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Seelenverwandte zur falschen Zeit getroffen, wie vergessen?

Hallo,

wie der Titel schon sagt, habe ich meine Seelenverwandte zur falschen Zeit in meinem Leben getroffen.

Ich bin psychisch krank, bin seit 1 bis 2 Jahren wohnungslos, war viele Monate davon auch auf der Straße, also obdachlos gewesen (aber jetzt bin ich bei einem Freund unter gekommen).

Ich bin weiblich, 21 und die Zeit auf der Straße war wirklich unschön (hab z.B. Männer getroffen, die mich wie ne Schlam*e ansahen und bedrängt haben etc.)
Ob dieser Lebensabschnitt allerdings vorbei ist, ist zudem fraglich.
Aber ich hoffe es sehr...


Ich tu auch was dafür.
Denn jetzt bei meinem Kumpel, da möchte ich wieder zurück ins Leben finden.
Eine (vorerst) ,,nur leichte" Arbeit anfangen, wieder meinen Hobbys nachgehen usw.

Ich hoffe das ich diesmal durchhalte. Denn diesen Vorsatz, den hatte ich schonmal.
Und ich bin schnell gescheitert und der Aufprall danach, der war sehr hart.

Denn in dieser Zeit, in der ich von Oben nach ganz unten fiel, war ich in einer Fernbeziehung mit einer Frau/nem Mädel (bin pansexuell).

Eigentlich total dämlich von uns beiden gewesen, diese Beziehung überhaupt einzugehen.
Denn nicht lange war die Zeit her, dass ich auf der Straße war und meinen Job hatte ich auch erst seit Kurzem.


Aber meine Ex Freundin ließ mich meine Vergangenheit vergessen und ich hatte das erste Mal seit langem wieder eine Arbeit und fühlte mich in diesem Moment beziehungsfähig. Und ich war glücklich, zufrieden mit meinem Leben und konnte sorglos sein. Ich hatte zwar ganz selten Mal Zweifel, ob es denn richtig und rational gesehen schlau war, mit ihr eine Beziehung einzugehen, aber diese Gedanken verflogen schnell, wenn sie mit mir Kontakt hatte.

Dieses Gefühl des glücklich Seins verlor ich schon vor Jahren. Der Kontakt zu ihr, der brachte dieses Gefühl aber wieder zurück.

Sie gab mir Hoffnung, wollte mich trotz meiner Fehler und auch wenn unsere Beziehung mehr oder weniger digital stattfand, war sie die schönste Beziehung die ich jemals hatte.

Ich war vorher zwar erst in 2 Beziehungen und die hielten auch nur kurz (entweder war ich passiv Bindungsängstlich oder aktiv).
Aber mit niemandem habe ich jemals so eine Bindung gehabt. Und sie war einfach perfekt.

Sorry fürs viele schwärmen, aber es ist wirklich so. Sie war eben der Traum für mich.
Bei meinen Ex Freundinnen gab es immer irgendwas, was mich gestört hat (selbst wenn es nur Kleinigkeiten waren, die nicht viel an meinen Gefühlen änderten).

Aber bei ihr passte alles.





Naja jetzt zum eigentlichen Problem. Ich habe durch diese Beziehung gemerkt, wie tiefliegende Probleme ich eigentlich habe. Denn keine Beziehung wollte ich so sehr, wie diese. Doch ich schaffte es dennoch nicht, eben wegen meiner Psyche.

Denn trotz meiner Gefühle, die immer stärker wurden, machte ich nach nichtmal 3 Monaten Schluss.
Ganz plötzlich (obwohl wir die Nacht vorher noch gemeinsam beim telefonieren einschliefen).

Als ich Schluss machte, hatte ich wieder mit meiner Psyche stark zu kämpfen, also die Symptome meiner Krankheit kamen wieder durch blöde Umstände in meinem Leben, wo mich nichtmal die Gefühle zu ihr, dazu bringen konnten, dass es mir besser geht.

Und das größte Problem an der ganzen Sache ist, dass ich sie geghostet habe.
Ich habe dann auch noch meinen Arbeitsplatz verloren, der Freund der mich aufnahm, meinte später noch, dass ich bei ihm nicht mehr bleiben kann usw.

Meine Freundin meinte von Anfang an immer zu mir, dass wenn was ist, ich zu ihr kann.

