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Seit 3 Monaten Streit (untertrieben) mit der Mutter

G

Gast

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Hallo,
Ich bin jetzt 19 Jahre alt, werde bald studieren und wohne noch zuhause. Wir führten nie ein wirklich harmonisches Familienleben, jedoch wird es immer schlimmer. Es fällt mir extrem schwer über meine momentanen Probleme zu reden und deshalb ist es für mich einfacher das ganze zu schreiben. Viele Bekannte kennen mittlerweile meine Situation und deshalb werde ich oft darauf angesprochen und das bedrückt mich.
Ich habe mich am 1. August von meinem Freund getrennt, mit dem meine Mutter guten Kontakt pflegte. Wir waren nicht lang zusammen und es war mir klar das es nicht ewig hält und damit beginnt eigentlich die Geschichte. Ich lernte schon ein paar Tage früher meinen jetzigen Freund kennen und mir war klar dass ich in ihm und mir eine Zukunft sehe. Als ich mich nun von meinem Freund trennte war meine Mutter am Boden zerstört. Sie holte ihn ab, lies ihn in meinem Bett schlafen und ich ging erst einmal zu einer Freundin. Natürlich fühlt man sich da ungerecht behandelt von der eigenen Mutter. Ich habe mich nicht nett und auch vor unseren gesamten Freunden von ihm getrennt, aber dennoch viel mir das Ganze nicht leid, weshalb es mich noch mehr verletzte, dass meine Mutter nicht für mich da war, sondern für ihn, da es unter anderem ein Trennungsgrund war, dass er so heftigen Kontakt zu meiner Mutter pflegte, obwohl er sagte ihn hätte das bei seiner Eifreundin genervt. Und damit beginnt das ganze Dilemma. Meine Mutter hatte noch ein paar Tage danach Kontakt zu ihm, sodass sie immer direkt Bescheid wusste wenn nochmal ein paar Worte zwischen uns gefallen sind (und die waren nicht wirklich nett^^). Die nächsten Tage hatte ich nur noch Stress daheim, da ich mich verändert hätte, aggressiv geworden wäre und ein ‚Herz aus Eis‘ hätte, wie sie es formulierte. Ich setzte mich in einen Zug und wollte erstmal für knappe 2 Wochen Abstand von allem. Ich kam in Augsburg unter, lenkte mich mit Arbeit ab und es kam zu ein paar Telefonaten zwischen meiner Mutter und mir. Es flossen Tränen und ich dachte wenn ich zurück käme würde es einfacher werden. Im Gegenteil, wir stritten uns immer weiter. Ich hatte zu der Zeit nicht den Mut ihr zu sagen dass es eigentlich schon jemand Anderen in meinem Leben gab, da ich nicht noch mehr Stress verursachen wollte. Immer wenn sie mich auf ihn ansprach stritt ich ab, dass wir ein Paar sein, was zu dem Zeitpunkt auch der Wahrheit entsprach. Als es jedoch Mitte Juni doch dazu kam, dass wir ein (bis jetzt wirklich sehr glückliches) Paar wurden, war ich ehrlich. Es folgten Wochen voller Streit zwischen meiner Mutter und mir. Er hatte mir bei einer Schießbude auf einem Schützenfest ein Plüschherz geschossen, dass in meinem Bett lag. Als ich einmal ging kam ich wieder und es war verschwunden und ist bis heute nicht aufgetaucht. Ein paar Tage später war mein Abiball. Sie wollte zunächst nicht mitkommen. Am 19. Juni suchte ich dann meine Eintrittskarten für den Ball zusammen und auch die Kette die sie mir Wochen vorher gegeben hatte. Mein Vater hatte sie ihr zu meiner Geburt geschenkt und somit passte sie perfekt zu dem Anlass und dem Kleid. Jedoch waren keine 5 Karten wie ich sie gekauft hatte, sondern nur noch 4 da. Und sie lagen auch an einem ganz anderen Platz. Auch die Kette lag nicht mehr in meiner Schublade in die ich sie in der Anwesenheit meiner Mutter legte. Am nächsten Tag war es dann so weit, mein Vater und ich machten uns für die Messe vor der Zeugnisvergabe am morgen fertig. Meine Mutter auch, doch sie erwähnte nie dass sie mitkommen wollte. Durch den ganzen Streit wäre es mir zunächst lieber gewesen sie nicht dabei zu haben, doch sie war immer noch meine Mutter und ich nahm sie mit. Die Kette wollte ich auch schon morgens tragen, da der Tag für mich extrem wichtig war, also kam ich runter und wollte ohne sie gehen, sie war immerhin vom Erdboden verschluckt. Meine Schwester und ich waren uns jedoch im Klaren darüber, dass meine Mutter sie weg genommen hatte. Als ich dann zur Tür rausgehen wollte rannte sie noch einmal nach oben und ich bin mir hundertprozentig sicher: Es war die Tür ihres