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Seelische Gewalt? - der Versuch das Unfassbare zu verstehen

#SENECA#

Mitglied
Hallo zusammen,


im Zuge meines Recherchieren und Dazulernens fand ich einen aus meiner Sicht exzellenten Artikel:


"Wenn Sie die Person, die Sie missbraucht, lieben: Stockholm-Syndrom und Trauma-Bindungen"

https://erkennepsychopathie.wordpre...ieben-stockholm-syndrom-und-trauma-bindungen/


Für mich sehr hilfreich sind dabei vor allem zwei Betrachtungen:
Zum einen wird erläutert, wieso mitunter das Opfer Verhaltensmuster des Täters mitgeht oder gar in identischer Weise lebt (Lügen, Täuschen, etc.). Zum zweiten wird erklärt, wie gegebenenfalls das familiäre Umfeld des Täters sympathisiert, was in meinem Fall von den Eltern des Opfers berichtet wurde.


Im Prozess des Verstehen Wollens schreitet man als "Normalo", der noch nie mit den Abgründen menschlicher Psyche in Berührung kam, durch einen schockierenden Wandel. Alles, was man zuvor versuchte rational / sachlich zu begreifen und zu bewerten, scheitert. Eine unglaubliche Fassungslosigkeit macht sich breit. Erst durch intensives Einarbeiten erschließt man sich ganz langsam die Sphären, in denen dann sichtbare Symptome verständlich werden.


Was dann noch bleibt ist die Ohnmacht gegenüber einer gegebenen Situation. Die Dinge liegen klar sichtbar auf der Hand - das Opfer selber wirkt aber vollends geblendet. Von außen möchte man helfen, kommt aber nicht durch die Mauern durch.
Geduld ist nicht einfach zu erzielen für Außenstehende in einer Phase, in der man sukzessive das Wachsen des Opferschadens mitverfolgen darf.
 

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K

kasiopaja

Gast


Was dann noch bleibt ist die Ohnmacht gegenüber einer gegebenen Situation. Die Dinge liegen klar sichtbar auf der Hand - das Opfer selber wirkt aber vollends geblendet. Von außen möchte man helfen, kommt aber nicht durch die Mauern durch.
Geduld ist nicht einfach zu erzielen für Außenstehende in einer Phase, in der man sukzessive das Wachsen des Opferschadens mitverfolgen darf.
Was bleibt anderes übrig? Man kann keinen zum Jagen tragen und keinem helfen, der sich nicht helfen lassen will.
 

KBS

Aktives Mitglied
Hallo seneca (und hallo ihr, denen es ähnlich geht)!


Ja, die Sphäre der Geduld ist nicht einfach zu erklimmen. Und es ist richtig, was bleibt ist die Ohnmacht, die alles so unerträglich macht. Aber: wie kann die Geduld Dir dienen? Sie kann Dir dienen, indem sie Dich bis zum passenden Augenblick warten lässt, um das machen zu können, was Du eigentlich möchtest, nämlich sie retten. Daher ist die Geduld die Tugend, die Dich zum Ritter macht, um sie zu retten. Zu glauben dafür würde ein Schwert reichen, ist eine verkehrte Vorstellung. Denn das Schwert ist nur wie die Ungeduld, sie kann nicht retten.

Nun ist aber Deine Ohnmacht da, die nicht leicht zu ertragen ist, was kannst Du dagegen machen? Ergründe, worauf Deine Ängste beruhen. Wenn Du dies erkennst, wird Deine Ohnmacht an Macht verlieren, denn Du weißt als Persönlichkeit, es kommt allein auf die Ziele an -und wenn Du demütig auf ihr Schicksal blickst, wird dann Deine Ohnmacht nicht winzig klein?

Meine Frage bedeutet aber nicht, dass ich nicht die Größe Deines Schmerzes erkenne, denn auch ich sehe demütig auf Dein Schicksal!

Lieben Gruß, KBS
 

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