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Seid ihr auch der Meinung meiner Mutter?

Sandra_86

Mitglied
Ich bin gerade krank. Hab eine ganz böse Erkältung. Vorhin hab ich einen Hustenanfall bekommen, der gar nicht mehr aufhören wollte. Da ich in meinem Zimmer nichts mehr zu trinken hatte, da ich leider nicht dran gedacht habe, mehr mitzunehmen, da ich grade bestimmt 4 Liter am Tag trinke, obwohl ich sonst oft nicht mal einen schaffe und ich ja schließlich irgendwas machen musste, bin ich extra ganz leise, weil mein Vater jeden Tag Mittagsschlaf hält, nach unten gegangen, um mir etwas zum Trinken zu holen. Hab sogar extra versucht, den Husten zu unterdrücken, damit mein Vater ja nicht gestört wird, sodass mir Tränen runtergelaufen sind und ich dachte ich würde gleich platzen. Der Husten tut auch ziemlich weh. Als meine Mutter mitbekommen hatte, dass ich unten bin, kam sie wie eine Furie in die Küche gestürmt und fauchte mich an, von wegen, was mir einfallen würde, um die Zeit runter zu kommen, ich wüsste ganz genau, dass Papa schlafen würde. Ich sagte ihr, dass ich wegen meinem Husten etwas zu trinken bräuchte. Sie fragte mich, ob ich damit nicht hätte warten können, bis mein Vater aufgewacht ist, weil man ja Rücksicht nehmen müsse. Dabei war ich extra ganz leise. Klar will man beim Schlafen nicht gestört werden, aber was soll ich denn bitte machen, wenn mein Husten nicht aufhören will? Wir diskutierten noch eine Weile und meine Mutter redete mit mir wie mit einem drei jährigen Kind, dass einen Tobsuchtanfall hat. Sie hat es leider immer noch nicht akzeptiert, dass ich mittlerweile auch eine erwachsene Frau bin. Man kann doch normal miteinander reden oder etwa nicht? Man muss sie kennen, um das nachvollziehen zu können. Ich bilde mir das nicht ein. Mein Vater sagt auch immer, dass sie es nicht akzeptieren möchte, dass ich erwachsen bin. Seis drum. Jedenfalls ist sie der Meinung, dass man meinen Vater hofieren müsse und dass alles immer nach seinem Willen geschehen muss. Er nützt das natürlich aus, was sie aber nicht bemerkt, wundert sich aber, wenn er dauernd einem was reinwürgt. Jedenfalls ist sie der Meinung, dass ich mich nur in meinem Zimmer aufhalten darf, solange mein Vater im Wohnzimmer schläft. Nicht, dass man meinen Husten bis runter hört -.-, da mein Boden total hellhörig ist und mein Zimmer direkt am Treppenhaus liegt. Man hört mich so oder so. Sie sagte man hätte seine Eltern um die Mittagszeit nicht zu stören und hätte erst runterzukommen, wenn man die Erlaubnis bekommen würde. Ich sagte zu ihr, hätte ich Kinder, dürften die immer kommen, egal wann und sie würden mich nie stören. Daraufhin sagte sie, das würde sie mir nicht glauben, das wird bei mir später genauso sein. Ich weiß aber, dass das nicht so sein wird. Worauf ich hinaus möchte: Findet ihr das normal? Ist das bei euch zuhause auch so, dass ihr euch in bestimmten Situationen nur mit der Erlaubnis eurer Eltern im Haus oder in der Wohnung bewegen dürft? Dass das früher so war, kann ich mir schon vorstellen, aber wie ist das heute? Ich hatte ja keine böse Absicht. Das Lustige ist immer, wenn ich manchmal runterkommen muss, während mein Vater schläft, weil ich zum Beispiel aus dem Haus muss, ich extra leise bin, meine Mutter mich aber trotzdem hört, sie vom Wohnzimmer (sie sitzt direkt neben meinen Vater) aus rausschreit, dass ich leise sein soll, sodass er erst recht aufwacht ^^. Wie denkt ihr darüber? Ich werde wohl in Zukunft lieber warten, bis mein Vater wach ist, damit es keinen Stress gibt, egal was ist. Dann bin ich schon auf der sicheren Seite.
 

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Bellchen

Mitglied
Hallo Sandra_86,


ich bin nicht der Meinung deiner Mutter. Wenn dein Vater ein Mittagsschlaf machen will, kann er dies machen z. B im Bett. Sonst muss er damit rechnen, dass er von den Familienangehörigen unabsichtlich geweckt wird.
Ich finde es gar nicht ok. von ihr und statt neben deinem Vater zu sitzen, hätte sie nach dir schauen können, da du krank bist.


