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Psychische Erkrankungen und Neuroleptika (AD), eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema

G

Gelöscht 116409

Gast
Hallo liebes Forum,

ich bin seit fast 2 Jahren in Behandlung wegen einer Erkrankung aus dem Schizophrenen Formenkreis.
Glücklicherweise habe ich mich bereits bevor ich in der Psychiatrie gewesen bin mit dem Thema Neuroleptika auseinander gesetzt.

So weiß ich das es eine Menge negativer Folgen der Behandlung mit Medikamenten gibt und man auch ohne die Behandlung eine Besserung der Symptome erreichen kann.

Ich möchte auf die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie aufmerksam machen, auf deren Seite man sich umfangreich über Medikamente und deren Nebenwirkungen informieren kann.

Dank dieser Infos im Netz bin ich nicht einer der blind alles schluckt was ihm verschrieben wird und habe bessere Lebensqualität als andere Patienten. Vielleicht willst du ein bisschen was schreiben, Erfahrungen mitteilen oder dich selbst informieren.
Gern tausche ich mich mit euch aus, wenn ihr Fragen habt, ich kann ab und an ganz gute Hinweise geben.

Natürlich bin ich kein Arzt, letztlich möchte ich dazu beitragen das ihr euch selbst kritisch mit dem Thema auseinander setzt.

Dazu soll dieser Thread dienen!

Hier der Link zur Seite mit vielen wertvollen Informationen über Medikamente und alternative Therapien:

Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie: Neuroleptikadebatte (dgsp-ev.de)

Hier noch ein Link zu einem Forum mit Betroffenen die absetzen:

PsyAb - Foren-Übersicht
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Traulicht

Aktives Mitglied
Danke Bärt fürs Teilen.

Ich fand die Ausführungen zu Antidepressiva auch sehr spannend. Insbesondere die steigenden Verschreibungszahlen, die Abhängigkeitsproblematik, die Nebenwirkungen und die fehlende abschließende Erklärung der Medikamentenwirkweisen.
Es ist wichtig, daß sich Betroffene umfassend informieren können, um dann den richtigen Weg für sich zu finden. Dazu bräuchte es weit mehr unabhängige Studien!
 
G

Gelöscht 116409

Gast
Es gibt schon viele Studien zumindest im Bereich der Schizophrenen Störungen. Das Grundproblem ist das die Informationen dazu den Psychologen oder besser den verschreibenden Psychiatern nicht im Studium vermittelt wurden und es keine Weiterbildungen gibt soweit ich informiert bin.

Auch die Behandlungsweise in Psychiatrien ist ein Problem. Es wird schnell zu viel von Medikamenten verschrieben und Menschen gehen daran kaputt statt an der Krankheit.

Depression ist da auch ein Thema... Gerade die Medikamente und deren Wirkweise.... Die Mortalität unter den Patienten und so weiter.

Ich hoffe das Hilfe suchende auf diesen Thread stoßen und sich selbst ein wenig informieren und dann nicht einfach blind nehmen was der Arzt verschreibt wenn sie merken das es ihnen nicht gut tut.
 

Kirschblüte

Aktives Mitglied
Es gibt schon viele Studien zumindest im Bereich der Schizophrenen Störungen. Das Grundproblem ist das die Informationen dazu den Psychologen oder besser den verschreibenden Psychiatern nicht im Studium vermittelt wurden und es keine Weiterbildungen gibt soweit ich informiert bin.

Auch die Behandlungsweise in Psychiatrien ist ein Problem. Es wird schnell zu viel von Medikamenten verschrieben und Menschen gehen daran kaputt statt an der Krankheit.

Depression ist da auch ein Thema... Gerade die Medikamente und deren Wirkweise.... Die Mortalität unter den Patienten und so weiter.

Ich hoffe das Hilfe suchende auf diesen Thread stoßen und sich selbst ein wenig informieren und dann nicht einfach blind nehmen was der Arzt verschreibt wenn sie merken das es ihnen nicht gut tut.
Sehe ich auch so, es wird zu schnell und zu viel verschrieben und sehr oft nicht kompatible Medikamente verschrieben, auf die man als Patient im Zweifelfall den Psychiater selbst aufmerksam machen muss. Ich vergleiche das ähnlich wie mit einer Chemo bei Krebskranken, wenn sie sterben, weß man nicht, ob am Krebs oder den Nebenwirkungen der Chemo. Darüber gibts vielleicht Studien.

