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Selbstzweifel und Ängste

G

Gelöscht 118161

Gast
Hallo zusammen,

ich (28) stehe momentan sehr unter Stress (demente Großmutter, Großvater im Krankenhaus, Mutter etwas labil und ich gesundheitlich auch nicht wirklich fit).

Ich habe schon seit längerer Zeit Probleme damit mit Fehlern umzugehen und sähe dann Selbstzweifel was zur Angst führt.
Jedes mal wenn ich Fehler mache (zurzeit sehr häufig) dann schäme ich mich furchtbar, denke ewig darüber nach und bekomme Angst, weil ich weiß, dass ich das zwar schnell wieder vergesse aber den gleichen Fehler wieder mache und dann Angst habe was die Leute darüber denken. Ich habe selbst keine hohe Meinung von mir (Mobbing in der Schule, keine Freunde).

Ich war deswegen schonmal in Psychotherapie und versuche jedes mal, wenn die Gedanken aufkommen, diese zu unterbrechen. Ablenkung oder mir sagen, dass es doch egal ist was andere denken und ich auch nur ein Mensch bin. Das hilft aber leider nicht mehr weiter.

Hat jemand von euch Vorschläge, wie ich daran arbeiten kann?
 

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Binchy

Aktives Mitglied
Hallo und Willkommen hier

Woher kommen diese Selbstzweifel? Bist Du in der Kindheit damit oft konfrontiert worden, dass Du Dinge nicht gut gemacht hast, haben Deine Eltern Dir nicht genügend Lob gegeben?

Deine jetzige Situation ist besonders stressig, das tut mir leid. Da ist man sehr sensibel und zweifelt vielleicht noch mehr an sich, will alles richtig machen und helfen.

Was genau hast Du gesundheitlich? Wie lange hast Du Psychotherapie gemacht und machst Du aktuell noch Therapie? Eine gute Therapie sollte einem eigentlich helfen, einige Probleme loszulassen. Habt Ihr in der Therapie über Deine Ängste und Zweifel gesprochen?

Ich fürchte, dass es da kein Patentrezept gibt. Natürlich kannst Du Dir mit dem Kopf sagen, dass es dir egal ist, was andere denken - aber das stimmt ja nicht wirklich. Innerlich stresst Dich das, also ist es vermutlich eine Situation, die Du schon häufig erlebt hast - in der Schule bei Mobbing, wie Du schreibst.

gibt es Dinge an Dir, die Du magst, mit denen Du zufrieden bist, Dinge in Deinem Leben, auf die Du stolz bist? Es ist immer gut, wenn wir Ressourcen haben, Erinnerungen an Situationen, wo wir gut waren, stark waren, wo uns etwas gelungen ist. Darauf können wir dann zurückgreifen in Situationen, wo wir zweifeln.

Du könnest Dir ein Heft anlegen, wo Du solche Dinge aufschreibst, wo Du immer, wenn Du was schaffst, es reinschreibst und Dich dafür lobst. Ersteinmal muss man lernen, mit sich zufrieden und glücklich zu sein, das ist wichtig als dass andere mit uns glücklich sind.

Du hast Dich hier angemeldet und geschrieben, das ist schon mal etwas, was sehr gut ist. Dafür kannst Du Dich loben, manche schaffen das nicht.

Gut wäre es auch, wenn Du alle Selbstzweifel mal aufschreibst und sie genauer anguckst. Woher kommt der Zweifel, woher kennst Du ihn, wer hat ihn dir eingegeben und vor allem: stimmt er, ist er wahr oder ist es etwas, was Dir eingeredet wurde?

Gedankenschleifen zu unterbrechen ist sicherlich nicht verkehrt, bevor wir uns zu sehr darin verfangen und vertiefen. Aber es beseitigt die Gedanken und Zweifel ja nicht, wir müssen uns schon aktiv mit ihnen auseinandersetzen. Was wollen sie Dir sagen und wie kannst Du sie auflösen?

Du kannst auch hier Deine Zweifel genauer präzisieren oder auch in der Rubrik "Tagebuch" ein öffentliches oder nicht-öffentliches Tagebuch schreiben.

