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Sind wir uns zu ähnlich?

Hallo Leute,

ich habe da einen Anliegen . Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Seit ca. 2 Wochen schreibe ich mit einem Mann. Ich w,28 bin von naturell her eher schüchtern von Typ her, introvertiert, verschlossen. Ich habe durchaus meine Vorzüge und habe schon einiges im Leben erreicht worauf ich stolz bin. Aber dennoch plagen mich die Schatten meiner Vergangenheit. Ich möchte eine Beziehung, aber ich lasse kaum Menschen an mich heran. Ich habe einige Komplexe, die sind schwer zu überwinden. Ich arbeite daran, ich weiß auch das sie absurd sind und in meiner traumatischen Kindheit wohl entstanden sind. Soviel zu mir, damit man meinen Hintergrund versteht und worin die Problematik liegt....

Jedenfalls ich schreibe mit diesem Mann und ich merke, dass wir sehr viele Paralellen aufweisen. Ich weiß natürlich nicht viel über sein Vergangenheit und er scheint ein netter Kerl zu sein. Aber mir kommt es vor, dass er nicht nur im Denkweise mehr ähnlich ist, er hat auch ähnlich Komplexe und leicht phobische Mermale. Ich könnte so einiges aufzählen, wichtig ist nur zu wissen er hat die selben Schwierigkeiten wie ich.
Eigentlich sagt man, gleich und hleich gesellt sich gern....
Aber im Idealfall habe ich nach jemanden gesucht, der mich ergänzt und nich vollkommen gleicht. Vor allem nicht die schwierigen Aspekte. Irgendwie mache ich mir Gedanken, dass wenn ich mit einem zusammen komme, der mir 1:1 ähnlich ist, ich einen kompletten Zusammenbruch haben werde. Im Sinne von , 2 Einsiedler verschließen gegenüber aller Menscheit und vereinsamen. Anderseits würde er mich und ich ihm völlig verstehen. Aber mir macht es Angst. Es ist als würdf mir jemand ein Spiegel vorhalten, als würde ich mit mir selber schreiben.
Würdet ihr mit einer Person, die euch sehr ähnlich ist, auch im negativrn Sinne ausgehen?
Ich werde mich mit Sicherheit mit ihm treffen, aber die Bedenken sind groß.

LG
 
Ich sehe es als einfacher an, wenn man sich auf gleicher Augenhöhe begegnen kann. Vor allem wenn man gleiche oder ähnliche Probleme hat, finde ich das viel besser. Ihr habt gegenseitg Verständnis für vieles und das kann man von einer Person, die keine ähnlichen Erlebnisse und Erfahrungen gemacht hat nicht verlangen - und bekommt man in der Regel auch nicht. Sich auf einen komplett anderen Menschen einzulassen kann zu weiteren Problemen führen, die man dann auch nicht noch haben muss.

Eine nicht ähnliche Person wird kaum so viel Geduld, Verständnis usw. aufbringen können.

Gleich und gleich gesellt sich gern.

Mir wäre das lieber so.

Du kannst Dich aber auch noch folgendes fragen: Bist Du mit dem Leben insgesamt welches Du führst im Allgemeinen zufrieden? Dann wäre es ja ok, wenn der Partner auch so ist. Falls Du aber die totale Lebensveränderung möchtest, dann ist er wohl der Falsche.
 
Zuletzt bearbeitet:

Postman

Sehr aktives Mitglied
Ich würde mich vermutlich schon mit so einer Person treffen. Ein persönliches Treffen ist auch nicht das gleiche wie schreiben. Um dieser Angst vor zu viel Ähnlichkeit entgegenzuwirken, würde ich dir empfehlen, auch gezielt nach Unterschieden zu suchen. Kein Mensch gleicht exakt dem anderen. Ich denke, es ist wichtig, den anderen auch als Individuum wahrzunehmen. Man kann sich sonst auch schnell in etwas hineinsteigern.
 

GrayBear

Aktives Mitglied
Was kann man tun, wenn zwei Nicht-Schwimmer vor dem Schwimmbecken stehen? Man kann ihnen nur raten, jetzt nicht hineinzuspringen und erst das Schwimmen zu lernen.

Zu wissen, wo die eigenen Grenzen sind, verhindert manchmal, dass man immer wieder denselben Fehler macht und hinfällt. Aber die eigenen Grenzen für real und unveränderlich zu halten führt auch dazu, dass man der Einsamkeit im eigenen Kopf nicht entkommt. Wer sagt Dir, dass Du Deiner Schüchternheit nicht entkommen kannst? Wer entscheidet, ob Du Dich um Lösungen kümmerst oder ob Du Dich mit Deiner Schüchternheit einrichtest?

