Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Schlechter Schlaf durch ständige Alarmiertheit

Wandel

Aktives Mitglied
Guten Abend liebe Leute

Ohne grosse Erwartungen schreibe ich mir hier meine Symptome vom Leib, die mich schon seit längerem Quälen.

Ich habe seit jeher das Problem, dass ich schlecht schlafen kann. Mein Gehirn findet einfach keine Ruhe, mit der Folge dass ich am nächsten Tag morgens nicht frisch sondern erschöpft und demotiviert aufstehe. Ja, zurzeit ist in meinem Leben einiges ein wenig drunter und drüber, aber dennoch habe ich die Situation im Griff und versuche alles gelassen anzugehen. Die Umstände rechtfertigen meine Körperliche Reaktion meiner Meinung nach nicht.

Folgendes habe ich über die Jahre herausgefunden: Mein Stress schwillt nur sehr schlecht ab. Wenn mich etwas triggert und dieses Stressgefühl auslöst, dann bin ich oft nicht in der Lage, es für den Rest des Tages abzuschütteln. Ich bleibe dann in einem alarmierten Zustand.

Auch wenn ich Sport mache schlafe ich danach nicht besser. Nur die ersten paar Male nach einer längeren Sportpause induzieren die gesuchte Schläfrigkeit am Abend. Aber sobald ich die Aktivität eine längere Zeit regelmässig ausführe (sprich täglich oder jeden zweiten Tag) löst auch der Sport bei mir eine Alarmiertheit aus, die am Abend nicht abklingt. Dadurch kann ich dann wiederum nicht einschlafen.

Gerade setzt mir dieser schlechte Schlaf dermassen zu, dass ich letzte Zeit ziemlich verstimmt wenn nicht depressiv bin. Ich esse nur widerwillig, nichts macht mir mehr Spass. Dabei sollte ich gerade viel Essen, um die körperliche Anstrengung abzufedern und mich zu erholen. Nicht mal auf Schlafen habe ich Lust, weil ich dann wieder meinem hyperaktiven Gehirn zuhören muss und sowieso keine Ruhe finde.

Es fühlt sich insgesamt eher pathologisch als psychologisch an. Meine beiden Onkel haben auch Probleme mit dem Schlaf. Vielleicht liegt es in der Familie. Dennoch würde ich mich gerne einmal wieder so richtig erholt fühlen. Total entspannt und einfach nur in mir selber ruhend... Deshalb wäre ich froh um Tipps von jemandem, der eine ähnliche Situation bereits einmal erlebt hat.

Habe mich Anfang Jahr mal durchchecken lassen, der Laborbefund findet bei den gängigsten Vitaminen (auch Vitamin D), Mineralstoffen und Blutparametern nichts. Auch hormonell von der Schilddrüse alles ok. Lediglich der Harnstoffwert war leicht zu tief, aber der hängt ja sehr spontan mit der Proteinaufnahme zusammen denke ich. Was auch noch auffällt: Bei den eosinophilen Leukozyten wird mir ein zu niedriger Wert ausgewiesen, aber keine Ahnung, wie ich das interpretieren soll.

Also, kann mich irgendjemand in die richtige Richtung lenken? Wäre ich sehr dankbar dafür :)
 

Anzeige(7)

Wandel

Aktives Mitglied
Danke Tom

Ich habe mich in den letzten Jahren stark mit Meditationen beschäftigt. Mit einer Technik gelingt es mir tatsächlich, mich super zu entspannen. Allerdings habe ich gemerkt, dass mein Schlaf dadurch unnatürlicher wird, sprich: Ich träume praktisch nicht mehr, der Schlaf ist mehr ein sehr tiefes Dösen als wirklicher Schlaf (ich habe eine Zeit lang alle Träume aufgeschrieben). Ich bin mir immer unsicherer ob das ein Zukunftsrezept ist. Zumal es mein Gehirn abends eigentlich eher aktiviert als herunterfährt. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, es ist eine Angewohnheit die mir letztendlich schadet, weil ich mir angewöhne vor dem Schlafen noch einmal den Fokus anzustrengen. Ich würde gerne in die Zeit zurück, in der ich mich richtig aufs Bett gefreut habe, ohne weiteres sofort eingeschlafen bin und mir die Nacht dann vorgekommen ist als wären es bloss 5min... Solche Zeiten gab's nämlich schon.
 