Schlafzimmers und nicht meines Zimmers die ich hörte, da mein Zimmer noch eine Etage höher liegt. Sie kam mit der Kette zurück und ich fragte sie, wo sie die gefunden hat. Sie meinte auf meinem Kleiderschrank, jedoch hatte ich die Kette da gar nicht hingelegt, also war mir klar dass da irgendwas faul war. Doch es handelte sich um meinen Tag, also wollte ich auch nicht wieder Streit provozieren. Abends war ihre Karte dann auch weder aufgetaucht. Sehr eigenartig, jedoch schluckte ich das ganze den Abend herunter, da es am Vortag schon Streit deshalb gab. Ich hatte meinem Vater erzählt dass die Sachen aus meinem Zimmer verschwunden waren und er sprach sie darauf an, weshalb sie überreagierte und meinte, dass er ihr unterstellen würde dass sie mich beklaue.
Bei dem Abiball am Abend war dann auch mein bester Freund dabei. Er war die Wochen zuvor meiner Mutter ein Dorn im Auge gewesen, da er der beste Freund meines zum damaligen Zeitpunkt neuem Freund war. Doch an dem Abend war meine Mutter wirklich nett zu ihm. Auch als er mich nach dem Ball mit zu dem Geburtstag meines Freundes nahm war meine Mutter sehr nett. Und an dem Abend kam es auch zu einer großen Ausnahme, was mich dazu brachte zu denken, dass die Situation sich zuhause bessern könnte. Ich durfte bei meinem Freund übernachten. Man muss dazu sagen, dass ich das bei meinen Exfreunden ohne Probleme durfte. Doch die Wochen zuvor beschimpfte meine Mutter meinen Freund in meiner Gegenwart dauernd als ‚Assi‘ und ‚hirnlos‘ was nicht nur mich verletzte, sondern auch ihn. Es war schön, dass für einen Abend endlich wieder die Regeln der vorherigen Jahre galten, da auch mein Vater Probleme mit mir hatte. Ich war nun schon einige Wochen aus der Schule heraus, die Prüfungen waren über einen Monat her und ich saß immer noch ohne Job zuhause. Hatte noch keine Ausbildung sicher und wollte eigentlich nach Augsburg ziehen und da weiter in einem Restaurant arbeiten. Um diesen Stress mit meinem Vater zu verringern setzte ich mich mehr schlecht als Recht daran Bewerbungen zu schreiben, doch als nur Absagen kamen, meldete ich mich beim Arbeitsamt ausbildungssuchend. Einige Wochen später kam ich auf die Idee doch zu studieren und ich habe zum Glück jetzt meinen Platz sicher. Einen Nebenjob habe ich jedoch noch nicht. Es hat sich jetzt mit meinem Vater beruhigt, da ich ein Probearbeiten hatte und es so aussieht als ob ich bald Geld verdienen würde.
Die Woche nach meinem Abiball ging es dann auf ein Konzert mit meinem besten Freund und meinem Freund. Wir buchten uns ein Hotelzimmer und ich kam zeitig wieder zurück nach Hause. Meine Mutter war jedoch nicht begeistert von der Situation, da sie mittlerweile wirklich ansatzweise Hass gegenüber meinem Freund empfand ohne ihn überhaupt zu kennen.
Für meine Einschreibung in der Universität begleitete mich dann meine Schwester, die mir auch alles gezeigt hatte. Ich hatte da auch meinen Freund dabei. Sie lernte ihn also kennen. In einem Telefonat mit meiner Mutter rutschte ihr jedoch ein paar Tage später heraus, dass sie meine Freund nett findet. Darauf hin war meine Schwester nun ein Dorn im Auge meiner Mutter, weshalb sie ihr die finanzielle Unterstützung während des Studiums streichen wollte. Mein Vater reagierte dabei nie wirklich auf meine Mutter.
Meine Schwester und ich waren nun beide verletzt worden.
Es folgten noch mehr Tage und Nächte in denen meine Mutter und ich uns anschrien, da ich ihr Problem mit meinem Freund nachvollziehen wollte. Einen wirklichen Grund konnte sie mir jedoch nicht nennen: ‚Er ist einfach ein Assi‘ bekam ich oft zu hören.
Zu dem Zeitpunkt bekam ich schon nur noch mein Taschengeld von meinen Eltern, mein Vater hatte mir mein Kindergeld, dass meine Eltern mir netterweise auszahlten, wegen meiner Faulheit gestrichen.
Er setzte sich jedoch so weit für mich ein, dass ich in Zukunft einmal in der Woche bei meinem Freund schlafen durfte. Die Regel blieb bestehen und ich kam immer zeitig nach Hause (12:30 Uhr), er fuhr mich immer.
