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Schock durch Mitbewohnerin?

exHausted

Mitglied
Hi,

meine Mitbewohnerin ist gestern überraschend ausgezogen. Sie hat sich nie an den Putzplan gehalten, den wir gemeinsam vereinbart hatten, dem Rundfunkbeitrag musste ich nachrennen und allgemein verhielt sie sich mir gegenüber sehr provokant. Fühlte sich direkt von mir angegriffen, wenn ich sie darauf hinwies, den Müll rauszubringen und so weiter. Ich hätte eigentlich schon von Anfang an merken müssen, dass wir nicht zusammen passen. Sie ernährt sich vegan und versuchte mich ständig, zu missionieren. Sprach häufig davon, den Kapitalismus abschaffen und durch den Kommunismus ersetzen zu wollen. Versuchte, mich in ihre Gruppierungen (Extinction Rebellion) mit einzubeziehen und ich war unten durch, weil ich nicht wollte. Sie erwähnte, in der Schule keine Freunde gehabt zu haben. Das hätte mich auch stutzig machen sollen. Die Nachbarn grüßte sie nicht, sondern zog nur eine Fratze...ich bin schockiert von diesem Mädel. Das hat mir ziemlich zugesetzt und ich weiß nicht mehr, ob ich jetzt noch mal in einer WG leben möchte. Ich hab durch den Stress mit ihr und durch beruflichen Stress massiv abgenommen. Brauche einfach meine Ruhe, bin aber leider Hauptmieterin. Was würdet ihr machen?
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Was würdet ihr machen?
Hallo exHausted,
ich denke, deine jetztige Erfahrung bildet
die Grundlage für eine Art "Checkliste"
für die Bewerberinnen der Zukunft.

Nur wegen einer negativen Erfahrung auf
weitere zu schließen, ist unpassend. Es
gibt ja viel mehr Fleischesser (leider, will
ich doch ergänzen) als Veganer und das,
was die Leute von Extinction Rebellioin
verstanden haben, erkennen auch nur
ganz wenige.

Deine Chancen sind also hoch, jemand
zu dir passenden zu finden.

Aber vergiss nicht die Positivliste aufzu-
stellen, also was dir wichtig ist, dass es
jemand mitbringt an Eigenschaften oder
Verhaltensweisen.

Sinnvoll ist es vielleicht, die Bewerberinnen
in ihrer jetztigen Wohnumgebung zu tref-
fen, möglichst spontan. Da kannst du dann
viele Eindrücke sammeln.

Vor allem würde ich dir raten, mehrere
Bewerberinnen parallel zu begutachten
und daraus auszuwählen. Also nicht nur
eine. Es sei denn, es ergibt sich spontan
und passt 100%.

Ein "Schock" lässt sich gut durch positive
neue Erfahrungen überschreiben und da-
durch auch heilen.

Alles Gute!
Werner
 

exHausted

Mitglied
Hallo exHausted,
ich denke, deine jetztige Erfahrung bildet
die Grundlage für eine Art "Checkliste"
für die Bewerberinnen der Zukunft.

Nur wegen einer negativen Erfahrung auf
weitere zu schließen, ist unpassend. Es
gibt ja viel mehr Fleischesser (leider, will
ich doch ergänzen) als Veganer und das,
was die Leute von Extinction Rebellioin
verstanden haben, erkennen auch nur
ganz wenige.

Deine Chancen sind also hoch, jemand
zu dir passenden zu finden.

Aber vergiss nicht die Positivliste aufzu-
stellen, also was dir wichtig ist, dass es
jemand mitbringt an Eigenschaften oder
Verhaltensweisen.

Sinnvoll ist es vielleicht, die Bewerberinnen
in ihrer jetztigen Wohnumgebung zu tref-
fen, möglichst spontan. Da kannst du dann
viele Eindrücke sammeln.

Vor allem würde ich dir raten, mehrere
Bewerberinnen parallel zu begutachten
und daraus auszuwählen. Also nicht nur
eine. Es sei denn, es ergibt sich spontan
und passt 100%.

Ein "Schock" lässt sich gut durch positive
neue Erfahrungen überschreiben und da-
durch auch heilen.

Alles Gute!
Werner
Erst mal möchte ich festhalten, dass ich nichts gegen Veganer habe. Allerdings gegen Missionierer und Moralapostel. Und Linksextremismus.