Aber anstelle es ihr zu sagen, ging ich auf die Straße zurück und schrieb ihr nur, dass ich mich bald melden werde.
Aber ich erstmal nicht erreichbar bin.


Ich meldete mich aber nicht mehr, bis heute.

Stattdessen war ich wieder auf der Straße und hatte zeitweise Suizidgedanken.
Ich hatte das Gefühl, nur physisch anwesend zu sein, psychisch habe ich gar nichts mehr gefühlt. Ich war wie tot.

Diesen Zustand, den hatte ich mehrere Monate. Und als ich langsam wieder mehr klarer denken konnte, wurde mir bewusst, dass ich mich entscheiden muss und das ich sie langsam verliere, wenn nicht schon längst verloren habe.

Ich fragte mich, was ich tun soll. Soll ich meine Beziehung retten oder entgültig Schluss machen und das ganze Abhacken.
Liebe retten war eigentlich meine Entscheidung, aber ich wusste auch gleichzeitig, dass ich nicht dazu in der Lage sein würde. Zu stark sind meine psychsichen Probleme.

Denn diesen Zustand, den kannte ich schon aus der Vergangenheit.
Allerdings abgeschwächter. Denn ich hatte nie zeitgleich einen so tollen Menschen an meiner Seite, für den ich auch Verantwortung trug. Das machte meine negativen Gefühle noch stärker und die Situation schwerer.

Denn wenn ich früher wiedermal versagt hatte und auf der Straße versauerte, da gab es niemanden, den ich mit runter zog. In dem Fall aber schon.

Somit hatte ich noch mehr Druck als vorher.

Ich wollte es doppelt so stark schaffen, wie vorher. Ich machte mir aber auch doppelt so stark Vorwürfe wie früher...

Deswegen half es mir auch nichts, wenn ich an unsere vergangene Beziehung dachte. Im Gegenteil, das Vermissen und krampfhaft wieder ,,normal sein wollen", dass machte es mir noch schwerer, mich wieder psychisch zu fangen.



Nun ist es wie gesagt so, dass ich seit 8 Monaten ohne Kontakt zu ihr, immernoch nicht mit ihr abschließen konnte.
Es ist zwar die letzten Wochen viel besser geworden (seit ca 1 Monat denke ich das erste Mal wieder das ich noch ne Zukunft habe und mein Leben leben muss, egal ob mit oder ohne sie).

Dennoch denke ich fast durchgehend an sie.

Meine neue Strategie ist (das konnte ich seit langem auch nicht), andere Frauen anzusehen, die ich attraktiv finde.
Z.B. in der U Bahn.
Aber wenn dann eine an mir vorbei läuft, die nur gewisse Ähnlichkeiten mit meiner Ex hat, sticht es in meinem Herz.


Ich hatte übrigens geplant, mich bei meiner ex Freundin so bald wie möglich nochmal zu melden.
Denn auch, wenn ich noch lange nicht vollständig mit ihr abgeschlossen habe, denke ich könnte ich es vermutlich schon packen, mich für alles zu entschuldigen.


Ich habe starke Schuldgefühle und möchte diese bereinigen und zudem möchte ich auch einfach, dass sie selber weiß, was mich damals geritten hat. Das es nicht an ihr lag und bestenfalls dann die Vergangenheit hinter sich lassen kann.



Ich würde es auch gerne tun. Denn mir ist spätestens diese Woche bewusst geworden, dass ich sie zumindest vorerst loslassen muss.
Vermutlich auch ganz und für immer.


Ich bin noch lange nicht fähig eine funktionierende Beziehung zu führen. Selbst Psychologen geben mich teilweise auf.

Ich weiß nicht ob ich es jemals überhaupt schaffe, eine Beziehung zu führen.

Aktuell denke ich mir nur, dass es für meine Mitmenschen wohl besser ist, mich nicht kennenzulernen.
Weil ich vermutlich dazu verdammt bin, anderen weh zu tun (und mir gleich damit mit).

Nunja, aber nun zu meiner Frage im Titel.
Wie vergisst man seine Seelenverwandte?

Ich versuche mir einzureden, dass sie nicht die Richtige war. Aber das Problem ist, es gab nichts an unserer Beziehung auszusetzen.

Sie hast mich immer respektvoll behandelt, die Gefühle waren immer sehr intensiv usw.
Halt auch, wie ich oben beschrieb.