Einen Abend nachdem ich bei ihm war brachte er mich bis unten zu unserer Straßenecke und wir rauchten noch eine. Sie konnte ihn also nur sehen wenn sie aus dem Fenster schaute und das tat sie auch. Man hörte ihr schreien über die ganze Straße und ich hätte sie angelogen da ich als ich ging sagte, dass ich zu meinem besten Freund fahre. Das war auch der Fall, jedoch kam mein Freund dazu und brachte mich später heim. Man hörte über die Straße hinweg, wie sie drohte sich einen Baseballschläger zuzulegen wenn er noch einmal in unsere Straße fahren würde. Seitdem setzt er mich immer am Anfang der Straße ab und ich laufe den Rest, um keinen weiteren Stress zu provozieren.
Es folgten wieder viele Wochen des Streits, doch zwischendurch gab es immer wieder Lichtblicke in denen sie so tat, als ob nie etwas gewesen war. Bei Gesprächen mit der Familie trafen mich wieder viele Vorwürfe.
Bei einem Gespräch, das mein Vater wie immer führte wurde beschlossen, dass ich bis zum 1. August ausgezogen sein sollte. Ich freute mich unheimlich, da ich nun schon knappe 2 Monate in dauerhaftem Streit lebte und ich hoffte dass sich durch den Abstand alles besserte und ich wieder so leben konnte wie die Monate davor. Ich begann also Wohnungen zu suchen, jedoch fanden wir nicht direkt etwas dass mir gefiel und ich hatte immer noch keinen Job um diese zu halten, also wurden die Pläne ersteinmal verschoben.
Es ging wieder so weiter, dass es jedes mal streit gab wenn ich zu meinem Freund fuhr.
Ich begleitete meine Eltern dann für 3 Tage nach Holland und in der Zeit verstand ich mich auch gut mit meiner Mutter, jedoch war sie immer wieder sauer auf mich wenn sie auf mein Handy guckte wenn ich Nachrichten schrieb und diese an meinen Freund waren.
Letzte Woche dann, hatte mein Freund am Dienstag seinen letzten Arbeitstag, er war jedoch auf Montage in Bayern, weshalb mein bester Freund und ich auf die Idee kamen ihn abzuholen, da die Spritkosten im Endeffekt günstiger waren als die Zugtickets. Ich sprach einen Abend zuvor mit meinen Eltern darüber und sie meinten, dass sie mir die Fahrt nicht verbieten würden, sie jedoch auch nicht gutheißen würden, jedoch freute ich mich einfach meinen Freund zu sehen und fuhr mit. Als ich morgens das Haus verließ beschimpfte meine Mutter meinen Freund wieder als ‚Assi’ und meinte als ich die Tür schloss, dass ich ‚aufpassen soll, dass ich mir bei ihm nichts einfange’.
Als ich abends früher als vereinbart heim kam, ignorierte sie mich, doch mein Vater freute sich, dass ich so früh wieder da war.
Den nächsten Morgen hingegen tat sie wieder so, als ob nichts war. Die woche war dann länger ruhig.
Samstag schlief ich nach einer Party wieder bei meinem Freund, wir hatten ein wenig länger gemacht, wodurch wir verschlafen hatten. Ich schrieb sofort meinem Vater dass es später werden würde, er zeigte Verständnis dafür und holte mich sogar ab. Meine Mutter geriet darauf hin in Streit mit ihm, da er ihr in den Rücken fallen würde und machte mir wieder Vorwürfe, dass ich das extra gemacht hätte. Ich soll somit auch nächste Woche nicht bei ihm schlafen und die Konsequenzen daraus ziehen dass ich verschlafen habe.
Erst 3 Tage später wurde es wieder ruhig.
Eben sagte ich ihr dann, dass ich morgen mit ihm zu einer Freundin fahren würde, natürlich war sie wieder direkt sauer.
Ich weiß langsam nicht mehr wo mir der Kopf steht und nach 3 Monaten dauerhaftem Stress schlägt mir das ganze auf den Magen. Viele Menschen um mich herum haben das ganze Spektakel mitbekommen vor allem die Familien meines Freundes und meines besten Freundes. Ich werde oft darauf angesprochen und mittlerweile macht mir das auch wieder zu schaffen. Alle machen sich Sorgen um meine Mutter, dass sie auf irgendetwas sauer ist und das auf meinen Freund projiziert. Wenn ich sie jedoch darauf anspreche würde ich sie als ‚geisteskrank’ betiteln und wir streiten uns wieder. Ich hatte es jetzt längere Zeit geschafft das Ganze auszublenden, es störte mich nicht mehr extrem, ich war eher sauer auf meine Mutter, weshalb Sprüche von beiden Seiten unter die Gürtellinie gingen.
Mein Freund macht sich langsam Sorgen um mich und merkt dass mich das Ganze mehr beschäftigt als ich es zugeben will. Ich will mich aber auch nicht wegen des Stresses von ihm trennen, weil er mir momentan noch Halt gibt.
Die letzten Tage breche ich oft in Tränen aus und ich habe Angst dass ich an der Situation ‚kaputt gehe’. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll oder wo ich mir helfe holen soll.
 