Ja, manche inneren Grenzen bleiben einem ein Leben lang erhalten, die bei anderen nicht zu existieren scheinen. Manchen Kampf muss ich ich jeden Tag wieder neu ausfechten, wo andere einfach die Tür auf machen. Aber ich habe auch schon so viele meiner Grenzen erweitern können und doch bin ich der Erste, der dem auch trauen muss, damit andere mir trauen können.

@TheFormerRedishOne: Ich finde Deine Formulierungen prima, denn es stimmt! DU musst damit leben können und wollen, dass er Dir durch sein Verhalten einen Spiegel vorhält. Aber in WEM entsteht dieses Spiegelbild? Es entsteht in DIR und es sind Deine Gefühle, die Dich Deine Stirn runzeln lassen. Vielleicht wirst Du Deine Schüchternheit nie überwinden. Kann sein. Und vielleicht wirst Du Dich dann über dieses Spiegelbild ewig ärgern und IHM zum Vorwurf machen, dass er es selbst nicht packt und Dir dadurch nicht helfen kann. Aber vielleicht ist Deine Hoffnung auf Hilfe/Ergänzung durch ihn auch nur unfair und illusorisch? Du hast so verdammt recht: auch zu zweit kann man einsam sein und von einem Nichtschwimmer das Schwimmen zu lernen ist zumindest ein ungewöhnliches Konzept.

In Deinem letzten Satz wird deutlich, dass Du "die Quadratur des Kreises" als Hoffnung hegst. "Mit Sicherheit" und "Bedenken" ... geht das zusammen? Ja, das hast Du nicht gemeint, aber das ist aus meiner Sicht der Kern Deines Beitrages: Du suchst nach einer Sicherheit, die Deine Bedenken ausräumt oder zumindest überwiegt. Die Frage wird nur sein, ob Du auch wirklich bereit bist, diese Bedenken loszulassen oder wie viel Sicherheit Du brauchst, damit das geschehen kann? Es liegt nicht nur an ihm, sondern auch an Dir, ob sich Deine Bedenken zerstreuen lassen. Und es liegt auch an Dir, ob Du auf Deine großen Bedenken nicht doch lieber hören solltest, denn Ihr seid noch immer "Nicht-Schwimmer" und steht am Beckenrand. Aber vielleicht könnt ihr euch auf eurem Weg erst einmal besser kennen lernen. Vielleicht könnt ihr gemeinsam Schwimmen lernen und dann schauen, ob der Sprung ins kühle Nass so eine gute Idee ist? Warum nur "entweder oder"? Warum nicht "und"? Schauen wie es läuft und gemeinsam dazu lernen und vielleicht wird aus dem Spiegel auch ein Fenster, das man öffnen kann, um den anderen besser zu sehen? So vieles ist möglich. Aber es fängt leider immer damit an, was man in seinem eigenen Kopf zulassen kann , sollte und will.
 

Binchy

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

lass die Dinge auf Dich zukommen und triff ihn und dann siehst Du weiter. Dir jetzt schon alle möglichen Szenarien auszumalen, finde ich etwas verfrüht. Ihr wisst ja nicht, ob Ihr Euch im realen Leben überhaupt gefallt, Ihr kennt euch erst 2 Wochen. Blockiere Dich nicht direkt zu Anfang schon.

Wenn jemand einige psychische Probleme hat, dann ist das oft für Menschen, die damit überhaupt kein Problem haben, schwer zu verstehen und manchmal auch schwer zu ertragen, weil es ihnen sehr fremd ist. Da fehlt dann oft die Empathie, die Geduld, die Kenntnisse, um damit umgehen zu können. Das ist natürlich mit jemandem, der ähnliche Probleme hat, einfacher.

Beides hat Vor- und Nachteile. Und dieser Spruch "Gleich und gleich gesellt sich gerne" ist nur ein Spruch und nicht die alleinige Wahrheit.

Genieße das, was Du mit ihm hast und guck, wie es Dir bei und nach einem Treffen geht. Es kann sein, dass Ihr Euch gegenseitig zu sehr runterzieht, möglich. Es kann sein, dass Ihr gemeinsam Euch motiviert, an Euren Problemen zu arbeiten und dass der Austausch mit jemandem, der sich wirklich einfühlen kann, Euch weiterbringt.

Probiere es aus.
 
D

Die Katze

Gast
Ich halte nichts von dem Mantra "gleich und gleich gesellt sich gern", da hätte ich statt meinen Mann eher mein Spiegelbild heiraten sollen :)
 

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