Danke für deine Antwort.
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Erst mal möchte ich festhalten, dass ich nichts gegen Veganer habe. Allerdings gegen Missionierer und Moralapostel. Und Linksextremismus.
Alles auf die Liste setzen! Ich denke
wirklich, dass es schwierig ist, für
eine WG den passenden Menschen
zu finden, zumal man sich selbst
ja auch verändern kann und der
andere auch.

Ich würde mir jemand suchen, der
mir selbst möglichst ähnlich ist, denn
mit mir selbst komme ich ganz gut
aus. Und dann möglichst jemand,
der Sachen gerne im Haushalt macht,
die ich nur ungern mache.

Du kannst ja durchaus auch hier eine
"Suchanzeige" starten, wer weiß, ob
der Zufall nicht diesen Weg wählt?


P.S.
Ich habe auch nichts gegen Fleisch-
esser. Nur gegen ihr Verhalten in
Bezug auf ihre Ernährungsweise ;)

Missionieren ist hier eh sinnlos nach
meiner Erfahrung. Da hilft nur lecker
kochen und probieren lassen ...
 

exHausted

Mitglied
Alles auf die Liste setzen! Ich denke
wirklich, dass es schwierig ist, für
eine WG den passenden Menschen
zu finden, zumal man sich selbst
ja auch verändern kann und der
andere auch.

Ich würde mir jemand suchen, der
mir selbst möglichst ähnlich ist, denn
mit mir selbst komme ich ganz gut
aus. Und dann möglichst jemand,
der Sachen gerne im Haushalt macht,
die ich nur ungern mache.

Du kannst ja durchaus auch hier eine
"Suchanzeige" starten, wer weiß, ob
der Zufall nicht diesen Weg wählt?


P.S.
Ich habe auch nichts gegen Fleisch-
esser. Nur gegen ihr Verhalten in
Bezug auf ihre Ernährungsweise ;)

Missionieren ist hier eh sinnlos nach
meiner Erfahrung. Da hilft nur lecker
kochen und probieren lassen ...
Na dann, umso besser, dass du nicht weißt, dass ich mich vegetarisch ernähre. Und mal abgesehen davon, nichts gegen Fleischesser habe. Und deren Verhalten auch nicht kritisieren muss. Leben und leben lassen.
 
G

Gelöscht

Gast
Das nächste mal die Kandidaten besser auswählen. Natürlich sind auch mal Blender dabei, aber hast du die auf Herz und Nieren getestet, bevor sie eingezogen ist?

Das mit der Ernährung ist doch egal, wichtiger sind ihre Umgangsformen und wie sie mit der Hausordnung umgeht. Ich denke, einiges am Verhalten wäre dir schon am Anfang aufgefallen.

Kannst du denn die Wohnung alleine zahlen?
 

exHausted

Mitglied
Das nächste mal die Kandidaten besser auswählen. Natürlich sind auch mal Blender dabei, aber hast du die auf Herz und Nieren getestet, bevor sie eingezogen ist?

Das mit der Ernährung ist doch egal, wichtiger sind ihre Umgangsformen und wie sie mit der Hausordnung umgeht. Ich denke, einiges am Verhalten wäre dir schon am Anfang aufgefallen.

Kannst du denn die Wohnung alleine zahlen?
Nein, die Wohnung kann ich nicht alleine zahlen. Wie hätte mir das auffallen können? Also mit der Hausordnung und den Umgangsformen?
 
G

Gelöscht

Gast
Du kannst doch fragen, wie sie vorher gewohnt hat und wie da das mit dem Haushalt geregelt war. Ist sie dort Prinzessin, wird sie wohl kaum bei dir glücklich das Bad putzen und Müll raus bringen.

Außerdem würde ich mich vorher mehrmals mit ihr unterhalten, um ihre Ansichten zu erfahren. Es hat bei euch jetzt null gepasst und das lag nicht daran, dass sie sich vegan ernährt.

Warum du nicht Grenzen setzen kannst, was jetzt das.Missionieren angeht, solltest du für dich rausfinden. Dann sagt man halt "das interessiert mich nicht" und gut ist. Was sie in der Freizeit macht, hat dich nicht zu interessieren, es sei denn sie ist terroristisch unterwegs. Was ich rauslese, hat sie nur genervt. Dann setze Grenzen!