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Nordrheiner

Sehr aktives Mitglied
Hallo, lieber Gast,

es ist unverständlich, warum Deine Mutter etwas gegen Deinen neuen Freund hat. Jedoch scheint es mir sicher zu sein, dass ein räumlicher Abstand zwischen Dir und Deiner Mutter für Dich wichtig ist. Grundsätzlich sind die Beschimpfungen Deiner Mutter nicht ok. Ich empfinde sie als respektlos.

Man kann durchaus ganz unterschiedlicher Meinung sein. Jedoch eine Verständigung ist nur möglich, wenn sich beide Seiten respektieren. Das sehe ich bei Deiner Mutter nicht.

Fast habe ich den Eindruck, dass sich Deine Mutter in Deinen ersten Freund verliebt hat - und weil sie verheiratet ist - ihn an Dich abgetreten hat. Und Du hast Dich dieser Liebe nicht als würdig erwiesen... und Dich von ihm getrennt. Wie soll Deine Mutter darüber reden - und mit wem? Ganz sicher, so denke ich, hat Deine Mutter ein emotionales Problem, eine Störung, die es ihr derzeit nicht möglich macht, sachlich zu bleiben. Wir werden hier nicht dahinter kommen, was der eigentliche Grund für Deine Mutter ist....

Also bleibt erst mal nur die räumliche Trennung und die Hoffnung, dass sich nach einiger Zeit die Wogen wieder glätten.

Alles Gute,
Nordrheiner
 
G

Gast

Gast
Kann mich Nordrheiner nur anschließen, was Deine Mutter angeht. Sie scheint sehr an Deinem alten Freund gehangen zu haben und jetzt bekommt Dein neuer Freund den ganzen Frust ab.

Problematisch ist aber zusätzlich, dass keiner von Euch beiden fähig ist den Streit zu deeskalieren. Ich gehe mal davon aus, dass ihr Euch beide aufschaukelt - vielleicht schaffst Du es ja in dem Fall, dass Deine Mutter Dich wieder massiv angeht, innerlich einen Schritt zurückzutreten und nicht mit Gegendruck zu reagieren und damit einen erneuten Streit den Weg zu bereiten, sondern einfach mal ruhig zu bleiben. Vielleicht kannst Du ja auch einfach mal die Frage RUHIG stellen, was genau ihr Problem ist. Sie kennt Deinen Freund de facto nicht und verhält sich aber so als ob. Egal welche Reaktion sie zeigt, bleibe ruhig und - da sie die Antwort nicht kennt (wenn sie sie kennen würde, würde sie sich ja nicht so irrational verhalten) - frage sie einfach immer wieder ruhig, weshalb sie so aggressiv und emotional auf eine Sache reagiert, die sie nichts angeht.

Was ich mich übrigens auch frage: weshalb müssen Deine Eltern es Dir erlauben, ob Du woanders übernachtest? Du bist doch volljährig, oder?
 

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