Ich hab alles zerstört. Es lag an mir.Ich hab meine große Liebe gehen lassen.

Nebenbei bemerkt, sie empfand auch genau wie ich. Sagte immer, sie will mit mir alt werden, hätte noch nie so nen Menschen kennengelernt, der sie so extrem versteht usw.

Also ich hab mich nicht bzw ,wenn überhaupt, nicht viel reingesteigert.

Ich weiß aber das ich abschließen muss um mich weiter auf mein Leben konzentrieren zu können. Auf das was ich verbessern muss, um ein gutes Leben führen zu können usw.

Das geht aber schwer, wenn man andauernd die Ex im Hinterkopf hat und die Vergangenheit nicht abschließen kann...




Wer bis hierher gelesen hat. Erstmal danke dafür. Und an die die antworten wollen, bitte nicht unfreundlich werden oder Ähnliches.
Denn ich weiß selber, dass meine Ex Freundin das Ganze nicht verdient hat und ich mich mies verhalten habe...

Da muss man nicht noch drauf rumreiten.


Lg
 

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Petra47137

Sehr aktives Mitglied
Ganz allgemein und das trifft auch auf Dich zu - muss man sein Leben ersteinmal aufräumen, bevor man eine Beziehung eingeht. In einer vollgemüllten "Wohung" wird es Niemand auf Dauer aushalten. Sicher kann man sich helfen lassen und sich Lösungswege aufzeigen lassen, aber der aktive Teil ist man immer selbst.
Beziehst Du Sozialleistung oder HartzIV ?
Dann wäre der erste Schritt sich um eine Wohnung zu bemühen, vom JobCenter bzw Sozialamt bekommst Du ein Darlehen für eine Erstausstattung (musst Du nicht zurückzahlen).
Desweiteren solltest Du Dich weiterhin psychisch behandeln lassen, um die Voraussetzungen für einen Job zu schaffen, denn Du wirst viel Motivation brauchen, die Deiner psychischen Verfassung angepasst ist.........und das kann zunächst nur auf fachmännischer Ebene geschehen.
Du musst das, für Dich wirklich Wesentliche, in den Fokus stellen und auf dieser neuen Basis ist dann auch Platz für eine Beziehung.
Parallel kannst Du die Verbindung zu Deiner Freundin wieder herstellen, aber dann zunächst nur zur Unterstützung - aber nicht als Stütze..............bis Du gelernt hast Alleine zu gehen, erst dann kannst Du mit einem Menschen zusammen weiter gehen.
 
Ganz allgemein und das trifft auch auf Dich zu - muss man sein Leben ersteinmal aufräumen, bevor man eine Beziehung eingeht. In einer vollgemüllten "Wohung" wird es Niemand auf Dauer aushalten. Sicher kann man sich helfen lassen und sich Lösungswege aufzeigen lassen, aber der aktive Teil ist man immer selbst.
Beziehst Du Sozialleistung oder HartzIV ?
Dann wäre der erste Schritt sich um eine Wohnung zu bemühen, vom JobCenter bzw Sozialamt bekommst Du ein Darlehen für eine Erstausstattung (musst Du nicht zurückzahlen).
Desweiteren solltest Du Dich weiterhin psychisch behandeln lassen, um die Voraussetzungen für einen Job zu schaffen, denn Du wirst viel Motivation brauchen, die Deiner psychischen Verfassung angepasst ist.........und das kann zunächst nur auf fachmännischer Ebene geschehen.
Du musst das, für Dich wirklich Wesentliche, in den Fokus stellen und auf dieser neuen Basis ist dann auch Platz für eine Beziehung.
Parallel kannst Du die Verbindung zu Deiner Freundin wieder herstellen, aber dann zunächst nur zur Unterstützung - aber nicht als Stütze..............bis Du gelernt hast Alleine zu gehen, erst dann kannst Du mit einem Menschen zusammen weiter gehen.


Da hast du auch Recht mit.
Aber weißt du, auch wenn ich noch jung bin, ich habe leider das Gefühl irgendwie nicht therapiebar zu sein.
Ich versuche seit dieser Erkenntnis, nur noch vor meinen Ängsten wegzulaufen, anstelle sie zu therapieren.
Ich dachte auf diese Weise könnte ich endlich glücklich werden.

Aber das das, auf diese Weise ZUMINDEST NOCH nicht funktioniert hat, dass habe ich leider merken müssen.
Aber Therapie war genauso erfolglos.