TomTurbo

Aktives Mitglied
Danke Tom

Mit einer Technik gelingt es mir tatsächlich, mich super zu entspannen. Allerdings habe ich gemerkt, dass mein Schlaf dadurch unnatürlicher wird, sprich: Ich träume praktisch nicht mehr, der Schlaf ist mehr ein sehr tiefes Dösen als wirklicher Schlaf (ich habe eine Zeit lang alle Träume aufgeschrieben). Ich bin mir immer unsicherer ob das ein Zukunftsrezept ist. Zumal es mein Gehirn abends eigentlich eher aktiviert als herunterfährt. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, es ist eine Angewohnheit die mir letztendlich schadet, weil ich mir angewöhne vor dem Schlafen noch einmal den Fokus anzustrengen. Ich würde gerne in die Zeit zurück, in der ich mich richtig aufs Bett gefreut habe, ohne weiteres sofort eingeschlafen bin und mir die Nacht dann vorgekommen ist als wären es bloss 5min... Solche Zeiten gab's nämlich schon.
Ob du dir das nicht einbildest ??!?

Für mich ist Träumen kein Indiz für guten Schlaf. Eher umgekehrt: Wenn ich gut schlafe, dann erinnere ich mich an keinen Traum. Wenn ich schlecht schlafe, wache ich ständig auf und träume den größten Mist.
Naturwissenschaftlich gesehen "träumen" wir ja jede Nacht. Immer, wenn wir im REM Schlaf sind. Wir erinnern uns aber nur an den Traum, wenn wir aus dieser REM Phase aufwachen.

Was bei mir noch hilft, ist Krafttraining vor dem Schafen gehen. Ich mache z.B Liegestütz oder Klimmzüge. Nur 1 Satz, das reicht. Wenn ich mitten in der Nacht aufwache und nicht mehr einschlafen kann, dann habe ich sogar eigene Übungen, die ich *im* Bett mache. Das mag vielleicht schräg klingen, aber bei mir hilft es.
 
G

GrübelMax

Gast
Hallo Wandel,

aus eigener Erfahrung: beschäftige Dich gerne mit dem Thema "Psychotrauma". Möglicherweise klingt das für Dich abwegig (tat es für mich auch). Nähere Dich dann gerne ganz Wertneutral dem Thema. Am Ende kannst Du dann bewerten, ob es für Dich passen könnte, oder nicht.

Häufig wird der Begriff "Trauma" sehr extrem interpretiert. Viele glauben, dass man nur durch ein furchtbares Ereignis wie z.B. einen Unfall mit Todesfolge eines geliebten Menschen einhergeht. Das ist oft jedoch nur die halbe Wahrheit. Ganz allgemein entsteht ein Psychotrauma, wenn sich ein Mensch in einer für Ihn gefährlichen (bis Lebensbedrohlichen) Situation befindet, der er sich hilflos ausgeliefert fühlt. Das Gefühl der Hilflosigkeit ist hier sehr wichtig. Es muss auch nicht immer EIN Ereignis sein, sondern kann sich durchaus auch über Jahre entwickeln (Entwicklungstrauma).

Das seltsame daran ist, dass man sich noch nicht mal daran erinnern muss. Das Nervensystem bleibt jedoch im Trauma stecken, wodurch es z.B. immer/häufig im Erregungszustand (immer Wachsam, immer aktiv) ist. Es könnnen auch Phasen der Müdigkeit und das Gefühl Erschöpfung auftreten, in denen man kaum aktiv am Leben teilnimmt (Dissoziation).

Ich weiß, wie sich das anfühlt. Deine Beschreibung könnte aus meiner Sicht in das Symptombild passen. Daher mein Rat, Dich einfach mal unvoreingenommen mit dem Thema "Trauma" zu befassen.
Berichte gerne Deine Schlussfolgerung. :)

Lieben Gruß
GrübelMax
 
M

Machchalla

Gast
Weiß ja niemand hier wie dein Alltag aussieht, da kann man viel rein interpretieren.
Gut schlafen viele nur wenn sie Körperlich ausgelastet, seelisch ausgeglichen sind.
Bei seelischen Problemen schläft man auch schlecht.
Nur ist das ein weit gefaster Begriff.
Was dem einem am Ars... vorbei geht, haut den andern um.
Das zu ergründen ist ein Prozess, geht nicht im Forum, von heut auf morgen.
Wenn uns die Lebensfreude vor die Hunde geht, geht sie in die falsche Richtung.
Bereits die Einstellung, sich weniger Sorgen zu machen, kann für mehr Freude im Leben sorgen.
 

Muir

Aktives Mitglied
Hallo,

wenn ich schlecht einschlafen kann oder mich etwas beschäftigt dann rechne ich von 100 runter. Entweder in 5 er Schritten. Oder 8 oder 9.
Ganz wie ich möchte und die Ausgangssumme kann auch höher liegen. Alles ganz wie es beliebt.

