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Schwanger - und unglücklich darüber (Schwangerschaftsdepression?)!

Crazybabe85

Mitglied
Hallo,

ich (w,35) habe vor einer Woche erfahren das ich schwanger bin (7.SSW, erstes Kind)und komme unerwartet nicht wirklich damit zurecht.

Bin mit meinem Mann schon 8 Jahre zusammen, sind seit 2 Jahren verheiratet und dachten es wäre jetzt schon mal an der Zeit die Pille weg zulassen und zu sehen was kommt. Finanziell ist alles gefestigt.
Wir waren eigentlich viel unterwegs.

Ich dachte eigentlich ich wäre bereits dazu, bis jetzt.

Also hab ich im Dezember 2018 die Pille weggelassen und bis Januar 2020 hat sich nichts getan....dann empfahl mich eine Bekannte einen Test um die fruchtbaren tage zu messen..dachte probieren kann ich es ja.

Dann kaufte ich die,wendete es im Januar und Februar an, es passierte nichts,dann vor 2 Wochen blieb Periode aus und ich machte erst mal nur für mich einen Schwangerschaftstest, der war Positiv...später noch einen zweiten...auch der war positiv.

Ich wollte nicht das mein Mann wusste das ich heimlich getestet habe, also habe ich zu ihm gesagt ich will einen Test machen und tat ganz überrascht...er meinte er freute sich... weiß natürlich auch um die Veränderungen usw.
Er sieht es aber auch ganz nüchtern und meinte bis die kritische Zeit vorbei ist können immer noch was passieren.

Mir geht es seit dieser Zeit eigentlich nicht gut,mir wurde mehr den je die Veränderungen bewusste die da auf uns zu kommt.

Ich dachte ich wäre hierfür bereit, aber jetzt habe ich schon 2x geheult deswegen und habe so Angst wie sich alles verändert, es dreht sich alles nur ums Kind, man hat kein eigenes Leben,wie wird das mit meinem Mann??
Waren auch oft unterwegs auf Reisen oder in anderen Städten, das fällt bald alles weg.

Ich weiß, das hätte ich mir vorher überlegen müssen, allerdings hätte ich nicht gedacht das es mir so schlecht damit geht...

Bitte zerfleischt mich nicht dafür!

Ich weiß auch wieviele Frauen es jahrelang versuchen und nicht schwanger werden und ich bin unglücklich drüber, aber ich kann leider nichts dagegen machen..und habe eine schlechtes Gewissen
deswegen.
Ich weiß ich bin auch keine 18 mehr, fühle mich aber momentan so, das hätte ich nicht gedacht!
Fühle mich wie ein hilfloses Kind vor einer neuen Schulaufgabe...keine Ahnung warum!

Was sagt ihr dazu? Geht es mehreren genauso? Vielleicht kann mich ja jemand verstehen hier!

Könnt ihr mir hoffentlich auch was positives sagen!

Danke und Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:

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Violetta Valerie

Moderator
Teammitglied
Mir geht es ganz genauso (nur dass ich noch nicht schwanger bin). ich bin auch in Deinem Alter und mein Mann wünscht sich ein Kind, aber ich weiß nicht: ich möchte gerne eins, aber ich fühle mich nicht bereit. Es ist in etwa so, als wäre ich erst 20: da hat man ja auch das Gefühl: Klar will ich mal ein Kind, aber jetzt noch nicht. Und mit 20 ist das ja irgendwie "OK" so zu fühlen und jeder findet das gut. Aber mit Mitte 30 ist das plötzlich nicht mehr "OK" und es wird erwartet, dass man irgendwie bereit dazu ist und man selber WILL ja auch dazu bereit sein. Aber was tun, wenn es einfach nicht passiert? Wenn man in diesem Zustand "Ich will ein kind, aber nicht jetzt" festhängt?
Komplett verzichten? Schlimme Vorstellung! Es einfach gegen die innerre Stimme durchziehen, in der Hoffnung, es wird schon werden? Auch nicht gut!
Was tun?
Ich kann dich also vollkommen verstehen. Man hat manchmal das gefühl, für uns- also für die, die dazwischen hängen- gibt es keinen Platz: man hat entweder ein Kind zu wollen, oder eben nicht, was aber, wenn man BEIDES ist? Für uns stellt sich die Lage ja sehr hoffnungslos da, weil wir- egal wie wir uns entscheiden nur falsch liegen können. Ich beneide sowohl die Frauen, die einen großen Kinderwunsch haben und es von ganzem Herzen wollen und ich beneide auch die Frauen, die einfach nicht wollen und denen auch dies klar ist: Aber was ist mit uns?
Es gibt bei einem Kind ja kein: "Naja, ich probiers mal und wenns mir nicht gefällt, lass ichs halt wieder"