Aus meiner persönlichen Erfahrung: Vor langer Zeit, ein Neurologe verschrieb mir ein Medikament, das Suizidgedanken auslösen konnte. Als ich bemerkte, dass mir das Medikament nicht gut tat, rief ich den Neurologen an, der mir telefonisch die 3fache Menge empfahl! Das finde ich schon sehr fahrlässig. Habe ich natürlich nicht eingenommen und das Medikament entsorgt.

In jüngster Zeit, mein wirklich sehr guter Neurologe, der nichts auslässt und alles untersucht, koste es, was es wolle. Aber auch er verschrieb mir verschiedene untereeinander nicht verträgliche AD, die meinen Medikamentenschrank füllen, da ich sie nie genommen habe.

Ich nehme seit 12 Jahren keine Medikamente, selbst bei starker Migräne nicht. Ich würde sie nur nehmen, wenn ich merke, dass ich mir selbst nicht mehr helfen kann oder Gefahr in Verzug ist.

Ich hoffe, nicht zu sehr am Thema vorbei.
 

Geißblatt67

Sehr aktives Mitglied
Dass ist bei psychischen Erkrankungen doch auch nicht anders als bei physischen - als PatientIn sollte man selbst so gut wie möglich informiert sein. Gerade wenn man chronische Erkrankungen hat, ist es erschreckend, was Ärzte einem oft andrehen wollen, oder dass sie oft einfach gar nicht nachfragen.

Ich frage mich oft, wie Menschen zurechtkommen die das selbst nicht einschätzen können. Manchen geht es aber vielleicht einfach zu schlecht, als dass sie sich selbst so umfassend informieren können. Das ist leider so.
 
Ich sehe Neuroleptika und Antidepressiva auch kritisch. Allerdings habe ich bei Leuten die Schizophrenie haben, mitbekommen dass sie ohne die Medikamente wirklich nicht klarkommen und dann drohen komplett abzudrehen.
 
G

Gelöscht 116409

Gast
Aus meiner persönlichen Erfahrung: Vor langer Zeit, ein Neurologe verschrieb mir ein Medikament, das Suizidgedanken auslösen konnte. Als ich bemerkte, dass mir das Medikament nicht gut tat, rief ich den Neurologen an, der mir telefonisch die 3fache Menge empfahl! Das finde ich schon sehr fahrlässig. Habe ich natürlich nicht eingenommen und das Medikament entsorgt.
Ja, das ist bei einigen Medikamenten der Fall. Bei meiner Frau (Nahm Aripiprazol) stand im Beipackzettel auf der langen Liste der Nebenwirkungen unter anderem "Plötzlicher Tod".....
Ich frage mich oft, wie Menschen zurechtkommen die das selbst nicht einschätzen können. Manchen geht es aber vielleicht einfach zu schlecht, als dass sie sich selbst so umfassend informieren können. Das ist leider so.
Ja, die Betreuung durch Ärzte ist zu kurz gehalten in unserem System.
Da wird reingeballert was geht weil sie sich nicht zu helfen wissen. Meine Partnerin nahm 4 unterschiedliche Medikamente! Jetzt nimmt sie durch meine Unterstützung noch 1 Medikament und es geht ihr wesentlich besser....

Ich sehe Neuroleptika und Antidepressiva auch kritisch. Allerdings habe ich bei Leuten die Schizophrenie haben, mitbekommen dass sie ohne die Medikamente wirklich nicht klarkommen und dann drohen komplett abzudrehen.
Bei mir hat sich die Krankheit schon vor Beginn der Therapie von selbst zurück entwickelt und ich komme mittlerweile mit 10%!!! der verschriebenen Dosis aus.