Außerdem müssen von Anfang an Regeln klar und festgelegt werden. Macht einen Plan zusammen und ich empfehle flexible Kündigungsfrist.
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Du beschreibst ja auch in deinen anderen Fäden deine Schwierigkeiten im Umgang mit Mitmenschen.
"Die anderen" sind entweder dumm, faul, lästern oder verstehen dich nicht. Die Mitbewohnerin teilte deine Weltsicht nicht und brachte den Müll nicht regelmäßig raus.
Auch bei der nächsten Mitbewohnerin würde sich das wiederholen. Aber nicht, weil die Menschen alle so blöd sind, sondern, weil du dich Menschen offenbar überlegen fühlen musst, um halbwegs zurecht zu kommen und deine tiefe Unsicherheit zu verdrängen.
Ich würde mich um ein Zimmer in einem Studentenwohnheim kümmern. Oder einen Job annehmen, um die Wohnung alleine zu halten.
So richtig kann ich da auch keinen "Schock" erkennen.
Wenn du nicht damit beginnst, an DIR zu arbeiten, wirst du das Studium ebenso vorzeitig abbrechen wie den Freiwilligendienst. Weil die Mitstudenten blöd und oberflächlich sind. Die Profs ungerecht und die Fächer unterfordernd sind. Das wäre sehr schade.
Nutze die Gelegenheit JETZT, um etwas für dich und deinen Umgang mit Menschen zu tun.
Jetzt hast du noch Gelegenheit; in zehn Jahren wärst du sonst eine verbitterte, einsame Frau ohne Bindungen und beruflichen Erfolg.
Ich vermute, dass du das nicht gerne liest, aber ich meine es gut und denke, hier handelt es sich um einen Fall, in dem klare Worte dran sind.
 

exHausted

Mitglied
Du beschreibst ja auch in deinen anderen Fäden deine Schwierigkeiten im Umgang mit Mitmenschen.
"Die anderen" sind entweder dumm, faul, lästern oder verstehen dich nicht. Die Mitbewohnerin teilte deine Weltsicht nicht und brachte den Müll nicht regelmäßig raus.
Auch bei der nächsten Mitbewohnerin würde sich das wiederholen. Aber nicht, weil die Menschen alle so blöd sind, sondern, weil du dich Menschen offenbar überlegen fühlen musst, um halbwegs zurecht zu kommen und deine tiefe Unsicherheit zu verdrängen.
Ich würde mich um ein Zimmer in einem Studentenwohnheim kümmern. Oder einen Job annehmen, um die Wohnung alleine zu halten.
So richtig kann ich da auch keinen "Schock" erkennen.
Wenn du nicht damit beginnst, an DIR zu arbeiten, wirst du das Studium ebenso vorzeitig abbrechen wie den Freiwilligendienst. Weil die Mitstudenten blöd und oberflächlich sind. Die Profs ungerecht und die Fächer unterfordernd sind. Das wäre sehr schade.
Nutze die Gelegenheit JETZT, um etwas für dich und deinen Umgang mit Menschen zu tun.
Jetzt hast du noch Gelegenheit; in zehn Jahren wärst du sonst eine verbitterte, einsame Frau ohne Bindungen und beruflichen Erfolg.
Ich vermute, dass du das nicht gerne liest, aber ich meine es gut und denke, hier handelt es sich um einen Fall, in dem klare Worte dran sind.
Gut, dass du mich so gut kennst, um eine solche Anamnese zu machen. :) Und noch Ferndiagnosen zu stellen. Von meinen Freunden habe ich Rückhalt, weil sie die Mitbewohnerin kennen. Und für mich sind auch nicht alle Menschen blöd oder dumm. Ich mag Menschen. Nur eben nicht alle. Wie das halt im Leben so ist. Danke für deine Einschätzung. Erst letztens habe ich meine psychische Gesundheit abklären lassen. Wie jeder andere Mensch habe auch ich meine Baustellen, bin aber ansonsten bei gesunder psychischer Verfassung. :D Und zu meinen Baustellen gehört definitiv meine Unsicherheit. Das hast du richtig erkannt. Aber zum Glück habe ich noch eine handvoll Freunde, mit denen ich mich sehr gut verstehe und schon sehr lange befreundet bin. Ein gut gemeinter Rat an dich: Komm runter von dem Trip, meinen zu müssen, dass du die Kompetenz besitzt, andere Menschen mit Ferndiagnosen zu bombardieren. Du hast mich noch nie im realen Leben getroffen.
 

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