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Prof hat wenig Verständnis

L

Linae478

Gast
Ich sitze jetzt nach einem langen arbeitsintensiven Jahr im Master und bin eigentlich recht ausgebrannt, was sich auch in meiner Gesundheit widergespiegelt hat. Ich arbeite nebenher und war jetzt lange Zeit krank (Angina, Kehlkopf und Kieferhöhlenentzündung).

In Absprache mit der psychologischen Beratungsstelle meiner Uni, soll ich so viele CPs erwerben, wie ich schaffe und mich nicht überfordern.

3 Mal die Woche sind Blockveranstaltungen, allerdings ohne Anwesenheitspflicht. Zumindest rein theoretisch.

Durch meine Erkrankung, konnte ich eines der Seminare bereits 3 Mal nicht wahr nehmen und war bisher nur 3 Mal anwesend. Ich teilte das dem zugehörigen Professor mit und der hatte auch Verständnis (zumindest vorläufíg).

Als ich mich dann nach 2 weiteren Wochen nochmals meldete, bekam ich eine sehr unhöfliche Mail zurück, die im Unterton in Frage stellte, ob ich wirklich krank sei.

Man hätte ja nie mit mir sprechen können, da ich erst 3 Mal bisher da gewesen wäre und ich soll unbedingt zur nächsten Lehrveranstaltung (ist klar, wo ich gerade noch mitteilte, dass ich krank bin).

Allgemein kam der Prof sehr unfreundlich rüber. Ich habe nun zwar einen Referatstermin im Februar, aber da ich momentan wieder fehle, mache ich mir große Bedenken und Sorgen, ob ich in diesem Seminar überhaupt meine Punkte bekomme.

Andererseits will ich mich auch nicht weiter überfordern.

Ich muss dazu sagen, dass mich die stetige Pendelei doch schon sehr belastet. Wenn das Seminar beginnt, muss ich um 6 los, damit ich um 7 am Bahnhof bin und um 9 in der Unistadt. Dann habe ich noch eine Stunde bis zum Vorlesungsbeginn. Das Seminar geht bis um 14 Uhr. 15 Uhr fährt mein Zug und um 17 Uhr bin ich wieder da und nebebher muss ich noch arbeiten.

Zwei Mal die Woche mit Nebenjob ist das noch vertretbar. Aber mehr geht nervlich nicht.

Ich habe jetzt schon totale Angst davor, nächste Woche wieder bei diesem Prof im Seminar zu sitzen. Die anderen Professoren und Dozenten hatten mehr oder weniger Verständnis für mein langes Fehlen. Aber hier ahne ich doch Nachteile voraus.

Mir setzt die Sache doch so zu, dass ich nachts nicht mehr schlafen kann und permanent an dieses Seminar denke.

Was kann ich machen?
Der Professor scheint wenig Verständnis zu haben.
 

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Sisandra

Moderator
Teammitglied
Wenn du krank bist, dann geh zum Arzt und besorg dir ein Attest, wenn du das nicht sogar schon hast. Dieses kannst du dem Prof dann vorlegen. Vielleicht glaubt er es dir ja dann.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Naja, wie stellst Du Dir das auch vor? Es ist ziemlich unerheblich, ob der Prof. Verständnis hat.

Mit so einer großen Anzahl von Fehlzeiten im Seminar wirst Du sicher die Inhalte auch nicht gut schaffen.

Bist Du irgendwie von seinem Wohlwollen abhängig?
 

stella nigra

Mitglied
Auf jeden Fall solltest Du ein Attest vom Arzt vorlegen können - es gibt genug Spezis, die versuchen, sich durchzumogeln. Beim Seminar ist das den anderem Kommolitonen gegenüber alkes andere als fair. Das mit dem Inhalt stimmt allerdings auch. Frag den Prof, ob es denn ausreicht, Dein eugenes Referat zu machen und die Ausarbeitung abzugeben.

Ansonsten klingt es so, als solltest Du besser in die Unistadt ziehen - 3 Stunden pendeln eine Strecke, das schlaucht auf dauer zu sehr und kostet zuviel Zeit. Ich weiss aus eigener Erfahrung wie anstrengend das ist.
 
K

Kassenzettel

Gast
Wahrscheinlich nervt deinen Prof eher, dass du ständig was zu vermelden hast. Entweder du erfüllst du deine Leistungen (Referat? Klausur?) oder du lässt es bleiben. Dozenten sind einfach froh darum, wenn Studenten ihren Teil beitragen ohne groß rumzudiskutieren.