insofern: ich verstehe Dich total. leider kann ich Dir auch nicht wirklich helfen (weils mir ja komplett genauso geht und ich mir auch nicht helfen kann), aber vielleicht tröstet es Dich, dass Deine gedanken garnicht so ungewöhnlich sind und Du damit nicht allein bist. Vielleicht tut Dir der Austausch ja gut.
ich wünsche Dir sehr, dass bei Dir doch bald die Freude auf das Baby überwiegt und Du aus vollem herzen ja dazu sagen kannst. Das wird bestimmt noch kommen: Jetzt musst Du es halt erstmal verdauen. Denk nicht, alle Frauen müssten sich immer total freuen und abgehen wie die Schnitzel nur weil sie endlich Mutter werden.
ich kenne schon auch ein paar Frauen, die sich Anfangs garnicht so gefreut haben und hinterher waren sie doch froh um ihr baby. Genug Frauen, die kompeltt ungewollt schwanger wurden haben ja schon bewiesen, dass man auch ein zunächst ungewolltes Kind total lieben kann und letztlich doch glücklich werden kann.
Ich denke, es ist wichtig, dass Du für DICH deine persönliche Mutterrolle findest: Du musst nicht werden wie die anderen Mütter und Du musst schon garnicht so werden wie dieses Mutterbild, das gerade gesellschaftlich so populärt ist (die stets aufopferungsvolle Mutter, die ja ach so gern auf alles verzichtet). Du kannst und sollst DEINEN Weg finden. Und wenn Du zB gerne reist: Ja, dann wird sich euer Kind da vermutlich auch mit integrieren lassen (zumindest in Teilen). man muss dem Kind nicht alles komplett unterordnen und aufgeben, nur weil andere das tun: Es gibt durchaus Spielraum, wie man ein Leben mit Kind in das eigene Leben einpassen kann: Es muss nicht immer umgekehrt sein - also dass sich alles komplett nur an das Kind anpasst: Das ist sicher in der Anfangsphase so, aber wie man das ganze gestaltet: Da gibt es individuelle Wege: Lass Dir bloß nicht einreden: Mit Kind ist das halt so- find Dich damit ab! Du hast gestaltungsspielraum und den solltest Du Dir nicht ausreden lassen oder Dir am Ende einreden lassen Du wärst eine schlechte Mutter, wenn Du DIESEM Bild nicht genügst.
ich kenne beispielsweise eine Opernsängerin, die hat 3 Wochen nach der Geburt ihres babys wieder auf der Bühne gestanden. Das Baby stand im Körbchen hinter der Bühne. Später war das kleine Mädchen halt hinter der Bühne gesessen, während Mama auf der Bühne war, wenn es eben niemanden gab, der drauf aufpassen konnte. Das "Kind" ist inzwischen 18 und Mutter und Tochter lieben sich heiß und innig, haben das beste Verhältnis. Man sieht, was das für eine tolle Mutter ist. Auch wenn sie wahrlich nicht dem Ideal entprochen und alles bereitwillig für ihr Baby aufgegeben hätte.

Also es gibt individuelle Wege, aber die erfordern glaube ich auch viel Mut.

Auch Du wirst Deinen Weg finden!
 
