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Selbstwert und Suizid

naitsabes

Mitglied
Hallo liebe Mitleser und Helfer.
Meine Freundin hat seit einigen Jahren Tinnitus und vor ein paar Monaten einen stressbedingten Hörsturz, der diesen um ein vielfaches schlimmer gemacht hat! Sie war die ganzen Monate zuhause und ist jetzt seit Ende November in einer psychosomatischen Klinik. Mir ist klar, dass die sie da schwer auf den Kopf stellen und dass sie sich ändern wird, ist für mich alles kein Problem und ich werde alles tun, was ich kann um sie zu unterstüzen. Sie hat mir gebeichtet, dass sie sich selber nicht mehr liebt und sie sehr leer ist im inneren. Außerdem hat Sie mir gesagt, dass sie desöfteren Suizid Gedanken hat und Hilfe in der Klinik angenommen hat, was super ist, denn die meisten tun dies nicht und vertrauen es niemanden an. Für mich ist das ein riesen Vertrauensbeweis und natürlich auch wichtig für unsere Zukunft, dass ich darüber bescheid weiß!
Jetzt ist nur die Frage, was ich tun kann /nicht tun kann um sie zu unterstützen, wenn sie wieder heim kommt? WIe gesagt, keinerlei Selbstwertgefühl und Suizid-Gedanken durch den Tinnitus.
Vielen Dank für Eure Hilfe, es ist eine sehr schwere Zeit für alle und ich hoffe es kann jemand gute Tips beitragen!
 

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Christine22

Gast
Du könntest ihr sagen, wie wichtig sie für Dich ist und daß sie jederzeit auf Dich zählen kann. Mehr würde sie wahrscheinlich weder wirklich glauben noch annehmen. Alles Gute.
 

naitsabes

Mitglied
Vielen Dank für deine Antwort:)
Das habe ich getan, mehr kann ich von zuhause auch nicht machen. Aber wenn sie nach Hause kommt, mein Verhalten, soll ich so tun als ist nichts, ihr die volle Aufmerksamkeit schenken, ablenken,etc.?
 

naitsabes

Mitglied
Vielleicht sieht sie keinen Sinn in Ihrem Leben, was sie tut, für wen sie das tut, denn wir haben sehr wenig zeit füreinander (was sich definitiv ändern wird!!!) 80h Wochen sind nichts unnormales bei uns. Ein weiteres Problem ist, wir arbeiten noch an unserem beruflichen Leben, da stimmen oft die Finanzen nicht, denn sie verdient das Geld mehr oder weniger und geht noch in die Abendschule, was noch ein Jahr dauert und ich bin noch am Studiumwas noch 3 Jahre dauern wird, bis ich auch voll Geld verdiene. Sie könnte das als totalen Misserfolg sehen, weil es so langwierig ist und irgendwie noch kein Land in Sicht!
Sie ist eigentlich eine sehr starke Persöhnlichkeit. Sie zieht die Sachen auch durch, die sie beginnt und es gelingt ihr zu 90% auch immer. Man würde nie glauben, dass sie so etwas haben könnte.
 
C

Christine22

Gast
Ich kann nur sagen, wie ICH mich verhalten würde. Ob das für Deine Freundin dann auch das Richtige ist, kann ich nicht beurteilen. So zu tun, als wäre nichts, wenn sie nach Hause kommt ... nein, das geht doch garnicht. Ihr jede Menge "Kümmern" überzustülpen, ist aber sicher auch nicht gut. Ablenkung? Hmmm.... manche Menschen mögen das.
Lass doch einfach SIE entscheiden. Du bist sicher sensibel genug, um einfach nur zu RE-agieren. Alles Gute.
 

naitsabes

Mitglied
Das Problem ist einfach, dass sie Medikamente bekommt. Sie hat sich sehr stark verändert und zwar von einem auf den anderen Tag, was ja normalerweise ein Prozess ist und nicht innerhalb von 24h passiert. Gerade die Tage an Weihnachten waren die Hölle für mich, aber ich habe mir nichts anmerken lassen, so gut es ging. Wenn sie wiederkommt, fängt auch gerade noch die Klausurphase an. Ich weiß nicht was ich machen soll. Es ist einfach so viel und es auf sich zukommen lassen ist auch schwer. Ich kann jetzt nicht soviel lernen, dass ich nix mehr machen muss, wenn sie wieder da ist. Egal was passiert, es ist sehr wichtig, dass ich das fertigbekomme. Ich möchte nicht, dass sie noch lange Vollzeit arbeiten muss, denn das ist der Auslöser für Ihre Krankheit. Ich bin sehr ratlos momentan:confused:
 

kaia

Mitglied
Inwiefern hat sie sich so stark verändert? Was machtes dabei für dich so schwer? weil die neuen Verhaltensweisen ungewohnt für dich sind? Oder ist es unangenehm für dich? Weiß nicht wie ausdrücken...

Ich denke, so tun, als sei nichts gewesen, ist nicht gut, denn es ist ja doch schon was einschneidendes Geschehen. Aber man darf auch nicht überdramatisieren.
ich würde mich an eurer Stelle mal zusammen an einen Tisch setzen und gemeinsam schauen, wie es weiter gehen kann. Dass sie ganz offen darlegt, was sie sich von dir erhofft und erwartet. Du umgekehrt aber auch deine Bedürfnisse anbringst. Denn dass einer jetzt krank ist, heißt nicht, dass jetzt alle nach seiner pfeife springen müssen. Rücksicht und Unterstützung ja, ist beides wichtig. Aber du darfst dabei nicht dich selbst vergessen.

wenn sie Grad in einer psychosomatischen Klinik ist - was würdest du davon halten, ein gemeinsames gespgespräch mit ihrem Therapeuten zu führen, in dem es genau um die Punkte geht? Die meisten Kliniken bieten familiengespräche an. Wenn du dir das vorstellen kannst, frag doch mal deine Freundin, ob es für sie auch in Frage kommen könnte.
 

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