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Richtig oder falsch ?

wischlappen

Mitglied
Wir haben gerade unserem jüngeren Sohn mitgeteilt, dass er in zwei Monaten keinen Unterhalt mehr bekommt. Wir sind unsicher, ob das der richtige Weg ist, um ihn endgültig abzunabeln.

Hintergrund: Er studiert seit 11 Semestern Lehramt für die Berufsschule und hat uns zwar immer erzählt, das er Klausuren schreibt, wir haben aber nie irgendwas gesehen und es ihm geglaubt. Bis vor einem Jahr wohnte er bei uns im Haus in einer eigenen Wohnung, dann lernte er seine Frau kennen. Wir waren froh, weil sie ihn vom Rauchen, Trinken (war noch kein Alkoholiker) und übermässigem Zocken wegbrachte. Wir zahlten ihm die gesamte Studienzeit Unterhalt, die Krankenkasse, ein Auto, diverse Versicherungen und die Studiengebühren. Der Sohn jobbte am Wochenende abends zusätzlich noch in einer Diskothek.

Im Frühjahr letzten Jahres wurde es merkwürdig, als er bei ihr einzog, und sie mich wütend aufforderte, künftig seine Wohnung in unserem Haus zu putzen. Ich bin voll berufstätig wie mein Mann auch. Sie ist seit sieben Jahren seit dem Schulabgang arbeitslos und bezog zu der Zeit Hartz IV. Wir wussten, dass sie mehrere Ausbildungsplätze bei Risse etc. nach wenigen Wochen hingeschmissen hatte.

Im Juli haben die beiden geheiratet und uns vorher erzählt, dass sie jetzt eine Schule besuchen will. Wir haben einfach nur gefragt, von was die beiden leben wollen uns aber bereit erklärt, Unterhalt und alles weitere weiter zu zahlen, bis er sein Studium und sie ihre Ausbildung beendet hat. Soweit so gut.

Wir wurden von der Hochzeit kurzerhand ausgeladen, eigentlich ohne zu wissen warum. Wir haben uns aber an unsere Zusage gehalten und gezahlt. Als es darum ging, dass sein Auto Winterreifen und eine Inspektion brauchte, haben wir ihm Mails und Briefe mit möglichst sachlichem Tonfall geschickt, dass er das erledigen soll, uns sagen soll, was es kostet und wir das übernehmen. Darauf kam erst eine ziemlich unflätige Reaktion, als wir ihm einen eingeschriebenen Brief schickten. Er hat es dann erledigt.

Im Dezember erzählten uns Bekannte, dass er längst exmatrikuliert sei, seine Frau keine Schule besuche oder eine Ausbildung mache und sich ein Reitpferd gekauft hatte. Wir wollten das nicht glauben, haben aber unseren Sohn aufgefordert, seinen Studienfortschritt zu belegen, bzw. eine Bescheinigung beizubringen, dass er noch immatrikuliert ist. Auf Mails und Briefe mit Frist gab es keine Antwort. Aus der Regelstudienzeit ist er eh schon um drei Semester raus.

Dann bekamen wir einen Hinweis auf eine Webseite und siehe da, sie arbeitet nicht, macht keine Ausbildung, bezieht auch nicht Hartz IV, und hat sich ein Reitpferd gekauft. In einem Tagebuch werden wir als Kacke, die viel zuviel Geld besitzt, bezeichnet und sie hat beschrieben, das sie massive finanzielle Probleme hat.

Das hat uns jetzt gereicht, und wir haben ihm mit einem eingeschriebenen Brief mitgeteilt, dass wir Ende März alle Zahlungen einstellen und er den Unterhalt künftig bei seiner Frau und ihrem Pferd einfordern möge. Uns geht es zwar finanziell gut, aber alles im normalen Rahmen, in die Karibik kann ich auch nicht fliegen, ein Reitpferd kann ich mir jedenfalls nicht leisten.

Irgendwie haben wir doch noch Bedenken, weil wir den beiden eigentlich eine Zwangsräumung oder Privatinsolvenz ersparen wollen, aber wir haben auch keine Lust beide bis ins hohe Alter zu alimentieren.

