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Schlechtes Gewissen nach gespräch mit Chefin

Hallo zusammen,

ich arbeite seit 4 Jahren im gleichen Betrieb, habe aber auf März die Abteilung gewechselt.

In meiner neuen Abteilung war offenbar die letzten jahre Chaos. Es war acht Jahre lang das gleiche team aus 6 älteren Personen. Man hat so gearbeitet, wie es einem gerade gut gedünkt hat und Hygienevorschriften wurden nicht eingehalten. Als ich in die Abetilung gewechselt habe, hat auch der neue Abteilungsleiter gerade angefangen. Und der hat sofort angefangen, da Ordnung zu machen.
Da zwei Personen pensionniert wurden, hat der neue Chef mich und zwei andere jüngere ins Team geholt, und wir wurden von Anfang an entsprechend der neuen Richtlinien eingearbeitet.
Keine Privatklamotten mehr, kein Essen am Arbeitsplatz, Kunden dürfen nicht mehr in Strassenschuhen und Klamotten rumlaufen, kein Alkohol mehr, rauchen nur noch in einem gekennzeichneten Bereich. Und bei den Dienstleistungen für Kunden muss sich genau daran gehalten werden, welches produkt und wie viel für was verwendet wird. Reinigung erfolgt genau nach Protokoll. Alles in allem eigentlich normale Regeln. Den älteren, die schon länger da sind, passt das alles nicht. Besonders ein Kollege beschwert sich STÄNDIG darüber. Auch über uns neuen beschwert er sich nonstop. So ist es z.B. ein riesen Problem, dass er jetzt nur noch drei statt neun Kleiderhaken besetzten kann, weil wir neuen auch gerne usnere Kleidung in die allgemeine Garderobe hängen möchten. Vorher hat niemand seine Jacke da aufgehängt, wir tun das jetzt halt, die Garderobe gehört allen. Was ich persönlich nicht okay finde ist dass er sich bei seinen Kundengesprächen vor den Kunden über den Chef und uns Kollegen beschwert.

An sich ist das nicht mein Problem, darum muss isch der Chef kümmern. Ich habe ihm schon mal gesagt, dass er sich bei mir nicht ständig über den Chef oder die Kollegen beschweren soll, dass ich da einfach die falsche Adresse bin. Seither beschwert er sich natürlich bei den Kolleginnen und Kollegen über mich, aber mir ist das egal.
Die Tage ist aber etwas passiert, was mich heftig gestört hat: Er ist, während ich eine Fussbehandlung beim Kunden durchgeführt habe, zu mir rein gekommen und in meine Kundengespräch reingegrätscht. Der Kunde ist Stammkunde und sie kennen sich. Da hat er angefangen mit dem Kunden gemeinsam über den Chef und die Kollegen und Schlussendlich auch über mich herzuziehen. Er hat zwar über mich nichts wirklich übergriffiges gesagt, aber er meinte, ich sei zwar engagiert, aber ich passe einfach nicht hierher, und solle mir doch in meinem Interesse besser was anderes suchen. Auf meine Frage hin, wieso er das denkt, meinte er "einfach so, das ist mein Bauchgefühl, da draussen sind zig Personen, die es besser machen würden. Du hast sicher Talent und könntest dies woanders gut entfalten. Das passte infach null hier mit dir, das fühle ich. Es soll einfach alles wie früher werden". Ich habe ihm natürlich direkt gesagt, dass mich das sehr stört, und seine Reaktion war "okay, dann sage ich halt nix mehr, ich habe hier eh nix zu melden."

Ich bin danach zum Chef und habe ihr den Vorfall gemeldet. Dass ich den Vorfall gemeldet ahbe, bereue ich nicht. Ich mache meine Arbeit gut, bekomme fast nur postive Rückmeldungen von Kunden und es ist nicht meine Schuld, dass sich so viel verändert.
Aber der Chef hat mich dann noch gefragt, ob es noch andere Vorfälle gegeben hat, er möchte es gerne wissen da er ein Gespräch mit dem Kollegen plant. Ich habe dies bejaht, und der Chef hat mich um Beispiele gebeten. Ich habe nicht viel überlegt, da ich auch noch wütend war wegen der Störung während meiner Arbeit habe ich dann gesagt, dass der Kollege sich ständig über den Chef und die neuen Kollegen beschwert.

Aber jetzt im Nachinein fühle ich mich doch, als hätte ich ihn in die Pfanne gehauen und denunziert beim Chef. Und ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich weiss, dass er bei seienr Arbeit wirklich Vollprofi ist, und dass ich eben zwar Behandlungen gut und zufriedenstellend anbieten kann, fachlich aber doch in seinem Schatten stehen.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Ich habe nicht viel überlegt, da ich auch noch wütend war wegen der Störung während meiner Arbeit habe ich dann gesagt, dass der Kollege sich ständig über den Chef und die neuen Kollegen beschwert.

