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Seit paar Wochen immer weniger Lust auf den gewählten Beruf

Bin jetzt Ende 2. Lehrjahr und irgendwie merke ich seit einigen Wochen immer
mehr, wie die Ausbildung irgendwie nicht mehr meins ist. Zunächst schlechter
werdende Schulleistungen, obwohl ich den Großteil verstehe, dann habe ich mehr
und mehr gemerkt, dass es für Elektroniker im Betrieb fast nur Schichtarbeit gibt
und jetzt kommt noch drauf, dass durchgesickert ist, dass man nach dem Jahr, das
sie uns übernehmen müssen (IG-Metall) eh raus gesetzt wird.

Dazu kommt dann noch, dass mir 04:45 aufstehen und um 6 Uhr anfangen sehr
zusetzt, das aber schon länger und ich konnte mich nicht dran gewöhnen. Dann
sind die Werkshallen irgendwie immer ohne natürliches Licht, die Werkstätten so
dunkle Löcher, also irgendwie passt das alles nicht. Außerdem ist mir der Umgang
dort viel zu unpersönlich.

Bitte nicht falsch verstehen, ich mag die Inhalte als solche schon sehr, nur die späteren
Tätigkeitsfelder sind immer nur so Nischen des ganzen und ich will halt irgendwie alle
Nischen bedienen.

Ich weiß nicht, ob das jetzt in jedem Betrieb so ist (Ich lerne in einem mit 5000 MA)
oder ob insbesondere wechselnde Schichten überall gegeben sind. Das ist ja das
größte Problem, denn wechselnde Schlafzeiten waren schon immer ein Riesenproblem.

Ich weiß einfach nicht, ob ich jetzt bis zum Ende machen soll, oder was anderes anfangen.
Bin ja nu auch schon 25.
 

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Darknessgirl

Aktives Mitglied
Vielleicht ist es für dich besser, dir nach der Ausbildung einen kleineren Betrieb zu suchen? Dort kannst du vielleicht mehr überall anpacken und hast nicht so diesen großen Betrieb mit Schichtwechseln.

Bei uns (3.400 MA) arbeiten die Elektroniker nicht in Wechselschicht und wir haben zwar in den Hallen auch weniger Tageslicht, aber definitiv keine düsteren Produktionshallen ;-). Die Werkstätten haben große Fenster. Vielleicht kommst du in einem kleineren Betrieb auch mal raus und fährst zu Kunden.

Grundsätzlich klingst du so, als wärst du mit dem Beruf an sich schon zufrieden, nur die Bedingungen passen noch nicht. Das lässt sich ja ändern :). Wenn es ein großer Betrieb ist, würde ich das eine Jahr noch mitnehmen (Berufserfahrung nach der Ausbildung hilft im Lebenslauf) und vielleicht kannst du bei der Suche vom Ruf des großen Unternehmens profitieren.
 

bocksrogger

Aktives Mitglied
Generell arbeiten viele Industriebetriebe 2 -3 oder sogar 4 Schicht bzw. Voll-Konti. Und daher macht es auch Sinn das die Elektroniker bzw. die Instandhaltung auch entsprechend da ist. Aber es kommt immer drauf an. Generell wird es aber heute mehr als früher..

Also aus der Schicht wirst du in der Industrie meist nur schwer rauskommen. Denn ob es gerade bei dir den Betrieb ohne Schicht gibt weiß ja keiner.
Kommt halt immer auf die Anlagenverfügbarkeit an.

Ansonsten müßtest du dir Alternativen suchen. Servicetechniker, aber da bist du unterwegs, oder Bahn im Bereich Leit und Sicherungstechnik (auch Außendienst) oder Fahrzeuginstandhaltung (auch Schicht ber persönlicher und "helle" Werkstätten)

Ansonsten schadet es nicht en paar Jahre zu "schichten" und sich was anderes zu suchen. IGM verdienst du gut und das Jahr würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Dann vllt eine Weiterbildung anstreben und man kommt aus der Schicht raus.
 

miasma

Aktives Mitglied
Also eine bessere Basis für die Zukunft... als ein Abschluß im Elektronikbereich, gibt es wohl nicht.
Wenn du das fertig hast würde ich dir auch raten das erste Jahr mitzunehmen und dich dann umzuschauen.
Meine Arbeitgeber z.B. entwickelt "Elektronik" und bei uns haben alle Gleitzeit.
Das ist dann allerdings Arbeit im Bereich Prototypenbau.
Das Anwendungsfeld ist so vielseitig und wird auch nicht mehr rückläufig.
Du kannst auch in so viele Bereiche dich weiterbilden.