Es gibt eine Absetzsymptomatik:

Die NL blocken Dopamin am Rezeptor. Das Gehirn bildet neue Rezeptoren um sich anzupassen. Die Ausschüttung des Dopamin wird durch die Medis nicht eingeschränkt. Bedeutet es ist massig Dopamin ungenutzt im Hirn unterwegs.
Setzt man nun zu schnell ab, werden Rezeptoren frei und man hat plötzlich wesentlich mehr Dopamin an Rezeptoren gebunden als vor Medikamentengabe.
Das ist vielen Psychiatern nicht bekannt. Bedeutet: Die Medikamente selbst können dafür sorgen das man psychotischer wird als zuvor. Und Boooom, bekommt man noch mehr verschrieben.

Es wird zu schnell abgesetzt. Erfahrungsgemäß 10% Reduzierung alle 6 Wochen nachdem sich das Hirn wieder angepasst hat.
Es gibt auf der Oben verlinkten Homepage auch einen Absetz und Reduzierungsleitfaden, darum der Link.

Will sagen: Die Leute die dann so am Rad drehen, sind "abhängig" von diesen Medikamenten die sie sedieren.... Viele, nicht alle. Die meisten informieren sich nicht oder ihnen fehlt wirklich die Kraft.

Darum muss eigentlich umfassend darüber aufgeklärt werden. Ich hoffe das den Psychiatern in ihrer Ausbildung bewusst gemacht wird wie NL funktionieren und wie man absetzt oder reduziert....
Ich leiste da auch bei meiner Psychiaterin Überzeugungsarbeit....
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Styx.85

Aktives Mitglied
Hallo liebes Forum,

ich bin seit fast 2 Jahren in Behandlung wegen einer Erkrankung aus dem Schizophrenen Formenkreis.
Glücklicherweise habe ich mich bereits bevor ich in der Psychiatrie gewesen bin mit dem Thema Neuroleptika auseinander gesetzt.

So weiß ich das es eine Menge negativer Folgen der Behandlung mit Medikamenten gibt und man auch ohne die Behandlung eine Besserung der Symptome erreichen kann.

Ich möchte auf die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie aufmerksam machen, auf deren Seite man sich umfangreich über Medikamente und deren Nebenwirkungen informieren kann.

Dank dieser Infos im Netz bin ich nicht einer der blind alles schluckt was ihm verschrieben wird und habe bessere Lebensqualität als andere Patienten. Vielleicht willst du ein bisschen was schreiben, Erfahrungen mitteilen oder dich selbst informieren.
Gern tausche ich mich mit euch aus, wenn ihr Fragen habt, ich kann ab und an ganz gute Hinweise geben.

Natürlich bin ich kein Arzt, letztlich möchte ich dazu beitragen das ihr euch selbst kritisch mit dem Thema auseinander setzt.

Dazu soll dieser Thread dienen!

Hier der Link zur Seite mit vielen wertvollen Informationen über Medikamente und alternative Therapien:

Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie: Neuroleptikadebatte (dgsp-ev.de)

Hier noch ein Link zu einem Forum mit Betroffenen die absetzen:

PsyAb - Foren-Übersicht
Ich finde so einen Vorstoß gut.
Als Patient sollte man sich wirklich innig mit seiner Krankheit und den verschiedenen Therapie-Formen dafür auseinandersetzen. Letztendlich ist auch dies nur eine Spielart von Selbstverantwortung.

Doch, lieber @Bärt , darf ich dich in diesem Zusammenhang etwas fragen?

Du machst in etlichen anderen Threads keinen Hehl daraus, dass du polytoxikoman bist, sprich über reichlich Drogenerfahrung verfügst.

Mich wundert ein wenig, dass du in Falle von Medikamenten derart kritisches Denken an den Tag legst, während du auf der Straße... nunja... nimmst was du kriegst... durcheinander, nach Laune, ohne Qualitätskontrolle, ohne medizinische Begleitung.
Und versuche bitte nicht mir zu erklären, dass dein Dealer, deine Kanäle für deinen Shit besser wären, als andere...

Woher kommt diese überaus bemerkenswerte Diskrepanz?
Diese nachvollziehbare kritische Denke einerseits und das völlig Selbstsabotierende, ja Selbstzerstörerische andererseits?

Solche Seiten an Menschen faszinieren mich ungemein, vor allem wenn sie gleichzeitig zu Tage treten im identischen Individuum. Selbstfürsorge und Selbstzerstörung... ein ungleiches, ja konträres Paar.
Ich kann sie nur sehr schwer nachvollziehen. Sie verwirren mich.

