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Selbstfürsorge, weil sonst doch keiner hilft...

endless

Mitglied
Hallo Zusammen,

ich habe einen Mann und zwei Kinder, viele Freunde, aber manchmal fühle ich mich doch so alleine.

Irgendwie weiß ich halt, wenn es mir mal nicht gut geht, dann wird keiner kommen und mir da raus helfen. Ich muss selbst gucken, dass es mir wieder besser geht.

Jeder kreist um sich selbst, keiner interessiert sich letztlich so genau für andere.

Kennt jemand diese Gedanken? Ich werde im Laufe der Jahre immer besser darin, für mich zu Sorgen, Selbstfürsorge zu betreiben.

Wer möchte sich darüber hier austauschen?
 

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Knirsch

Aktives Mitglied
Ich denke, dass das sehr wahr ist, was du schreibst. Im Grunde ist das DIE Lektion des Erwachsenwerdens, dass irgendwann niemand mehr kommt, um die Probleme zu lösen, einem zu helfen oder sich zu kümmern. In kleinem Rahmen kann man immer wieder Mal auf Freunde und Co zählen, oft gibt es eine gewisse Arbeitsteilung mit dem Partner. Aber man ist tatsächlich für sich selbst zuständig.
Wenn man das akzeptiert, hat man schon viel gewonnen.
Und wenn man zurückdenkt, haben einen die Eltern vielleicht ernährt und großgezogen, aber von wirklichem Interesse war bei vielen Menschen in ihrer Kindheit auch nicht gerade die Rede. Die konnten froh sein, wenn sie das Nötigste hatten und von ihren Eltern nicht noch misshandelt wurden. Sich selbst kann man eine viel bessere Mutter, ein viel besserer Vater, ein viel besserer Ehemann, eine viel bessere Freundin sein.
 

joseywales

Mitglied
Selbstfürsorge schließt Intimität für andere nicht aus. Unsere Gesellschaft ist emotional total unterentwickelt und jeder bleibt verschlossen. Man muss selbst anfangen sich so zu verhalten wie man es von anderen erwarten würde, vielleicht würde es ja irgendwann zurückkommen? Mehr kann man nicht tun.
 

endless

Mitglied
wie kommst du darauf? redest du nicht mit deinem mann oder deinen freunden über das was dich bewegt?
Ich rede darüber, über das was mich bewegt. Manchmal finde ich Freunde, die sich das kurz anhören, manchmal auch nicht... Ich habe oft das Gefühl, ich bin viel für andere da, aber sie nicht so in dem Ausmaß für mich...
Mit meinem Mann ist es schwierig. Ich wünsche mir mehr Gespräche und Zuneigung, aber es kommt wenig/ nichts...

Ich denke, dass das sehr wahr ist, was du schreibst. Im Grunde ist das DIE Lektion des Erwachsenwerdens, dass irgendwann niemand mehr kommt, um die Probleme zu lösen, einem zu helfen oder sich zu kümmern. In kleinem Rahmen kann man immer wieder Mal auf Freunde und Co zählen, oft gibt es eine gewisse Arbeitsteilung mit dem Partner. Aber man ist tatsächlich für sich selbst zuständig.
Wenn man das akzeptiert, hat man schon viel gewonnen.
Und wenn man zurückdenkt, haben einen die Eltern vielleicht ernährt und großgezogen, aber von wirklichem Interesse war bei vielen Menschen in ihrer Kindheit auch nicht gerade die Rede. Die konnten froh sein, wenn sie das Nötigste hatten und von ihren Eltern nicht noch misshandelt wurden. Sich selbst kann man eine viel bessere Mutter, ein viel besserer Vater, ein viel besserer Ehemann, eine viel bessere Freundin sein.
Wie wahr das ist... Und auch der 2. Teil. Selbst ich bin froh, dass ich erwachsen bin und nicht mehr meinen Eltern ausgeliefert.

Selbstfürsorge schließt Intimität für andere nicht aus. Unsere Gesellschaft ist emotional total unterentwickelt und jeder bleibt verschlossen. Man muss selbst anfangen sich so zu verhalten wie man es von anderen erwarten würde, vielleicht würde es ja irgendwann zurückkommen? Mehr kann man nicht tun.
Das ist spannend. Ich habe damit aufgehört mich so zu verhalten, wie ich es von anderen erwarten würde. Die verhalten sich eh, wie sie wollen, egal was ich mache... Zu viele Verletzungen und Enttäuschungen
 

Geißblatt67

Aktives Mitglied
Hallo,

ich kenne das Gefühl gut und habe deswegen nach 20 Jahren meine Ehe beendet.

Es ist definitiv nicht normal, dass der Partner absolut keine Unterstützung ist, auch was seelische Probleme angeht.

Selbstfürsorge ist okay, aber man muss nicht immer alles alleine tragen.
 

Polarfuchs

Aktives Mitglied
Dem würde ich nicht zustimmen, dass sich keiner für den anderen interessiert. Mag vllt auf dein Umfeld zutreffen, aber würde ich nicht generalisieren. Man hat im Unterbewusstsein den Wunsch, dass Personen die einem nahestehen sehen, wenn man ein offenes Ohr oder etwas Fürsorge braucht. Aber kannst du das denn?

Das wichtige ist doch, dass jemand da ist, wenn man aktiv um Hilfe bittet und nicht passiv ständig jemand kommt und fragt ob alles in Ordnung ist, bzw. mal missinterpretiert und Probleme in einen hinein dichtet. Das würde auf Dauer ebenso nerven.