Ich war als junges Mädchen eine sehr glückliche Person, die viele soziale Kontakte hatte.
Ich hatte viel erlebt, ein schönes Leben gehabt. Ich war bei vielen Menschen beliebt.

Bis mir plötzlich was passiert ist, genauer gesagt 2013, worüber ich seitdem nicht hinweg komme.

Ich hatte daher schnell auch Therapie und auch ein paar stationäre Aufenthalte.
Aber irgendwann gab ich es auf.

Die Therapien rissen nur noch weiter Wunden auf, aber helfen taten sie wenn nur temporär.
Ich fiel immer wieder in alte Muster. Das sahen sogar die Psychologen auch manchmal so.

Und da ich sowieso sehr sensibel bin, haben mich daher auch manche Therapeuten weiter runter gezogen.
Sie haben mich z.B. indirekt beleidigt oder ich habe mich nicht ernst genommen gefühlt.

Zum Beispiel meinte ein Psychologe zu mir, er sieht in mir keine Chance auf Besserung.
Ist zwar jetzt nicht allzu schlimm, aber in dem Moment habe ich mich wirklich bemüht. Doch er machte mir eben auch damit klar, dass es wohl selbst mit Bemühen nichts bringt.


Eventuell war ich auch anfällig dafür, schnell Aussagen negativ zu werten, weil ich mich so oder so schon hoffnungslos fühlte.


Irgendwann beschloss ich dann aber, es ganz sein zu lassen und es auf eigene Faust zu probieren.
Wurde wieder nichts...auch wenn ich dadurch kurze Phasen hatte, in denen ich glücklich war und es mir gut ging. Mehr als mit Therapie.
Aber auf Dauer wurde es ja dennoch nichts.



Trotz dieser Erkenntnis habe ich mich noch nicht überwinden können, wieder einen Psychologen oder Psychater aufzusuchen.

Kurz nach der Trennung zu meiner Exfreundin dachte ich dennoch viel drüber nach.
Aber die Hemmungen davor sind sehr groß....und auch irgendwie die Ängste.


Aber es gibt vermutlich eh keinen anderen Weg, nicht wahr?
Außer einen.
Und der wäre, es selber weiter zu versuchen, aber man sieht ja wo ich da gelandet bin...

Und vermutlich werde ich dann nie ein normales Leben führen.

Aber andererseits, wer garantiert mir, dass es mit Therapie was wird?

Ich habe mich vor ein paar Monaten Mal anonym beraten lassen und dieser Mann meinte zu mir auch, als ich sagte, ich habe Angst es nicht zu schaffen.
Das es berechtigt ist, denn es gibt eben keine Garantie. Aber versuchen muss man es halt.

In dem Fall empfand ich es allerdings nicht als herunterziehen.
Denn ich war auch froh, dass er ehrlich war.

Dieses ,,Psychologische Hilfe annehmen, bringt dich immer zum Ziel." oder ,,Du musst dich nur überwinden, dann wird alles gut." ist nicht unbedingt so realistisch.
Kann zwar Mut machen.
Aber dann betrügt man sich damit nur selber und fällt am Ende noch tiefer, wenn es nicht klappen sollte und man zu hohe Erwartungen hatte.


Denn wer weiß, vielleicht bleib ich immer so...vielleicht kann man mir einfach nicht helfen.
Diese Möglichkeit sollte man auch nicht unter den Tisch kehren.

Ich hoffe aber trotzdem, dass es nicht so kommt :(.



Zu deiner Aussage, mit dem Kontakt zu meiner Ex.

Das macht mir etwas Hoffnung, dass es doch irgendwie noch ne Chance geben könnte, sie in meinem Leben zu behalten.


Denn ich merke ich liebe sie noch sehr.

Ich frage mich zudem, ob sie mich vielleicht dazu bringen könnte, in psychologische Behandlung zu gehen.
Denn keinem Rat vertraue ich so sehr wie ihrem.
Aber ob ich sie um Rat fragen kann/sollte ist die andere Frage...

Ich denke, vorerst sollte ich sie in Ruhe lassen, wenn überhaupt, mich für mein Verhalten entschuldigen..zu tief hab ich sie verletzt.


