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Selbstzweifel, das Monster das Vorfreude frisst!

Herr Flug

Aktives Mitglied
Hallo Forum

Nach vielen Jahren, Schweiß und Tränen und den Kampf gegen meine Depression, kann ich von einen großen Fortschritt in meinen Leben berichten.
Ich beziehe noch dieses Jahr meine eigene kleine Wohnung (schon zur Miete, aber halt für mich allein. Dann wohne ich nicht mehr bei den Eltern)
Ich ziehe in eine andere Stadt, weg von meinen Elternhaus, um von dort meine Psyche zu genesen und mein Leben wieder in die Hand zu nehmen.

Ich bin froh über diesen Erfolg, ich habe dafür lange gekämpft. Ich wollte es so seit ich 20 Jahre alt war. Und seit ich in Therapie bin weis ich auch, das dieser Schritt notwendig ist, um mit meinen Leben wieder ins reine zu kommen.

Doch nun kommt auch die Angst....Der "Witz" dabei ist sogar das ich weis das diese Angst zum Teil unbegründet ist, ich weis das mir meine Persönlichkeitsstörung und die Depression gerne die Freuden des Lebens nehmen, nur kleiner wird die Angst dadurch nicht.

-Ich habe den Mietvertrag schon unterschrieben, obwohl das Amt gesagt hat ich dürfte das nicht. Mein Betreuer sagt: Es währe kein Problem. Was wenn doch? :wein:

- Ich wohne dreißig Kilometer weit weg von meinen Freunden, was ist wenn ich auf einmal ganz alleine in einer fremden Stadt bin? :wein:

- Meine Mum sagte mal das sie mich nie besuchen kommen kann (der Weg ist zu weit, meine Mum hat große Verpflichtungen), was ist wenn unser Verhältnis zueinander noch schlechter wird? :wein:

Was ist wenn ich einfach wieder zu doof bin was hin zu bekommen und mal wieder in meinen Leben jede Chance auf Glück versaue, währe ja nicht das erste mal.....

Es könnte alles ein großer Erfolg werden, der mich puscht und mich bereit für mein nächstes Ziel macht.
Aber auch wieder eine Situation die mich wieder in die dunkelsten Löcher meiner Depression peitscht, davor habe ich am meisten Angst.

Der Tag, an dem ich die Sachen gepackt haben muss rückt näher, gepackt habe ich noch nichts. Angst, angst, angst. frisst meine Zeit und die Freude die ich empfinden sollte.
Und ich kann nichts dagegen machen...traurig aber wahr.

Herr Flug
 
Zuletzt bearbeitet:

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Nautilus

Gast
Hi,

ich glaube das wichtigste ist, dass du in der neuen Stadt schnell neue Bekanntschaften machst. Das geht am besten über Job/Uni oder alternativ durch Hobbies oder einfach mal abends alleine weg und schauen, ob du mit irgendwem ins Gespräch kommst.
Wenn du das schaffst, hast du den wichtigsten Schritt getan.

Und da du das erste mal alleine wohnst, wirst du auch einen anderen, geregelteren Tagesablauf haben. Du musst kochen, waschen, einkaufen. Das kann sich bestimmt auch positiv auf dich auswirken.

Warum hat das Amt denn gesagt, du dürftest keinen Mietvertrag unterschreiben?
Und deine Mutter muss ja nicht zwingend dich besuchen, du kannst ja auch zu ihr fahren - 30km ist ja nicht die Welt mit Auto oder Bahn.

Ich glaube du musst die Sache einfach positiv angehen und offen für neues sein. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber wie du erkannt hast: es kann ein positiver Schritt in eine bessere Zukunft sein, also nutze die Chance und genieße die "Freiheit".
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Was wenn doch? ... was ist wenn ...
Dann veränderst Du was!



Du bist auf einem guten Weg. Du machst das prima. Aber all die aktuellen Veränderungen sind nicht für alle Zeit festgeschrieben. Das Leben fließt und Du fließt mit. Du kannst Deine Lebensumstände immer wieder verändern und anpassen. Du darfst Fehler machen, Chancen nutzen, Meinungen ändern, Verrücktheiten tun, ausprobieren... Alles ok. Wenn es noch nicht gut ist, dann kannst Du es verbessern.

Es ist Dein Leben. Freu Dich auf Veränderungen, Freiheit und Handlungsspielraum.

Lampenfieber ist völlig ok bei dem Schritt raus in die Unabhängigkeit. Aber Grübeln hemmt Dich nur.
Erst mal spüren, wie sich die Veränderungen anfühlen, Zeit geben. Gelassenheit. Leben.


Ich wünsche Dir ganz viele schöne neue Erfahrungen.
 
W

Windlicht

Gast
Ich habe Deine Beiträge mitverfolgt und freue mich für Dich, dass Du den nächsten Schritt wagst.
Dass er Dir im Moment Angst macht, ist verständlich. Tu' ihn aber trotzdem.
Und wenn das "Monster" zu sehr an Deinen Plänen fressen will, konzentriere Dich auf Schönes, auf das Neue, das ganz sicher nicht nur Ängste, sondern auch Schönes, Gutes, Sinnvolles für Dich haben wird.

Du bist nicht allein.
Du kannst hier im Forum Menschen finden, die Dich stützen, Du kannst doch auch sicher telefonischen Kontakt zu Deiner Mutter halten? Und: Dich zwingt niemand, in einer Situation aushalten zu müssen, die Du nicht erträgst.

Wünsch' Dir alles Gute.
 

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