Viele Grüße und gute Besserung
Bellchen
 

das Gefühl

Aktives Mitglied
Der König schläft, die Untertanen sind leise. ;)
Deine Mutter hat nicht nur Unrecht, sondern redet wirklich Blödsinn (Entschuldigung!).
Laß Dich bei solchen unüberlegtem Gerede gar nicht auf eine Diskussion ein. Geh runter, laß sie meckern, ignorier das und geh wieder hoch. Gerade weil Du Dich auf ihre Diskussionen einläßt und Dir dadurch auch noch ein schlechtes Gewissen machen läßt, nimmt sie Dich als Erwachsene nicht Ernst. Sie verhält sich so, weil sie den Druck, den sie bekommt an Dich weitergibt.
Alles Gute
 

Canya

Mitglied
Hey, nein das ist nicht normal. du hast genauso ein Recht, dich im haus frei zu bewegen, wie jeder andere. Dein Vater könnte ja auch im Bett schlafen und wenn man in einer Familie lebt ist es normal, dass man mal gestört wird. Das verhalten deiner Mutter ist absolut albern und sinnlos. Das Kind (egal wie alt ;)) zu bitten, leise zu sein in der zeit ist ja in Ordnung, aber dich mehr oder weniger einzusperren und selber loszuschreien, wenn du dir Mühe gibst ist inkonsequent. Wenn schon, sollte sie selbst vorbild sein.
Das ist völlig respektlos dir gegenüber. Hol dir was zu trinken wenn du durst hast, das ist dein gutes recht, du benimmst dich schon sehr rücksichtsvoll, mehr, als man es erwarten kann! Ignorier sie, und geh einfach runter, wenn du was brauchst. Vielleicht lässt sie ihr sinnloses verhalten dann irgendwann fallen. Meine Kinder dürften auch immer zu mir kommen und sich logischerweise frei bewegen ;)
Und sie sollte sich wirklich um dich kümmern, wenn es dir so schlecht geht statt dich anzuschreien!

Liebe Grüße,
Canya
 
L

LVchen

Gast
Das sind so in etwa die Gründe, warum ich mit meinen Eltern mit 24,5 ausgezogen bin. Ich hatte damals richtig die Nase voll. Bei allem haben die rumgelabert --- ob beim Duschen, Heizen, Stromverbrauch, Essen, was ich im TV schaue, mit wem ich mich abgebe usw. Ich hatte da einfach keine Lust mehr drauf und ich würde auch keinem empfehlen, ab 24, 25 noch bei den Eltern richtig zu wohnen.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Hallo Sandra,

ich denke, du bist einfach eine erwachsene Frau und du solltest daran denken bald aus deinem Elternhaus auszuziehen. Ihr habt zum Alltag verschiedene Ansichten was ja gar nicht weiter schlimm wäre wenn jeder seine eigenen 4 Wände hätte.

Was hindert dich daran auszuziehen?

Gruß
Sisandra
 

Sandra_86

Mitglied
Ich wär schon lange ausgezogen, aber mich hindert es daran, dass ich leider noch keinen festen Arbeitsplatz habe. Ich bin erst dieses Jahr im Juni mit meiner Ausbildung fertig geworden, da ich erst Abi gemacht hab, meine erste Ausbildung abbgebrochen hab, ich ein Jahr lang nur Jobben konnte und sich aus diesem Grund alles etwas hinausgezögert hat. Klar, man könnte meinen, da ich schon 25 bin, hätte ich schon alles hinter mir, aber dem ist leider nicht so. Ich hab leider einen Beruf gewählt, der total überlaufen ist und wo man als Berufsanfänger keine Chancen bekommt. Ich versuche seit ich ausgelernt bin, eine Stelle zu bekommen. Erfolglos. Mein Zeugnis ist nicht gerade gut, aber es ist immerhin ein Zweierzeugnis, aber ich bekomm leider nur eine Absage nach der anderen. Immer mit der Begründung, dass ich noch Berufsanfänger bin. Ab Januar muss ich von meinem Ausbildungsbetrieb für immer weg. Ich bin jetzt mittlerweile auch dabei, mir etwas zum Jobben zu suchen, damit ich kein Arbeitslosengeld beantragen muss. Bin zur Not bei tausenden (hihi, übertrieben) Zeitarbeitsfirmen gemeldet, die haben immer Jobs für einen.
Das Problem ist aber, dass man erstens von dem Geld nicht leben kann und man zweitens nie weiß, wann man den Job wieder verliert. Mit Hartz 4 aufstocken könnte ich auch nicht, weil ich zuviel verdienen würde und möchte ich auch nicht. Genau aus dem Grund, weil ich kein Arbeitslosengeld möchte. Ich will nicht von den Steuern andrer Leute leben. Ich kann nur hoffen, so schnell wie möglich eine Stelle in meinem Beruf zu finden und ausziehen zu können. Bis dahin heißt es Augen zu und durch. Es ist leider nicht alles so einfach, wie viele immer glauben. Ich liebe meine Eltern ja auch und komm sonst gut mit ihnen klar, aber manchmal nerven sie, wie glaub alle Eltern :D.
 
