Schon wieder

grisou

Aktives Mitglied
Meine liebste Freundin ist wieder in der Klinik, wieder Selbstmordversuch. Der letzte ist nur Monate her.

Ich wünsche mir so, ich könnte ihr helfen. Aber ich kann mir da sein. Es aushalten. Sie nicht allein lassen.

Ich rechne mehr damit das sie lebt als dass sie stirbt. Ich fühle mich so kalt, ich krieg es kaum mehr hin noch mit zu fühlen.

Wir lernen uns nicht lange und sie ist mir so ans Herz gewachsen. So ein Wunder Wunderbarer Mensch. Und ich schaue zu, wie die sich langsam verliert.
 

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Regis

Aktives Mitglied
Da gibt es nicht viel, was man sagen oder tun kann, erst recht nicht von "außen" wie hier im Forum.
Aber auch Du kannst letztendlich nicht mehr für sie tun als einfachfür sie da zu sein.
Ich hoffe, dass sie den Kampf gegen ihre Dämonen gewinnen wird. Aber mach ihre Probleme nicht auch noch zu Deinen, grisou.
 

EllaBO

Aktives Mitglied
Das ist sehr traurig, ich nehme dich in den Arm, mehr kann ich leider nicht tun und natürlich ganz fest die Daumen drücken, dass auch du sie wieder in die Arme schließen kannst.
 

grisou

Aktives Mitglied
ich danke euch für eure lieben worte, was mir sehr hilft.

das alles ist so ein chaos und so ein zeichen davon wie das system schlicht und einfach völlig versagt.

sie war ein paar tage auf der geschlossenen, jetzt wird sie entlassen und zurück in die missbrauchssituation geschickt. wegen corona müssen immer quarantäne-zimmer freigehalten werden, die psychiatrie die sowieso schon überlastet ist, kommt jetzt gar nicht mehr klar mit der bettenbelegung.

wir müssen sie jetzt also irgendwie durch die nächsten vier wochen bringen, wenn dann ihre psychologin in der traumaklinik aus dem urlaub zurück ist und sie hoffentlich dann dort einen platz bekommt und erst mal sicher ist. bis dahin wird sie noch mehrmals abstürzen, ganz sicher und nur hoffenltich keinen weiteren selbstmordversuch unternehmen. wobei ihre abstürze schon immer eher eine glücksache beim überleben ist.

jeder sagt mir, es soll mich nicht belasten. aber das tut es. nicht ihre situation, also ja, sie ist krank, ist einfach ein glücksspiel ob sie es schafft oder nicht. und ihr kann ich auch ein stück den rücken stärken. nur wenn eine einrichtung für alkoholkranke nicht in der lage ist, zu verstehen, dass sie selbst immer wieder die sucht auslösen, dann macht mich das unglaublich wütend. und so was schimpft sich sozialpädagoge. so inkompetente trottel, die nichts können außer schön reden und kohle einstreichen.

mir wird ganz anders, wenn ich mir vorstelle, dass sie jetzt dort ist.
 

EllaBO

Aktives Mitglied
Gute Nachricht, dass es noch einmal gut gegangen ist, schlechte Nachricht, dass leider, wie so oft, das System versagt und Inkompetenz nichts hilft. Das Ausgeliefertsein ist kein gutes Gefühl.
 

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