Mir hilft das, lenkt mich von meinen Gedanken ab. Denn rechnen und gleichzeitig an andere Angelegenheiten denken geht nicht. Da kann man sich nur auf eine Sache konzentrieren, nämlich das Rechnen. Auch ist es dann so eintönig das ich darüber einschlafe.

Probiere es Mal aus.

Viele Grüße und alles Gute,
Muir



Im
 

Wandel

Aktives Mitglied
Danke @GrübelMax für den Tipp. Das hört sich irgendwie sehr plausibel an. Hast du gerade einen passenden Lektürevorschlag?

@TomTurbo: Ja das stimmt, die Traumerinnerung ist kein zwingendes Indiz für einen guten Schlaf. Dennoch schlafe ich irgendwie einfach schlecht. Ich habe bereits riesige Augenringe, die ich mir nicht einbilden kann. Und ein wenig erfrischt sollte man sich ja schon fühlen :eek:
 
G

GrübelMax

Gast
Mir hat „Wenn die Seele nicht heilen will“ von Christine Seidel geholfen, ein Verständnis dafür zu bekommen. :)

Liebe Grüße
GrübelMax
 

Bärberl

Neues Mitglied
Guten Abend liebe Leute

Ohne grosse Erwartungen schreibe ich mir hier meine Symptome vom Leib, die mich schon seit längerem Quälen.

Ich habe seit jeher das Problem, dass ich schlecht schlafen kann. Mein Gehirn findet einfach keine Ruhe, mit der Folge dass ich am nächsten Tag morgens nicht frisch sondern erschöpft und demotiviert aufstehe. Ja, zurzeit ist in meinem Leben einiges ein wenig drunter und drüber, aber dennoch habe ich die Situation im Griff und versuche alles gelassen anzugehen. Die Umstände rechtfertigen meine Körperliche Reaktion meiner Meinung nach nicht.

Folgendes habe ich über die Jahre herausgefunden: Mein Stress schwillt nur sehr schlecht ab. Wenn mich etwas triggert und dieses Stressgefühl auslöst, dann bin ich oft nicht in der Lage, es für den Rest des Tages abzuschütteln. Ich bleibe dann in einem alarmierten Zustand.

Auch wenn ich Sport mache schlafe ich danach nicht besser. Nur die ersten paar Male nach einer längeren Sportpause induzieren die gesuchte Schläfrigkeit am Abend. Aber sobald ich die Aktivität eine längere Zeit regelmässig ausführe (sprich täglich oder jeden zweiten Tag) löst auch der Sport bei mir eine Alarmiertheit aus, die am Abend nicht abklingt. Dadurch kann ich dann wiederum nicht einschlafen.

Gerade setzt mir dieser schlechte Schlaf dermassen zu, dass ich letzte Zeit ziemlich verstimmt wenn nicht depressiv bin. Ich esse nur widerwillig, nichts macht mir mehr Spass. Dabei sollte ich gerade viel Essen, um die körperliche Anstrengung abzufedern und mich zu erholen. Nicht mal auf Schlafen habe ich Lust, weil ich dann wieder meinem hyperaktiven Gehirn zuhören muss und sowieso keine Ruhe finde.

Es fühlt sich insgesamt eher pathologisch als psychologisch an. Meine beiden Onkel haben auch Probleme mit dem Schlaf. Vielleicht liegt es in der Familie. Dennoch würde ich mich gerne einmal wieder so richtig erholt fühlen. Total entspannt und einfach nur in mir selber ruhend... Deshalb wäre ich froh um Tipps von jemandem, der eine ähnliche Situation bereits einmal erlebt hat.

Habe mich Anfang Jahr mal durchchecken lassen, der Laborbefund findet bei den gängigsten Vitaminen (auch Vitamin D), Mineralstoffen und Blutparametern nichts. Auch hormonell von der Schilddrüse alles ok. Lediglich der Harnstoffwert war leicht zu tief, aber der hängt ja sehr spontan mit der Proteinaufnahme zusammen denke ich. Was auch noch auffällt: Bei den eosinophilen Leukozyten wird mir ein zu niedriger Wert ausgewiesen, aber keine Ahnung, wie ich das interpretieren soll.

Also, kann mich irgendjemand in die richtige Richtung lenken? Wäre ich sehr dankbar dafür :)
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Gastraum
Regeln Hilfe Benutzer
  • Im Moment ist niemand im Chat.
  • Chat Bot:
    Raumnachrichten wurden entfernt!

    Anzeige (2)

    Oben