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schlaganfall

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Katrin1964

Aktives Mitglied
Ich hatte selber einen. Ich habe mich selber gerettet, konnte noch den Notarzt rufen, sodass mir vieles erspart blieb. Aber in der Reha , war wirklich menschen die garnichts mehr konnte, aber sie wirklich wieder aufgepäppelt werden.
Wie stark ist denn dein Mann betroffen ?
 
G

Gast

Gast
mein vater hatte einen schlaganfall als ich 15 war. es war sehr schwer für ihn. und für uns alle, unsere familie ist fast daran zerbrochen. ich denke, für ihn war besonders schwer, die kontrolle über sein leben zu verlieren. er hatte zu dem zeitpunkt seinen traumjob (den er dann aufgeben musste) und war immer der starke. und plötzlich sehr schwach. was auch ich nicht wirklich ertragen konnte. aber die mutmachende seite ist: er war ein jahr in der rehaklinik und hat sich wieder aufgerafft. hat sogar wieder gearbeitet später (wenn auch was weniger stressiges). was vor allem wohl auch an der stärke meiner mutter lag, die ihn nie aufgegeben hat, egal wie nörgelig, schwach oder ungerecht er war. sie hat ihm grenzen gesetzt aber ihn immer geliebt. es hat ewig gedauert bis er wirklich über die krankheit reden konnte. er redet ohnehin nicht viel über gefühle. aber als es ihm wieder etwas besser ging, hat er auf dem geburtstag meiner mutter eine rede gehalten, wozu er eigentlich erst so halb wieder fähig war. und er hat vor hunderten von leuten gesagt, dass sie ihn gerettet hat und dass er ohne sie das alles nie geschafft hätte. für mich ist das bis heute der eine moment, wenn ich an liebe denke. das eine vorbild. also sei für ihn da. das ist glaub ich was jemand in dem moment braucht. auch wenn es hart wird. und zwar für lange zeit.

sorry, dass ich so schnulzig bin. aber es ist einfach so gewesen.
 

Tüdelkram

Aktives Mitglied
Hallo,

mein Bruder hatte zwar keinen Schlaganfall, aber mit 32 einen Herzinfarkt und wurde im allerletzten Moment reanimiert. Eigentlich hatten ihn die Ärzte schon aufgegeben.

Die Zeit danach war sehr hart und er konnte mit der Situation nicht umgehen. Er mußte viele viele Tabletten täglich schlucken und war durch die ganze Situation mehrere Jahre sehr aggressiv. Jetzt steht er wieder mitten im Leben und hat letztendlich nichts daraus gelernt, da sein Job sehr stressig ist, er zuviel Kaffee trinkt und weiterhin raucht. Die Familie hat immer zu ihm gestanden und ich finde, das ist sehr wichtig.

Du hast nicht geschrieben, wie schlimm die Lage ist. Solltest du mit der Situation schlecht klar kommen, würde ich dir, solange dein Mann noch im Krankenhaus bzw. in der Reha ist, eine Selbsthilfegruppe empfehlen. Dort könnten dir andere Betroffene hilfreiche Tipps geben und du fühlst dich nicht allein in deiner schweren Zeit.

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt und drücke dich !
 

frara

Urgestein
hallo, gast!!
zuerst einmal wünsche ich DIR kraft! und deinem mann natürlich auch! schlaganfall ist ja nun nicht gleich schlaganfall, sag ich mal ganz lapidar. wichtig für ihn ist wirklich eine gute, SEHR gute reha!! die ärzte können heute so viel tun.
als wichtig empfinde ich, dass er sich nicht aufgibt, sondern beim heilungsprozess aktiv mithilft. mein vater hatte auch 2 schlaganfälle, er hatte damals zum glück sein sprachzentrum nicht verloren, so daß er, ähnlich wie bei katrin, "schreien" konnte.
er musste jedoch wieder gehen, stehen, schreiben lernen. schlußendlich konnte er auch wieder fahrrad fahren. er war übrigens 64 jahre alt.ich wünsche euch von herzen viel kraft. es wird eine kräftezehrende zeit, psychisch wie physisch... alles liebe, frara
 
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O

OldCat

Gast
Hallo Gast

Am 06.01.2011 hatte ich einen Schlaganfall
meine rechte Körperhälfte war komplett gelähmt
Ärzte sagten das sich was ändert zu hoffen seie unrealistich !

;)Stimmt nicht niemals die Hoffnung aufgeben
ich laufe am Stock und schreibe sogar schon wieder mit der rechten Hand
klar es ist nicht wie früher
aber ich übe jeden Tag und gebe nicht auf zu hoffen es wird noch besser.

Gute Rehatherapeuten und ein eigener Wille es soll sich was ändern
das ist es was hilft.

Nicht aufgeben auch wens einen Rückschlag gibt es ist schwer tut verdammt weh
aber wens dann mal wieder 1 cm vorran geht dann vergisst man alles und weint vor Freude.

Gute Besserung für Deinen Mann.
Lg OldCat
 
T

Tztz...

Gast
Ja, das ist eine bittere Angelegenheit, vor allem für die Betroffenen, aber für Angehörige auch.

Unfassbar auch, wie es aus heiterem Himmel auch jüngere Leute treffen kann.

In meinem Fall (Angehöriger) hat es relativ harmlos angefangen: leichter Schlaganfall und die Symptome bildeten sich schnell zurück - halbes Jahr später: lebensbedrohlich, das ganze Programm: Wiederbelebung, Intensivmedizin, bis heute, schlechteste Prognose.

Was mich persönlich am meisten ankotzt: statt ausreichender Information, die grundsätzlich nur unzureichend ist, jedes zweite Wort der Ärzte: Wo is denn der Betreuer...? :rolleyes::(:mad:

Ja scheißdreck, wenn sich die Behörden querstellen, wenn man dem nicht Folge leistet, weil es für die KH am Bequemsten ist, da diese Betreuer jeden Unsinn unterzeichnen.

Damit nimmt man aber auch Verluste von Menschenleben in Kauf.
 

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