G

Gast

Gast
Das sind so in etwa die Gründe, warum ich mit meinen Eltern mit 24,5 ausgezogen bin. Ich hatte damals richtig die Nase voll. Bei allem haben die rumgelabert --- ob beim Duschen, Heizen, Stromverbrauch, Essen, was ich im TV schaue, mit wem ich mich abgebe usw. Ich hatte da einfach keine Lust mehr drauf und ich würde auch keinem empfehlen, ab 24, 25 noch bei den Eltern richtig zu wohnen.
... hallo Sandra, wenn Du 25 Jahre alt bist, dann sind Deine Eltern so um die ca. 50 rum, vermute ich jetzt mal. Ohne Dich anzählen zu wollen, haben sie bisher für Dich ziemlich viele Jahre doch wohl gut gesorgt, und mir gefällt Dein Satz, dass du deine Eltern liebst, und sie manchmal nerven.
Es ist aber auch andersrum ebenso, sie waren 25 Jahre lang für Dich da ... Meinst Du nicht auch, dass sie manchmal genervt sind, für sie ist es doch auch ein neuer Lebensabschnitt, nämlich der, dass die Kinder erwachsen sind und auf den Lebensweg gebtracht sind. Die Entwicklung deiner Eltern geht doch auch vom verliebten Paar, zu Eltern für Dich und Deinen Bruder, sie haben sicher getan, was Eltern für ihre Kinder tun ... Vielleicht sind sie ienfach auch müde und fertig ... auch wenn es Deine Eltern sind ... Sicher sehen sie Dich als erwachsenes Kind an, aber sie wollen - vermute ich einfach mal - auch nach ihrer Fasson leben ... Vielleicht nervt sie auch, dass Du mit 25 noch für Dich aufkommen müssen ... Habt ihr darüber auch mal geredet?

... und die Worte von Lvchen sind eigentlcih ein bisschen typisch für junge Leute ... wobei ich jetzt nicht unterstelle, dass Lvchen so ist!!!!

Aber sie wollen zuhause wohnen, möglichst wenig an Wohn-/Heiz-/Kostgeld beteiligt werden, aber sich bedienen, als gäbe es keine Kosten. Es kostet alles Geld, nur noch nicht das eigene. Eine meiner Freundinnen war auch so, was hat die sich aufgeregt, wenn die Mutter "laberte", dass immer und überall das Licht anblieb, dass jeden Tag fröhlich ohne Zeitlimit die dusche lief, dass sie kochte, wann sie wollte, egal, kostete ja nicht ihren Strom ... und so weiter. Aber dann zog sie in eine eigene Wohnung, dann fielen ihr die Augen fast aus dem Kopf, was alles kostete. Und plötzlich begann sie selber zu sparen, weil sie jetzt alles aus ihrer eigenen Tasche zahlen musste ... Man sagt ja nicht umsonst, "Hotel Mama" ..., dann sah sie erstmal ein, wie sie sich selber benommen hatte ...
 
R

Real

Gast
hmm
es geht hier der Fakt wohl unter, dass der Vater keinen Mittagsschlaf machen will, einfach so, sondern dass er wohl nachts arbeitet - oder habe ich das falsch verstanden?

Mit Nachtschicht verdient er weit aus mehr als mit Tagsschicht, ernährt somit auch die Familie bzw. trägt seinen Teil dazu bei.
ich kenne viele, bei denen auf den Schlaf Rücksicht genommen wird, vielleicht nicht in dieser extremen Form wie bei dir, von wegen, dass du dich nicht mehr in der Wohnung bewegen kannst, aber Rücksicht ist klar.

Was mich nur wundert, ist die Überreaktion deiner Mutter und wenn ich dann weiter lese, glaube ich, dass diese Reaktion nicht viel mit dem Vater zu tun hat, aber das wäre ja ein anderes Thema.

ich bin schon der Auffassung, dass man Rücksicht nehmen muss, allerdings angemessen.
 

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