Wenn dir das alles zu anstrengend ist, dann mach das Seminar eben in einem anderen Semester. Dann studierst du eben länger, aber deiner Gesundheit kommts zu Gute.

Im Übrigen finde auch ich deine Anfahrtszeit völlig überzogen. Vermutlich lebst du bei deinen Eltern? Nimm dir ein Zimmer und sei es nur zum Schlafen und Lernen und deine Belastung wird sich erheblich verringern. Am Wochenende kannst du immer noch Heim fahren, falls du da deine Wäsche waschen musst, dich bekochen lässt, deine Freunde vermisst und so weiter und so weiter.
 
L

Linae478

Gast
Falsch. Ich habe eine eigene Wohnung. Kann aber aufgrund meines Nebenjobs nicht schon wieder umziehen. Auch würde mich eine Wohnung in der Unistadt 200 Euro mehr kosten.
 
K

Kassenzettel

Gast
Falsch. Ich habe eine eigene Wohnung. Kann aber aufgrund meines Nebenjobs nicht schon wieder umziehen. Auch würde mich eine Wohnung in der Unistadt 200 Euro mehr kosten.
Dann zieh doch einfach in eine WG, die ist ganz sicher viel billiger als eine eigene Wohnung ;) Vor allem sagst du doch selbst, dass dir die Pendelei an die Nieren geht, du tust dir damit nur selbst einen Gefallen.
Und Nebenjobs findest du in der Unistadt bestimmt auch.
 
G

Gast

Gast
Hi Linae,

du versuchst offenbar ein Fernstudium an einer Präsenzuni zu machen. Dass das Probleme gibt, dürfte klar sein.

Ich muss dazu sagen, dass mich die stetige Pendelei doch schon sehr belastet. Wenn das Seminar beginnt, muss ich um 6 los, damit ich um 7 am Bahnhof bin und um 9 in der Unistadt. Dann habe ich noch eine Stunde bis zum Vorlesungsbeginn. Das Seminar geht bis um 14 Uhr. 15 Uhr fährt mein Zug und um 17 Uhr bin ich wieder da und nebebher muss ich noch arbeiten.

Zwei Mal die Woche mit Nebenjob ist das noch vertretbar. Aber mehr geht nervlich nicht.
Das kann ich verstehen, klar.

Diese Blockveranstaltungen finden also 3 Mal die Woche statt, aber mehr als 2 Mal die Woche sitzt einfach nicht drin. Jedes dritte Mal wirst du also auf jeden Fall fehlen, selbst bei bester Gesundheit.

Warum wirfst du dem Prof dann vor, dass er ...

Als ich mich dann nach 2 weiteren Wochen nochmals meldete, bekam ich eine sehr unhöfliche Mail zurück, die im Unterton in Frage stellte, ob ich wirklich krank sei.
...dir nicht glaubt, dass dein Fehlen nur an deiner Krankheit liegt?

Er hat doch recht damit!

Zwar mag ein Teil deiner Fehlzeiten krankheitsbedingt sein, aber selbst wenn du nicht krank wärest, würdest du ja sehr häufig fehlen.

Zur Frage, was du machen kannst: Ich nehme an, dass du im Rahmen deines Studiums nicht nur an diesen drei Wöchentlichen Blockveranstaltungen teilnehmen musst, sondern auch noch einiges anderes zu tun hast, was du normalerweise zu Hause erledigst.

Könnte man diese Tätigkeiten auch auf dem Weg zur Uni bzw. in den Wartezeiten vor und nach der Blockveranstaltung sinnvoll durchführen?

Wenn ja, dann tu das doch, dann ist die Zeit sinnvoll genutzt und die Fahrzeiten belasten dich damit kaum noch.

Wenn nein, dann könnte man die Anschaffung eines Autos überlegen. Das fährt wenigstens dann, wenn man will, und man ist nicht an die Fahrpläne gebunden.

Oder ist es so, dass du dank Semesterticket mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gratis reist und das Auto damit viel, viel teurer wäre?

Noch besser wäre es natürlich, wenn du am Studienort wohnen könntest. Hast du irgendwie deinen Bafög-Anspruch (oder deinen Unterhaltsanspruch gegen deine Eltern) verloren, dass du so sehr auf deinen Nebenjob angewiesen bist?
 

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