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Selbstmordgedanken den Eltern mitteilen?

Alex1770

Aktives Mitglied
Seit einiger Zeit werde ich immer verzweifelter, komme immer weniger mit allem klar. Ich ziehe mich total zurück von gesellschaftlichen Kontakten und denke oft an den Tod. Ich weiss, dass ich mich nicht umbringen werde, aber trotzdem kreisen meine Gedanken ständig um das Thema. Meine Eltern ahnen von gar nichts und interpretieren meine Antrieblosigkeit und Zurückgezogenheit als Faulheit und Desinteresse. Ich will Ihnen so gerne mitteilen, was vor mir geht weil ich dann vielleicht auch den Schritt zur Therapie wagen würde, aber das habe ich mich bisher noch nicht getraut. Eben weil ich nicht wollte, dass sie es mitkriegen. Wie teilt man sowas mit? Sie haben kaum Zeit und zwischen Tür und Angel ist das schwierig. Habe mir überlegt, einen Brief zu schreiben. Ich möchte aber auch nicht, dass sie sich um mich Sorgen machen müssen. In 2 Wochen habe ich einen Termin bei einer psychologischen Beratung (nicht über die Krankenkasse), und vielleicht reicht mir das ja als Hilfe. Oder soll ich es ihnen trotzdem sagen? ich weiss nicht mehr weiter:(
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Alex,
ich finde es gut, dass du dir schon selbst einen Termin besorgt hast und zur Beratung gehst. Es ist wichtig, dass du mit jemand sprichst, dem du vertraust. Sicher wäre es auch gut, mit einem Arzt zu sprechen, der steht unter Schweigepflicht.

Je nachdem, wo du in BW wohnst, gibt es die "Arbeitskreise Leben" (www.ak-leben.de); dort bekommst du auch Gesprächspartner, die vor diesem Thema keine Berührungsängste haben, auch verschwiegen sind und dich begleiten, bis es dir wieder besser geht.

Vielleicht sagst du den Eltern einfach, dass du zum Arzt gehst wegen der Antriebslosigkeit - es könnte ja tatsächlich was körperliches sein, z.B. Mineralstoffmangel.

Alles Gute erstmal,
melde dich wieder.
Werner
 
G

Gast

Gast
Hallo Alex,
bitte sprich mit deinen Eltern über deine Sorgen und Ängste. Wir Eltern interpretieren leider sehr oft Zurückgezogenheit mit Faulheit und Egoismus der eigenen Familie gegenüber.
Bei meinem Sohn war es auch so, er sprach überhaupt nicht mehr mit uns, wir wurden teilweise wütend weil er nicht mit uns sprach, wir machten uns aber immer große Sorgen, weil wir merkten das etwas nicht stimmt.

Mein Sohn hat sich vor drei Wochen das Leben genommen, wir konnten ihm nicht helfen und haben so manchen Hilfeschrei falsch intepretiert. Am letzten Abend habe ich noch mit ihm gestritten weil er nicht mit uns spricht.
Darum auch wenn du glaubst deine Eltern verstehen dich nicht, versuche bitte bitte mit ihnen zu reden.
Wenn du glaubst du könntest mit deinen Eltern nicht darüber reden, versuche es bei einer anderen Person deines Vertrauen, es wird dich sicherich niemand auslachen.

Ich wünschte mein Sohn hätte uns einmal von seinen Ängsten erzählt.
 

Alex1770

Aktives Mitglied
Hallo Alex,
bitte sprich mit deinen Eltern über deine Sorgen und Ängste. Wir Eltern interpretieren leider sehr oft Zurückgezogenheit mit Faulheit und Egoismus der eigenen Familie gegenüber.
Bei meinem Sohn war es auch so, er sprach überhaupt nicht mehr mit uns, wir wurden teilweise wütend weil er nicht mit uns sprach, wir machten uns aber immer große Sorgen, weil wir merkten das etwas nicht stimmt.

Mein Sohn hat sich vor drei Wochen das Leben genommen, wir konnten ihm nicht helfen und haben so manchen Hilfeschrei falsch intepretiert. Am letzten Abend habe ich noch mit ihm gestritten weil er nicht mit uns spricht.
Darum auch wenn du glaubst deine Eltern verstehen dich nicht, versuche bitte bitte mit ihnen zu reden.
Wenn du glaubst du könntest mit deinen Eltern nicht darüber reden, versuche es bei einer anderen Person deines Vertrauen, es wird dich sicherich niemand auslachen.

Ich wünschte mein Sohn hätte uns einmal von seinen Ängsten erzählt.
Hallo Gast,

das tut mir ganz schrecklich leid mit Deinem Sohn und es tut mir leid, dass ich Dich durch meine Frage daran erinnert habe. Wobei ich mir vorstellen kann, dass Du wahrscheinlich sowieso an nichts anderes mehr denkst. Ich werde mich nicht umbringen, das weiss ich, aber ich bin so mutlos und frage mich oft "Wozu eigentlich das alles?". Es fällt mir so schwer, mit meinem Vater zu reden. Er hat keine Ahnung, dass es mir so schlecht geht. Woher soll er das auch wissen, denn ich verstecke es ja wo ich kann. Es ist unheimlich schwer, seine Gefühle offen zu zeigen.

Ich wünsche Dir ganz viel Stärke und alles Gute für die Zukunft!