G

Gelöscht 75067

Gast
Wenn du schon jz solche Zweifel hast und das Reisen beweinst, solltest du dir vielleicht ehrlich Gedanken drum machen ob du das Kind überhaupt behalten oder nach der Geburt zu Adoption geben willst. Denn sonst darf das Kind sich dann Jahrelang anhören dass man wegen ihn/ihr ja ach so alles aufgegeben und Schuld an Muttis verpassten und gestohlenen Leben hat.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

vermutlich hängt dein ambivalentes Verhalten ganz einfach mit Hormonschwankungen zusammen.
Was deine Hormone angeht, ist im Moment alles durcheinander.
Vollkommen normal, der Körper stellt sich um.
Die Hormone sind jetzt ausser Rand und Band und haben großen Anteil dran was Körper und Seele angeht.
Du würdest dich wundern, was so Hormone auslösen können.
Alles stellt sich jetzt auf die Schwangerschaft um.

Gehe zu deinem Gynäkologen und lass dich beraten, vielleicht kann er helfen. Zumindest kann er mit dir sprechen und dir alles erklären.
Du bist nicht die erste Frau der dies passiert.

Und vielleicht würde ein Schwangerschaftsforum helfen.
Dort triffst du mit Sicherheit auf Schwangere denen es genauso geht oder ging.

Nur keine Schnellschüsse jetzt. Informationen einholen
wäre jetzt besser.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir
 

momo28

Moderator
Teammitglied
Du bist in der 7. SSW. Da fängt dein Körper gerade so richtig an, Hormone zu produzieren und damit alles durcheinander zu wirbeln. Also kein Wunder, dass auch du durcheinander bist.
Dass dich die Schwangerschaft auch gerade überfordert, ist auch normal. Da verändert sich ganz viel in dir und um dich herum. Du weißt nicht, wie es sein wird, du weißt nur, ab jetzt wird es anders werden.

Du hast noch über 30 Wochen Zeit, dich an deinen Bauchzwerg zu gewöhnen, ihn dir vertraut zu machen. Und mit jedem Tag deiner Schwangerschaft werden die Hormone dich nicht mehr so fluten wie jetzt in der Anfangszeit.

Ich wünsche dir und deiner künftigen kleinen Familie alles Gute.
 
A

AnnaMz

Gast
Hallo,

ich kann dir nur Mut zusprechen, denn mir ging es mal genauso. Ich war mit 35 mit meinem Sohn schwanger und hatte riesige Angst, ob ich dem Ganzen gewachsen bin. Das war eine Achterbahn der Gefühle voller Selbstzweifel und Gefühlsausbrüche. Am Anfang der Schwangerschaft geht es einem ja auch erstmal nicht gut und dann spielen auch noch die Hormone verrückt. Jetzt kann ich dir nur sagen, dass ich unseren Sohn wahnsinnig liebe und froh bin, dass er da ist. Ja, es ist eine riesige Umstellung im Leben und benötigt viel Kraft. Aber wenn dich dein Partner unterstützt, dann schafft ihr das. Deine Gedanken sind wirklich nicht ungewöhnlich. Wir erwarten derzeit unser zweites Kind und auch jetzt habe ich Angst vor den Veränderungen. Aber ich weiß auch, dass ich froh darüber sein werde, wenn unser zweiter Zwerg da ist. Nur Mut!
 

Crazybabe85

Mitglied
Hallo Ihr,

danke für eure Antworten.

Das macht mir ein bisschen Mut. Und mir geht es nicht mehr ganz so schlecht.
Vo rallem Danke an Violetta Valerie! Es tut gut zu hören das es anderen auch so geht....und
deine Worte trösten mich ein wenig., das es viell. doch nicht alles aufzugeben gilt.
Und auch deine Beispiele finde ich toll. DANKE!

Ich denke ich brauche einfach noch etwas Zeit an den Gedanken zu gewöhnen. Hoffe das ich mich
bald drauf freuen kann! Ich denke das wird auch kommen.

Viele Grüße
 

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