Den Kontakt mit beiden haben wir nach etlichen unverschämten Anrufen von unbekannt (sie haben woanders erzählt, dass sie das machen) seit der Hochzeit eingestellt.

Wir haben noch einen älteren Sohn, bei dem lief im Studium auch nicht alles glatt, der hat mit uns geredet, das Studium spät noch gewechselt und steht jetzt kurz vor dem Abschluß. Er lebt auch schon seit mehreren Jahren nicht mehr bei uns, sondern - was wir normal finden - mit seiner Freundin zusammen und bezieht auch Unterhalt, was o.k. ist. Seine Freundin arbeitet sich seit Jahren in ihrem Job hoch und macht demnächst den Meister. Wir verstehen uns gut mit beiden.

Frage: Was hätten wir jetzt bei dem Jüngsten noch tun können ?
 

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xcolt2

Gast
hallo !

wenn ich mir das so durch lese...

Ihr habt ja schon alles für den sohn getan !

Vielleicht ist es besser so, weil er kann und sollte sich nicht immer - auf euch verlassen, sondern auf eigenen beinen stehen.

Ich würde ihm hilfe anbieten, in der form: das ihr immer für ihn da seid und immer ein offenes ohr für ihn habt, bei problemen oder wenn er sich ausreden will.

Aber finanziell, sprich geld - würde ich klipp und klar sagen - das er selber damit klar kommen muss und es selber verdienen soll !

Ihr solltet ihm das freundlich aber direkt und ehrlich ins gesicht sagen und dann auch konsequent bei dieser entscheidung bleiben.

*
p.s. das ist nur meine meinung dazu - im endeffekt liegt es bei euch und ist eure entscheidung was ihr macht!

LG :)
 
O

oceanne

Gast
mal zustimmend an xcolt2 nick,

irgendwann ist Schluß mit lustig,eigenes Pferd usw, die beiden Herrschaften haben Euch lange genug auf der Tasche gelegen, ich würde eher sagen viel Spaß vom erspartem Geld in der Karibik
 
R

Ratlos 200

Gast
Hallo.

Auch ich bin der Meinung das ihr schon viel zu viel für euren Sohn getan habt.

Wenn ich an eurer Stelle wäre,meine entscheidung würde so aussehen;
-Finanzielle Hilfe ? NEIN
-anderweitige Hilfe NEIN

Zwar würde ich ihm noch zu hören wenn er probleme hat,jedoch würde ich ihm keine hilfe mehr anbieten sondern nur noch gute Ratschläge.
inwieweit euer Sohn diese dann beherzigen tut ist seine sache.

Was ich allerdings noch machen würde- einen RA aufsuchen,die sachlage schildern und mir eventuell bestätigen lassen das es richtig war die finanzielle hilfe einzustellen.

LG ratlos
 

wischlappen

Mitglied
Hallo,

vielen Dank für die Ratschläge und Ansichten. Es bestärkt uns dadrin, dass es nicht falsch ist, so zu reagieren. Wir werden jetzt auch zu einem Anwalt gehen, um zu klären, dass es so rechtens ist.

In die Karibik werde ich zwar nicht fahren. Ich bin behindert und mir fällt einige Hausarbeit schwer, deshalb nimmt mein Mann sie mir ab. Da er aber auch nicht ganz gesund ist, ist es für ihn auch nicht mehr so einfach. Wir werden uns jetzt davon Hilfe für schwere Arbeiten im Haushalt und Garten holen.
 

Micky II

Aktives Mitglied
Kann auch nur den Vorschreibern zustimmen. Irgendwann muss mal die Unterstützung gut sein. Ansonsten lernen die Jungen ja doch nicht, wie es ist, auf eigenen Füßen zu stehen und vor allem für ihr Geld zu arbeiten. Dabei braucht ihr kein schlechtes Gewissen zu haben, das Recht ist auf eurer Seite.
 

Tuesday

Aktives Mitglied
Hallo,

ich finde eure Entscheidung ist goldrichtig. Nicht nur für euch, sondern auch für eueren Sohn.