Aber...irgendwie.. weiß ich seit 8 Monaten immernoch nicht ganz genau was ich will.
Mein Herz sagt, behalte sie in deinem Leben. Mein Kopf sagt, es wäre schlauer sie gehen zu lassen.

Wenn mir Menschen sagen:
,,Lass sie nicht gehen, du liebst sie doch."

Dann bin ich wieder dafür, weiter auf Kontakt zu hoffen.
Denn wie der Titel auch sagt, sie ist meine Seelenverwandte.

Wenn mir aber Menschen sagen:

,,Lass sie in Ruhe, zu tief hast du sie verletzt.
Sie hat so einen Menschen nicht verdient."

Bin ich eher dafür, sie einfach gehen zu lassen.
Zu hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nur immer wieder erneut verletzt werden wird.


Eines weiß ich aber, sollte ich eine Therapie beginnen, dann wird der Kontakt vorerst schwer.
Denn aus der Vergangenheit weiß ich, dass ich während einer Therapie kaum soziale Kontakte pflegen konnte.

Nur wenn es Fortschritte gäbe/gab, wäre/war das möglich.

Aber das könnte ich in diesem Fall ja kommunizieren.
Also dass ich mich in nächster Zeit nicht melden kann. Und das die Dauer unklar ist. Es sich auch um viele Monate handeln kann.


Nicht wie bei der Trennung, als ich diese Sache offen ließ und sie somit im Unklaren ließ.



Lg und Danke für deine Meinung
 

Petra47137

Sehr aktives Mitglied
Ich kann verstehen, das es sich zerstörerisch auswirkt, wenn man sich Hilfesuchend an einen Therapeuten wendet, der einem letztendlich nur schadet. Das darf und soll nicht sein, zumal eine Vertrauensbasis wichtig ist, um überhaupt erste kleine Fortschritte zu erzielen.
Du hast viele gute Denkansätze, zielgerichtet auf Deine Persönlichkeit - Du bist therapierbar auf Langzeit - wenn kompatibilität zu einem Therapeuten gegeben ist. Selbst auf dem Gebiet muss man suchen, um den "seelenverwandten" Therapeuten zu finden.
Sicher ist der Umgang mit den eigenen Ängsten immer der Schwierigste - Konfrontation kann nur hilfreich sein, wenn gleichzeitig eine Verarbeitung stattfindet. Dazu braucht es immer eine Schutzzone, in die man sich flüchten kann, um ein Teil der Ängste in Ruhe zu verarbeiten - allerding muss man gleichzeitig auch immer wieder aus dieser Schutzzone ausbrechen, um sich der Realität zu stellen, bevor man sich wieder mit den eigenen Ängsten konfrontiert.
Nur innerhalb der Schutzzone braucht man Hilfe (beim Verarbeiten) - beim Verlassen dieser Zone in die "Realität" versucht man immer die ersten eigenen Schritte, um das erlernte umzusetzen.

