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Problem mit "Vater"

liloh

Mitglied
Hallo Leute,

ich habe folgendes Anliegen an euch und würde gerne euren Rat wissen. Bin momentan 22 Jahre alt und kenne meinen "Vater" seid ca 2 Jahren, nachdem ich Kontakt zu ihm aufgenommen habe und er sich nach langem hin und her gemeldet hat. Es ging mir hierbei nicht um Geld etc. aber um überhaupt zu sehen wer er ist. Nun habe ich das "Problem" wenn ich es so nennen darf, dass er versucht die Jahre in denen er nicht da war wieder wett zu machen was meiner Meinung nach einfach nicht geht und nicht gehen wird, was ich auch verabscheue. Meine Familie versucht mir nun klar zu machen, ihn alles recht zu machen und unter anderem auch Papa zu nennen, was ich einfach nicht kann, er ist einfach das Gegenteil von mir, meiner Art und allem anderen.
Er ist zwar sehr gut betucht und könnte mir neue Möglichkeiten in Finanziellen Angelegenheiten ermöglichen aber ich habe nunmal eine Abscheu gegen diesen Mann weil er nicht da war als ich ihn gebraucht habe und nun taucht er auf und tut so als wäre nichts geschehen. Wie sieht ihr das?
 

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Darkday

Mitglied
Hallo =)

Ist klar, dass Dein Vater versucht die versäumten Jahre wieder gut zu machen... aber, das geht nur, wenn Du das wirklich auch möchtest. Natürlich könntest Du es ausnutzen, dass er Dir neue Wege "eröffnen" könnte, aber das wäre eine Art des Ausnutzens, meiner Meinung nach. Aber das ist ja jedem selbst überlassen, wie es das mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Ich verstehe es, dass Du ihn nichrt "Papa" nennen kannst, da er erst nach 20 Jahren in Deinem Leben auftauchte. Ein Vater ist jemand, mit dem man groß wird, die Jugend erlebt, der immer da ist. Evtl. gemeinsame Ausflüge etc. Du verstehst schon, was ich meine. Aber da er das nie mit Dir gemacht hat, verstehe ich Deine Abscheu gegen diesen Mann... denn irgendwie ist er Dir doch fremd oder? Ich meine, jemanden, den man 2 Jahre kennt "Papa" zu nennen wäre glaube ich für jeden komisch... Handel nach Deinem Gefühl und bleib in Deiner Meinung stark. Ich finde, Du siehst das genau richtig.

Liebe Grüße

Darkday
 

liloh

Mitglied
Danke für die Antworten :)

Also zu Darkday:

Gut soetwas von anderen zu hören, da die Familie da etwas anders gestrickt ist und mich immer volllabert aber auch nicht mit bösen Absichten. Ob ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann, ihn auszunutzen muss ich hierbei sagen: Ja! Er hat für mich nie etwas gezahlt, auch keinen Unterhalt und meine Mutter musste mich immer alleine aushalten wofür ich ihr sehr dankbar bin.
Zum Thema fremd: Es ist für mich schlimmer als ein Fremder den ich nicht kenne, mit dem ich auf irgendeine Art einen Draht aufbauen kann. Bei ihm ist es anders, ich kann es schlecht beschreiben. Aber mein Gefühl sagt mir eins. Nimm was du kriegen kannst aber versuche das beste daraus zu machen ohne dich schlecht zu fühlen.

zu momo:

Das mit dem Brief habe ich bereits gemacht als er sich die ganze Zeit versteckt hat. Ich schrieb ihm eine sms in der ich ihm geschrieben habe, dass ich mich schämen würde er zu sein und ich alles daran setzen werde meinen Kindern ein besseres Beispiel zu sein. Das hat bewirkt, dass er sich gemeldet hat.

Ganz nebenbei würde ich euch gerne eine andere Situation schildern. Vor ca. 1 Woche war er bei der Beerdigung meines Opas dabei und es ergab sich, dass die Familie zu uns nach Hause kam und er auch. Nunja wir aßen und tranken etwas und dann wollte er los ich habe mich aber nicht von ihm verabschiedet, habe ihm tschüss gesagt ihm aber nicht die Hand gegeben was er mir nun verübelt. Und ich fühle mich wirklich verarscht weil er denkt, dass ich nur für ihn da zu sein habe und er jetz vielleicht auch noch eine Entschuldigung oder ähnliches verlangt.
 