Man muss im Leben auch Verantwortung lernen. Wie soll er das, wenn ihr ihm alles abnehmt? Bisher hat er von euch gelernt, dass immer jemand da ist, wenn er sich in die Scheiße reitet. Dass er mit euch den Larry machen kann und immer noch Geld bekommt. Und dass er für seine Verfehlungen nicht gerade stehen muss.

Weißt du, wenn ein Kind wieder und wieder am Herd rumspielt und deine Warnungen nicht ernst nimmt, dann hilft manchmal wirklich nur noch eins. Die Hand des Kindes nehmen und auf eine Platte legen, die heiß genug ist, um mächtig aua zu machen.

Und bei euerem Sohn ist gerade sehr viel aua angesagt.

Meine Meinung dazu.


Tuesday
 

Tyra

Sehr aktives Mitglied
rechtlich seidt ihr leider dazu verpflichtet euren Sohn bis er eine abgeschlossene Berufsausbildung hat etc weiter zu unterhalten.

vgl. Unterhalt volljähriger Kinder

Allerdings könnt ihr den Unterhalt bei nachweisbarer Leistungsverweigerung verweigern und einstellen....was ich tun würde...damit habt ihr ein Druckmittelchen damit euer Sohn seine Zeit nicht nur damit vergeudet auf seiner Elli und diese wiederum auf ihrem Pferdchen rum zu reiten ...ähm mal etwas unflätig ausgedrückt.

ich würde hier also weiter erzieherisch ein wenig einwirken und zusehen, dass Sohnemann zumindest sein Studium oder Berufsausbildung abschließt...Einen auf beleidigt zu machen und einfach ab zu wenden..ist einfach..zeugt aber nicht gerade von Menschlichkeit und Größe finde ich. Jungs in dem Alter sind oft noch total unterentwickelt...moralisch unreif und machen auch mal Fehler. Es ist euer JOb als Eltern klare Grenzen zu setzen, Achtung zu verlangen denn lernt der Junge es nicht euch ggü lernt er es ggf nie.

Finanzielle Unterstützung würde ich also ab sofort nur noch unter gewissen Grundbedingungen geben und kein Reitpferd zahlen. Für die Freundin solltet ihr eh nicht zahlen sondern nur für euren Sohn und was er im Monat für Wohnung (abzüglich ihres durch Hartz IV erhaltenen Mietanteiles) und Essen und Kleidung so braucht. Da sie Hartz IV bekommt solltet ihr sie mal ggf. nebenbei fragen was das Amt denn dazu sagt dass sie Besitzerin eines Reitpferdes ist.... Das muss sie an sich bei den Vermögensteilen mit angeben und je nachdem wie viel der Zossen wert ist, wenn er über eine gewisse Summe wert ist dann wird ihr das von der laufenden Hilfe abgezogen. Da sie mit eurem Sohn in einer Bedarfsgemeinschaft lebt und ggf. von ihm bzw. von euch Unterhalt erhält ist sie ggf. Sozialbetrügerin und ihr macht euch da ggf. mit schuldig? Ich würde das mal klären bevor ihr euch da ins Fettnäpfchen setzt und hier mal ein klares Wort mit eurem jüngeren Sohn und dessen Freundin reden.
Also nochmals das Gespräch suchen und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Aber nur eurem Sohn, die Freundin zur Schuldnerberatung schicken. Wenn sie massive finanzielle Probleme hat muss sie zunächst ihr Pferd verkaufen oder vermieten...sie kann ja auch Reitstunden anbieten od.ä. Sich nen Plan aufstellen wie sie raus aus den Schulden kommt, dazu halt ne Lebensberatung und Schuldnerberatung aufsuchen. Ihr könntet wenn ihr unbedingt wollt auch ihr da helfen, wenn dann jedoch nur mit Privatdarlehen und schriftlichem Vertrag der sie dazu verpflichtet sich nen Job zu suchen und monatlich an euch ab zu stottern etc.

Gar nicht zu helfen finde ich nicht so toll...Sonst macht ihr euch ggf. irgendwann Vorwürfe und es könnte sein dass euer Verhältnis zu eurem jüngeren Sohn für immer zerstört ist....keine Ahnung. Ich finde Familien sollten auch in schwierigeren Zeiten und auch wenn der Sohnemann mal Fehler gemacht hat zusammen halten.
 
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