Stell Dir das "normale" Leben als eine Wiese mit vielen bunten Blumen und stechenden Insekten vor.
Dahinter ist ein dunkler Wald, so dunkel und angsteinflößend, das Du Dich lieber 1000mal stechen lässt, als nur einen Schritt in diesen Wald zu gehen. Hinter dem Wald ist ein gemütliches Haus (Deine Schutzzone) - mit einem Bildschirm - den Du nach Wunsch berühren kannst, um Hilfe zu bekommen. Du bestimmst den Augenblick.
Um in dieses Haus zu gelangen musst Du durch den Wald (Deine Ängste) - die einzigste Motivation ist Deine Vorstellung von dem, was Dich in dieser Schutzhütte erwartet. Wärme, Vetrautheit.
Die Gier danach ist so groß, aber die Angst vor dem dunklen Wald, den Du durchqueren musst - ist genau so groß.
Noch stehst Du auf der Wiese, mit Wunden von den Stechinsekten. Du weißt, wenn Du die Augen schließt ist es genau so dunkel wie der Wald es ist. Du schließt die Augen und rennst einfach los, ja Du fällst über Äste, aber Du lässt die Augen geschlossen und lässt Dich nur von einem leiten - dem festen Wunsch das Haus zu ereichen.
Du schaffst es und fühlst Dich befreit, befreit und sicher - aber der dunkle Wald liegt wieder vor Dir.
Er trennt Dich von der Wiese - auf die Du wieder zurück musst.
Du berührst den Bildschirm, denn Du brauchst Hilfe.
Die "Hilfe" sagt - nimm eine Axt und fälle die Bäume die Dir im Weg stehen. Eine mühseelige Arbeit, denn Du weißt, auf dem Haus liegt ein Zauber, Du darfst immer nur einen Tag und eine Nacht in diesem Haus verweilen, sonst verschwindet es - für immer.
Du schaffst nur einen Baum - aber es ist ein Baum weniger - auf dem Weg zurück.
Nach und nach wird Deine Schneise durch den Wald immer länger und Du kannst die Wiese schon sehen - vom Haus aus. Links und Rechts stehen noch die dunklen finsteren Bäume - aber durch diese Schneise fliegen auch die Stechinsekten - einige verirren sich im Dunkel des Waldes und die, die noch auf der Wiese sind - werden immer weniger.
Nach und nach gelingt es Dir, den Wald rechts und links - von Deiner Schneise aus - soweit auszulichten, das er keine Gefahr mehr darstellt, aber immer noch Platz bietet, um einigen den Stechinsekten eine Heimat zu bieten. Sie ganz von der Wiese verschwinden zu lassen, wäre verkehrt, denn wer sollte dann die Blumen befruchten und uns ab und zu stechen, um uns ein Fehlverhalten schmerzhaft zu machen.
Auch das Haus wird nicht mehr verschwinden, denn Du hast den Zauber gebrochen.
Den Wald ganz abzuholzen wäre verkehrt, denn wir brauchen unsere Ängste - denn diese sind unser natürliches Warnsystem - aber zu viele Ängste - sind wie der dichte Wald, der uns weit aus mehr, wir nur den Blick versperrt.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann verstehen, das es sich zerstörerisch auswirkt, wenn man sich Hilfesuchend an einen Therapeuten wendet, der einem letztendlich nur schadet. Das darf und soll nicht sein, zumal eine Vertrauensbasis wichtig ist, um überhaupt erste kleine Fortschritte zu erzielen.
Du hast viele gute Denkansätze, zielgerichtet auf Deine Persönlichkeit - Du bist therapierbar auf Langzeit - wenn kompatibilität zu einem Therapeuten gegeben ist. Selbst auf dem Gebiet muss man suchen, um den "seelenverwandten" Therapeuten zu finden.
Sicher ist der Umgang mit den eigenen Ängsten immer der Schwierigste - Konfrontation kann nur hilfreich sein, wenn gleichzeitig eine Verarbeitung stattfindet. Dazu braucht es immer eine Schutzzone, in die man sich flüchten kann, um ein Teil der Ängste in Ruhe zu verarbeiten - allerding muss man gleichzeitig auch immer wieder aus dieser Schutzzone ausbrechen, um sich der Realität zu stellen, bevor man sich wieder mit den eigenen Ängsten konfrontiert.
Nur innerhalb der Schutzzone braucht man Hilfe (beim Verarbeiten) - beim Verlassen dieser Zone in die "Realität" versucht man immer die ersten eigenen Schritte, um das erlernte umzusetzen.

