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Rege ich mich sinnlos auf?

G

Gelöscht 118297

Gast
Gerade hatte ich die Situation, dass jemand etwas vor fremden Leuten über mich gesagt hat, was diese Fremden eigentlich nichts angeht und ich ihm in Vertrauen gesagt habe.

Diese Person weiß ganz genau, dass ich mich von den Leuten hier in der Kleinstadt distanziere, weil mir die Gespräche zu oberflächlich sind und weil nur über andere erzählt wird.

Ich ärgere mich, weil ich weiß, dass diese Person viel erzählt (auch über andere) und ich ihr dennoch persönliche Dinge anvertraut habe, die sie zumindest einer Person sicher (höchstwahrscheinlich sind es mehr) teilweise erzählt hat. Ich bin wie desillusioniert.
Natürlich habe ich ihr jetzt geschrieben, dass sie das unterlassen soll und werde ihr auch nie wieder persönliche Dinge erzählen, aber ich mache vllt. auch ein allgemeines Problem daraus...

Warum verstehen Leute nicht, dass ich ihnen die Dinge im Vertrauen und kontextabhängig sage? Warum gibt es so eine Empathielosigkeit in der Gesellschaft? Warum achtet man nicht auf den persönlichen Raum anderer? Warum muss ich abstumpfen, um in so einer Bulldozer-Gesellschaft nicht unterzugehen und meine wahren Fähigkeiten damit untergraben? Warum reden sie so gerne und machen so wenig?


Bitte bei den Antworten nicht ins Negative abrutschen. Ich brauche konstruktive Vorschläge, wie ich es schaffe, besser mit solchen Situationen zurechtzukommen und wie ich mich davor bewahre an solche Personen zu gelangen
 

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K

Kliem46

Gast
Ich ärgere mich, weil ich weiß, dass diese Person viel erzählt (auch über andere) und ich ihr dennoch persönliche Dinge anvertraut habe, die sie zumindest einer Person sicher (höchstwahrscheinlich sind es mehr) teilweise erzählt hat. Ich bin wie desillusioniert.
Natürlich habe ich ihr jetzt geschrieben, dass sie das unterlassen soll und werde ihr auch nie wieder persönliche Dinge erzählen, aber ich mache vllt. auch ein allgemeines Problem daraus...
Vielleicht war der Person nicht bewusst, dass das für dich wichtig ist es nicht weiterzuerzählen?
Hast du das denn ursprünglich erkennen lassen / ihr so gesagt?
 

Eva

Aktives Mitglied
wie ich mich davor bewahre an solche Personen zu gelangen
Sehr schwer. Ich kenne auch genug "Tratschtanten". Meine persönliche Erfahrung: Desto Extrovertierter, desto schlimmer. Also eher ein Augo auf introvertierte Menschen richten.

Mittlerweile bin ich ja schon ziemlich alt, und habe das irgend wann zu oft erlebt, dass Menschen etwas weiter getragen haben, obwohl ich gebeten hatte, es für sich zu behalten. Pustekuchen.
Mein Konsequenz daraus: Dinge, die nur mich etwas angehen, behalte ich für mich. War ein langer Prozess, aber im Endeffekt bin ich damit besser gefahren.
 

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Warum verstehen Leute nicht, dass ich ihnen die Dinge im Vertrauen und kontextabhängig sage? Warum gibt es so eine Empathielosigkeit in der Gesellschaft? Warum achtet man nicht auf den persönlichen Raum anderer? Warum muss ich abstumpfen, um in so einer Bulldozer-Gesellschaft nicht unterzugehen und meine wahren Fähigkeiten damit untergraben? Warum reden sie so gerne und machen so wenig?
Darauf wüsste ich die Antwort auch manchmal gern.

Bitte bei den Antworten nicht ins Negative abrutschen. Ich brauche konstruktive Vorschläge, wie ich es schaffe, besser mit solchen Situationen zurechtzukommen und wie ich mich davor bewahre an solche Personen zu gelangen
Enttäuscht wirst du in solchen Situationen leider immer sein, weil du den Menschen vertraut hast und sie dein Vertrauen verletzt haben. Es gibt wohl keine Möglichkeit, sich komplett davor zu bewahren, solche Menschen kennenzulernen.
Du wirst erst im Laufe der Zeit feststellen - wenn du jemanden länger kennst - ob du diesem Mensch wirklich persönliche Dinge anvertrauen kannst.

Man kann nur vorsichtig sein, mit dem was man erzählt. Und so richtig persönliche Sachen sollte man wohl nur mit denjenigen besprechen, bei denen man bereits die Erfahrung gemacht hat, dass sie das für sich behalten können.
 
G

Gelöscht 118297

Gast
Vielleicht war der Person nicht bewusst, dass das für dich wichtig ist es nicht weiterzuerzählen?
Hast du das denn ursprünglich erkennen lassen / ihr so gesagt?
Ich habe per se ein Problem damit. Also jetzt nicht, wenn eine Frau ihrer besten Freundin etwas erzählt, aber, wenn ich dann Thema im Dorfgetratsche werde - weil die Leute sich stattdessen gute andere Beschäftigungen suchen sollen. Ich habe das der Person bei einigen persönlichen Sachen dazugesagt, aber mein ganzes Wesen und wie ich Dinge ausdrücke, sagt das auch aus.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Manche Leute stehen extrem auf dem Schlauch. Oft, weil sie selbst sich nicht wirklich für Dinge schämen, was ja mal nicht immer schlecht sein muss. Ich habe mir angewöhnt, immer klar dazu zu sagen, wenn ich etwas unter Verschluss halten will. Aber ich kenne dieses dumme Gefühl, wenn man denkt "Hätte ich nur meinen Schlapfen gehalten." Nachdem ich mich vor allem in jungen Jahren auch schon mal bei blöden Dingen verplappert habe, versuche ich Nachsicht walten zu lassen.

