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Sich als junge Mutter minderwertig fühlen

P

Pupsi10

Gast
Ich bin im 8. Monat schwanger, 19 Jahre alt und extrem unglücklich. Ich wohne bereits seit meinem 16. Lebensjahr allein und bekomme von meiner Familie keine Unterstützung, da ich ein Heimkind bin. Andere in meinem Alter studieren, machen Party, sind unbeschwert, verreisen. Und ich bin komplett auf mich allein gestellt, finanziell am Ende (das Geld reicht nur für Essen und Trinken, ich kann nie etwas unternehmen) Ich würde so gerne studieren und einen normalen Freundeskreis, eine Familie haben.
Ich habe das Gefühl, dass mir das Kind alles wegnimmt, was ich hatte.
Ich fühle mich unwohl in meiner Haut.
Der Vater meines Kindes hatte lediglich ein paar mal Sex mit mir. Er sichert mir zwar seine finanzielle Unterstützung zu, hat auch zunächst Interesse daran gezeigt mich kennenzulernen, ich vertraue ihm aber nicht. Ich fühle mich ungeliebt und abgelehnt. Er wird mit Sicherheit eine neue Freundin finden, das werde ich nicht verkraften. Er hat mir gesagt, dass ich ihm zu jung sei, um sich öffentlich mit mir sehen zu lassen. Er hat Frau und Kinder. Ich komme mit der Situation nicht klar. Ich möchte mir keine Hilfe suchen. Das Jugendamt ist keine Option für mich. Ich habe keine Lust darauf andere Menschen um Hilfe zu bitten. Ich frage auch den KV nicht nach Geld, sondern esse lieber einen Tag lang nichts.
Soll ich das Kind einfach weggeben?
 

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SFX

Aktives Mitglied
Hallo,

zunächst einmal zeigt dieser Fall erneut, wie wichtig der Gebrauch von Kondomen während des Geschlechtsakts grundsätzlich ist.

Andererseits gibt es keinen Grund, dich minderwertig zu fühlen! Du schenkst einem kleinen Kindlein das Leben, welches gemeinhin als das größte Geschenk überhaupt gilt! Das ehrt sich als Mutter sehr.

Den Vater ehrt es nicht so sehr, dass er zwar finanziell für das Kind aufkommen mag, aber ansonsten kein Interesse an einer Beziehung mit dir hat. Dann war er wohl nur der Sex, den er an dir interessant fand.

Liebe Grüße und alles Gute,
SFX
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Wenn Du in einem Heim aufgewachsen bist, hast Du jedenfalls Kilometer mehr Erfahrung um das zu tun, was notwendig ist!!
Einer lieben jungen Freundin, die "auf der Strasse gelebt hat", musste ich das fast ein halbes Jahr lang klar machen.
Nun hat sie es endlich, und sie ist wirklich eine wundervolle Mutter, die ich alleine dafür lieb habe!

Dein "Partner" dürfte - als Ehemann - aktuell Bedenken haben, Dich nicht(!) zu unterstützen.
Man darf sich fragen, was seine Frau davon hält. Wenn es nämlich Pallaver gibt, kann er erst mal umziehen.
Von daher ist die ganze Großzügigkeit Dich zu unterstützen - die übrigens gesetzlich Dein Recht ist... NEIN - es ist das Recht Deines Kindes, das DU zu vertreten hast!! - ist also die "Großzügigkeit" nur Makulatur.
Forderst Du also die Leistungen nicht an, so vergehst Du Dich Deinem Kind gegenüber und hast tatsächlich ein moralisches Problem.

Das einzige, was er ehrlich von sich gegeben hat ist, dass Du ihm öffentlich zu jung bist. Fürs Bett aber nicht?
Tut mir leid - ich finde sowas zum k****** .
Ich bin durchaus der Ansicht, dass - wenn die schulischen Voraussetzungen bisher stimmten - du nach ein paar wenigen Jahren vernünftig einsteigen kannst, dass Du also mit und ohne Kind den Einstieg schaffst.
Ergänzend übrigens hättest Du , als junge Mama, öffentliche (finanzielle) Unterstützung.
Das müsste also klappen.
Im übrigen bekommst Du gerade ein Kind, und das bedeutet, dass sich ein Wechsel vollzieht.
Du bist jetzt nicht mehr die, die Eltern vermisst, sondern Du bist die, die die Elternrolle übernimmt.
Damit ergibt sich eine wechselseitige geliebte Abhängigkeit ( also nur andersrum), und die Chance solltest Du eher nicht vertun.
 
M

Monchichi

Gast
Ob du das Kind weggeben möchtest oder nicht, kannst du nur mit deinem Herzen entscheiden. Kannst du Tag und Nacht, rund um die Uhr für jemanden die Verantwortung übernehmen, der komplett von dir abhängig ist? Es gibt kein richtig oder falsch bei dieser Frage. Was du leisten kannst, das ist entscheidend. Und wenn Bauch und Herz schreien "Ich will das nicht, ich kann das nicht, ich schaff das nicht", dann zeigst du große Verantwortung, wenn du das Kind zur Adoption frei gibst.