Stell Dir das "normale" Leben als eine Wiese mit vielen bunten Blumen und stechenden Insekten vor.
Dahinter ist ein dunkler Wald, so dunkel und angsteinflößend, das Du Dich lieber 1000mal stechen lässt, als nur einen Schritt in diesen Wald zu gehen. Hinter dem Wald ist ein gemütliches Haus (Deine Schutzzone) - mit einem Bildschirm - den Du nach Wunsch berühren kannst, um Hilfe zu bekommen. Du bestimmst den Augenblick.
Um in dieses Haus zu gelangen musst Du durch den Wald (Deine Ängste) - die einzigste Motivation ist Deine Vorstellung von dem, was Dich in dieser Schutzhütte erwartet. Wärme, Vetrautheit.
Die Gier danach ist so groß, aber die Angst vor dem dunklen Wald, den Du durchqueren musst - ist genau so groß.
Noch stehst Du auf der Wiese, mit Wunden von den Stechinsekten. Du weißt, wenn Du die Augen schließt ist es genau so dunkel wie der Wald es ist. Du schließt die Augen und rennst einfach los, ja Du fällst über Äste, aber Du lässt die Augen geschlossen und lässt Dich nur von einem leiten - dem festen Wunsch das Haus zu ereichen.
Du schaffst es und fühlst Dich befreit, befreit und sicher - aber der dunkle Wald liegt wieder vor Dir.
Er trennt Dich von der Wiese - auf die Du wieder zurück musst.
Du berührst den Bildschirm, denn Du brauchst Hilfe.
Die "Hilfe" sagt - nimm eine Axt und fälle die Bäume die Dir im Weg stehen. Eine mühseelige Arbeit, denn Du weißt, auf dem Haus liegt ein Zauber, Du darfst immer nur einen Tag und eine Nacht in diesem Haus verweilen, sonst verschwindet es - für immer.
Du schaffst nur einen Baum - aber es ist ein Baum weniger - auf dem Weg zurück.
Nach und nach wird Deine Schneise durch den Wald immer länger und Du kannst die Wiese schon sehen - vom Haus aus. Links und Rechts stehen noch die dunklen finsteren Bäume - aber durch diese Schneise fliegen auch die Stechinsekten - einige verirren sich im Dunkel des Waldes und die, die noch auf der Wiese sind - werden immer weniger.
Nach und nach gelingt es Dir, den Wald rechts und links - von Deiner Schneise aus - soweit auszulichten, das er keine Gefahr mehr darstellt, aber immer noch Platz bietet, um einigen den Stechinsekten eine Heimat zu bieten. Sie ganz von der Wiese verschwinden zu lassen, wäre verkehrt, denn wer sollte dann die Blumen befruchten und uns ab und zu stechen, um uns ein Fehlverhalten schmerzhaft zu machen.
Auch das Haus wird nicht mehr verschwinden, denn Du hast den Zauber gebrochen.
Den Wald ganz abzuholzen wäre verkehrt, denn wir brauchen unsere Ängste - denn diese sind unser natürliches Warnsystem - aber zu viele Ängste - sind wie der dichte Wald, der uns weit aus mehr, wir nur den Blick versperrt.;)

Deine Metapher gefällt mir sehr gut.
Ehrlich, ich finde diese Sichtweise sehr schön :).

Falls du dir das selber ausgedacht hast, dann sag ich nur Respekt.


Und ich hoffe das du recht hast und das ich irgendwann ,,am Haus" ankomme.
Und im besten Fall wartet da meine Ex.

Ok...unwahrscheinlich. Aber träumen darf man ja :D.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich vermute ganz stark, nicht die zeit war falsch. ihr wart falsch. und warum willst du diese schöne zeit mit ihr vergessen, verdrängen und therapieren? ich spreche aus eigener leidvoller erfahrung. das einzige was dir hilft ist transzendierung. nur eine therapie die dich zur transzendenz animiert, ist eine gute therapie.

viel erfolg und alles gute

Naja ich will nicht hauptsächlich in Therapie, wegen meiner Ex. Ich hatte schon jahrelang vor meiner Beziehung Probleme.

Und wieso denkst du waren wir falsch?

Ich meine es lief ja alles gut. Man könnte jetzt meinen, wenn ich sie unfair behandelt habe, bei der Trennung, dann habe ich sie nicht richtig geliebt.

Aber im Gegenteil.
Es lag eher daran, dass ich sie und sie mich zu sehr geliebt hat.
Klingt vielleicht komisch, aber ich kannte es eben nicht, wie es sich anfühlt, wenn sich einer wirklich um einen sorgt und sich für sein Leben interessiert.

Früher hatte ich meine psychischen Probleme und Rückfälle alleine durchlebt.
Keinen mit runter gezogen, wenn ich auf der Straße war oder so. Es gab vielleicht ein paar Menschen, die es ein wenig interessiert haben, aber wirklich wichtig war es nie jemandem vor ihr. Ich war eben sozial fast komplett isoliert.

Bei ihr merkte man aber richtig, wie sehr sie sich für mein Leben interessiert, wie sehr sie sich sorgt usw.

Das hat mir eben auch Angst gemacht, denn als ich mal wieder an einem Punkt ankam, an dem ich zu nichts in der Lage war, dachte ich nur, dass sie jetzt auf mich wartet und sich sorgt. Es machte Druck und wie ich in meinem Anfangsthreat schrieb.

Der Druck brachte mich dazu, etwas erzwingen zu wollen, was nicht da war.
Nämlich eine gesunde Psyche, bzw. zumindest so gesund zu sein, dass ich eine Beziehung halbwegs gut führen kann. Ich wollte auch für sie wieder ,,normal" sein. Aber anstelle gesunder zu werden, depremierte mich meine Situation nur noch mehr. Ich fühlte mich hilflos und wie eine Versagerin.

