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Psychische Krankheiten - organische Krankheiten

Knirsch

Aktives Mitglied
Naja, das kann man so und so sehen. Wenn man zum Beispiel mit einer schwer diagnostizierbaren körperlichen Erkrankung daherkommt, dann wird gerne mal eine psychische Erkrankung vorgeschoben, weil Ärzte sich somit vor der schweren Ursachenforschung drücken.
Ich finde, man kann gar nicht so richtig sagen, wo die Akzeptanz höher ist. Beides wird nicht akzeptiert. Die psychischen Erkrankungen sind nur noch schwerer "beweisbar". Sobald das bei einer körperlichen Erkrankung auch so ist (Schmerzerkrankungen zB) hat man genau dasselbe Problem.

Ich glaube, alle Dinge, die die Leute nicht sehen oder messen können, werden immer weniger akzeptiert bleiben. In der Medizin so wie in jedem anderen Bereich. Man kann dran arbeiten, aber ich glaube nicht, dass es wirklich mal so sein wird, dass man mit einer schweren Depression genauso Ernst genommen wird wie mit einem Herzinfarkt. Ich denke, das bleibt Utopie.
 

cafard

Aktives Mitglied
Die Leute haben Angst vor psychischen Krankheiten. Sie verunsichern sie, deshalb spalten sie das Thema von sich ab, versuchen, es zu verleugen. Sie erkennen vielleicht auch Ansätze davon bei sich selber, was sie zusätzlich irritiert und ängstigt. Deshalb diese Abwehrhaltung. Sie wird schwer zu durchbrechen sein, aber ich habe den Eindruck, wir bewegen uns durchaus schon ein Stück in die Richtung.
 

Postman

Sehr aktives Mitglied
Gibt doch auch viele Ärzte, die psychische Krankheiten ernst nehmen und akzeptieren. Bei einer Depression bzw. in einer depressiven Phase ist ja bspw. der Stoffwechsel im Gehirn wesentlich beeinflußt, soweit ich das weiß. Und das Gehirn ist ein Organ, sogar das komplexeste unseres Körpers.

Diese klare Trennung zwischen Körper und Psyche ist ohnehin vermutlich eher ein Gedankenkonstrukt. Deshalb ja auch die Psychosomatik. Ich denke, interdisziplinäre und ganzheitliche Betrachtungsweisen des Menschen werden immer wichtiger.
 
Zuletzt bearbeitet:

dreampudelchen

Aktives Mitglied
Ich glaube, alle Dinge, die die Leute nicht sehen oder messen können, ...
Oder auch vielschichtige Dinge für die es keine schnelle Lösung gibt und die dann auch Mediziner überfordern.

Die Leute haben Angst vor psychischen Krankheiten. Sie verunsichern sie, deshalb spalten sie das Thema von sich ab, versuchen, es zu verleugen.
Sie haben auch Angst vor schweren körperlichen Erkrankungen. Auch da gibt es nicht immer sofort, oder überhaupt eine Lösung und da ist die Reaktion die gleiche, wie bei psychischen Erkrankungen. Viele Leute drehen sich weg, manche leugnen, aber es gibt auch immer mehr andere.

Diese klare Trennung zwischen Körper und Psyche ist ohnehin vermutlich eher ein Gedankenkonstrukt. Deshalb ja auch die Psychosomatik. Ich denke, interdisziplinäre und ganzheitliche Betrachtungsweisen des Menschen werden immer wichtiger.
Körper und Psyche werden ja zum Glück mittlerweile öfter als Einheit als getrennt betrachtet. Christian Morgenstern hat mal gesagt: Der Körper ist der Übesetzer der Seele ins Sichtbare.
 

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