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Scheidung schon lange her - Immer noch sich selbst Vorwürfe machen

F

FensterPutzer38

Gast
Hallo zusammen,

ich bin von meiner Ex-Frau seit zwei Jahren geschieden. Wir haben auch seit zwei Jahren kein Kontakt.
Es war eine kurz Ehe (3 Jahre) ohne Kinder aber mit viel Streit zwischen uns.

Ich bin nicht Stolz wie ich Sie behandelt habe und wie Sie mich behandelt hat. Heute würde ich sagen, als Menschen verfolgten wir unterschiedliche Ziele/Wünsche. Man hat wenig bis schlecht kommuniziert.

Meine Ex-Frau war EU-Ausländerin und hatte Schwierigkeiten sich in D einzuleben. Sie kommt vom Balkan.

Nach einer turbulenten Scheidung ist Sie zurück in Ihr Heimatland.

Wie geht Ihr damit um? Macht Ihr Euch heute noch Vorwürfe was man falsch gemacht hat?

Ich denke oft darüber nach hätte man dieses oder jenes besser gemacht.

Hätte man geduldiger sein müssen, hätte man empathischer sein müssen, hätte man liebvoller zu einander sein müssen?

Heute besteht kein Kontakt mehr, ich habe es mehrmals versucht, aber Vorwürfe und Lügen machten ein Freundschaft unmöglich.

Wie komme ich von diesen Gedanken los?

Hat da jemand Tipps?
 

juka

Aktives Mitglied
Wie geht Ihr damit um? Macht Ihr Euch heute noch Vorwürfe was man falsch gemacht hat?
Nein, heute mache ich mir keine Vorwürfe mehr. Ich weiß was ich falsch gemacht habe und warum. Beim nächsten Mal mache ich es eben besser.
Wie komme ich von diesen Gedanken los?
Du kommst davon los, in dem du Frieden schließt mit ihr und mit dir selbst. Akzeptiere die Situation wie sie ist und richte deinen Blick auf die Zukunft.
 

Doratio

Aktives Mitglied
Ihr habt beide Fehler gemacht. Das ist normal.
Man kann seinen Partner/in nicht ändern.
Darum war es doch gut, dass ihr beide die Konsequenzen gezogen habt.
Beim nächsten Mal schaust du vielleicht genauer hin, und erkennst solche Unterschiede und Probleme eher.
Also nicht in der Vergangenheit leben.
Blicke nach vorn.
 

mitohnealles

Mitglied
Ich denke oft darüber nach hätte man dieses oder jenes besser gemacht.

Hätte man geduldiger sein müssen, hätte man empathischer sein müssen, hätte man liebvoller zu einander sein müssen?

[...]

Wie komme ich von diesen Gedanken los?
Bis zu einem gewissen Grad ist das glaube ich notwendige Trauerarbeit. Also ich finde's schonmal gut, dass du nichts "verdrängst". Wie von anderen bereits erwähnt denke ich ebenso, dass es für dich wichtig ist nicht in der Vergangenheit zu leben (sondern loszulassen & zu akzeptieren dass Fehler nunmal zum Leben dazugehören) und den Blick in's Hier und Jetzt zu lenken, denn Gedanken produzieren tatsächlich Gefühle (nicht umgekehrt).

Gedanken wie "Wo stehe ich jetzt, wofür bin ich dankbar und wo möchte ich hin?" sind u.U. konstruktiver und fühlen sich positiver an als endloses Grübeln über die Vergangenheit.

Wenn dich das Grübeln sehr belastet (Gedankenschleifen) und du davon loskommen willst kann ich dir wärmstens das Buch "Das Anti-Grübelbuch - Gedanken zähmen für Einsteiger" von Bona Lea Schwab (Psychologin + Therapeutin) empfehlen. Mir persönlich hat das vor Jahren gegen lähmende Grübeleien gut geholfen. Heute nehme ich mir, wenn überhaupt, nur noch "feste Grübelzeit" (also max. 1h täglich).
 
F

FensterPutzer38

Gast
Ja, klar ich bin ja auch kein kleines Kind mehr.

Aber nach zwei/drei Trennungen im Leben fragt man sich mit 38 warum man es nicht schafft zumindest eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen.

Als Paar haben wir nicht funktioniert ok, aber warum muss man das in den Dreck ziehen. Es gab doch auch gute Seiten.

Zumal ich meiner Ex-Frau immer pünktlich Trennungsunterhalt und auch nachehelichen Unternahlt gezahlt habe. Damit war ich mehr als fair. Manche zahlen nicht mal einen Cent.

Aber wenn das so ist.

Ich bin 38 und denke das mittlerweile ein bisschen reifer wie früher.

Aber streng genommen gebe ich Euch recht "Ich lebe in der Vergangenhei"
 
F

FensterPutzer38

Gast
Hallo Schroti,

du bist ein sehr aufmerksamer leser und Du hast recht.
Es ist die gleiche Geschichte und ich bin immer noch ein weiches Würstchen.

Ich wünschte mir ich wäre nicht so ein sentimentales etwas.

Ich wollte nur einen friedlichen Abschied
 

Schroti

Urgestein
Hallo Schroti,

du bist ein sehr aufmerksamer leser und Du hast recht.
Es ist die gleiche Geschichte und ich bin immer noch ein weiches Würstchen.

Ich wünschte mir ich wäre nicht so ein sentimentales etwas.

Ich wollte nur einen friedlichen Abschied
Dazu gehören leider immer zwei.
Tango tanzt man nicht alleine.
Warum suchst du dir nicht eine freundliche, ungierige neue Partnerin?
 

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