses Mal nicht schaffe, werde ich in ein paar Monaten tot sein. Mein Leben ist ein grosser Albtraum geworden. Nach und nach schreibt mich jeder ab. Ein Leben ohne Alkohol ist fuer mich unvorstellbar. Ich weiss gar nicht mehr wie das mal war. Bei meiner Familie melde ich mich nicht mehr, weil ich ihnen die schreckliche Wahrheit ersparen will. Sie wissen von meiner Sucht aber denken dass ich es im Griff habe. Ich weiss nicht mehr weiter. Ich schaeme mich so sehr und hasse mich. Ich ertrage das Leben nicht und deshalb trinke ich. Ein Teufelskreis, weil das Trinken natuerlich alles schlimmer macht. Na ja. Morgen ist ein neuer Tag. Vielleicht schaffe ich es ja doch noch. Zumindest hab ich die Wahl und es besteht die Aussicht auf ein Leben ohne Alk. Ich bin schon froh, dass ich jetzt nuechtern bin.

Eure zutiefst verzweifelte Vicky.

Danke fuers Lesen, vielleicht habt ihr doch ein paar aufmunternde Worte oder Ratschlaege fuer mich. Ich kann nicht mehr:wein:
Hallo Vicky,

immerhin ist bei Dir der Grundwille zum Aufhören vorhanden, dort, wo manch Anderer sich noch nicht mal seine Sucht einzugestehen im Stande ist.

Versuche, das was man Dir bei der Suchtberatung nahelegen wird, 1 zu 1 umzusetzen, da gerade in so unsteten Zeiten eine Leitfadenbasis nicht das schlechteste Rezept ist.

Was war denn ungefähr der Auslöser dafür, dass Du
- falls ich das "zwischen den Zeilen"
richtig interpretierte:cool: -
nach fast zwei trockenen Monaten (das ist eine gute Leistung, erinnere Dich selber daran!) "rückfällig" wurdest?
 
Zuletzt bearbeitet:

Vicky84

Mitglied
Hallo meine Liebe... ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft. Und du hast den Willen und wirst es auch schaffen. So eine Sucht ist ein richtig, richtig harter Brocken und die Reaktionen des Körpers und die Gefühle eines Menschen bei so einem Entzug sind einfach nur wahnsinn. Das Beste in meinen Augen wäre in eine Suchtklinik zu gehen. Dort wären IMMER Menschen um dich herum und du hättest immer jemande an deiner Seite wenn es dir schlecht geht. Danach könntest du dein Leben neu ordnen, dir einen Job suchen der zu deiner Qualifikation passt und dein Leben wieder aufbauen.

Ich wünsche dir alles, alles Liebe
Mausy

Vielen Dank Mausy! Morgen habe ich einen Termin bei meiner Suchtberaterin. Dann werde ich ihr erst mal von meinen Eskapaden am Wochenende beichten und dann fang ich noch mal von vorne an. Ein Tag nach dem anderen. Und dann werde ich wieder zu den anonymen Alkoholikern gehen. Das hat mir schon mal sehr geholfen, aber ich bin dann nicht mehr hingegangen, weil ich ja leider wieder angefangen hatte zu trinken. Ich habe solche Angst vor der Zukunft.
 

Vicky84

Mitglied
Hallo Vicky,

immerhin ist bei Dir der Grundwille zum Aufhören vorhanden, dort, wo manch Anderer sich noch nicht mal seine Sucht einzugestehen im Stande ist.

Versuche, das was man Dir bei der Suchtberatung nahelegen wird, 1 zu 1 umzusetzen, da gerade in so unsteten Zeiten eine Leitfadenbasis nicht das schlechteste Rezept ist.

Was war denn ungefähr der Auslöser dafür, dass Du
- falls ich das "zwischen den Zeilen
richtig interpretierte:cool: -
nach fast zwei trockenen Monaten (das ist eine gute Leistung, und erinnere Dich selber daran!) "rückfällig" wurdest?
Hallo Pierre-Adrian,

vielen Dank fuer Deine Nachricht! Ich weiss einfach nicht was der Grund dafuer war. Ich wusste sogar, dass ich es absolut nicht unter Kontrolle haben werde, wenn ich wieder anfange. Ich habe immer einen anderen fadenscheinigen Grund,warum ich gerade dieses eine Mal noch trinken will. Bei mir ist es so, dass ich ein extrem gehemmter Mensch bin und diese Unsicherheit macht,dass ich eigentlich nicht ich selbst sein kann. Wenn ich getrunken habe,fallen diese Hemmungen weg. Das ist als haette ich eine Pause von mir selbst. Es geht immer ein paar Wochen lang gut und dann vermisse ich dieses Gefuehl so sehr. Die Welt scheint in dem Moment einfach so toll und alles scheint so wunderbar. Bis zum naechsten Tag. Die Scham, die ich im Moment empfinde ist ueberwaeltigend. Und am schlimmsten finde ich,dass ich mir das antue fuer meine Eltern. Die haben mir alles ermoeglicht und ich ruiniere alles. Fuer sie will ich weiterkaempfen. Und fuer mich selbst natuerlich. Mein Traum waere es,dass ich mal einen Tag gar nicht an Alkohol denke. Aber wie mein Ex mir mal gesagt hat: “Du weisst gar nicht mehr wie man ohne Alkohol Spass hat“. Und das stimmt,mir macht auch wirklich nichts mehr Spass, weil nichts so intensiv ist wie dieses Rauschgefuehl. Aber ich werde das alles wieder lernen!
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Hallo Vicky,

ich möchte dir Mut machen, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, egal, wie oft du vielleicht noch schwach werden wirst.

Möchte mich aber auch dem Vorschlag einiger anderer hier anschließen: Überlege dir, ob es vielleicht Sinn macht, in eine Suchtklinik zu gehen. Dort wärst du erst einmal für eine Zeit vor der Versuchung geschützt und bekommst Werkzeug an die Hand, wie du mit Suchtdruck umgehen kannst.

Gib dich nicht auf.

Alles Gute Dir
Sisandra
 

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