Die Warteliste von Paaren, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, ist unfassbar lang. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass adoptierte Babies in hingebungsvolle, liebende Familien kommen.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Hallo Pupsi,
informiere dich zeitnah beim JA, wie du das Kind zur Adoptrion freigeben kannst.
Und dann lass dich bezüglich Verhütung gut beraten und feier dein Leben mit Partys, Studium etc.
Das Kind wird es woanders besser haben, denke ich.
 

Styx.85

Mitglied
Ich bin im 8. Monat schwanger, 19 Jahre alt und extrem unglücklich. Ich wohne bereits seit meinem 16. Lebensjahr allein und bekomme von meiner Familie keine Unterstützung, da ich ein Heimkind bin. Andere in meinem Alter studieren, machen Party, sind unbeschwert, verreisen. Und ich bin komplett auf mich allein gestellt, finanziell am Ende (das Geld reicht nur für Essen und Trinken, ich kann nie etwas unternehmen) Ich würde so gerne studieren und einen normalen Freundeskreis, eine Familie haben.
Ich habe das Gefühl, dass mir das Kind alles wegnimmt, was ich hatte.
Ich fühle mich unwohl in meiner Haut.
Der Vater meines Kindes hatte lediglich ein paar mal Sex mit mir. Er sichert mir zwar seine finanzielle Unterstützung zu, hat auch zunächst Interesse daran gezeigt mich kennenzulernen, ich vertraue ihm aber nicht. Ich fühle mich ungeliebt und abgelehnt. Er wird mit Sicherheit eine neue Freundin finden, das werde ich nicht verkraften. Er hat mir gesagt, dass ich ihm zu jung sei, um sich öffentlich mit mir sehen zu lassen. Er hat Frau und Kinder. Ich komme mit der Situation nicht klar. Ich möchte mir keine Hilfe suchen. Das Jugendamt ist keine Option für mich. Ich habe keine Lust darauf andere Menschen um Hilfe zu bitten. Ich frage auch den KV nicht nach Geld, sondern esse lieber einen Tag lang nichts.
Soll ich das Kind einfach weggeben?
Liebe Themenerstellerin, bitte verzeih mir zunächst, wenn das was ich schreibe sehr direkt ist, aber ich bin ein sehr faktenorientierter Mensch und urteile selbst nach Möglichkeit immer nach Fakten und Logik. Dies kann Schwäche und Stärke zugleich sein...

Doch nun zu deinem Problem und meine Sichtweise darauf:

Du bist 19 Jahre alt und im Heim groß geworden, dies bedeutet:

- Eine enorme Lebenserfahrung für dein Alter (ein anderer User hat dies bereits angedeutet)
- Leider keine gute Prägung für ein familiäres Umfeld

Dein Misstrauen gegenüber der Gesellschaft und dem Kindsvater sind ein Resultat beider Gegebenheiten. Bei dem Kindsvater liegst du objektiv betrachtet mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig. Für ihn warst du eine Bettgeschichte. Er hat Familie und wird sein Leben gemäß seiner Äußerung nicht für dich aufgeben.
Bezüglich deiner Einstellung zu (finanzieller) Hilfe seitens der Gesellschaft und des Vaters solltest du deine Sichtweise um 180° drehen. Die Hilfe gilt in erster Linie nicht dir, sondern deinem Kind. Desweiteren tragen er (und sogar auch die Gesellschaft) aus ethischen Aspekten eine Mitverantwortung für das Kind. Dieser ist nachzukommen, ohne Punkt und Komma. Du schuldest ihm oder der Gesellschaft danach absolut nichts, außer der Pflicht, deiner Mutterrolle im besten Gewissen gerecht zu werden. Dagegen betrachtet ist " Einen Tag nichts essen" im hochschwangeren Zustand keine besonders gute Idee.

Auf Basis deiner eigenen Vorgeschichte als Heimkind hättest du deinem eigenen Kind durchaus sehr viel Wertvolles mit auf dem Weg zu geben. Daher widerspreche ich einigen meinen Vorrednern, dass ein Weggeben das Kindes vielleicht (!) das Beste für es wäre.

Aber ja, die entgültige Entscheidung musst du selbst für dich und das Kleine treffen. Unterschätze dich, deine Erfahrung und deine Reife jedoch nicht bei diesen Überlegungen. Machbar wäre es...
 

Eva

Aktives Mitglied
Ich kann deine Situation verstehen, und es wurde schon einiges dazu gesagt. Ob du dein Kind abgeben möchtest oder nicht musst du dir allerdings mehr als reiflich überlegen. Viele Frauen haben diesen Schritt (Adoption) irgend wann bitter bereut. Wer weiß heute, wie du in 10 Jahren denkst?

Ich war übrigens auch relativ früh in der Schwangerschaft alleine, da meinem Ex-Mann plötzlich einfiel, dass er doch keine Lust auf unser(Wunsch) Kind und Ehe hatte. Und zu meiner Zeit (vor fast 40 Jahren) war man als Alleinerziehende noch ein halber Exot, und teilweise nicht besonders gut angesehen. Dafür schauten mir viele "auf die Finger". Nicht nur Jugendamt, sondern auch die Nachbarn. In der Hoffnung, sie könnten mir was. Aber das ist heute alles anders (besser).

Ich bin übrigens noch in der Schwangerschaft in den VAMV (Verband alleinerziehender Mütter und Väter) gegangen. Da habe ich viele Tipps bekommen, und Gleichgesinnte kennen gelernt.
 

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