Enttäuscht sein kann man natürlich dennoch. Manche Menschen sind einfach indiskret. Dass du das nicht lustig findest, ist klar.
 
G

Gelöscht 118297

Gast
Manche Leute stehen extrem auf dem Schlauch. Oft, weil sie selbst sich nicht wirklich für Dinge schämen, was ja mal nicht immer schlecht sein muss. Ich habe mir angewöhnt, immer klar dazu zu sagen, wenn ich etwas unter Verschluss halten will. Aber ich kenne dieses dumme Gefühl, wenn man denkt "Hätte ich nur meinen Schlapfen gehalten." Nachdem ich mich vor allem in jungen Jahren auch schon mal bei blöden Dingen verplappert habe, versuche ich Nachsicht walten zu lassen.

Enttäuscht sein kann man natürlich dennoch. Manche Menschen sind einfach indiskret. Dass du das nicht lustig findest, ist klar.
Was mich glaube ich aufregt, ist die Sensationsgeilheit einiger Personen. Man verfolgt seine eigenen Ziele und Vorhaben und muss dann erfahren, dass die anderen darüber tratschen, statt wirklich selbst etwas zu bewirken. Ich möchte einfach selbst bestimmen, wer etwas über mich erfährt, weil es mein Leben ist und die Personen meist selbst genug eigene Probleme haben. Ich schäme mich nicht für die Dinge, die ich mache, aber ich finde es sehr dämlich von anderen, darüber urteilen zu müssen, als wäre ihr eigenes Leben so uninteressant.

"Die, die sichs am wenigsten erlauben könn', reden meist am lautesten.
Grad' wer nichts am Laufen hat, hält dich auf dem Laufenden."
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Seit meine Mutter mal genau das gleiche gemacht hat, in meiner Hörweite wohlgemerkt, erzähle ich ihr auch nichts privates mehr. Und das ist schon ziemlich lange her. Aber sie ist nun mal eine Klatschbase und bezieht anscheinend Mehrwert aus allem was sie weitertratschen kann, weil sie sonst nicht viel Erfüllung im Leben hatte. Deswegen muß ich ihr aber keine Munition dafür liefern.
Sie hat das natürlich nie geschnallt. Klatschbasen begreifen nie, warum man ihnen nichts mehr erzählen will, sie halten sich selber nicht für indiskret.
 

ah_naja

Mitglied
Finde nicht, dass du überreagierst. "Bester Freundin" erzählen finde ich auch schon zu viel. Wenn ich jemandem sage, niemandem weitersagen, dann meine ich auch niemanden. Die beste Freundin hat wieder ne Freundin und die hat ne Freundin... Ach nein. Ich gehe ja nicht mehr in den Kindergarten. Allerdings habe ich festgestellt, dass viele Menschen regelrecht nach Info gieren. Wenn man mit denen aus der Not raus nur Smalltalk betreibt oder die merken, dass man ihnen nichts mehr sagt, werden die richtig eklig.
Deine Fragen am Ende kann ich nicht beantworten. Viel eher ist "nicht weitersagen" scheinbar eine Floskel dafür, dass man geheimes Wissen für jemanden hat, dass er gleich unter die Leute bringen kann. Leider ist ein Teil der Gesellschaft wohl so. Es wirkt einfach interessant auf die.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Was mich glaube ich aufregt, ist die Sensationsgeilheit einiger Personen. Man verfolgt seine eigenen Ziele und Vorhaben und muss dann erfahren, dass die anderen darüber tratschen, statt wirklich selbst etwas zu bewirken. Ich möchte einfach selbst bestimmen, wer etwas über mich erfährt, weil es mein Leben ist und die Personen meist selbst genug eigene Probleme haben. Ich schäme mich nicht für die Dinge, die ich mache, aber ich finde es sehr dämlich von anderen, darüber urteilen zu müssen, als wäre ihr eigenes Leben so uninteressant.

"Die, die sichs am wenigsten erlauben könn', reden meist am lautesten.
Grad' wer nichts am Laufen hat, hält dich auf dem Laufenden."
Ja, ich denke, genau wenn man selbst Probleme hat, sind die Probleme von anderen teilweise noch interessanter, weil man sich dann normal fühlt. Den anderen gehts quasi auch schlecht. Alles in Ordnung. Andere wiederum sind dann genervt und interessieren sich erst recht nicht für die Probleme anderer, weil sie selbst genug haben. Ich denke, da reagiert jeder anders.
Es hat aber auch jeder ein anderes Empfinden für Privatsphäre und Kontrolle. Das findet man leider meist erst dann heraus, wenn die eigene Privatsphäre verletzt wird. Manche Leute finden einfach alles weitererzählenswert. Das hat mehr was mit ihnen als mit dir zu tun. Unangenehm.
 

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