Liebe Grüße
Alex
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
Hallo

du bist eventuell psychisch erkrankt, depressionskrank (Kennzeichen einer Depression: Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, negatives Denken, Selbstmordgedanken etc.) rund solltest umgehend v.a. auch mit einem Psychiater und Psychologen reden,...natürlich auch mit deinen Eltern..die müssen Bescheid wissen was mit dir los ist.
Zögere hier nicht, TU es einfach.
Und mach die notwendigen Therapien so früh wie möglich sonst könnte sich die Erkrankung manifestieren...das wäre nicht gut.
In Therapie gut mitarbeiten, nach deinen Auslösen fahnden. Einen haben wir bereits hier identifiziert: dein Schweigen und die Selbstisolation, mangelnde Seelenhygiene weil du nicht offen mit deinen Eltern oder irgendwem über dein Befinden sprichst etc.)
Mag sein dass es dir momentan..weil du es nicht gewohnt bist und nie geübt hast total schwer fällt offen über dein Denken und deine Gefühle zu reden..daher wird es höchste Eisenbahn das schrittweise ein zu üben...jeden Tag einen schritt weiter...Bei akuter Depression mit Suizidabsichten solltest du jedoch mal nen Riesenschritt nach vorne machen, sonst riskierst du ggf. dein Leben. Du hast hier an sich keine andere Wahl und solltest tun was zu tun ist: dich der Sache stellen und dir nen Ruck geben, all deinen Mut zusammen fassen und den Mund aufmachen und um dein Leben reden...reden und nochmals reden...

Der Weg hier ins Forum war ein erster guter Schritt in die richtige Richtung, aber es muss da noch mehr kommen u.a. natürlich die Therapien.

Viel ERfolg!
Tyra
 
G

Gast

Gast
Hallo Alex,

das Wichtigste ist, dass Du Dir jetzt wo es Dir so schlecht geht Unterstützung holst und dabei am besten auch professionelle Unterstützung. Die psychologische Beratung wird Dir sicher einen weiteren Weg zeigen und in jedem Fall kannst Du auch über Sorgentelefone, also Telefonseelsorge oder die in vielen Städten vorhandenen Jugend-Hotlines erste Hilfe bekommen und Dich an spezialisierte Stellen weitervermitteln lassen!

Ob Du Dich zu dem jetzigen Zeitpunkt auch an Deine Eltern wenden willst oder ob Du damit lieber wartest, hängt meiner Ansicht nach vor allem von der Frage ab: Glaubst Du dass es Dich in Deiner jetzigen Situation entlasten und Dir helfen wird etwa Deinem Vater zu erzählen wie es Dir geht? Wenn ja dann mache es! Falls Du Dir nicht sicher bist: das muss ja auch kein "alles oder nichts sein", vielleicht entlastet es Dich schon, wenn Du Ihnen zumindest deutlich machen kannst, dass es Dir momentan nicht so klasse geht. Setze Dich aber damit nicht unter Druck, Du solltest irgendwann mit Deinen Eltern sprechen, aber das kann auch geschehen, nachdem Du in Beratung warst und Ihr dort in aller Ruhe überlegt habt, wie ein solches Gespräch aussehen kann.

Ich finde es aber dennoch wichtig, dass Du wenn irgend möglich aktuell jemanden aus Deiner Umgebung findest, mit dem Du über Deine Probleme reden kannst. Das sollte jemand sein zu dem Du Vertrauen hast und dem Du auch zutraust, dass er mit den Problemen umgehen kann - eine Tante, ein Lehrer, die Mutter eines Freundes/ einer Freundin oder jemand in der Art.

Ich wünsch Dir alles Gute

Marion
 
G

Gast

Gast
Ich habe dasselbe ich habe es gestern meinen Eltern erzählt auch wenns mir peinlich und unangenehm war aber ich konnte nicht mehr.jetzt mache ich nach vier jahren mit mit ringen bald eine Therapie...denn meine Gedanken kreisen mittlerweile nur noch darum...
 
G

Gast

Gast
Seit einiger Zeit werde ich immer verzweifelter, komme immer weniger mit allem klar. Ich ziehe mich total zurück von gesellschaftlichen Kontakten und denke oft an den Tod. Ich weiss, dass ich mich nicht umbringen werde, aber trotzdem kreisen meine Gedanken ständig um das Thema. Meine Eltern ahnen von gar nichts und interpretieren meine Antrieblosigkeit und Zurückgezogenheit als Faulheit und Desinteresse. Ich will Ihnen so gerne mitteilen, was vor mir geht weil ich dann vielleicht auch den Schritt zur Therapie wagen würde, aber das habe ich mich bisher noch nicht getraut. Eben weil ich nicht wollte, dass sie es mitkriegen. Wie teilt man sowas mit? Sie haben kaum Zeit und zwischen Tür und Angel ist das schwierig. Habe mir überlegt, einen Brief zu schreiben. Ich möchte aber auch nicht, dass sie sich um mich Sorgen machen müssen. In 2 Wochen habe ich einen Termin bei einer psychologischen Beratung (nicht über die Krankenkasse), und vielleicht reicht mir das ja als Hilfe. Oder soll ich es ihnen trotzdem sagen? ich weiss nicht mehr weiter:(
Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
Gehst du noch zur Schule, arbeitest du schon, studierst du?
Wie sind denn deine Eltern sozialisiert? Können sie mit der Diagnose Depression überhaupt etwas anfangen? Es gibt Menschen, insbesondere die vorherige Generation, die noch zu relativ guten Zeiten (vor dem Jahr 2000) einen Job bekommen hat und mit dem Thema Depression nichts anfangen kann.
 

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