Lass dich nicht abschrecken, bleib dran.
In dieser Corona-Zeit gibt es andere Branchen die wirklich Pech haben, schlechte Aussichten. ( Tourismus, Flugbegleiter, Pilot etc.), Mir fallen da jetzt auch aus der Gastronomie min. 20-30 Berufe ein die übler dran sind... was gute Zukunftsperspektiven angeht.
 
Zuletzt bearbeitet:

bocksrogger

Aktives Mitglied
Also eine bessere Basis für die Zukunft... als ein Abschluß im Elektronikbereich, gibt es wohl nicht.
Naja Elektronik ist nicht gleich Elektronik. Der Elektroniker für Betriebstechnik ist war früher der ganz einfache Betriebselektriker. Also eher das was ein Elektroninstallateur macht. Natürlich sind da Inhalte der Elektronik dabei aber nich tso wie bei anderen Fachrichtungen.
 

Yang

Sehr aktives Mitglied
Wahrscheinlich hast du eine Motivationskriese, die du versuchen solltest zu überwinden.
Denn du bist nun schon Ende des 2. Lehrjahres, da macht ein Abbruch der Ausbildung nicht viel Sinn.
Wie ist dein Verhältnis zu den Ausbildern in deiner Firma? Könntest du mit ihnen ein Gespräch darüber führen was dich im Betrieb belastet? Eventuell können sie dir auch andere Perspektiven aufzeigen, dass du die noch verbleibenden Lehrzeit leichter über die Runden bekommst, so dass du doch bis zum Schluss durchhältst.
Deine schulischen Leistungen könntest zu versuchen mit Hilfe von psychologisch geschulten Fachpersonal zu verbessern. Je nach dem wo du wohnst, gibt es den Schulpsychologischen Dienst, die Schulberatung , die Jugendberatung oder auch Coachingangebote des Berufsbildungsamtes, die dich in deiner Krisensituation unterstützen könnten.
Nach deiner Ausbildung könntest du nach einem anderen, für dich besser geeigneteren Job Ausschau halten.
 

bocksrogger

Aktives Mitglied
e nach dem wo du wohnst, gibt es den Schulpsychologischen Dienst, die Schulberatung , die Jugendberatung oder auch Coachingangebote des Berufsbildungsamtes, die dich in deiner Krisensituation unterstützen könnten.
Der TE ist 25, was soll er da bei einer Jugendberatung? Und was soll ein "Berufsbildungsamt" bitte sein?
 

Yang

Sehr aktives Mitglied
Der TE ist 25, was soll er da bei einer Jugendberatung? Und was soll ein "Berufsbildungsamt" bitte sein?
Nun dann werde ich versuchen deine Fragen zu beantworten.
Im Rahmen der Ausbildung darf auch ein "erwachsener" Auszubildender selbstverständlich die Jugendberatungsstellen in Anspruch nehmen. Außerdem hat auch ein "erwachsener" Auszubildender sogar noch Anspruch auf Kindergeld, auch wenn der TE schon 25 ist. Kindergeld wird uU für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren gezahlt, wenn er zum ersten Mal eine Schul- oder Berufsausbildung bzw ein Studium absolviert.
In Ausnahmefällen auch in der Zweitausbildung.
Der Begriff "Berufsbildungsamt" ist in Süddeutschland oder auch der Schweiz sehr weit verbreitet und umschreibt den Begriff Berufsbildungswerk. Daher der vorweggenannte Hinweis: "je nachdem wo du wohnst"
Aber das hättest du auch locker selbst herausgefunden. ;)
 

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