Selbstzweifel adè:
  1. Erinnere dich an deine bisherigen Erfolge.
  2. Mach dir deine eigenen Stärken bewusst.
  3. Betrachte deine Fehler nicht als Scheitern, sondern als Chance.
  4. Vergleiche dich mit niemandem außer mit dir selbst.
  5. Stell dir jede Situation vorher so vor, wie du sie erleben willst.


Fang an, Bücher zu lesen über Selbstbewusstsein, guck Dir Youtube-Videos an - Stichwort z.B. Ängste oder Selbstzweifel.

Übe kreatives Visualisieren - die Situation, die man möchte, sich genauso vorstellen, wie man sie möchte, sich auf das konzentrieren, was man will, sich selbst in Situationen genauso sehen, wie man sein möchte.

Hier z.B. ein Buch: Shakti Gawein: Stell Dir vor


Wichtig ist, dass Du Dir sagst, dass Du es schaffst, dass Du lernst, sehr positiv mit Dir zu reden. Beobachte Deine Wortwahl, wie redest Du innerlich mit Dir, wie denkst Du über Dich? Fang da auch an, ändere Deine Gedanken, dann ändern sich auch Deine Gefühle und Deine Erfahrungen.

Hier ein weiteres interessantes Buch, das gibt es auch als kostenlosen Film auf youtube auf englisch:

The secret:


Hier die ersten 20 min. des Films auf deutsch:


Du siehst, Du kannst viel an Dir ändern, wichtig ist, anzufangen mit etwas.
 
G

Gelöscht 118161

Gast
Vielen lieben Dank für deine sehr ausführliche Antwort und dass du dir Zeit genommen hast.

Als Kind wurde ich in der Schule gemobbt sodass ich die Schule wechseln musste. Es waren weniger körperliche Angriffe als mehr psychische. Auslachen, ausgrenzen, lästern, Gerüchte verbreiten.
Dadurch konnte ich kein richtiges Selbstbewusstsein aufbauen und habe die Fehler bei mir gesucht.

Meine Mutter und meine Großeltern waren immer für mich da und haben mich gelobt.
In meinen Beziehungen ging es auch nicht wirklich gut. Von betrügen bis einfach abhauen war alles dabei oder man wurde einfach fallen gelassen wenn man Hilfe brauchte. Das gleiche bei Freunden, wurde etwas schwierig waren sie weg. Daher ist meine Sozialkompetenz gestört.

Die Therapie hatte ich vor ein paar Jahren, eigentlich wegen Burnout aber das kam dies noch dazu. Ich bin nicht mehr in Therapie, da mir momentan die Zeit fehlt.

Gesundheitlich, habe ich CMD (in Behandlung) und chronischen Husten (Ursache unbekannt). Dies hat mich oft eingeschränkt, besonders die Schmerzen bei CMD und viele Zahnbehandlungen.

Ich werde mir deine Links anschauen und ein Tagebuch hier anlegen. :)
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied
Naja, dein Husten prustet :Eigentlich würdest du ALLE DEM mal kräftig was Husten.
d.h, geht auf Abstand !!!! ,sonst werdet ihr wie ein Orkan weg gefegt, die ..die ihr mir nicht Gut tut. .^^
Beispielsweise symbolisiert der Husten auch,das man seine Meinung hinausbellen kann.
Gibt es Potenzial weiterzukommen, indem ich lerne, meine Meinung zu äussern?

Unkonzentriert der Belastungen wegen ?.. deswegen die wiederholten Fehler und der Tiger der Angst der sich immer wieder an dich heftet, Scham und Rüge.. bei den Bestrebungen und Erwartungen kommt der immer wieder.
Wer erwartet soviel Fleiß und Perfektheit?
Musst du denn wirklich soviel und exakt Funktionieren?
Anerzogen?
Sei ein Rebell..
Wenn du das alles schon so lange schaffst, dann müsste dir doch ein freieres leichteres Leben, ohne so hohe (eigene? )Ansprüche und Erwartungen locker gelingen.
DU darfst es dir Gut gehen lassen, auch mit Fehlern und weniger Arbeit.
Einfach weil du es dir sowieso schon verdient hast.
Nobody ist Perfekt, immer schön locker bleiben.
 
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