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Sein Leben geht zugrunde, was kann ich tun???

whitewine

Aktives Mitglied
Hallo Sophie,

du schreibst, er sei durch seine Aggressionen schon vorbestraft. Klingt mir nicht nach einer Depression. Depressive richten ihre Aggressionen per Definition gegen sich selbst, nicht nach außen.
Sorry, da muss ich widersprechen. Aggressionen eines Depressiven können sich durchaus auch nach aussen richten. Depressive machen nicht immer sich selbst verantwortlich dafür dass es ihnen mies geht. Oft genug müssen andere dafür herhalten. Ich sehe das an meiner Tante, die auch depressiv ist, und ständig am Rummotzen und Rumpöbeln ist und andere körperlich und verbal angreift.
 

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Sophie2604

Mitglied
Mein Therapeut (ich bekämpfe seit einem schweren Verkehrsunfall ein posttraumatisches Stresssyndrom) hat mir anhand meiner Erzählungen erst die Richtung zu den Depressionen gezeigt, er vermutet, dass mein Freund schwere Depressionen hat.

Nur so lange er noch regelmäßig Drogen nimmt, fällt eine medikamentöse Behandlung schon komplett weg und eine Therapie bei einem Psychologen verweigert er völlig.

Es ist einfach eine Zwickmühle :( :confused:
 

Graf AOKcula

Mitglied
Was er wohl dringend bräuchte, wäre eben die Einsicht.

Sobald er irgendwie aggressiv gegen sich selbst oder gegen andere ist, wäre der Ansatzpunkt (Wegen Eigen und/oder Fremdgefährdung) für eine Zwangseinweisung gegeben, so hart das auch klingt. Notfalls musst du das mal als seine Freundin knallhart veranlassen, in dem zu zum sozialmedizinischen Dienst des Gesundheitsamtes gehst.
Auch eine verwahrloste Wohnung kann ein Grund für eine Zwangseinweisung sein, da eben auch hier eine Eigen / Fremdgefährdung vorliegt, und ich denke nicht, das er bei seinem Krankheitsbild in einer Sauber und Ordentlich aufgeräumten Wohnung lebt...

Ein längerer Klinikaufenthalt kann dann auch der Ausgangspunkt für die Einrichtung einer Betreuung über das örtliche Amtsgericht sein, der dann, über gewisse Vollmachten verfügend, im Sinne deines Freundes das Leben wieder zu ordnen helfen kann.

Dir gebe ich den Rat, dich da heraus zu halten, und das den Profis zu überlassen. Als Freundin kannst du immer zu ihm halten, aber dies alles selbst zu lösen, damit schadest du dir nur selbst, weil dir eben, im Gegensatz zum Betreuer, der persönliche Abstand nicht fehlt.
 

Sophie2604

Mitglied
Stimmt, seine Wohnung ist sehr unordentlich, aber nicht im Übermaß. Meistens schafft er es, aufzuräumen, wenn Besuch ansteht.

Er versucht im Moment, seine Aggressionen in den Griff zu bekommen (Anti-Aggressions-Kurs vom Richter angeordnet) und schafft das auch ganz gut, denke ich...

Er weiß insgeheim auch, dass er professionelle Hilfe braucht, er hat nur so wahnsinnige Angst mit fremden Menschen zu reden und sich vor ihnen zu öffnen.
Bei Kliniken hat er ein Bild im Kopf, dass es da zugeht wie im Gefängnis, dass er (wegen der Drogen) mit Medikamenten vollgepumpt wird etc.
Er war schon einmal für 3 Tage zwangsweise in der geschlossenen Abteilung und wurde da an's Bett fixiert. Seit dem will er auf gar keinen Fall mehr in eine Klinik :(
 

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