Darkday

Mitglied
Okay, aus dieser Sicht habe ich es noch gar nicht betrachtet, dass Deine Mum immer für Dich aufkommen musste. Das ist eine sehr schwierige Zeit... Die Mütter haben es da nicht einfach. Bei mir ist das im Moment genauso... mein Vater weigert sich auch Unterhalt zu zahlen, seit Jahren. Also, wenn Du es mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst, dann handel so. Er kann schließlich auch mal was für "sein" Kind tun!

Du musst Dich für NICHTS bei ihm entschuldigen. Wenn dann muss ER das tun, das er nie da war! Wenn er meint, dass jetzt alles wieder okay ist, weil er sich seit 2 Jahren kümmert, dann liegt er falsch... ich meine, 20 Jahre versäumt und dann einen auf Friede-Freude-Eierkuchen machen???Wie stellt er sich das denn bitte vor???Wenn er deswegen beleidigt ist, dass Du ihn nicht richtig verabschiedet hast, ist das sein Problem... Du bist da zu gar nichts verpflichtet. Erst die ganze Kindheit versäumen und dann noch Erwartungen stellen, wo er dann mal da ist... Ne ne... Ich will dich hier nicht aufhetzen, weil ich bei diesem Thema eh ein bissi sensibel bin, aber das ist meine Meinung dazu...

P.S. Ich weiß, dass das was ich jetzt sage sich wiederspricht mit dem was ich vorher gesagt habe, aber bedenke bei allem was du tust, dass du nur einen "vater" hast... deswegen solltest du trotz allem vielleicht versuchen das beste daraus zu machen. vielleicht normalisiert sich die situation ja irgendwann... ihr braucht jedenfalls sehr viel zeit. versuch das beste daraus zu machen... oder wenn es wirklich nicht geht und du ihn so sehr verabscheust, merke dir bitte meine worte. :)
 

ithink

Aktives Mitglied
Ich möchte nicht in der Haut von deinem Vater stecken. Ich habe selbst den Fehler gemacht den Kontakt zu meiner Tochter für 3 Jahre abzubrechen, weil ich dachte, sonst nicht über die damit verbundene Frau hinweg zu kommen. Glücklicherweise hat mich meine spätere Lebenspartnerin dahin gebracht zur Einschulung meiner Tochter wieder den kontakt aufzubauen und heute sind wir ein wunderbares Vater-Tochtergespann. Deinen Groll kann ich voll und ganz nachvollziehen, zumal du ja auch noch diejenige warst, die die Initiative ergriffen hat. Erschwerend kommt hinzu, dass er, obwohl wie du sagst vermögend, noch nicht einmal Unterhalt gezahlt hat, was ich wirklich als absolutes Unding betrachte, ungeachtet der beziehungstechnischen Kriegssituation die sich ja wahrscheinlich im Hintergrund abgespielt hat, für die du aber nun wirklich nichts kannst.
Ganz nüchtern betrachtet schuldet er dir einen ganzen Batzen Geld, auf das du einfach ein Anrecht hast, welches dir von Staatswegen zusteht. Wenn man einmal von einem Unterhaltsbetrag von durchschnittlich 400 Euro pro Monat ausgeht sind das locker 100.000 Euro, die sich da im Laufe der Jahre angesammelt haben. Du brauchst also wirklich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du jetzt Geschenke, Anschubfinanzierungen oder was auch immer von ihm annimmst, sie stehen dir einfach zu und wenn er auch nur den Hauch eines schlechten Gewissens verspürt wird er sie dir auch gerne geben. Im Gegenzug, jetzt einmal vorausgesetzt, er ist einigermaßen normal gestrickt, verlangt er wahrscheinlich nicht viel, ein bischen Anerkennung, ein bischen Zuneigung. Das er nicht viel mehr erwarten kann dürfte ihm auch klar sein, aber jemandem die Hand zum Abschied zu reichen, ist doch eigentlich nicht mehr als eine kleine Geste, die die ganze Situation allerdings enorm entspannen kann. Wie schon gesagt, du brauchst meines Erachtens absolut keine Skrupel zu haben, Geld oder andere materielle Dinge von ihm anzunehmen, du verkaufst dich auch damit nicht, sondern es ist dein gutes Recht.
 

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