Aber jetzt im Nachinein fühle ich mich doch, als hätte ich ihn in die Pfanne gehauen und denunziert beim Chef. Und ich habe ein schlechtes Gewissen. Ich weiss, dass er bei seienr Arbeit wirklich Vollprofi ist, und dass ich eben zwar Behandlungen gut und zufriedenstellend anbieten kann, fachlich aber doch in seinem Schatten stehen.
Schlechter Stil, sorry.
Rechne damit, dass dir das zudem unangenehm auf die Füße fallen wird.
 

Eva

Aktives Mitglied
Früher hätte ich mich über dich aufgeregt, aber heute, nach meinen Erfahrungen im Arbeitsleben finde ich dein Verhalten völlig ok. du hast ja schließlich keine Unwahrheiten deinem Chef erzählt.

Ich habe immer meine Klappe gehalten. Dafür bin ich gemobbt worden. Auch habe ich mal eine Kollegin, die den Job vor mir gemacht hat und gar nicht mehr in der Firma war, nicht in die Pfanne gehauen. Mußte extrem viel aufarbeiten, aber mein Chef meinte, ich hätte ja nichts zu tun.

Ich will nicht behaupten, dass ich mein Verhalten bereue. Ist halt so gelaufen, und ich war eben so wie ich war. Aber dieses Verhalten würde ich keinem mehr raten.
 
N

Nemo76

Gast
Ich finde es legitim, dass du das gesagt hast. Vor Kunden über Kollegen und den Chef zu lästern geht nicht, das ist meiner Meinung nach schlechter Stil.
Wenn es zu Problemen kommt, lege nicht den Fokus darauf, dass er über den Chef lästert, sondern dass er über dich lästert.
 

Bodenschatz

Aktives Mitglied
Im Laufe des Lebens kann es sein, dass man ein bisschen AltersStarrsinnigkeit entwickelt.
Mit Situationen lern man umzugehen, und was immer funktioniert hat, wird auch weiter funktionieren.
Leider kommen ab und an Änderungen hinzu. Natürlich sind Änderungen unerwünscht, da es immer so gelaufen ist. Wozu ändern?
Also geht man hin und fängt an zu maulen.
Bei mangelndem Selbst-Reflexionsvermögen führt sowas mal gerne dazu, dass man die Hand beißt, die einen füttert.
Der Gebissene kann sich dann überlegen, was er dagegen tut.
Er war es ja schließlich, der die Änderungen herbei geführt hat. Mag aber sein, dass sie notwendig waren, und dass der Biss falsch ist.

Also gibt es Gegenwind, um den Beißer zurück auf den Boden der Tatsachen herunter zu holen und neu ein zu norden.

Leuten, die generell mitdenken und loyal sind, passiert sowas seltener.
Anderen, die meinen dass sie eine Position haben, die ihnen aber nicht zusteht, passiert sowas laufend.
Das sind dann die Opfer, Du bist Täter und Verräter.

Bist Du??
Verkehrte Welt eben....
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Wenn der Kollege solche fiesen Bemerkungen über dich zu anderen Leuten sagt (vermutlich um dich rauszuwerfen), hätte ich ihm gegenüber kein schlechtes Gewissen.
 

Lebens-Erfahrene

Aktives Mitglied
Ich sehe das wie @momo28: Solange Du zu dem, was Du sagst und tust auch innerlich stehst, ist alles in Ordnung.

Und Du brauchst auch kein schlechtes Gewissen haben, weil Du - auf Nachfrage Deines Chefs/Deiner Chefin - aus Deinem Ärger heraus gesagt hast, was Du selbst mit erlebt hast. Wahrscheinlich hat die Chefetage schon etwas hinsichtlich der Unzufriedenheit sowie des schlechten Benehmens des Mitarbeiters mitbekommen. Schließlich schreibst Du ja, das bereits ein persönliches Gespräch mit diesem Kollegen seitens der Chefetage geplant ist. Vielleicht hat sind dort auch schon Informationen darüber von anderen Kollegen angekommen.

Ich denke mal, das sich auch Kunden über den Kollegen beschwert haben. Sowas, was er da nämlich macht, ist geschäftsschädigend. Er beschwert sich - so wie Du schreibst - in seinem Frust auch bei Kunden und da sind sicher einige dabei, die mit dem Betrieb gut gestellt sind.

Alles was er gemacht hat und was jetzt geschieht, hat er selber zu verantworten. Wenn jemand meint, extrem (!) quer schießen zu müssen, wird er zwangsläufig irgendwann auf die eine oder andere Weise mit den Konsequenzen konfrontiert werden.

Du brauchst wirklich kein schlechtes Gewissen haben.

Und das er da in DEINE Behandlung (mit einem Kunden) reinplatzt, um mit dem Kunden zu reden, den er zwar gut kennt, der aber in dem Moment DEIN Kunde ist, geht gar nicht. Wäre ich der (Stamm)Kunde gewesen, hätte der von auch von mir was zu hören bekommen ;)

Liebe Grüße, LE
 

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