Ich denke auch, mit jedem anderen Menschen wäre es in dieser Situation zerbrochen.
Sie konnte ja auch nichts machen.
Sie hat alles richtig gemacht...
 

HalliGalliSuperstar

Aktives Mitglied
Ich denke, du solltest ihr schreiben. Erklär, was passiert ist, und warte einfach ab, was dann passiert. Sie hat ein Recht auf eine Erklärung und Entschuldigung, und du hast ja auch nicht abgeschlossen mit ihr. Erhoff dir nicht zuviel davon und setz dich nicht unter Druck. Aber die Sache muss irgendwie abgerundet werden, beide sollen wissen, woran sie miteinander sind.

Was ich noch fragen wollte:

Diese psychische Erkrankung, die wurde durch ein Ereignis ausgelöst? Aber kein Ereignis, das sich direkt körperlich auf dein Gehirn auswirkt? Also nicht so was wie ein Unfall (oder eine Droge), durch den das Gehirn geschädigt wurde, sondern so was wie ein Trauma? Etwas, das man heilen könnte, wenn es verarbeitet würde?

Und was ist so schwierig daran, nicht mehr auf der Straße zu landen? Warum kannst du dir nicht eine Wohnung suchen (solange du z.B. bei einem Freund lebst) und sie vom Jobcenter oder dem Sozialamt bezahlen lassen? Ich meine es nicht als Vorwurf, ich will es nur verstehen.
 
Ich denke, du solltest ihr schreiben. Erklär, was passiert ist, und warte einfach ab, was dann passiert. Sie hat ein Recht auf eine Erklärung und Entschuldigung, und du hast ja auch nicht abgeschlossen mit ihr. Erhoff dir nicht zuviel davon und setz dich nicht unter Druck. Aber die Sache muss irgendwie abgerundet werden, beide sollen wissen, woran sie miteinander sind.

Was ich noch fragen wollte:

Diese psychische Erkrankung, die wurde durch ein Ereignis ausgelöst? Aber kein Ereignis, das sich direkt körperlich auf dein Gehirn auswirkt? Also nicht so was wie ein Unfall (oder eine Droge), durch den das Gehirn geschädigt wurde, sondern so was wie ein Trauma? Etwas, das man heilen könnte, wenn es verarbeitet würde?

Und was ist so schwierig daran, nicht mehr auf der Straße zu landen? Warum kannst du dir nicht eine Wohnung suchen (solange du z.B. bei einem Freund lebst) und sie vom Jobcenter oder dem Sozialamt bezahlen lassen? Ich meine es nicht als Vorwurf, ich will es nur verstehen.

Genau. Also es geht um sowas, wie ein Trauma.
Nichts Körperliches.


Was es so schwierig macht, nicht mehr auf der Straße zu landen...naja das ist eine komplizierte Geschichte.

Die Theorie ist einfach. Theoretisch könnte ich jetzt auch noch mit meiner ex Freundin zusammen sein und mit ihr schreiben (habe seit Neuestem wieder Handy, WhatsApp usw.).

Aber das Umzusetzen ist das Schwierige.

Wenn es dich sehr interessiert, dann könnte ich es dir auch per privat Nachricht schreiben. Wie du magst. Aber hier offen im Forum wäre mir dann doch zu persönlich.

Lg und danke für deine Antwort
 

HalliGalliSuperstar

Aktives Mitglied
Was es so schwierig macht, nicht mehr auf der Straße zu landen...naja das ist eine komplizierte Geschichte.
(...)
Wenn es dich sehr interessiert, dann könnte ich es dir auch per privat Nachricht schreiben. Wie du magst. Aber hier offen im Forum wäre mir dann doch zu persönlich.
Wenn du willst, schreib es mir in Stichworten. Aber ich hab ehrlich gesagt momentan wenig Zeit, ich schau hier immer mal zur Ablenkung rein und geb meinen Senf, aber ich werd da jetzt nicht tief drauf eingehen können. Interessieren tät's mich schon, auch allgemein, warum das Obdachlosen / Wohnungslosen so schwer fällt. Dass es mit dem Umsetzen manchmal hakt, weiss ich und kenne ich von mir selber.

LG
 

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