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Raus aus dem Alptraum

C

chronos89

Gast
Ich habe mir überlegt das ich meine bisherigen erfolge einfach hier niederschreibe. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen wer weiß. Wahrscheinlich wird mir nicht jeden tag irgendwas Bahnbrechendes passieren was mich weiter aus meinem „Alptraum“ bringt. Aber fortschritte Rückschläge und Ratlosigkeit gibt es ja immer. Nicht nur bei mir, nein, bei jedem von uns. Nun was hat sich getan? Ich rauche seit dem 30.01.16 nicht mehr. Die „Lungenschmacht“ hält sich in grenzen. Aber ich merke wie es einen langsam besser geht. Atmen fällt einen leichter bis jetzt. Bin mal gespannt was sich sonst noch positives einstellt :) . Wie ich auch in meinem thread schrieb find ich lesen ganz interessant. Ich hatte auch erwähnt dass ich mir ein Fitnessbuch geholt habe. Fit ohne Geräte von Mark Lauren. Alle Übungen kann ich in meinem Zimmer so nicht machen aber den Großteil. Wie oft ich schon Muskelkater hier und da hatte weiß ich gar nicht, es werden aufjedenfall nicht die letzten gewesen sein :p . Beim Zahnarzt war ich mittlerweile auch schon. Und heute beim Kieferchirugen… hatte dort ein aufklärungsgespräche wegen Vollnarkose was alles gemacht wird etc. mir grault es jetzt schon wenn ich nur daran denke… Aber Hauptsache es wird gemacht dann bin ich nicht nur schmerzfrei, nein, ich kann auch wieder lachen und mich mit anderen unterhalten ohne das ich mich schämen muss auch wenn ich eine Vollprothese bekomme… Und mit meinen übriggbliebenen freunden habe ich auch geredet. Was ich in Zukunft vorhabe und wie ich die dinge handhaben werde. Sie stehen hinter mir auch wenn sie ihr eigenes Päckchen zu tragen haben.

Und ich möchte mich bei zwei Usern bedanken die mir ihre Erfahrungen und Meinungen in den unterschiedlichen Situationen mitgeteilt haben.

Danke pecky-sue

&

Danke Neverland


LG chronos
 

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N

Neverland

Gast
Lieber chronos89,
herzlich gern...

Und ich wünsche Dir GANZ viel Kraft und Mut und Freude daran, Dein Leben zu gestalten!
Nur nicht aufgeben! Ich finde, Du hast schon tolle Ansätze und hast schon ganz gut angefangen und mutest Dir nicht alles auf Einmal zu. Bist aber doch ziemlich klar und deutlich in dem was Du willst und hast Ideen zur Umsetzung!
Klasse! *Klopf Dir auch ruhig mal selbst auf die Schulter!* ;-)

*liebevolle Umarmung und Grüße*
 
C

chronos89

Gast
Ich hatte in meinem thread ja erwähnt das ich über einiges nachdenken wollte diese Woche und das tat ich auch.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen das ich etwas ändern will. Einen vernünftigen job, neue freunde finden.

Ich hab da richtig Bock drauf :)

Auch wenn ich neue Freunde und Bekannte gefunden habe werde ich auch auf partnersuche gehen und mich mit meinem damit verbundenen letzten problem auseinandersetzen. Aber nicht jetzt. Dafür ist es (noch) zu früh.

Trotz meines Mutes und der Euphorie die Dinge zum guten zu wenden machen sich dazwischen Zweifel breit.

Wenn ich in naher Zukunft keinen besseren Job finde hänge ich weiterhin an meinem nebenjob. Bleibt mir da genug Freizeit und Energie für Freunde und (im Idealfall) für eine partnerin?

Was wenn ich mir das alles zu einfach vorstelle und ich bin allein in meiner zukünftigen Wohnung und die Einsamkeit holt mich ein und bremst mich ab?

Werde ich einen weg finden der mir zeigen kann wer ich bin und was meine stärken sein könnten?

Finde ich in dieser (größtenteils) oberflächlichen Welt eine partnerin?

Ich hoffe das ich auch wenn ich kleine Schritte mache nicht irgendwo festhänge oder mich im Kreis drehe. Oder das es nicht erst Jahre dauert zumindest die Hälfte zu erreichen.