Bezüglich Nebenwirkungen und übermäßigen Verschreibungen hast du losgelöst von deiner persönlichen Problematik natürlich rein theoretisch ebenfalls Recht.

Bringt man die Problemlage eines Polytoxikomanen jedoch mit ins Spiel, sind Nebenwirkungen nahezu unvorhersehbar und willkürlich, da sich Neuroleptika, Antidepressiva und Drogen verschiedenster Art unplanbar gegenseitig beeinflussen.
Ich denke, ich erzähle hier nichts Neues, auch wenn ich mir ein wenig so vorkomme.

Oder ein wenig provokanter ausgedrück:

Warum denkst du, werden Labormäuse für teures Geld nahezu streril gezüchtet und nicht einfach im ranzigen Keller der Chemiefabrik per Lebendfalle eingefangen?
 
G

Gelöscht 116409

Gast
@Styx.85
Erstmal, ich habe letztens Boxershorts gekauft, der Marke Styx. Daher der Nick?

Ich bin clean.
Früher habe ich mir in der Tat wenig Gedanken um meine Gesundheit gemacht. Mit den Jahren und diversen Erkrankungen die auch Teilweise durch Konsum verursacht wurden, ändert sich aber die Einstellung zu diesem Thema.
Mehr oder minder seit fast 10 Jahren! Vielleicht hast du da etwas anderes in Erinnerung?

Natürlich habe ich teilweise Rückfälle gehabt, das gehört da auch einfach dazu.

Früher hatte ich derart viele Probleme und war nicht reif genug mir anders zu helfen als mich mit Mittelchen jeglicher Couleur davon abzulenken.

Heute sieht das anders aus.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten, die spitz formuliert wie immer daher kommt, mit ein bisschen Honig ums Maul und dennoch bissig wie ein Scharfer Pitbull.
 

Styx.85

Aktives Mitglied
Erstmal, ich habe letztens Boxershorts gekauft, der Marke Styx. Daher der Nick?
Sowohl den mythologischen Fluss als auch deine Boxershorts findet man in der Unterwelt. Es gibt also durchaus Gemeinsamkeiten und Konnektivitäten. Ich werde mir die Dinger jedenfalls mal ansehen, hört sich bequem an irgendwie.

Ich bin clean.
Früher habe ich mir in der Tat wenig Gedanken um meine Gesundheit gemacht. Mit den Jahren und diversen Erkrankungen die auch Teilweise durch Konsum verursacht wurden, ändert sich aber die Einstellung zu diesem Thema.
Das finde ich gut und interessant.
Gestatte mir auch hier bitte wieder die etwas off-topicisierte Nachfragen:
Was hat diesen Denkprozess in Gang gesetzt?
Ein prägendes Ereignis oder war es eher schleichend?

Mehr oder minder seit fast 10 Jahren! Vielleicht hast du da etwas anderes in Erinnerung?
Hmmm... einen Zeitraum hatte ich jetzt nicht in Erinnerung, nur diverse Posts von dir über das Thema, deine eigenen Erfahrungen damit und hin und wieder ein wenig Austausch. Falls du auf Details stehst:
Kann mich noch an eine Diskussion über Pilze mit dir und einem anderen User erinnern...
Und daran, wie du einem Yuppie den Rat gegeben hast, sein Koks zu "waschen", was er aber wohl bereits Tat... fand den Thread recht interessant, auch wenn ich mich da nicht beteiligt habe.

Früher hatte ich derart viele Probleme und war nicht reif genug mir anders zu helfen als mich mit Mittelchen jeglicher Couleur davon abzulenken.
Wie hast du die Probleme von früher gelöst bekommen?
Also die, die die Suchtproblematik ausgelöst haben?

Sorry, ich weiß, schon wieder komische Fragen.

Ich muss jedoch zugeben, ich bin hier persönlich neugierig.

Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten, die spitz formuliert wie immer daher kommt, mit ein bisschen Honig ums Maul und dennoch bissig wie ein Scharfer Pitbull.
Eija komm... die Katze lässt das Mausen nicht...
 

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