Ich finde Selbstfürsorge toll und das ist einer meiner Stärken. Bis auf gewisse Grenzen kann ich unabhängig für mich selbst sorgen und kann alle Herausforderungen für mich bewältigen. Und wenn es eben nicht mehr geht, dann bitte ich um Hilfe. Wenn man etwas Charisma besitzt bekommt man IMMER Hilfe. Es wird einem nur niemand komplett selbstlos helfen und alles übernehmen. Das ist doch voll in Ordnung. In viele Ländern bekommst du nicht mal Hilfe, wenn du drum bittest.
 

endless

Mitglied
Siehste, geht ja jedem so, ist halt eine Anziehungssache. Die die das vielleicht nicht tun würden, ziehen sich nicht an sondern müssen bewusst ausgesucht werden. Das ist der Unterschied wie man an richtige Menschen gerät, hoffentlich!
Ja, da gebe ich dir Recht. Ich habe diese Erfahrung oft mit Menschen aus Zwangskontexten, wie z.B. meinem Bruder. Da konnte ich mich verhalten, wie ich wollte, er war/ ist halt ein A*******.
Die eigenen Freunde sucht man sich selbst aus, die ähneln einem dann mehr in ihrem Verhalten.

Hallo,

ich kenne das Gefühl gut und habe deswegen nach 20 Jahren meine Ehe beendet.

Es ist definitiv nicht normal, dass der Partner absolut keine Unterstützung ist, auch was seelische Probleme angeht.

Selbstfürsorge ist okay, aber man muss nicht immer alles alleine tragen.
Er ist teilweise schon eine Unterstützung, kümmert sich z.B. viel um die Große. Aber das was man Liebesbeziehung nennt, ist nicht mehr wirklich da.
Kannst mir gerne eine Nachricht schreiben und erzählen, was in deiner Ehe los war.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Ich glaube, man muss auch aufhören, seine Energie auf Menschen zu verwenden, die man eben aus Zwangskontexten, wie du sie nennst, kennt und von denen man viel Ablehnung erfahren hat. Die Eltern und Geschwister sind ja so die ersten Menschen, mit denen man Beziehung, Freundschaft und Liebe durchlebt. Wenn man da oft enttäuscht wird, ist man versucht, dieses Trauma durch sein Leben zu tragen. Man ist sich nicht immer dessen bewusst, aber im Grunde fragt man sich doch immer, wer einen lieben soll, wenn es schon die eigenen Eltern nicht taten oder was man falsch gemacht hat, dass man beim eigenen Bruder einfach nie eine Chance hatte und ob es nicht so oder so noch ginge, wenn man ihm nur beweisen könnte, wie sehr man ihn mögen will und wieviel man ihm geben könnte. Viele erschöpfen sich im Versuch die Anerkennung und Liebe von Menschen zu erringen, die sie sich nie aktiv aussuchen konnten. Das kann einen ganz schön frustrieren und einen daran zweifeln lassen, dass man echte Verbundenheit erfahren kann.
Aber du hast eine neue Chance. Bei deinen eigenen Kindern. Die Richtung ist natürlich eine andere.

Bei Freunden und Partnerschaften war es für mich persönlich wichtig anzuerkennen, dass sie auch gut und "gültig" sein können, auch wenn sie nicht für die Ewigkeit geschaffen sind. Bei anderen Menschen klappt das vielleicht besser, aber oft ist es bei mir so, dass auch langjährige Freunde ihre eigenen Entwicklungen durchlaufen wie man selbst. Man hat Kinder und die interessieren vielleicht nicht jeden, jemand anderer hat eine neue Partnerin und verschwindet mal eine Weile von der Bildfläche, vielleicht sogar Jahre. Plötzlich hat das frühere Netz, in dem man sich ausgetauscht hat, große Lücken und man kommt sich alleine vor, auch wenn dann wieder alte Freundschaften auftauen. Auch neue Bekanntschaften können immer wieder mal verschwinden, werden ersetzt, verlaufen im Sand und man denkt, man könne sowieso niemanden halten. Aber auch kurze Begegnungen können gut und wichtig sein. Auch ein Gespräch mit jemandem, der vielleicht nicht viele Jahre an deiner Seite sein kann, kann Erleichertung bringen. Natürlich wird einen nicht jeder so kennen wie jemand, den man schon ewig trifft. Aber eigentlich: Die eigenen Eltern kennen einen seit Kindertagen und haben oft auch null Ahnung. Und irgendwann ist man in einem Alter, wo auch die langjährigen Freunde die Hälfte wieder vergessen haben und man dieselbe Geschichte wieder und wieder erzählen kann. 😂 Man kann auch Kurzbekanntschaften und scheinbar zufälligen Begegnungen eine Chance geben, ohne es als Kränkung zu empfinden, wenn sie wieder verschwinden. Jede Sekunde, in der jemand ehrliches Interesse hatte, sei es nur kurz, ist wertvoll. Daraus kann man schöpfen. Aber man muss sich vielleicht manchmal im Leben schmerzlich von der Vorstellung verabschieden, dass wahre Dinge Bestand haben müssen.
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

ich habe einen Mann und zwei Kinder, viele Freunde, aber manchmal fühle ich mich doch so alleine.

Irgendwie weiß ich halt, wenn es mir mal nicht gut geht, dann wird keiner kommen und mir da raus helfen. Ich muss selbst gucken, dass es mir wieder besser geht.

Jeder kreist um sich selbst, keiner interessiert sich letztlich so genau für andere.

Kennt jemand diese Gedanken? Ich werde im Laufe der Jahre immer besser darin, für mich zu Sorgen, Selbstfürsorge zu betreiben.

Wer möchte sich darüber hier austauschen?
Im Grunde können andere schon helfen. Aber in erster Linie ist man schon für sich selbst verantwortlich und muss zusehen, warum es einem nicht gut geht, woran das liegt , und es dann ändern.
 

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