Nein

Solange darf es nicht dauern. Solange darf es nicht sein. Solange kann es nicht sein.

Die welt rast die Anforderungen an uns Menschen werden immer höher. Immer bessere Abschlüsse muss man haben. Immer weniger Geld verdient man. Immer teurer wird alles.

Das leben wird zum überleben. Viele sind sich selbst ihr nächster. Viele werden durch die Umstände zu Egoisten heran gezüchtet.

Ist es denn möglich in diesem System Freunde, Glück und liebe zu finden?

Ich hoffe es
Ich glaube es
Ich versuche das zu finden...
 

Biokatze

Aktives Mitglied
Hallo Chronos89

Mit sicherheit gehören deine Zeifel dazu, aber in deinen Worten steckt so viel Enschlossenheit und Kraft, dass du mir das Gefühl gibst, dass du das schaffen wirst.Ich wollte dir meine besten Wünsche mit auf den Weg geben und hoffe, dass du die Freude und das Glück in unserem System für dich finden wirst.
 
C

chronos89

Gast
Vielen dank biokatze. Ich werde aufjedenfall mein bestes geben. Aber erstmal Schritt für Schritt eins nachdem anderen.
 
C

chronos89

Gast
Heute hab ich wieder einen tag mit ganz beschissenen gedanken. Manchmal hab ich sowas. Mal mehr mal weniger. Das Gefühl was ich dabei habe geht von "Hass" bis "Traurigkeit". Das ist eine ziemlich hässliche Achterbahn der gefühle.

Jedes mal wenn ich an partnersuche und Beziehungen denke.
Ich hab mit beiden Sachen ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht. Das allerschlimmsten ist aber das Gefühl was es auslöst:

Die Sehnsucht nach einer Partnerschaft.

Es lässt sich auch nicht "abschalten".

Ich hatte bisher ja schon zwei Beziehungen. Beide gingen "nur" etwa 6 monate. Ich wurde in beiden betrogen. In meiner ersten sogar ziemlich übel. Ich habe aber kennengelernt wie schön es ist Einen partner zu haben und verliebt zu sein.
Mit der partnersuche hatte ich bisher schlechte Erfahrungen teilweise schmerzhafte.

Auf der einen Seite möchte ich eine Partnerin und eine glückliche Beziehung.

Auf der anderen Seite hab ich viel zu schlechte Erfahrungen gemacht. Manchmal denke ich auch liebe passiert anderen, nur nicht mir.

Manchmal wünschte ich nie kennengelernt zu haben wie schön Beziehungen sein können.

Denn was man nicht kennt kann man auch nicht vermissen.
 
Zuletzt bearbeitet:
C

chronos89

Gast
Durch Überlegungen, daraus resultierenden schlechten Gedanken und angehender Lösungssuche hab ich durchaus ein (großes!?) Problem gefunden.

Das Problem schimpft sich: geringes Selbstwertgefühl.

Wenn man es erstmal schafft in diesem "Alptraum" (wenn auch nur zeitweilig) durchzublicken, dann wird dieses Problem ganz deutlich für mich. Und der daraus entstehende kollateralschaden ist heftig. Allein schon der letzte Tagebuch Eintrag macht es deutlich.

Auch die Probleme in meinen Beziehungen sind unteranderem darauf zurückzuführen. Aber auch übermäßiger und vorallem regelmäßiger Alkoholkonsum lösten krankhafte Eifersucht aus.

Den Alkoholkonsum hab ich soweit recht gut im Griff. Aber mein Selbstbewusstsein und mein Selbstwertgefühl nicht. Und wenn ich zurück denke was ich "mal" für ein Mensch war, frag ich mich wie ich das je wieder werden kann.

Ich War während meiner Ausbildung oft mit Kunden in Kontakt. Menschen jeglicher art. Leute die Gespräche mit "ey, kollegah" angefangen haben bis hin zu Leuten die mir erklären wollten wie was funktioniert aber von tuten und blasen keine Ahnung haben War in der zeit so ziemlich alles dabei. Sofas härtet ab, steigert das Selbstbewusstsein und macht selbstsicher.

Auf der anderen Seite dachten viele ich wäre ein Praktikant weil ich so jung aussehe. Die hab ich selbstverständlich vom Gegenteil überzeugt bis auch der letzte depp kapiert hat das ich kein Praktikant bin. Das steigert in gewisserweise das Selbstwertgefühl.

Alles zusammen genommen War das durchaus eine positive, anziehende Ausstrahlung.

Aber auch meine Art kam da hinzu.

Loyal, hilfsbereit, humorvoll, nett.

Mein Humor ging soweit das meine "5 Minuten" gerne auch mal ein paar Std gingen. Viele kamen damit nicht klar. Ich sei zu albern. Ich War so selbstbewusst das ich sagen konnte: na und? Ich bin wie ich bin. Ausserdem bin ich aufbauend und motivierend.

Schon lustig. Das haben mir nun schon drei User auf ihre Art mitgeteilt.

Und nun mache ich wohl eine (kritische) Entwicklungsphase durch. Zurück zum alten ich. Euphorisch, hoffnungsvoll und bereit diesen Schritt zu machen. Aber zwischen drin schlechte Gedanken auch an schlechte Erfahrungen. Dieser emotionale Konflikt ist sehr kraftraubend. Und lässt mich stark zweifeln wie man am letzte Tagebuch Eintrag merkt.

Ich hoffe ich stehe das durch ohne rückfällig in Sachen Alkohol und alte schematas zu werden.

Es ist echt schwierig...
 
C

chronos89

Gast
Heute habe ich angefangen über mich und mein bisheriges. Leben zu reflektieren. Um Fehler meinerseits zu finden und diese zu verstehen und zu verarbeiten.

Und ob es Fehler gibt die nicht von mir kommen um auch diese zu verstehen und zu verarbeiten.

Ich bin damit noch nicht fertig erst am Anfang und mir kommen jetzt schon die tränen. Auch die Frage nachdem warum kehrt wieder zurück.

Warum passierte mir das?
Warum habe ich das verdient?
warum habe ich nicht gehandelt?
warum.......
Usw

Bisher weiß ich das nicht nur ich Fehler gemacht habe....

Aber sobald ich das abgeschlossen habe werde ich aufschreiben was alles an mir positiv ist. Oder besser gesagt war.

Diese Hilflosigkeit beim reflektieren ist immens. Ich kann mir immer wieder nur sagen "was passiert ist, ist passiert" und "Vergangenheit ist vergangen".

Ich muss nach vorne schauen....
 
S

Seefahrer77

Gast
Interessanter Thread. Die tagebuchartigen Einträge erlauben einen Einblick in die großen und kleine Probleme, mit denen andere Menschen zu kämpfen haben. Und das sind genau die Probleme, die in den lächelnden Gesichtern, selbstbewussten Lebensdarstellungen nicht sehen kann. Da kommt man sich schnell so vor, als wenn man der einzige mit Schwierigkeiten ist. Insofern bringt dieses Forum doch etwas mehr, wenn die Tagebaucheinträge Einblicke hinter das lächelnde Gesicht erlauben..
 
C

chronos89

Gast
Hallo Seefahrer

So sehe ich das auch die vermeintlich fröhlich und zufrieden wirkende Person zerbricht innerlich...

Angefressen von ihren zweifeln, von Dingen die man selbst und außenstehende schon garnicht verstehen. Sachen von denen man durchaus weiß das dem nicht so ist.

Und trotzdem bleibt etwas zurück. Etwas tief eingebranntes, etwas was sich nicht so leicht abschütteln lässt. Für andere banal. Für einen selbst einfach nur ein Alptraum.

Man muss stark sein, mit stolz in der Brust voran schreiten. Notfalls mit dem Kopf durch die wand. Allen voran um endlich zu vergessen. Zu vergeben. Um zu lernen.

Man möge sich aufstellen und seinen Problemen entgegen treten. Und sich nicht davon einschüchtern lassen. Nicht wieder einknicken. Nein. Nicht jetzt. Nicht morgen. Niemals.

Der Versuch ist der beweis. Probleme? Pff. Stirn bieten

"Ich trag kevlar wie bond. Wie ein Block aus beton!"
 

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